Ein Gastbeitrag von Klaus Kelle

Wer heute am Krefelder Hauptbahnhof aus dem Zug steigt, erlebt erst einmal einen Kulturschock. Der erste Eindruck ist geprägt von Beton, Tauben und einer Atmosphäre, die mancherorts eher an ein vergessenes Industrieareal im Senegal als an eine blühende Samt- und Seidenstadt erinnert.

Ich habe hier kürzlich über genau dieses Thema geschrieben. Überschrift: „Mein Krefeld-Gefühl – wie Marrakesch in Westfalen“. Und die Reaktionen unserer Leser waren deutlich. Viel Zustimmung, viele ähnlich Ghetto-Geschichten aus anderen deutschen Städten, immer wieder wird Frankfurt/M. genannt. Aber auch der deutsche Klassenprimus Bayern mit Würzburg, Nürnberg und Augsburg.