Jährlich erhalten in Deutschland rund 20.300 Menschen die Diagnose „Bauchspreichdrüsenkrebs [pancreatic cancer], mehr oder minder ein Todesurteil, wie ein Blick auf die Mortalität zeigt, die mit 13,4 pro 100.000 (Männer) bzw. 10 pro 100.000 (Frauen) nicht weit von der Inzidenz 15,1 pro 100.000 (Männer) bzw. 11,4 pro 100.000 (Frauen) entfernt ist. Tatsächlich bleiben jemandem, der mit Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert wird, unbehandelt im Durchschnitt 3 bis 6 Monate. Mit Chemotherapie oder Strahlentherapie kann die Restlebensdauer auf im Durchschnitt 23 Monate erhöht werden. Die Voraussetzung ist indes eine operative Entfernung des Tumors, die wiederum nur in rund 20% der Fälle möglich ist.

Die Diagnose „Bauchspeicheldrüsenkrebs“ ist eine üble Sache und Bauchspeicheldrüsenkrebs ist das Beispiel für die Schwieriegkeiten, die mit der Behandlung von Krebs verbunden sind, eine Art Highlight und vermutlich deshalb der Gegenstand, an dem sich die mRNA-Macher derzeit abmühen. Dass der Krebs so vernichtend wirkt, ist der Tatsache geschuldet, dass er in der Regel erst entdeckt wird, wenn er bereits Metastasen gebildet hat, wenn es letztlich zu spät ist, ein Umstand, der weitgehend durch die Lage der Bauchspeicheldrüse und davon ausgehende relative Symptomlosigkeit des Krebses im Frühstadium erklärt wird.

Nun haben sich eine Reihe von Unternehmen ausgerechnet Bauchspeicheldrüsenkrebs ausgesucht, um ihm mit mRNA-Mixturen, abgestimmt auf den jeweiligen Erkrankten, zuleibe zu rücken, darunter Genentech und BionTech.

Der „Impfstoff“, mit dem Bauschspeicheldrüsenkrebs bekämpft werden soll, basiert auf Tumor-Gewebe, das dem Erkrankten entnommen wurde. Die Idee dahinter besteht darin, dem Immunsystem von an Bauchspeicheldrüsenkrebs-Erkrankten, quasi per mRNA-Gentherapie einen Antigen-Bauplan des Tumors zu liefern, um vor allem die Produktion von t-Zellen, Killer-Zellen (CD8+) und Helferzellen (CD4+) anzuregen und auf diese Weise die Neubildung des Tumors zu verhindern.

Erste Ergebnisse aus dem oben dargestellten Trial wurden 2025 im folgenden Beitrag veröffentlicht:

https://www.sciepro.com/, CC BY-SA 4.0, Link

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By SciePro GmbH – https://www.sciepro.com/, CC BY-SA 4.0, Link

Die Autoren konnten darin zeigen, dass Krebspatienten, die auf die Verabreichung von Cevumeran (ein Uridine basiertes mRNA-Gebräu in lipider Verpackung) reagiert haben, bislang mehrheitlich von einer Neuauflage des Tumors verschont geblieben sind, während die tumorfreie Zeit, die Patienten, die nicht auf Cevumeran reagiert haben, geblieben ist, 13,2 Monate betragen hat.

Dieses Ergebnis basiert auf jeweils 8 Personen, die auf das mRNA-Gebräu reagiert haben und 8, die nicht darauf reagiert haben. Die tumorfreie Zeit verweist darauf, dass die mRNA-Gentherapie gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs nur denen verabreicht werden kann, deren Tumor zuvor operativ entfernt wurde. Es kommen also nur 20% der an Bauchspeicheldrüsenkrebs Erkrankten überhaupt für eine entsprechende Behandlung in Frage und, legt man die Daten des Phase-I-Trials zugrunde, die auf 16 Probanden basieren, dann muss man weiter einschränken, dass 50% dieser 20% NICHT auf eine Immuntherapie mit mRNA-Gentherapie reagieren.

Indes, bei 8 der 16 Patienten können Sethna et al. (2025) die Bildung von t-Zellen, die sich Tumorzellen vornehmen (sollen) bestätigen und die Tatsache, dass nach 3.2 Jahren sechs der acht Patienten, die auf Cevumeran reagiert haben, weiterhin tumorfrei sind spricht dafür, dass die t-Zellen tun, was sie tun sollen: Die Neubildung von Krebszellen verhindern. Indes, der Input, der notwendig ist, um dieses Ergebnis zu erreichen, ist immens. Die Vorzeigekranke, die derzeit durch MS-Medien gepushed wird, Donna Gustafson, hat mittlerweile NEUN Injektionen mit Cevumeran mRNA hinter sich, NEUN Injektionen sind natürlich kein gangbarer Weg, zumal die Hoffnung der Forscher darin besteht, mit EINER EINZIGEN SPRITZE eine Immunreaktion auszulösen, die dauerhaft dazu führt, dass keine Neubildung von Bauspeicheldrüsenkrebs erfolgt, wie dies nach einer operativen Entfernung des Tumors normalerweile früher oder später der Fall ist.

Um es noch einmal deutlich zum Ausdruck zu bringen: Die Idee hinter dem, was als „Impfstoff“ gegen Krebs verkauft wird, ist nicht, Krebs zu bekämpfen, sondern NEUBILDUNG zu verhindern. Das setzt eine operative Entfernung der Tumore voraus. Und die Idee besteht auch nicht darin, die mRNA-Spritze zur alleinigen Behandlung zu machen. Alle Patienten im klinischen Trial haben begleitende Chemotherapie erhalten.

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„In sum, we present additional evidence with longer follow-up that autogene cevumeran—a uridine-based mRNA vaccine against somatic mutation-derived neoantigens—can generate strong, specific, functional and durable CD8+ T cell immunity in PDAC that correlates with delayed recurrence. A global randomized trial … is ongoing. As mutation-derived neoantigens are fundamental features of transformed cells, our findings provide support for broad testing of mRNA neoantigen vaccines as adjuvant cancer therapies.“

Man könne zeigen, dass Cevumeran eine starke und dauerhafte Immunreaktion auslöse, die die Neubildung von Bauchspeicheldrüsenkrebs verhindere. Nicht in jedem Fall, so müssen wir an dieser Stelle ergänzen, denn wie die Autoren in ihrem Text berichten, sind 2 von 8 Patienten, die auf die Behandlung mit Cevumeran angesprochen haben, mittlerweile wieder mit einer Neubildung des Krebses konfrontiert.

Eher ernüchternd – oder?
Dessen ungeachtet geht derzeit die oben erwähnte Erfolgsgeschichte von Donna Gustafson durch die US-Presse, begleitet von einer Vorabveröffentlichung dessen, was die verantwortlichen Forscher als angebliche Ergebnisse im öffentlichen Raum diskutieren wollen, BEVOR sie überhaupt und damit für die wissenschaftliche Gemeinschaft prüfbar, veröffentlicht wurden. Mittlerweile sind sechs Jahre seit der ersten Behanldung mit Cevumeran vergangen, in der Gruppe derjenigen, die auf Cevumeran reagiert haben, sind noch 7 Personen am Leben, in der Gruppe der „Nonresponder“ sind es noch 2. Das sieht wie ein Erfolg aus, indes die Frage, die sich stellt ist: Wie wurde er erkauft? Wie viel Input ist notwendig, um dieses Ergebnis zu erreichen…? Und bislang werden uns diese relevanten Informationen vorenthalten.

Das hindert die üblichen Verdächtigen, deren Selbstbild ihnen vorgaukelt, sie seien wissenschaftlich bewandert und geeignet, den Eindruck des Informierten zu erwecken, nicht daran, Jubelmeldungen wie die folgende in aller Ahnungslosigkeit zu verbreiten:

Fassen wir die „spektakulär guten Ergebnisse“ zusammen:

  • Bauchspeicheldrüsenkrebs ist für diejenigen, bei denen er diagnostiziert wird, meist ein Todesurteil.
  • In 20% der Fälle kann das Leben durch eine operative Entfernung des Tumor verlängert werden, auf im Durchschnitt knapp zwei Jahre.
  • Die kurze Zeit ergibt sich daraus, dass Bauchspeicheldrüsenkrebs nach seiner Entfernung in der Regel zurückkommt, früher oder später.
  • Die Behandlung, von der wir oben berichtet haben, setzt hier an und verspricht denjenigen, die zu den 20% Glücklichen gehören, deren Tumor operativ entfernt werden konnte, eine längere Überlebensdauer.
  • Die Daten aus dem Trial, das dieses Versprechen untermauern soll, sehen so aus: 8 der 16 an Bauchspeicheldrüsenkrebs Erkrankten sprechen auf die mRNA-Gentherapie an, 8 nicht.
  • Unter den 8, die ansprechen, sind 2, die trotz Ansprache mit einer Neubildung des Tumors konfrontiert sind.
  • Bei allen 8, die auf die Behandlung ansprechen, stellen sich t-Zellen ein, die sich neubildende Tumorzellen aktiv bekämpfen und Zellen, die sich die Crux der erfolgreichen Bekämpfung merken.
  • Bei 6 von 8 ist die Bildung von t-Zellen ausreichend, um eine Neubildung zu verhindern – bislang.
  • Alle Probanden erhalten zusätzlich zur mRNA-Gentherapie Chemotherapie. Ob sich beide die berichteten Erfolge teilen müssen, ist unklar, weil es niemand bislang untersucht hat.
  • Ein Patient aus der Gruppe, dessen Gesundheitszustand besonders gut ist, wird nach 9 mRNA-Therapien durch die Medien geprügelt, um den 50% von 20%, von denen wiederum 75% erfolgreich auf die mRNA-Therapie reagieren, Hoffnung zu machen und Investoren die beiden Unternehmen als Objekt für ihr Geld zu präsentieren.

Unterm Strich bleiben 8% der an Bauchspeicheldrüsenkrebs-Erkrankten übrig, um das „SPEKTAKULÄR GUTE ERGEBNIS zu bestätigen, von dem Lauterbach hier schwätzt. 92% der Erkrankten bleiben indes, ganz unspektakulär von einer vielleicht erfolgreichen Behandlung ausgeschlossen …

Das Geschäft mit der Hoffnung ist ein schmutziges Geschäft.


 

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