Im von Labour zum Entwicklungsland degradierten Wales ist ein Stromausfall recht häufig. Gemeinhin reicht ein heftiger Sturm, um die Stromversorgung selbst bei uns (unsere Stromversorgung erfolgt unterirdisch) zu unterbrechen und die von Anwohnern gefürchtete Meldung beim National Grid auszulösen, dass es zu einem „Incident“ gekommen sei, den man „bedaure“, zu dem die Mechaniker bereits auf dem Weg seien und mit dessen Behebung man in 2 Stunden (in 2 Stunden dann in 6 Stunden) rechne. Man muss sich daran gewöhnen, wenn man die landschaftliche und in weiten Teilen noch nicht von Vogelschreddern zerstörte Landschaft (auch hier geben sich die Labours viel Mühe zu zerstören, was an natürlicher Schönheit vorhanden ist) von Wales genießen will.
Was Stromsaufälle lehren, ist die Abhängigkeit modernen Lebens von Strom. Vor allem im Winter, wenn man nicht nur im Dunkeln, sondern auch im Kalten sitzt, wird man sich schnell darüber bewusst, was alles vom Strom abhängt, weit mehr als der Computer. Letztlich bedeutet ein Stromausfall Stillstand, denn nichts geht mehr seinen gewohnten Gang… Umso erstaunlicher ist die Nonchallance, mit der die üblichen Verdächtigen, Ideologen ohne Vernunft und Maß, mit der Stromversorgung, der Sicherheit der Stromversorgung spielen.
23 Frequenzabweichungen gab es im ENTSOE-E-Verbindungsnetz, dem Europäischen Stromnetz, an dem auch Deutschland hängt, bislang im März 2026, 23 Abweichungen mit dem Potential, einen Blackout zur Folge zu haben, 23 Frequenzabweichungen, die sich im Wesentlichen aus der „Energiewende“, dem Wahnsinn, der Erneuerbare Energie ist, erklären.
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Damit ein Stromnetz stabil bleibt, muss das Angebot der Nachfrage, die Erzeugung dem Verbrauch entsprechen, ein Idealzustand, der eine Netzfrequenz von 50 Herz voraussetzt. Abweichungen im Bereich von 0,2 Hz nach oben oder unten sind die Schwankungen, die toleriert werden, alles, was darüber hinaus geht, stellt eine kritische Schwankung, die mit der erhöhten Wahrscheinlichkeit eines Blackouts einhergeht, dar.
Indes: Frequenzschwankungen werden immer häufiger. Die letzte Frequenzschwankung war eine „Delta-5 Schwankung“, ein Abfall der Frequenz von rund –193 mHz innerhalb von nur 62 Sekunden, rund 3.2 GW, die zu wenig erzeugt wurden (dazu gleich mehr). Dass Frequenzschwankungen häufiger werden, hat Erneuerbare Energien, Leichtgewichte der Stromerzeugung zur Ursache: Traditionelle Kraftwerke haben große rotierende Massen (Turbinen + Generatoren),die wie ein Schwungrad wirken und schnelle Frequenzänderungen bremsen. Wind- und Solaranlagen haben keine rotierende Masse; sie sind über Umrichter (Inverter) ans Netz angeschlossen. Deshalb reagieren sie schneller auf Wetteränderungen, liefern aber fast keine natürliche Trägheit. Das Netz wird anfälliger für schnelle Schwankungen.
Stellen Sie sich einen Lkw (viel Masse und hohe Trägheit) und einen leichten Kleinwagen (wenig Masse niedrige Trägheit) vor. Beide fahren mit konstanter Geschwindigkeit. Wenn man beim Lkw plötzlich den Fuß vom Gas nimmt, wird der Lkw noch eine Weile weiterrollen, während der Kleinwagen schon nach kurzem zum Stehen kommt. Mit konventionellen Kraftwerken und Solar- oder Windparks verhält es sich genau so. Gibt es erhebliche Schwankungen, dann produziert das konventionelle Kraftwerk allein aufgrund der großen Masse und hohen Trägheit von Turbinen weiter Strom (genau: die gespeicherte kinetische Energie in den rotierenden Massen wird kurzfristig in elektrische Energie umgewandelt; dadurch fällt die Frequenz langsamer ab), fällt also nicht sofort aus, während Erneuerbare Energien, wenn sie ausfallen, wenn kein Wind weht, sie vom Netz genommen werden, schlagartig damit aufhören, Energie bereit zu stellen. Die vielen heftigen Schwankungen der Frequenz europäischer Stromnetze dokumentieren das fast täglich. Diese beschriebene Trägheit ist ein Maß dafür, wie resistent ein Stromnetz gegenüber plötzlichen Frequenzveränderungen ist. Je konventioneller das Stromnetz, desto resistenter, je mehr erneuerbare Energien angeschlossen sind, desto labiler, anfälliger für Frequenzveränderungen ist das Netz.
„Im März summieren sich die Ereignisse im europäischen Stromnetz weiter – mit den aktuellen Meldungen stehen wir nun bei 23 Netzfrequenzabweichungen, darunter heute eine besonders markante Delta-5-Meldung.
Dabei kam es zu einem Frequenzabfall von rund –193 mHz innerhalb von nur 62 Sekunden, was einer abrupten Leistungsverschiebung von etwa –3,2 Gigawatt entspricht.
Parallel wurde ein kritischer Bereich von 49,875 Hz erreicht – ein Wert, der bereits deutlich außerhalb der stabilen Betriebszone liegt.
Solche Delta-5-Ereignisse entstehen typischerweise durch plötzliche Ungleichgewichte zwischen Einspeisung und Verbrauch – etwa durch den Ausfall großer Erzeugungseinheiten, schnelle Lastsprünge oder instabile Einspeisung aus volatilen Quellen.
Das europäische Verbundnetz reagiert darauf automatisiert über gestaffelte Regelmechanismen: Zunächst greift die Primärregelung innerhalb von Sekunden, danach folgen Sekundär- und Tertiärmaßnahmen zur Stabilisierung.
Die kritische Komponente liegt jedoch in der Geschwindigkeit der Veränderung. Wenn mehrere Gigawatt in unter einer Minute verschoben werden, geraten diese Regelmechanismen an ihre physikalischen und zeitlichen Grenzen. In solchen Momenten bewegt sich das System bereits im Übergangsbereich zwischen stabiler Kontrolle und Kaskadeneffekten, bei denen sich Störungen regional ausweiten können.
Ein unmittelbarer Blackout tritt nicht automatisch ein, doch solche Ereignisse zeigen, dass das Netz zeitweise nahe an operative Grenzbereiche herankommt. Entscheidend ist, ob ausreichend Reserveleistung und Netzstabilität vorhanden sind, um diese schnellen Abweichungen zuverlässig abzufangen.“
Ein Blackout steht vermutlich noch nicht vor der Tür, wird aber immer wahrscheinlicher, mit jedem Windrad und jedem Solarpark wird er wahrscheinlicher, bis es dann das Ereignis gibt, das vorhersehbar war, von dem aber – wie gewöhnlich – keiner der politischen Maulhelden etwas gewusst haben will (und vermutlich haben diese Leute mangel Kenntnis auch nichts davon gewusst…).
Die Frequenzschwankungen werden in Delta 1 bis Delta 5 Ereignisse zusammengefasst:
Delta-1: Leichte, langsame Abweichung (z. B. < 50–100 mHz innerhalb mehrerer Minuten). Normaler Betrieb, Primärregelung reicht aus.
Delta-2 / Delta-3: Mittlere Abweichung (ca. 100–150 mHz), oft mit spürbarer RoCoF (Rate of Change of Frequency). Sekundärregelung wird stärker aktiviert. Noch gut beherrschbar, aber bereits intensives Monitoring notwendig.
Delta-4: Deutliche, schnelle Abweichung (ca. 150–200 mHz in kurzer Zeit). Primär- und Sekundärreserve werden stark beansprucht. Näher am Grenzbereich.
Delta-5: Sehr schnelle und/oder große Abweichung (oft > 150–200 mHz innerhalb von unter 1–2 Minuten). Das ist die höchste operative Alarmstufe vor kritischen Zuständen. Delta 5 ist kein Blackout, aber ein Signal, dass das Netz an seiner Stabilitätsgrenze arbeitet.
Man kann es kommen fühlen, fühlt sich wie jemand, der aus der Ferne beobachtet, wie ein Tsunami auf die politische Beach-Party zurollt, ohne dass die dort Versammelten auch nur eine Minute an Flucht denken würden…
Wieder etwas, das sich einem normalen Menschenverstand nicht erschließt.
Warum ist das Netz bislang stabil geblieben (von Spanien einmal abgesehen)?
Netzbetreiber kompensieren die fehlende Trägheit mit größeren Reserven, Batteriespeichern, Demand-Side-Management [das ist der Euphemismus für Stromrationierung auf freiwilliger Basis] und synthetischer Inertia/Trägheit (das ist kinetische Energie von Rotorblättern bei Windkraftanlagen, die kurzfristig eingespeist werden kann – wenn sie vorhanden ist). Die Schwankungen sind messbar häufiger/intensiver, aber derzeit noch im beherrschbaren Bereich.
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