In einer Sonderausgabe von „Daily Pulse“ spricht Moderatorin Maria Z. mit dem renommierten unabhängigen Journalisten James Corbett (The Corbett Report) über die wahre Natur der aktuellen geopolitischen Umwälzungen. Corbett, der seit fast 20 Jahren hinter die Kulissen der Macht blickt, zeichnet ein düsteres Bild: Der scheinbare Kampf zwischen verschiedenen globalen Mächten ist nichts weiter als ein abgekartetes Spiel, das unweigerlich in eine technokratische Weltregierung mündet – ob unter unipolarer oder multipolarer Flagge.

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Einleitung: Die Illusion vom „guten Jungen“

Die Moderatorin eröffnet die Sendung mit einer provokativen These: Während viele Menschen die aktuellen Konflikte als einen Kampf zwischen „Gut“ und „Böse“ wahrnehmen – etwa die USA und ihre Verbündeten gegen Russland, China oder den Iran –, seien die Akteure auf allen Seiten oft dieselben, die bereits hinter den Kulissen des Völkerbundes, der Vereinten Nationen, der Bilderberg-Konferenz oder der Trilaterialen Kommission standen. James Corbett, so Maria Z., vertrete die Ansicht, dass es keinen „guten Jungen“ geben werde, der uns rette. Unabhängig vom Ausgang der aktuellen Auseinandersetzungen führe der Weg direkt in den Technokratismus, auf den man sich vorbereiten müsse.

James Corbett: Ein Leben als unabhängiger Journalist

James Corbett stellt sich kurz vor: Er startete den „Corbett Report“ im Jahr 2007, damals als einer der ersten Podcaster, oft belächelt als jemand, der seine Informationen „aus dem Internet“ bezieht. Fast 20 Jahre später ist das Internet die primäre Informationsquelle für die meisten Menschen – eine Genugtuung für seine Arbeit. Allerdings warnt er: Die Etablierten hätten dazugelernt. Sie infiltrierten nun den Online-Raum mit gefälschten, „quasi-unabhängigen“ Stimmen, wie man an der „QAnon“-Bewegung gesehen habe. Früher wurde man ausgelacht, heute werde man aktiv in die Irre geführt.

Die „Schlacht“ um die öffentliche Meinung sei härter geworden, doch das Gegenmittel bleibe dasselbe: kritische Prüfung jeder Information, Quellenarbeit und die Weigerung, blind einer Person oder „Marke“ zu vertrauen.

Die große Illusion: Der multipolare Rettungsanker

Der Kern des Gesprächs dreht sich um das Konzept der „multipolaren Welt“. Viele in der Anti-Establishment-Szene sehen in Ländern wie Russland, China oder Iran natürliche Verbündete im Kampf gegen die US-geführte imperiale Ordnung. Putin, so ein verbreitetes Narrativ, sei der Retter der westlichen Zivilisation. Für Corbett ist das eine gefährliche Fata Morgana.

Seine fundamentale These: „Wir sind nicht gegen einen bestimmten Nationalstaat. Wir sind primär gegen eine Ideologie.“ Diese Ideologie sei der Glaube an das Recht bestimmter Menschen, über andere zu herrschen. Die Diktaturen in China, Russland oder die „Diktaturen“ im Westen (USA, UK) seien für ihn Ausdruck derselben grundlegend fehlerhaften politischen Ideologie. Es gehe nicht um einen Kampf zwischen Befreiung und Unterdrückung, sondern um einen Machtkampf innerhalb der herrschenden Klasse.

Die Idee einer multipolaren Welt, in der alle Nationen ein Stück vom Kuchen abbekommen, sei nichts weiter als eine Umbenennung der Neuen Weltordnung – ein wohlklingendes UN-Schlagwort, das die Vision einer von Oligarchen beherrschten Ein-Welt-Regierung verschleiere. Der einzige echte Unterschied zwischen den Fraktionen sei die Frage, wer an der Spitze des herrschenden Klüngels stehen werde.

Koordination oder „Mafia-Politik“?

Auf die Frage nach der Koordination hinter den Kulissen des aktuellen Iran-Krieges warnt Corbett vor einem simplen Verschwörungsverständnis. Es gehe nicht um ein Drehbuch, das von einer schattenhaften Gruppe verteilt wird. Stattdessen schlägt er die Mafia-Analogie vor:

Mafia-Familien können erbitterte Feinde sein und sich gegenseitig bekämpfen. Aber wenn die Existenz des gesamten organisierten Verbrechens bedroht ist, raufen sie sich zusammen. Genauso sei es in der globalen Politik. Die verschiedenen Mächte am Tisch hassen sich vielleicht, arbeiten aber zusammen, wenn es das System als Ganzes zu retten gilt. Ereignisse wie die Ermordung JFKs, 9/11 oder die COVID-Pandemie seien keine Ein-Mann-Show, sondern profitierten so vielen Mächtigen, dass eine Kooperation – ob abgesprochen oder einfach durch Nachahmung – zustande kam.

COVID sei die „riesige, schöne Göttergabe“ für jede herrschende Macht gewesen, um die nächste Stufe der Menschheitskontrolle einzuleiten: die Technokratie. Man habe voneinander abgeschaut – China lockt seine Bürger ein, der Westen ruft „Gute Idee, machen wir auch“.

Der Iran-Krieg: Ein Mittel zum Zweck

Corbett analysiert den Iran-Krieg mit der Methode: „Der Zweck eines Systems ist das, was es tut.“ Wenn man die Rhetorik beiseitelege, was sei das bisherige Resultat dieses Krieges? Die Unterbrechung des Ölflusses durch die Straße von Hormus. Der Zweck des Krieges sei es, diesen freien Ölfluss zu stören – durch Blockade oder die Einführung einer Mautgebühr.

Hier treffen sich konkurrierende Interessen:

  • Die multipolare Vision: Iran demonstriert seine Kontrolle über die Meerenge, schafft Fakten für eine Maut, vielleicht in lokalen Währungen, was den globalen Ölhandel umgestaltet.
  • Die unipolare Antwort: Die USA unter Trump kontern mit einer Blockade der Blockade, um selbst zu bestimmen, wer Öl transportieren darf – eine Konsolidierung ihrer Dominanz.

Für den Durchschnittsbürger, so Corbett, bedeutet dies jedoch nur eines: steigende Benzinpreise, eine härtere wirtschaftliche Lage und mehr Abhängigkeit vom Staat. Die „Sklaven-Wahlkabine“ alle paar Jahre ändere nichts an dieser fundamentalen Ordnung.

Agenda 2030 und die technokratische Zukunft

Maria Z. ergänzt, dass die Folgen der Unterbrechung des Handels weit über Öl hinausgehen: Chemieindustrie, Düngemittel, globale Nahrungsmittelversorgung – alles wird getroffen. Die Internationale Energieagentur warne bereits vor einer Jet-Fuel-Knappheit in Europa innerhalb weniger Wochen. Ob gewollt oder nicht: Die Konsequenzen treiben die Agenda 2030 voran – das „Besitze nichts, sei glücklich“-Szenario des Weltwirtschaftsforums.

Corbett stimmt zu: Jedes Ereignis, ob echt oder inszeniert, werde nun als Ausrede genutzt, um diese Vision umzusetzen. Während COVID die digitale ID und die Impfpässe brachte, liefert der Iran-Krieg die Rechtfertigung für eine weitere Rationierung, Kontrolle und den Zusammenbruch der industriellen Kapazitäten – angeblich „gut für die Umwelt“.

Das Trojanische Pferd des Universal Basic Income (UBI)

Ein aktuelles Beispiel für diesen technokratischen Vorstoß ist die Debatte um ein „Universal High Income“ (UHI), angeheizt durch einen Tweet von Elon Musk. Maria Z. berichtet von einer aggressiven Online-Kampagne, die Kritiker als dumm darstellt.

Corbett bezeichnet Musk als „Marionette auf der internationalen Bühne“ und weist auf dessen Familiengeschichte hin (sein Großvater war in der Technokratie-Bewegung). Ökonomisch sei UHI Unsinn, da es zu massiver Inflation führen würde. Noch wichtiger: Ein solches System käme niemals ohne Bedingungen. Die digitale Währung, in der es ausgezahlt würde, ist programmierbar. Der IWF habe bereits offen über die Möglichkeit gesprochen, bestimmte Käufe (z.B. von Munition oder Fleisch) zu verbieten. Die „Universal High Income“ sei nichts anderes als ein Köder, um die Bürger mit einer digitalen Leine an den Staat zu binden.

Das dystopische Endspiel

Das Gespräch gipfelt in der düsteren Vision eines technologischen Wendepunkts. Wir stünden vor der Möglichkeit eines nie dagewesenen Wohlstands für alle. Aber die Psychopathen an der Macht wollten keine blühende Menschheit, sondern die Kontrolle über Ressourcen und Menschen. Mit fortschreitender Automatisierung werde die arbeitende Bevölkerung überflüssig. Corbett zitiert die düstere Vision von Aldous Huxley (oder H.G. Wells‘ „Zeitmaschine“): Eine kleine, technologieverbesserte Elite wird über eine in Höhlen lebende, unterwürfige Arbeiterklasse herrschen – oder diese schlichtweg reduzieren (Depopulation).

Das Gegenmittel: Individualismus und „Lines in the Sand“

Auf die Frage nach dem Ausweg aus dem Tribalismus und der „Sport-Match“-Mentalität in der Politik hat Corbett keine einfache Antwort. Wenn Menschen grundsätzlich so verdrahtet seien, dass sie immer ein Team brauchen, sei die Spezies verloren.

Sein praktischer Ratschlag: Schreibt eure „Lines in the Sand“ (rote Linien) auf! Jeder solle sich jetzt, in diesem Moment, bewusst machen, was er niemals akzeptieren würde – die Genmanipulation, den Hirnchip, die digitale ID. Wer diese Linie vorher für sich selbst artikuliert habe, werde im entscheidenden Moment eher den Mut haben, Nein zu sagen. Als Beispiel nennt er die MAGA-Anhänger: Hätten sie vorher aufgeschrieben, dass sie Trump nicht unterstützen würden, wenn er einen Krieg im Nahen Osten beginnt, wären sie jetzt vielleicht weniger bereit, ihre Prinzipien über Bord zu werfen.

Maria Z. ergänzt: Man müsse auch Notfallpläne schmieden. Wie komme man ohne digitale ID zurecht? Wie kann man sich jetzt schon auf persönliche Dienstleistungen vorbereiten? Der kollektive Widerstand funktioniere nur individuell. Hätte während COVID jeder Einzelne geschlossen „Nein“ gesagt, wäre das System innerhalb weniger Tage zusammengebrochen.

Fazit

Die Episode endet mit einem dringenden Appell: Die Zeit läuft ab. Die technologischen „Upgrades“ (Genom-Manipulation, KI, digitale Zentralbankwährungen) sind keine Zukunftsmusik mehr, sondern werden gerade implementiert. Wer sich nicht jetzt seiner eigenen kritischen Urteilskraft bedient, rote Linien zieht und sich lokal organisiert, wird die nächsten Jahre als bloßer Zuschauer in einer globalen Inszenierung verbringen – bis es zu spät ist.



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