Nach den Angriffen des Iran auf Stützpunkte mit Bundeswehr-Soldaten im Irak und in Jordanien will Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit den Einsatzkräften vor Ort über die Lage beraten.

Pistorius werde sich in einer Schaltkonferenz mit Vertretern der Kontingente vor Ort über die aktuelle Gefährdungssituation sprechen und ein Bild von der Lage machen, sagte ein Sprecher seines Ministeriums in Berlin.

Die aktuell rund 500 in der Nahost-Region stationierten deutschen Soldaten seien „wohlauf“, fügte er hinzu. Sie hielten sich in „geschützten Unterkünften oder geschützten Positionen“ auf.

Bundeswehr ist derzeit im Irak, in Jordanien und vor der libanesischen Küste

Der Ministeriumssprecher wollte nicht ausschließen, dass es Änderungen bei der Personalstärke vor Ort geben könnte. „Das operative Führungskommando der Bundeswehr hat stündlich Kontakt zu den Kontinenten und analysiert stündlich, was passiert“, sagte er.

Je nach Lage vor Ort seien Veränderungen nicht auszuschließen. „Das ist normales Bundeswehrgeschäft, dass man auf eine veränderte Lage reagiert.“

Die Bundeswehr hat aktuell im Rahmen internationaler Einsätze Soldaten im Irak und in Jordanien und vor der libanesischen Küste stationiert. Der Iran hatte bei seinen Gegenangriffen auf Israel und US-Militäreinrichtungen nach Angaben der Bundeswehr auch Stützpunkte mit Bundeswehr-Soldaten im Irak und in Jordanien beschossen.

Am Samstag und Sonntag habe es mehrere Angriffe auf eine multinationale Militärbasis in der Nähe von Erbil im Nordirak sowie auf ein Feldlager der Bundeswehr im Osten Jordaniens gegeben, bestätigte ein Sprecher des operativen Führungskommandos. An beiden Standorten seien Maßnahmen zur Luftverteidigung durchgeführt worden. (afp/red)



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