Das deutsche Biathlon-Team ist mit Bronze in der Mixed-Staffel glänzend in die Olympischen Winterspiele gestartet. Justus Strelow, Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Franziska Preuß erkämpften in Antholz Deutschlands erste Olympia-Medaille in diesem Wettbewerb überhaupt. Das Quartett musste sich in einem dramatischen Rennen nach einer Strafrunde von Schlussläuferin Preuß mit 1:05,3 Minuten Rückstand nur Favorit Frankreich und Gastgeber Italien geschlagen geben.
In den vorherigen drei Olympia-Rennen seit der Einführung des Wettbewerbs 2014 hatte es für die deutschen Skijägerinnen und Skijäger nie für das Podest gereicht.
Starke Schießleistungen bringen zwischenzeitliche Führung
Bei Traumwetter mit viel Sonnenschein in Südtirol zeigten die deutschen Männer direkt nach dem Start einen ganz starken Auftritt. Strelow und Nawrath benötigten am Schießstand keine einzige Nachladepatrone und lagen zwischenzeitlich schon in Führung. Das gefiel auch den deutschen Fans, die unter den rund 18.000 Zuschauern auf den Tribünen und an der Strecke klar hörbar in der deutlichen Überzahl waren.
Auch Voigt, die sich vor vier Jahren in Peking noch zwei Strafrunden geleistet hatte, traf alle zehn Schüsse und hielt den Kontakt zur Spitze. Die Französin Julia Simon zog am Ende an der Spitze davon und war nicht mehr einzuholen. Im Dreikampf um Silber mit Italien und Norwegen wurde es beim letzten Stehendschießen ganz wild. Preuß schoss eine Strafrunde und vergab die Chance auf ein noch besseres Ergebnis. Norwegen musste am Ende sogar zwei Extrarunden drehen und ging leer aus. (dpa/red)