Wie gewöhnlich beschränken wir uns bei unserer Wahlanalyse auf das, was uns aufgefallen ist, wir für relevant halten. Ich vermute, die meisten unserer Leser, die sich „Wahlberichterstattung“ angetan haben, haben keinen Bedarf an einer weiteren. Deshalb unsere Kurzanalyse anhand einiger bemerkenswerter Ergebnisse und Zusammenhänge.

Zunächst: Es gibt einen klaren Auftrag der Wähler zu einer Regierungsbildung unter Beteiligung der AfD. Zwei konservative Parteien, eine, die sich nur einen konservativen Anschein gibt und eine, die es tatsächlich ist, haben bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zugelegt, die AfD hat erheblich zugelegt. Wahlgewinner ist die AfD und mit einigem Abstand die CDU. Dass die CDU nun mit dem Wahlverlierer SPD eine Koalition eingehen will, kommt einem Verrat am Wähler gleich und macht Wahlen letztlich nutzlos, denn egal, welche der Blockparteien die Wahl verliert, sie kann sicher sein, an der nächsten Regierung beteiligt zu sein und weiterhin linke Politik betreiben zu können.

Nicht nur hat die AfD diese Wahl gewonnen, sie hat sich auch als Partei junger Wähler und als Arbeiterpartei etabliert.

Wollte man pointiert formulieren, dann sähe dies wie folgt aus: Nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz versuchen zwei politische Fossile, die über keine glaubwürdige Politik mehr verfügen und im Wesentlichen von älteren Wählern, die aus Gewohnheit und mangels einer Alternative CDU oder SPD wählen, getragen werden, ein „Weiter so!“. Dass ältere Wähler das tun hängst ziemlich sicher mit der Dauerbeschallung durch Shitstream-Medien zusammen, denn Shitstream-Medien haben unter älteren Wählern den größten Anteil an Konsumenten. Während sich jüngere in der Regel aus unterschiedlichen Quellen informieren, sind ältere Wähler den Shitstream-Medien und ihrem Dauerfeuer gegen „RÄCHTS“ ausgesetzt, was die AfD in dieser Wählergruppe zu einer weniger attraktiven Alternative macht, sofern die Partei überhaupt als Alternative wahrgenommen wird.

Bei jungen Wählern ist das anders. Sie haben sich vom alten Parteiensystem abgewendet und suchen ihre Zukunft mehrheitlich – jedenfalls in Rheinland-Pfalz – bei der AfD, von der sie den Eindruck gewonnen haben, sie hätte die besten Antworten auf die Fragen der Zukunft (ein bescheuertes Item, aber es gibt bei Infratest kein besseres…):

Und so kommt es, dass die Parteien, die jungen Menschen nichts anzubieten haben, von diesen mehrheitlich nicht gewählt werden, die ihre Anteile im Wesentlichen auf Gewohnheit und Trägheit bei Wählern stützen können, dass Wahlverlierer und Ideenlose eine Regierung bilden, die den Boden bereiten wird, auf dem die AfD (und vermutilch die LINKE) bei der nächsten Landtagswahl abermals deutlich zulegen wird.

Gleichzeitig findet gerade unter jungen Wählern eine gesellschaftliche Konfliktlinie eine Neuauflage, die in der Weimarer Republik erhebliche Bedeutung hatte: Der Konflikt zwischen der ländlichen Normalität und den städtischen Absonderlichkeiten, der bei jungen Wählern ein Konflikt zwischen bodenständigen Produktivkräften und ideologisch Verbildeten geworden ist.

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