Lesen Sie heute Teil 41 von „Putins Demokratur“. Warum ich Buch hier auf meiner Seite veröffentliche, können Sie hier in meiner Einleitung zum ersten Beitrag finden.
Die Szene hatte etwas Unheimliches: Anfang Dezember 2013 besuchten Geheimdienstler den Ex-Oligarchen Michail Chodorkowski im Straflager unweit der russisch-finnischen Grenze. Seine Anwälte durften nicht dabei sein. Die Kreml-Emissäre in Diensten des KGB-Nachfolgers FSB berichteten dem Intimfeind von Präsident Putin, dass seine Mutter schwer erkrankt ist, und stellten ihm im Auftrag des Kreml ein Ultimatum, so jedenfalls berichtete später ein Mann mit besten Kontakten zum Kreml, der gewöhnlich sehr zuverlässig ist.
Eigentlich hätte der bekannteste Gefangene Russlands im August seine Strafe abgesessen. Doch statt einer Freilassung käme er erneut in einem Showprozess vor Gericht und müsse weitere Jahre hinter Gittern verbringen, drohten die Agenten. Seine krebskranke Mutter werde er dann wohl nicht mehr in Freiheit sehen.
Doch es gebe einen Ausweg, bedeuteten die Geheimen dem 50-Jährigen: Er müsse ein Gnadengesuch an Präsident Putin stellen. Zudem müsse er ins Ausland emigrieren und auf jede politische Tätigkeit und die Finanzierung der Opposition verzichten. Nach zehn Jahren hinter Gittern und umfangreichen Schikanen entschied sich Chodorkowski, der sehr an seinen kranken Eltern und seiner Familie hängt, für den Deal. Gleich nach der Freilassung am 20. Dezember 2013 flog er mit einem Chessna-Privatjet nach Berlin. Am Flughafen wurde er von Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher abgeholt. Chodorkowski, einst reichster Mann Russlands, war in zwei Schauprozessen zu insgesamt zehn Jahren Haft verurteilt worden.
Seine Festnahme galt als Symbol für Putins autoritären Kurs und die Einschüchterung der anderen Oligarchen, die fürchteten, Chodorkowskis Schicksal zu teilen, und sich fortan nicht mehr in die Politik einmischten. Auslöser für den Sinneswandel Putins waren nach Informationen des erwähnten Kreml-Insiders drei Faktoren: Zum einen die Angst vor einer Niederlage bei einem Schadenersatzprozess vor dem internationalen Schiedsgericht in Den Haag, bei dem ehemalige Anteilseigner von Chodorkowskis Yukos-Konzern vom russischen Staat fast 100 Milliarden Schadenersatz fordern. Zudem fürchte der Kreml US-Sanktionen gegen hochrangige Beamte und ein Image-Desaster bei den Olympischen Spielen: »Putin hatte gehofft, mit Obama und anderen Führern auf der Tribüne zu sitzen, stattdessen kündigten die USA an, eine Delegation mit zwei Homosexuellen an der Spitze zu senden. Das ist ein Albtraum für Putin.« Die Freilassung Chodorkowskis und die parallele landesweite Amnestie, bei der auch die beiden verurteilten Mitglieder von Pussy Riot aus dem Gefängnis freikommen, sei keinesfalls ein Start für ein Tauwetter, mahnt der Moskauer Oppositionspolitiker Ilja Jaschin: »Die Zellen, aus denen Putin jetzt die politischen Häftlinge entlässt, werden nach Sotschi wieder mit neuen Häftlingen gefüllt.« Die Behörden tricksten nach der Freilassung munter weiter: Chodorkowski sei nach Deutschland geflogen, weil dort seine Mutter behandelt werde, erklärte die Zentrale Gefängnisverwaltung am Tag der Freilassung. Chodorkowskis Mutter war derweil in Moskau und sagte, sie wisse nur aus den Medien, dass ihr Sohn angeblich nach Deutschland geflogen sei.
Zwei Tage später empfängt Chodorkowski in einem Nebenzimmer im Berliner Mauermuseum am Checkpoint-Charlie einen kleinen Kreis von Journalisten, mit denen er all die Jahre im Gefängnis Kontakt gehalten hat: »Sie waren meine kleine Brücke zur Freiheit«, begrüßt er seine Gäste, darunter auch den Autor dieses Buches. Die Wahl des Ortes erscheint wie eine subtile Anspielung auf seinen Widersacher Putin, der einst dem KGB in der DDR diente und in Russland den Spitznamen »Stasi« bekam. Nur ein einziges Mal wirkt es so, als kämpfe Michail Chodorkowski für einen winzigen Moment mit den Tränen. Auf die Frage, was er verloren hat in der Zeit im Gefängnis, antwortet er ohne einen Moment zu überlegen: »Zehn Jahre lang war ich von meiner Familie getrennt. Ich konnte meine Kinder lange gar nicht und dann nur einmal in drei Monaten sehen. Das war schlimmer als der arktische Winter im Straflager an der finnischen Grenze.« Dann fasst er sich sofort wieder: »Alles andere«, er winkt mit den Händen ab, »war zwar eine Zeit bitterer Verluste, aber nichts, mit dem man sich nicht abfinden könnte.«
Zurückhaltend, fast etwas schüchtern wirkt der Vater von vier Kindern, der in den Jahren hinter Gittern für die Öffentlichkeit zum Phantom wurde. Wäre der Anzug nicht etwas zu weit, die Haare nicht ganz so kurz und die Haut nicht so bleich – man könnte glauben, Chodorkowski komme gerade von einem Business-Trip oder aus dem Urlaub – dabei wurde er erst zwei Tage zuvor völlig überraschend aus der Haft entlassen. Er wirkt weitaus entspannter und besser gelaunt als sein Gegenspieler Wladimir Putin bei seinen letzten Auftritten, ist zu Späßen aufgelegt. Der Mann, der in den wilden 90er Jahren mit umstrittenen Methoden zu einem Milliardenvermögen kam, spricht durchweg mit leiser Stimme, nachdenklich. Er wisse noch gar nicht, wie viel von seinem Geld übrig geblieben sei, erzählt der mit 15 Milliarden Dollar einst reichste Mann Russlands und lacht: »Wenn ich Geld zum Leben bräuchte, würde ich wieder als Geschäftsmann aktiv werden. Aber obwohl ich noch keinen genauen Überblick habe, weiß ich, dass es reicht!
Ich will meine Lebenszeit, von der viel weniger übrig ist als ich wollte, nicht mit Sachen verbringen, die ich schon einmal gemacht habe.« Dann lacht er wieder: »Ich möchte ja keine Fußballclubs kaufen« – eine Anspielung auf kremlnahe Oligarchen wie Roman Abramowitsch, dem der englische Club Chelsea gehört.
Ein paar Meter neben ihm sitzen seine krebskranke Mutter und sein Vater. Sie lachen nicht mit, sie wirken wie versteinert: Nach zehn Jahren Trennung von ihrem Sohn können sie das Glück des Wiedersehens offenbar noch gar nicht fassen. Viele russische Kreml-Gegner hoffen, dass Chodorkowski in die Politik geht. Er schließt das aus. Das passe nicht zu seinem Charakter. Er sei geradlinig. Politiker in Russland müssten sich oft verleugnen: »Ich habe für mich persönlich etwas erreicht, auch wenn es schwerfiel – ich kann das sagen, was ich denke. Das schließt für mich politische Betätigung aus.« Wer seine Artikel und Interviews aus dem Gefängnis gelesen habe, könne über diese Entscheidung nicht enttäuscht sein, sagt Chodorkowski. »Und wer sie nicht gelesen und sich für mein Schicksal nicht interessiert hat, der ist mir jetzt auch egal.«Er streckt seine Hände aus, und da ist wieder dieses gelassene Lächeln, das fast an einen buddhistischen Mönch erinnert: »Im Gegensatz zu Politikern kann ich das ehrlich sagen, ich will nicht gewählt werden.« Selbst wenn er die Mittel hätte, würde er die Opposition in Russland nicht finanzieren, meint Chodorkowski: »Ich verstehe besser als unsere Opposition, wie gefährlich das für sie selbst wäre.« Kreml-Kritiker könnten heute jederzeit ins Gefängnis kommen. Doch bei aller Abstinenz von der Politik – für die politischen Gefangenen in Russland werde er sich einsetzen.
Über seine Leidenszeit hinter Gittern will Chodorkowski nicht allzu viel reden. Es wirkt, als möchte er kein Mitleid. Dass er behandelt worden sei wie andere Gefangene auch, wie es der Kreml immer behauptete, treffe so nicht zu, erzählt er nüchtern: »Ich hatte eine Kamera über meinem Bett, über meinem Arbeitsplatz, über meinem Platz im Speisesaal. Wenn ich mit meinen Anwälten sprach, war immer eine Kamera da, und auf dem Tisch stand ein Telefon, in dem ein Mikrophon war.« Die Haft habe er als Herausforderung betrachtet, beteuert er: »Ich sagte mir, ich bin im Gefängnis, es ist schwierig, aber ich habe auch gewisse Möglichkeiten.« Er habe versucht, seine Situation als Herausforderung zu betrachten: »Optimismus ist ein Charakterzug von mir, ich habe mich nicht unterkriegen lassen. Es gab depressive Tage, aber ich habe das gehen lassen.«
Russische Straflager seien kein Gulag mehr, sagt er gelassen: »Kälte, Hunger und all das gibt es nicht mehr.« Es gibt Schikanen, Druck, mal verdorbenes Essen und kalte Baracken, das schon. Und er lacht wieder: »Aber ich habe gleich nach der Festnahme aufgehört zu rauchen, ich sagte mir, wenn sie mich zugrunde richten wollen, dann ohne meine Hilfe.« Im Gefängnis habe er gelernt, dass es vor allem auf die Menschen ankommt, sagt Chodorkowski. Er habe gelitten, als er in seiner Zelle im Fernsehen sah, wie sein Konzern, Yukos, zerschlagen wurde, wie die Mitarbeiter litten und wie viele von ihnen in die Mühlen der Justiz gerieten. Seine früheren Mitarbeiter seien auch der Grund gewesen, warum er sich hartnäckig weigerte, ein Schuldbekenntnis abzulegen, das ihn vielleicht schon früher in die Freiheit gebracht hätte: »Das ganze Verfahren war so absurd, dass es auf ein Papier mehr oder weniger nicht ankam. Aber ich hätte damit meine Mitarbeiter in Schwierigkeiten gebracht. Die im Ausland – mit denen in Russland macht die russische Regierung ohnehin, was sie will.«
Die Umstände seiner Freilassung waren unheimlich. Im November habe er erfahren, dass Präsident Putin auf Vermittlung Genschers bereit sei, ein Gnadengesuch von ihm auch ohne explizites Schuldeingeständnis zu akzeptieren. Er musste zusichern, dass er seine Anteile an Yukos nicht zurückwill. Am Freitagmorgen darauf sei er dann völlig überraschend um zwei Uhr nachts vom Gefängnisdirektor geweckt worden mit den Worten: »Es geht nach Hause!« Erst auf dem weiteren Weg habe er erfahren, dass es nach Deutschland gehe: »Niemand hat mir eine Alternative angeboten.«
Er habe bereits gewusst, dass seine Mutter aus dem Krankenhaus in Berlin zurück nach Moskau geflogen sei. »Aber dennoch wurde ich ins Flugzeug gesetzt in den besten Traditionen der siebziger Jahre«, er lacht: »Und sie haben gewartet, bis die Tür zu ist.« Plötzlich geht das Licht aus im Raum. Einige erschrecken, Gemurmel ist zu hören. Chodorkowski verzieht keine Miene.
Sehr ernst blickt er bei der Frage, ob er Putin dankbar sei für die Freilassung. »Alle Entscheidungen in dieser Zeit wurden von Putin getroffen. Es fällt mir schwer, Dankbarkeit auszudrücken.« Er spielt mit seinen Händen, seine Augen blitzen auf – da kommt für einen Moment wieder der alte Chodorkowski zum Vorschein, der knallharte Business-Man. »Ich habe lange überlegt, wie ich es formulieren soll.« Er macht eine kurze Pause: »Ich freue mich über seine Entscheidung.«
»Russlands Problem ist nicht nur Putin«, sagt er nachdenklich, »sondern dass die Russen in ihrer Mehrzahl nicht verstehen, dass sie für ihr Schicksal selbst Verantwortung tragen müssen. Sie geben sie gerne ab. Heute an Putin, morgen an einen anderen. Sie sollten aber ihr Schicksal nicht einem einzelnen Menschen anvertrauen, sondern einer Struktur, Parteien, einem Parlament.« Die Opposition sei deshalb schwach, aber sehr viel stärker als vor fünf Jahren: »Der Trend ist sichtbar, aber das Niveau noch zu gering.«
Konkrete Pläne für die Zukunft hat der Ex-Milliardär noch nicht. »Ich habe mir bis zum letzten Moment verboten, daran zu denken, was ich in Freiheit tun werde. Die Situation hätte sich jederzeit ändern können, ich musste das eigene psychische Gleichgewicht bewahren.« Bevor er sich entscheide, wo er leben werde, wolle er erst einmal das Wiedersehen mit seiner Frau abwarten, die noch in Moskau ist.
Zurück nach Russland könne er jedenfalls nicht, auch wenn Putins Sprecher das Gegenteil behauptet habe, sagt Chodorkowski: »Die Zivilklage gegen mich ist immer noch anhängig. Nach Russland fahren und riskieren, nicht mehr ausreisen zu können, möchte ich nicht. Erst wenn das Oberste Gericht die Zivilklage zurückweist, ist das ein Signal, dass ich wieder einreisen kann.«
Plötzlich geht der Fernseher an, bei voller Lautstärke. Einige im Raum zucken zusammen, Chodorkowski scheint den Lärm gar nicht zu hören. Ein Wendepunkt in Russlands Geschichte sei seine Freilassung nicht, meint der Ex-Oligarch: »Putin hat ernsthaft Sorgen um das Image Russlands. Ob daraus tiefere Reformen erwachsen, darum wird es einen sehr brutalen Kampf geben. Die Olympiade in Sotschi sei sicher einer der Faktoren für die Freilassung gewesen, dazu der Vorsitz Russlands in der G8.
Eine von Chodorkowskis Erzählungen überrascht Insider besonders. Bislang galt es als Gemeingut, dass es sich der Milliardär mit Putin verscherzt hatte, nachdem er den Präsidenten im Sommer 2003, wenige Monate vor seiner Festnahme, bei einem Treffen von Wirtschaftsführern vor laufenden Kameras auf Korruption in staatlichen Konzernen angesprochen hat. Damit, so die weit verbreitete Annahme, hätte Chodorkowski den Bogen überspannt und sich die Eskalation des Konflikts deshalb selbst zuzuschreiben. Jetzt, im fernen Berlin und zehn Jahre später, präsentiert der Ex-Oligarch eine ganz andere Version: Männer aus dem Umfeld Putins hätten ihn vor dem Treffen explizit gebeten, das heikle Thema anzusprechen. Er selbst wäre nie auf diese Idee gekommen, da er natürlich erkannt hätte, dass solche Kritik ein Risiko für ihn und seine Firma bedeutet hätte. Deshalb habe er, so Chodorkowski, kurz vor Beginn des Treffens extra noch ein zweites Mal bei Putins Vertrauten nachgefragt, ob er die kritische Frage wirklich vor laufenden Kameras stellen solle oder nicht doch lieber wenigstens im geschlossenen Teil des Treffens. Man habe ihm nochmals versichert, dass alles abgesprochen sei, und er vor den Kameras loslegen solle. Wenn Chodorkowskis Aussage stimmt, lässt das nur zwei Schlüsse zu. Entweder haben die Vertrauten Putins die Situation falsch eingeschätzt, und das Streitgespräch eskalierte vor laufender Kamera. Oder sie haben den Oligarchen in eine Falle gelockt und ihn ins offene Messer laufen lassen. Wenn man bedenkt, dass einer der engsten Vertrauten Putins, Igor Setschin, später Chefkontrolleur des Rosneft-Konzerns wurde, der maßgeblich von der Zerschlagung von Yukos profitierte, hat letztere Variante natürlich etwas für sich.
Gegen Ende des Treffens in Berlin muss sich Chodorkowski mühsam den Weg durch den Korridor bahnen. Geduldig erfüllt er alle Autogrammwünsche. Bei der Pressekonferenz kurz darauf ist der Andrang der Fotografen so groß, dass fast Tumult ausbricht; es dauert Minuten, bevor Chodorkowski endlich sprechen kann. Nach der Pressekonferenz zieht er sich im Museum am Checkpoint Charlie kurz zurück – ausgerechnet in ein Zimmer mit dem Namen: »Raum des Sieges Jelzins über die kommunistischen Putschisten in Russland im August 1991«. Putin muss hoffen, dass es sich um einen Zufall handelt – und kein Omen. Dass sich Chodorkowski auffallend mit Kritik an Putin zurückhält, hat einen Grund, den sein Sohn Pawel wenige Wochen später dezent anspricht. Mit Alexej Pitschugin sitzt ein ehemaliger Mitarbeiter des früheren Konzernchefs weiter in russischer Haft. »Meinem Vater sind die Hände gebunden«, sagt sein Sohn: »Er hat zwar keine Verpflichtungen auf sich genommen. Aber wir verstehen bestens, dass sein weiterhin eingesperrter Mitarbeiter eine Geisel ist. Ich fühle mich verpflichtet, nichts zu tun, was negative Auswirkung auf sein Schicksal haben könnte. Denn er hat sich geweigert, meinen Vater zu verraten. Mein Vater ist jetzt frei, er sitzt noch. Man darf ihn nicht in Gefahr bringen. Das ist meine Position. Und ich denke, mein Vater sieht das genauso.«
Mit der Freilassung von Chodorkowski und den Aktivistinnen von Pussy-Riot sind die zwei wichtigsten Kritikpunkte an Putin im Westen wenige Wochen vor der Olympiade in Sotschi aus dem Weg geräumt.
Den vorherigen, vierzigsten Teil – Göttlicher Zorn – finden Sie hier.
Den ersten Text der Buchveröffentlichung finden Sie hier.
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