Von Thomas Rießinger

Boris Reitschuster hat auf dieser Seite die jüngsten Äußerungen des deutschen Bundespräsidenten zum Ramadan und zur islamischen Großzügigkeit deutlich kommentiert. Auch der bahnbrechende Antrag der Partei des infantilen Totalitarismus zur Förderung muslimischen Lebens, die man auch als Grüne bezeichnet, wurde hier bereits gewürdigt. Insbesondere die Haltung der Grünen zum Islam mag manchen in Verwirrung stürzen. Lieben sie ihn so sehr, weil Mohammeds Soldaten bei der Eroberung Mekkas ein grünes Banner mit sich trugen, er selbst eine Vorliebe für grüne Gewänder und einen grünen Turban ausgelebt haben soll und auch die Kalifen der Familiendynastie Grün als Wappenfarbe verwendeten, und die Grünen dank ihrer besonderen kognitiven Struktur nicht verstehen, dass ein grünes Banner noch keine Garantie für grüne Politik ist? Oder liegt es doch eher daran, dass grünes und islamisches Denken bestimmte Vorstellungen teilen wie etwa eine leichte Abneigung gegen Demokratie – es sei denn, sie hilft dabei, die eigenen Vorstellungen zu fördern – und gegen Freiheit, jedenfalls dann, wenn es sich um die Freiheit anderer und nicht um die eigene handelt?

Inzwischen hat sich eine weitere hochrangige Vertreterin grünen Denkens zu Wort gemeldet: Annalena Baerbock, die derzeitige Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen, die sich vor Kurzem als Chefdiplomatin der Vereinten Nationen bezeichnet hat und das allem Anschein nach auch ernst meinte.

In ihrer Rolle als Präsidentin ließ sie am 16. März anlässlich des „Internationalen Tages gegen Islamfeindlichkeit“ auf X von sich hören, in schriftlicher und in mündlicher Form, um auf die Probleme des Islam aufmerksam zu machen. Die schriftliche Äußerung kann man im Folgenden sehen.

Da nicht alle so weltläufig und polyglott sind wie Baerbock, habe ich ihre schriftlichen Ausführungen ins Deutsche übersetzt: „Weltweit sind Muslime aufgrund ihres Glaubens nach wie vor Diskriminierung, Feindseligkeit und sogar Gewalt ausgesetzt. Das muss sich ändern. Diskriminierung oder Hass, die sich aufgrund der Religion gegen eine Gemeinschaft richten, haben in unserer Gesellschaft keinen Platz. Heute, am Internationalen Tag gegen Islamfeindlichkeit, bekräftigen wir unser Bekenntnis zu Würde, Toleranz und gegenseitigem Respekt. Der Kampf gegen Islamfeindlichkeit bedeutet nicht nur, eine religiöse Gemeinschaft zu verteidigen. Es geht darum, unsere gemeinsame Menschlichkeit zu verteidigen.“

Man kann sich darüber streiten, ob „Internationaler Tag gegen Islamfeindlichkeit“ eine passende Übersetzung für den Ausdruck „International Day to Combat Islamophobia“ ist, denn hier geht es eher um einen Tag, der dem Kampf gegen Islamophobie gewidmet sein soll und daher einen etwas aggressiveren Anstrich in seiner Bezeichnung aufweist. Ich habe mich hier für die im Deutschen verwendete Bezeichnung für diesen am 15. März begangenen Tag entschieden.