Manchmal verbergen sich die Knaller hinter ziemlich sperrigen Titeln, wie dem folgenden:

„Lipide Nanopartikel formen Proteinkronen durch Lipoprotein-Fusion und nicht durch schalenartige Adsorption.“ Was für ein sperriger und diejenigen, die bei diesem Titel an Bahnhof und Züge denken, abschreckender Titel. Und doch ein Titel, hinter dem sich Sprengstoff verbirgt, auf den uns ein Experte für Explosives unter unseren Lesern hingewiesen hat.

Beginnen wir mit einem „Re-cap“, mit einem Rückbezug auf einen der letzten Beiträge, in dem wir die Rolle von APOE (Bezeichnung für Gen und Protein zugleich) im Zusammenhang mit Alzheimer Erkrankungen beschrieben haben.

APOE, Apolipoprotein ist ein Gen das Informationen zur Erstellung eines Proteins enthält (mit dem selben Namen), dessen Aufgabe darin besteht, Cholesterol im Körper zu transportieren, dahin, wo es gebraucht wird, also z.B. ins Gehirn. APOE ist für Reparatur beschädigter Zellen und die Beseitigung von Amyloid von besonderer Bedeutung und steht entsprechend im Zusammenhang mit Alzheimer als der Krankheit, bei der die Beseitigung von „amyloiden Abfallstoffen“ im Gehirn nicht gelingt.

Man kann sich APOE als eine Art schnelle Eingreiftruppe, die in ein Logistikunternehmen integriert ist, vorstellen, ein wichtiges Protein im Organismus von Menschen.

Die Studie mit dem abschreckenden Titel, die Grumelot et al. (2025) veröffentlicht haben, dreht sich nicht in erster Linie um APOE, hat vielmehr Lipide Nanopartikel zum Gegenstand, LNPs. Die meisten Leser werden sich erinnern, dass LNPs das Vehikel sind, das von modRNA-COVID-19 Spritzbrühen genutzt wird, um sich in Zellen zu integrieren. Was es sonst noch mit LNPs auf sich hat, vor allem im Hinblick auf all die ungeklärten Fragen, die der Schädlichkeit der LNP-Plattform für COVID-19 Spritzbrühen Vorschub leisten, das hat Dr. habil. Heike Diefenbach ausführlich in diesem Beitrag analysiert.

Bislang waren Forscher der Ansicht, dass dann wenn man Nanopartikel in die Blutbahn eines Opfers spritzt, sich in relativer Kürze eine Porteinkorona um diese Nanopartikel bildet, eine diskrete Proteinhülle entlang der Oberfläche der Nanopartikel formt, die diese Nanopartikel umhüllt. Diese Proteinhülle um die Nanopartikel ist die entscheidende Determinante, die über die Verteilung der Partikel im Organismus, deren Aufnahme in Zellen, die Fähigkeit des Immunsystems, die LNPs zu erkennen, und damit die Möglichkeit, über LNP therapeutische Erfolge zu erzielen, entscheidet.

Für LIPIDE NANOPARTIKEL gelte dieselbe Form von Aufnahme und Verbreitung, so die Annahme. Die LNPs werden von einer Proteinhülle eingeschlossen und gezielt in den Zellen abgeladen, für die sie vorgesehen sind. Die Annahme war bis zum Beitrag von Grumelot et al. (2025) genau das, eine Annahme, eine dieser Annahmen, die reale Konsequenzen für diejenigen haben, die sich z.B. auf Basis solcher Annahmen modRNA-COVID-19 Spritzen setzen lassen, eine dieser Annahmen, die sich als FALSCH herausstellt, einhergehend mit entsprechenden Konsequenzen…

Grumelot et al. (2025) haben die älteste Methode der Wissenschaft genutzt, um zu zeigen, dass sich LNPs nicht wie andere Nanopartikel verhalten, wenn sie in einen Organismus gespritzt werden, sich keine Proteinkrone, keine Proteinhülle einstellt, sondern etwas ganz anders: Beobachtung.
Nun kann man Lipide Nanopartikel, die in Gewebe oder Blutbahn gespritzt werden, nicht in der Weise beobachten, wie man sie mit dem Wort „Beobachtung“ assoziiert, aber man kann sich den technologischen Fortschritt zunutze machen, der derzeit so viele Bereiche der empirischen Wissenschaften revolutioniert und „cryotransmission electron microscopy (cryo-TEM)“ benutzen, um Bilder wie die folgenden zu gewinnen.

Quelle: Grumelot et al. (2025)

Und wenn man diese Abbildungen dann schematisiert und mit dem vergleicht, was man als Ergebnis erwartet hat, dann stellt sich die folgende Diskrepanz ein, links mit dem, was erwartet wurde, rechts mit dem, was herausgekommen ist:

Quelle: Grumelot et al. (2025).

Lipide Nanopartikel weichen in ihrem Verhalten nach Injektion erheblich von der Erwartung ab. Sie werden nicht von Proteinen eingehüllt, sie VERSCHMELZEN mit diesen Proteinen, in erster Linie mit APOE, was erhebliche Konsequenzen mit sich bringt. Grumelot et al. (2025) schreiben dazu:

„First, lipoprotein fusion directly alters LNP membrane composition and physical properties, potentially affecting membrane fluidity, stability, and fusogenicity with endosomal membranes. This could explain why protein association affects not only uptake but also downstream events like endosomal escape. Second, apolipoprotein-enriched LNPs are recognized by lipoprotein receptors (e.g., LDL receptors for ApoE-bearing particles), providing a molecular mechanism for the liver tropism commonly observed with intravenously administered LNPs.“

Durch die Fusion von LNPs und Lipoproteinen entsteht eine neue biologische Einheit, mit einer veränderten Zusammensetzung der Membrane und veränderten Eigenschaften, was die Einfachheit der Verbreitung, die Beständigkeit und die Fähigkeit, von Zellen aufgenommen zu werden, betrifft. Durch die Fusion mit Apolipoproteinen werden LNPs nicht mehr als „fremd“ erkannt, vielmehr als natürliche Lipoproteine in die vorhandene körpereigene Logistik eingebaut, was bei Apolipoproteinen dazu führen kann, dass LNPs in Gehirnzellen, für die sie nicht vorgesehen waren, landen oder in der Leber kumulieren (Liver Tropism), denn in der Leber befinden sich zahlreiche Rezeptoren, Low-Density Lipoprotein Rezeptoren, die dazu gedacht sind, als Betandteil eines normalen Cholesterol-Metabolismus die Lipoproteine aus der Blutbahn zu filtern. Dass so viele LNPs in der Leber enden und dort zu entsprechenden Schäden führen, könnte gerade eine Erklärung gefunden haben. Was diese Abweichung von den Annahmen, wie sie z.B. der Zulassung von modRNA-COVID-19 Shots zugrunde gelegt wurden, für die Realität bedeutet, ist derzeit noch unklar, aber dass es nichts Gutes bedeutet, das dürfte bereits klar sein.

Denn: es wird

„die biologische Identität der LNP nicht nur durch Serumkomponenten maskiert, sondern vielmehr durch die Einbindung endogener Lipoproteine grundlegend neu definiert. Dadurch können LNPs effektiv in endogene Lipidtransportprozesse in vivo eingebettet werden, was eine Bindung an native Lipidtransport- und rezeptorvermittelte Aufnahmewege ermöglicht und gleichzeitig potenziell die Immunerkennung reduziert.

Unsere Übersetzung

Immunerkennung ist indes das A und O eines „Impfstoffes“, die ganze Wirkungsweise von modRNA-Spritzbrühen basiert darauf, dass der ausgeführte Bauplan, der in Zellen transportiert wird, an deren Oberfläche präsentiert und vom Immunsystem erkannt wird. Die Forschung von Grumelot et al. (2025) stellt diesen Plan in Frage, legt vielmehr den Verdacht nahe, dass manche, etliche, viele, der injizierten LNPs gar nicht wie vorgesehen in Zellen gelangen, sondern mit Lipoproteinen verschmelzen und in den Cholesterol-Kreislauf eingebunden werden.

Welche Folgen daraus entstehen ist vollkommen unklar und bedarf, wie es so schön am Ende solcher Beiträge heißt, weiterer Forschung.
Die Wissenslücken, die die Antwort auf die Frage betreffen, was eigentlich geschieht, wenn LNPs mit Fracht als angeblicher Impfstoff in den Organismus von Willigen injiziert werden, werden immer größer statt kleiner, wachsen stetig mit jeder neuen Erkenntnis, die zeigt, wie falsch die Annahmen, auf deren Grundlage modRNA-Spritzbrühen zugelassen wurden, tatsächlich sind.


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