Das Pariser Strafgericht hat den ägyptischen Islamwissenschaftler Tariq Ramadan zu 18 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil wurde in Abwesenheit des 63-Jährigen gefällt. Der Mann soll sich in der Schweiz aufhalten.
Nach der Überzeugung des Gerichts hat der Moslem zwischen 2009 und 2016 drei Frauen vergewaltigt, darunter einen besonders schweren Fall mit Gewaltanwendung in Lyon (2009) sowie zwei weitere in Paris (2012 und 2016).
Kontakterbot zu Opfern, Einreiseverbot für Frankreich
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Die Vorsitzende Richterin betonte, dass sexuelle Zustimmung nicht pauschal für alle Handlungen gelte. Zusätzlich zur Haftstrafe wurde Ramadan, der die Schweizer Staatsangehörigkeit besitzt, zu acht Jahren gerichtlicher Überwachung nach seiner Entlassung verurteilt, mit Kontaktverboten zu den betroffenen Frauen und einem dauerhaften Einreiseverbot nach Frankreich.
Nicht der erste Schuldspruch wegen Vergewaltigung
Schon zuvor war Ramadan in der Schweiz verurteilt worden: Das Bundesgericht hatte 2025 eine Verurteilung wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung bestätigt. Dabei ging es um einen Fall aus 2008 in Genf, wofür er drei Jahre Haft, davon ein Jahr auf Bewährung, erhielt.