Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran erreichen eine neue Eskalationsstufe, die weit über regionale Machtspiele hinausgeht. Am Persischen Golf verdichten sich militärische, wirtschaftliche und diplomatische Risiken zu einem gefährlichen Gemisch, dessen Folgen längst nicht mehr auf den Nahen Osten begrenzt wären. Steigende Energiepreise, fragile Lieferketten und politische Unsicherheit könnten rasch globale Erschütterungen auslösen – mit Europa als besonders verwundbarem Akteur.

Ein Symbol dieser Zuspitzung waren die jüngsten Gespräche im Oman Anfang Februar 2026. Hochrangige Vertreter Washingtons trafen dort auf eine iranische Delegation, doch greifbare Ergebnisse blieben aus. Teheran zeigte keinerlei Bereitschaft, auf zentrale Forderungen der USA einzugehen. Dass beide Seiten dennoch weitere Gespräche vereinbarten, wirkt weniger wie Hoffnung als vielmehr wie der Versuch, Zeit zu gewinnen und eine offene Konfrontation hinauszuzögern.

Die Geduld scheint aktuell geringer zu werden, zumal auch in Israel

Parallel dazu sprechen militärische Signale eine deutlichere Sprache. Kurz nach den Gesprächen besuchten US-Vertreter einen amerikanischen Flugzeugträger in der Region – offiziell zur Unterstützung der Truppen, faktisch jedoch vor dem Hintergrund wachsender Nervosität. Zuvor war es zu einem Zwischenfall gekommen, bei dem eine iranische Drohne dem Schiff gefährlich nahekam. Der Vorfall machte deutlich, dass selbst die größten Symbole militärischer Macht nicht mehr unangreifbar sind.

Hinzu kommen Irans Raketenarsenal und seine wachsenden technologischen Fähigkeiten, die das strategische Gleichgewicht weiter verschieben. Zusätzliche Brisanz erhält die Lage durch Israels intensive diplomatische Aktivitäten in Washington. Dort wächst der Eindruck, dass die Geduld schwindet – und dass ein einseitiges militärisches Vorgehen Israels zunehmend als reale Option betrachtet wird. Der Spielraum für Deeskalation wird damit immer kleiner.





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