Der 47. Ordentliche Bundesparteitag der SPÖ am 7. März in der Messe Wien, Halle D. rückt näher – und damit auch die Frage, ob es für den Vorsitzenden Andreas Babler einen Gegenkandidaten gibt. Spekulationen, dass Ex-Kanzler Christian Kern antritt, wollen nicht verstummen. Aber da tut sich die Frage auf, was dieser Wechsel bringen soll.
Einige wünschen sich laut einen Wechsel
Nach den Diskussionen in der eigenen Partei ist nicht mehr wegzuleugnen, dass sich in der SPÖ einige laut und noch sehr viele mehr leise einen Wechsel an der Spitze wünschen. Am lautesten artikulierten sich die SPÖ-Chefs Max Lercher (Steiermark) und Sven Hergovich (ausgerechnet aus Bablers Bundesland Niederösterreich) als Anti-Babler-Fans. Außerdem berichten Zeitungen, dass im Vorfeld des Parteitages eine Krisensitzung die andere jagt.
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Was kann Kern wirklich tun?
Ob es aber tatsächlich zum Showdown bei den Genossen kommen wird, ist mehr als fraglich. Selbst die Kronen Zeitung, die lange Zeit wie ein Königsmacher Kern an die Spitze der Sozialisten hieven wollte, fragt sich heute, Mittwoch, was ein Umbruch wirklich bringen soll. Innenpolitik-Experte Claus Pándi stellt sich in einem Kommentar die Frage, was der Ex-Kanzler wirklich tun könnte, wenn er Babler stürzt.
Und er kommt zum Schluss, dass Kern das Ruder in Partei und Regierung wohl kaum herumreißen könnte. Übernimmt der Alt-Kanzler bei einem fliegenden Wechsel nämlich die Agenden von Vizekanzler Babler (Sport, Kultur, Medien und Wohnen), müsste er sich mit ÖVP-Kanzler Christian Stocker arrangieren.
Neuwahlen unwahrscheinlich
Ein politischer Hammer wäre freilich, würde Kern als neuer SPÖ-Parteichef die ÖVP provozieren und rasch Neuwahlen ansteuern. Aber das wäre beim derzeitigen Zustand der Roten etwa so realistisch wie eine olympische Goldmedaille eines österreichischen Sportlers beim Marathonlauf.
Resümee der Krone: „Daher wird alles so bleiben, wie es jetzt ist“.