Bevor wir zum eigentlichen Thema dieses Posts kommen, ein paar grundsätzliche Dinge über die westliche Zivilisation, wie sie sich in demokratischen Systemen niedergeschlagen hat.
Demokratie basiert auf einer geringen Anzahl von NICHT VERHANDELBAREN Prämissen:
Es gibt weder Ausschluss noch Privilegien: Wer auf dem politischen Markt konkurrieren will, kann das tun.
Indes: Es gibt Zugangsvoraussetzungen zum politischen Markt, seine, wenn man so will: Spielregeln.
Der demokratische Markt ist ein individueller, kein kollektiver Markt: Anbieter sind Individuen, nicht Gruppen.
Der politische Markt ist ein säkularer Markt, auf dem RELIGION in keiner Form eine Rolle spielt.
Der politische Markt wird von Ideen beherrscht, die vorgetragen werden, um sich auf Basis guter Gründe als beste Lösung für anstehende Probleme im Wettbewerb der Ideen durchzusetzen.
Versuche, den politischen Markt auf Basis von Gruppenzugehörigkeiten zu strukturieren, Wähler nach Geschlecht, nach Religion oder nach „Weltanschauung“ oder was auch immer zu bündeln, sind mit den Spielregeln eines demokratischen Systems nicht vereinbar und verhindern einen freien Wettbewerb der Ideen, führen letztlich zu dem, was wir derzeit sehen, einem Race to the Bottom, als Ergebnis eines politischen Feldes, das von bestenfalls mediokren Gestalten besetzt und zur Durchsetzung von partikularen Interessen genutzt wird, die gegen jeden Wettbewerb geschützt werden, deren konkurrierende Interessen als „rechts“ oder „faschistisch“ oder „rassistisch“ diskreditiert werden.
Mit Demokratie hat das alles so gut wie nichts zu tun.
In einer sehr ungesunden Art und Weise ist Demokratie zu einem Floskelwettbewerb zwischen intellektuell unter par spielenden Akteuren geworden, bei dem es offenkundig darum geht, Wählern und Bürgern partikulare Interessen verpackt im schönen Schein gesellschaftlicher Prosperität oder ummantelt mit dem, was heute als Tugend gilt, unterzujubeln.
Derartiger BS nimmt dann solche sprachliche Formen an:
„We stand for transparency, community empowerment, and meaningful reform to build a fairer, safer, and more prosperous Birmingham“.
Wir stehen für Transparenz, eine Stärkung der Gemeinschaft und sinnvolle Reformen, um ein gerechteres, sichereres und wohlhabenderes Birmingham zu schaffen.“
Das findet sich auf der Seite der Independent Candidates Alliance (ICA).
Ein Wortschwall ohne Inhalt. Das, was unter Pseudo-Intellektuellen als „schöne Sprache“ gilt, von der sie annehmen, dass man damit nicht nur ihresgleichen, sondern auch andere Wähler und Bürger beeindrucken und oder über den Tisch ziehen kann. Wort-Junk, hier in Verantwortung der beiden Macher von der Independent Candidates Alliance, verbreitet: Ahmed Yakoob und Shakeel Afsar. Yakoob ist in Britannien geboren, hat einen pakistanischen Hintergrund und hat u.a. an der University of Wolverhampton „Recht“ studiert. Heute arbeitet er als Anwalt und als Aktivist (beides heutzutage in weiten Teilen identisch). Bei Afsar fehlt das Standbein im Recht. Er ist ein Muslim-Aktivist, einer der bekanntesten in der Gegend mit einem finanziellen Standbein als Vermieter und Bauherr, der sich in den Gaza-Protesten exponiert und ansonsten 2019 mit einem Protest gegen LGBT-inklusiven Unterricht an der Anderton Park Primary School einen Namen gemacht hat. Gemeinsam mit Yakoob hat er die ICA gegründet, die sich vornehmlich als Bollwerk im Kampf gegen „Rechtsextremismus“ und für soziale Gleichheit inszeniert. Mittlerweile rund 20 Kandidaten haben sich unter dem Dach der ICA eingefunden, um bei den Kommunalwahlen Anfang Mai 2026 ihren Wahlkreis im Stadrat von Birmingham zu vertreten.
Darunter Shahid Butt, den Yakoob und Afsar im folgenden Video bewerben:
Butt tritt in Sparkhill an, einem Wahlkreis, in dem rund 60% der Bewohner einen pakistanischen Hintergrund haben. Als Bewerber, der sich vornehmlich als „Muslim“, als gläubiger Muslim inszeniert, ist die Wahl von Butt auf einer religiösen Fahrkarte so gut wie sicher. Und dass diese Wahl sicher ist, dass Merkmale, die keinerlei Relevanz in einer Demokratie haben DÜRFEN, wahlentscheidend sein werden, ist einer der Gründe dafür, warum westliche Demokratien von innen ausgehöhlt werden, denn Religion ist privat, nicht öffentlich, hat im öffentlichen, demokratischen Raum keinen Platz, wenn das demokratische System überleben soll.
Indes, bei Shahid Butt kommt noch etwas anderes hinzu.
Der heute 60jährige hat eine Geschichte als Terrorist, wurde 1998 im Yemen zu einer Haftstrafe von fünf Jahren für seine Beteiligung an der Vorbereitung terroristischer Anschläge auf das britische Konsulat, eine Kirche und ein Hotel verurteilt. Ein Fehler, wie er heute sagt, in einem Video, in dem er eine Herz-Schmerz-Geschichte erzählt, die die Ursache seiner Fehler nicht bei ihm sucht, sondern anderen zuschreibt, denn dass er „Fehler“ wie er heute sagt, gemacht habe, das sei seiner Sozialisation in Birmingham geschuldet, die – so will er noch Jahrzehnte später erzählen – durch ein traumatisches Erlebnis mit WEISSEN SKINHEADS aus ihrer Wohlfühlphase geschlagen wurde. Als Folge eines „Überfalls“ von Skinheads, will dieser Bär von einem Mann, alles, was danach kommt, interpretiert wissen. Dass er eine pakistanische Gang gegründet hat, die notorisch in seiner Wohngegend war und notorisch für Kriminalität, von Schutzgelderpressung bis Drogen und Raub war, sei eine unglückliche Folge der Gründung der Gang, die von „anderen“ ausgegangen sei.
Leider habe er sich daran beteiligt, sich nach einer Inhaftierung aber eines besseren besonnen: Des Islam. Fortan hat er Gutes getan, Flüchtlinge in Bosnien in den 1990er Jahren mit Nahrung versorgt, und wo er schon einmal vor Ort war, hat er sich gleich den Mujahideen, der FOREIGN FIGHTER BRIGADE der Bosnischen Armee angeschlossen und in Bosnien, später dann in Afghanistan gekämpft. Verantwortlich dafür sei ein Massaker an bosnischen Muslimen gewesen, von dem er ein Video gesehen habe. Schließlich ist die Unschuld aus Birmingham irgendwie nach Yemen geraten und dort ganz unschuldig und unter Folter zu einem Geständnis gezwungen worden. Fünf Jahre Haft sind daraus geworden, die 2003 mit seiner Rückkehr ins Vereinigte Königreich geendet haben, wo er seither einen Kampf gegen Extremismus und im Namen Allahs führt:
Die schöne Geschichte, die das Opfert Butt über die Verfehlungen seiner „Jugend“ in bestem Englisch erzählt, weist unter anderem die Fehlstelle auf, die mit dem Namen Abu Hamza al-Masri verbunden ist, in dessen Gruppe Butt 1998 im Yemen aufgegriffen und wegen Terrorismus verurteilt wurde. Al-Masri ist manchen in Deutschland vielleicht als der Hassprediger der Finbury Park Moschee in London bekannt, der anstelles einer Hände Haken hat. Denn beide Hände und ein Auge hat al-Masri in Afghanistan gelassen, bei einer wie auch immer verursachten Explosion verloren. Al-Masri ist dafür bekannt, als Iman Finbury Park zu einem Rekrutierungszentrum für Extremisten aller Art gemacht zu haben, ein Hub für Terroristen und diejenigen, die es noch werden wollen. 2004 wurde er verhaftet und inhaftiert, 2012 nach langem Hin und Her in die USA ausgeliefert, wo er auf Basis von 11 Terrorismusanklagen zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, die er bis heute verbüßt, derzeit in ADX Florence in Colorado.
Irgendwie müssen sich die Pfade von Butt und al-Masri gekreuzt haben. Irgendwie muss Butt zu den Bosnischen Mujahideen gekommen und von dort nach Afghanistan und Yemen geraten sein … Irgendwie muss Butt sehr engen Kontakt zu EXTREMISMUS gehabt haben, einen Kontakt, so eng, dass er heute vornehmlich sein Heil darin sucht, gegen RECHTSEXTREMISMUS zu streiten, nicht etwa gegen die Radikalisierung von Mulimen …
Shahid Butt: Eine Konvertierung vom Saulus zum Paulus, die mehr oder minder Glaubwürdigkeitsdefizite aufweist. Aber das ändert nichts daran, dass man auch als jemand, der als Terrorist verurteilt wurde, der offenkundig die Grundlagen westlicher Demokratie, in der Allah keine Rolle spielt, nicht versteht, in eben diesem demokratischen System als Kandidat auftreten kann, der nicht wegen seiner politischen Agenda, sondern wegen seiner Religion auf Wahl hoffen kann, kein Armutszeugnis für die Demokratie, deren Ende.
Ibn Khaldun, Abū Zayd ‘Abd ar-Raḥmān ibn Muḥammad ibn Khaldūn al-Ḥaḍramī), ein arabischer Philosoph und so etwas wie Grundsteinleger der Soziologie, der 1332 in Tunis geboren und 1406 in Kairo gestorben ist, ist unter anderem für seine Entwicklungszyklen von Gesellschaften bekannt geworden, die zwischen Blüte und Niedergang oszillieren, ein Zustand, den er in Echtzeit am eigenen Leib erfahren hat, nicht nur als Zeitzeuge eines Ausbruchs der Pest. Wir sehen derzeit in Echtzeit dem Untergang des Westens zu, der im Wesentlichen daran zu Grunde geht, dass die Prinzipien, die seine Prosperität und seine Kultur begründet haben, die letztlich in ein politisches System gemündet sind, das es ermöglicht hat, friedlich und wohlhabend zu leben, mittlerweile so weit in die Ferne gerückt sind, dass diejenigen, die sich z.B. im politischen System tummeln, ihn freier Ahnungslosigkeit zentrale Institutionen und Begriffe des politischen Systems besetzen, ohne auch nur ansatzweise eine Vorstellung von ihrer Bedeutung zu haben. Die Aneinanderreihung von Floskeln, Transparenz, Fairness, Stärkung der Gemeinschaft, die wir oben zitiert haben, ist ein Niederschlag davon. Die Idee, man könne Demokratie im Namen von Allah oder welchem Gott auch immer betreiben, eine anderer.
Wo Religion oder Ideologie anfängt, bleibt die Fähigkeit zu streiten und zu kooperieren, zwangsläufig auf der Strecke, geht Demokratie zugrunde. Wir erleben es derzeit in Echtzeit.
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