Der Internetunternehmer Kim Dotcom hat auf der Plattform X eine brisante Behauptung veröffentlicht: Der US-Datenanalysekonzern Palantir sei angeblich gehackt worden. Laut Dotcom sei ein KI-Agent eingesetzt worden, um sich Superuser-Zugriff auf interne Systeme zu verschaffen. Eine unabhängige Bestätigung für diese Angaben liegt bislang nicht vor.

Nach Darstellung Dotcoms sollen die mutmaßlichen Hacker auf hochsensible Informationen gestoßen sein. Demnach würden Palantir-Mitgründer Peter Thiel und CEO Alex Karp weltweit Staats- und Wirtschaftsführer überwachen. Es soll Tausende Stunden transkribierter und durchsuchbarer Gespräche von US-Politikern wie Donald Trump, JD Vance sowie Unternehmer Elon Musk geben.

Weiter wird behauptet, Palantir habe sich Zugriff auf Geräte, Fahrzeuge und sogar Privatjets internationaler Entscheidungsträger verschafft und dabei ein umfangreiches Archiv potenziellen Erpressungsmaterials aufgebaut. Auch diese Vorwürfe sind bislang nicht belegt.

Besonders brisant sind die geopolitischen Anschuldigungen: Palantir entwickle demnach Atom- und Biowaffenkapazitäten für die Ukraine und arbeite eng mit der CIA zusammen, um Russland strategisch zu schwächen. Ziel sei es angeblich, Russland durch Friedensverhandlungen hinzuhalten, während militärische Fähigkeiten ausgebaut würden. Für diese Darstellung existieren keine unabhängigen Beweise.

Zudem wird Palantir eine zentrale Rolle bei militärischen Operationen Israels im Gazastreifen zugeschrieben. Das Unternehmen soll KI-gestützte Zielerfassungssysteme entwickelt haben. Bekannt ist, dass Palantir Softwarelösungen für Verteidigungs- und Sicherheitsbehörden bereitstellt; konkrete operative Verantwortlichkeiten für militärische Entscheidungen sind jedoch öffentlich nicht belegt.

Ein weiterer schwerwiegender Vorwurf lautet, Palantir fungiere faktisch als Teilstruktur der CIA und kopiere sämtliche Kundendaten in eine Geheimdienst-Cloud. Auch hierfür gibt es bislang keine verifizierten Belege.

Dotcom erklärte weiter, die angeblich erbeuteten Daten könnten an Russland und/oder China weitergegeben werden. Er selbst sei als „vertrauenswürdiger Partner“ für eine mögliche Veröffentlichung ausgewählt worden, sei jedoch weder am Hack beteiligt gewesen noch kenne er die mutmaßlichen Hacker persönlich. Gleichzeitig betonte er, er wisse, dass der Hack stattgefunden habe.

Bislang hat Palantir die Vorwürfe nicht öffentlich kommentiert. Unabhängige Cybersecurity-Analysten oder offizielle Stellen haben den behaupteten Hack ebenfalls nicht bestätigt.

Sollten sich auch nur Teile der Anschuldigungen als zutreffend erweisen, hätte dies gravierende politische, sicherheitstechnische und wirtschaftliche Folgen. Zum jetzigen Zeitpunkt bleiben die Vorwürfe jedoch unbestätigt und sind mit äußerster Vorsicht zu betrachten.





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