In Panama ist einer der meistgesuchten französischen Drogenhändler festgenommen worden. Die diplomatischen Schritte für die Auslieferung von Joël Soudron seien im Gange, teilte die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau am Dienstag mit.
Nach dem 46-Jährigen aus dem französischen Überseegebiet Guadeloupe war im Zusammenhang mit einem groß angelegten Kokainschmuggel in Containern gefahndet worden, erklärte Beccuau und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung „Le Monde“.
Ermittlungen decken Kokainschmuggel seit 2005 auf
Soudron soll hinter einem am 18. November 2011 aufgedeckten Kokainhandel stecken. Damals beschlagnahmten Zollbeamte im Hafen von Le Havre in Nordfrankreich in einem aus Guadeloupe kommenden Container 231 Kilogramm Kokain.
Bei einer Razzia in den Räumen des Umzugsunternehmens, das den Transport organisiert hatte, seien „272 Kilo Kokain und 284.930 Euro beschlagnahmt und die Managerin festgenommen worden“, erklärte Beccuau weiter.
Weitere Ermittlungen hätten aufgedeckt, dass seit 2005 „20 bis 30 Kokaintransporte organisiert wurden, darunter sechs im Jahr 2011“, fügte sie hinzu.
Frühere Festnahme und bevorstehender Prozess
Der Verdächtige war bereits im Oktober 2016 in Mali festgenommen worden. Damals wurde er im Rahmen „eines anderen Verfahrens wegen Drogenhandels“ von einem französischen Gericht zu sechs Jahren Haft verurteilt.
2018 gelang ihm jedoch während eines Freigangs die Flucht. Der Prozessbeginn ist für den 11. Juni 2026 in Paris angesetzt. Neben Soudron müssen sich acht weitere Menschen vor Gericht verantworten, fügte Beccuau hinzu. (afp/red)