Von Kai Rebmann

Immer wenn man glaubt, in Sachen Gender-Irrsinn schon wirklich alles gesehen und gehört zu haben, kommt die Realität um die Ecke und belehrt einen eines Besseren. So geschehen jetzt in Berlin, genauer gesagt an der Rudolf-Steiner-Waldorfschule im Bezirk Dahlem. Wem diese Schulform schon bisher nicht ganz geheuer war, der dürfte sich jetzt einmal mehr bestätigt fühlen.

Zwischen einer Lehrerin und den Eltern dreier Schüler, die die Einrichtung besuchten, war es zu Differenzen wegen der Inhalte des Biologie-Unterrichts gekommen, wie die „Junge Freiheit“ berichtet. Während die Pädagogin die Auffassung vertrat, es gebe mehr als zwei Geschlechter – wie viele es genau sein sollen, blieb leider offen – orientierten sich die Eltern streng an dem, was bis vor wenigen Jahren noch als selbstverständliches Allgemeinwissen galt. Mehr noch: Für die Lehrerin und die Schule soll es dem Vernehmen nach sogar in Ordnung gehen, wenn sich ihre Schützlinge im Unterricht als Hunde bzw. Welpen identifizieren – ähnlich wie in diesem Fall.

So etwas müsse man „ernstnehmen“, heißt es aus dem Rektorat in Berlin-Dahlem. Jedoch nicht in dem Sinne, dass die betroffenen Schüler dringend Hilfe brauchen, sondern wohl in dem, dass auf deren Gefühle und Befindlichkeiten Rücksicht zu nehmen ist.

Um auch die ideologisch abtrünnigen Eltern wieder auf die vermeintlich „richtige“ Spur einzupolen, wurden diese kurzerhand zum Rapport vor die Schulleitung zitiert. Um den offenbar arg ins Wanken geratenen Schulfrieden wiederherzustellen und zu wahren, sollte das Paar dort einen neuen sogenannten „Verhaltenskodex“ zur Akzeptanz von biologischer Vielfalt unterzeichnen. Unter anderem sollten die Eltern erklären, dass sie „Vielfalt willkommen (heißen) im Hinblick auf unterschiedliche Geschlechter und sexuelle Identitäten“ – was sie aber ablehnten.