Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij sollte Verantwortung für die Lösung des Konflikts übernehmen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, Kiew sei ein Hindernis für den Frieden mit Russland. Kremlsprecher Dmitri Peskow stimmt dieser Einschätzung zu.
Die Situation für Kiew verschlechtere sich „von Tag zu Tag“, erklärte Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten, am Donnerstag während eines Briefings. Peskow wörtlich:
„Der Entscheidungsspielraum für das Kiewer Regime wird immer enger. Wir haben noch im vergangenen Jahr gesagt, es ist für den Präsidenten [Selenskij] schon lange an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen und eine entsprechende Entscheidung zu treffen. In Kiew hat man dies bisher nicht getan.“
Außerdem hat Peskow den jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, dass der ukrainische Staatschef ein Hindernis für eine Friedensvereinbarung sei. Trump zufolge sei der russische Präsident Wladimir Putin im Gegensatz zu Kiew bereit, „einen Deal zu machen“.
„Hier kann man nur zustimmen, es ist tatsächlich so. Präsident Putin und die russische Seite bleiben offen. Die Position der russischen Seite ist sowohl den US-Unterhändlern als auch Präsident Trump gut bekannt“, betonte Peskow und fügte hinzu, dass auch Kiew die russische Position kenne.
Er bestätigte zudem, dass die Arbeit mit der US-Seite über die bestehenden Kommunikationskanäle fortgesetzt werde. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner könnten Moskau besuchen, sobald die Daten für diese Reise abgesprochen würden, sagte Peskow. Damit kommentierte er den jüngsten Bericht der Agentur Bloomberg über einen bevorstehenden Besuch der beiden Unterhändler. „Die bestehenden Kommunikationskanäle mit den US-Unterhändlern funktionieren weiterhin. Dieser Dialog wird fortgesetzt. Sobald die Termine festgelegt werden, hoffen wir, dass dieser Besuch stattfinden wird“, betonte der Kremlsprecher. Er fügte hinzu, dass Moskau die Fortsetzung des Dialogs für notwendig, aktuell und wichtig halte.
Weiter wies Peskow darauf hin, dass die US-Seite mehrere Gespräche mit den Ukrainern und Europäern über die Lösung des Konflikts geführt habe. Er sagte:
„Es ist wichtig, dass auch die russische Seite ihre Ansichten zu den Gesprächen äußert, die geführt werden.“

Am Donnerstag erklärte Trump in einem Interview für die Agentur Reuters, dass er keine Information über einen möglichen Besuch von Kushner und Witkoff im Januar für Gespräche mit Putin über einen Friedensplan habe. Der US-Präsident merkte auch an, dass er mit seinem ukrainischen Amtskollegen beim Weltwirtschaftsforum in Davos in der Schweiz in der nächsten Woche zusammentreffen könnte, präzisierte jedoch, dass es noch keine konkreten Pläne gebe. Trump zufolge sei es Kiew, das die Verhandlungen mit Russland verzögere.
Am Mittwoch teilte Bloomberg unter Berufung auf eine Quelle mit, dass Kushner und Witkoff einen Besuch in Moskau für ein Treffen mit Putin abstatten würden. Nach Angaben der Agentur plane die US-Seite, dem russischen Staatschef die neueste Version des Ukraine-Friedensplans vorzulegen.
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