Von Felicitas Rabe

In der Sendung Dialogue Works erklärt der Wirtschaftsanalyst Alex Krainer seine These, wonach der verurteilte Sexualstraftäter für den privaten Geheimdienst der Familie Rothschild und die City of London arbeitete. Seiner Meinung nach, werden die Enthüllungen der Epstein-Dokumente sich „extrem toxisch“ auf das britische politische Establishment auswirken. Am Freitag spricht er darüber im Interview (ab Min. 41) mit dem iranischen Interviewer Nima Alkhorshid, welches auf dessen YouTube-Kanal veröffentlicht wurde.  

Schon drei Tage, nachdem am 30. Januar weitere drei Millionen Dokumente der Epstein-Dokumente veröffentlicht worden waren, trat am 2. Februar Peter Mandelson zurück und weitere zwei Tage später musste der Abgeordnete der britischen Labour-Partei das britische „House of Lords“ verlassen. Laut Krainer ist Mandelson einer der mächtigsten Männer des britischen Establishments und nicht weniger bedeutend als Tony Blair. Dass gegen einen solchen Mann jetzt strafrechtlich ermittelt würde, zeige, wie brisant die Enthüllungen für die britische Führungsschicht seien, kommentierte Krainer die Folgen der Epstein-Enthüllungen im Interview. 

Verbindungen zwischen Geheimdiensten und Epstein

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Nach den neuen Enthüllungen sei für Krainer klar, dass Jeffrey Epstein ein Vertreter der Rothschild-Familie war. Die Rothschilds betrieben seit der Zeit des Zweiten Weltkriegs und wahrscheinlich sogar schon davor ihren eigenen privaten Geheimdienst. Einige Mitglieder dieses Informationsnetzwerks arbeiteten später für den OSS (Office of Strategic Services, erster zentralisierter US-Auslandsnachrichtendienst, 1942 bis 1945), den Vorläufer der CIA. Donald Barr, der Direktor der Dalton Privatschule in New York, der Jeffrey Epstein als Mathematiklehrer einstellte, sei eine „der Topfiguren des OSS“ gewesen. 

Seine nächste Anstellung habe Epstein ohne jegliche Ausbildung als Investmentbanker bei Bear Stearns, ehemals eine der größten Banken der Wall Street, erhalten (angeblich, weil ein Vater eines Kindes an der Dalton-Schule so begeistert von dem Mathelehrer war). 

Die Verbindung zur Familie Barr habe Epstein nie abgebrochen. Der Sohn des Schuldirektors, ein Anwalt namens William „Bill“ Pelham Barr, habe Epstein bei seinem ersten Strafprozess wegen sexuellen Missbrauchs anwaltlich vertreten. Bill Barr sei für den CIA tätig gewesen. Im Jahr 2019, zu der Zeit, als Epstein in der Justizvollzugsanstalt in Manhattan gestorben ist, war Barr US-Justizminister. In dieser Funktion bestätigte er den mutmaßlichen Suizid von Epstein.

Es sei auch der in Geheimdienste vernetzte Barr gewesen, der Epstein als Erstes mit Ghislaine Maxwell bekannt gemacht habe, erläuterte Krainer. Der Vater von Ghislaine Maxwell, Robert Maxwell, sei wiederum auch ein Mitglied des OSS-Geheimdienstes gewesen und habe sich als Agent für den israelischen Geheimdienst Mossad engagiert.

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Aktuell würden viele davon ausgehen, so Krainer, dass Epstein ebenfalls für den Mossad tätig gewesen sei. Das sei auch durchaus denkbar, allerdings habe Epstein selbst zu Lebzeiten erklärt, dass er nicht für den Mossad arbeite. Offenbar sei er aber – durch die Vermittlung des ehemaligen israelischen Premierministers Ehud Barak – vom israelischen Geheimdienst ausgebildet worden.

Dagegen ist der Wirtschaftsanalyst der Auffassung, dass Jeffrey als Agent für die Rothschilds tätig war:

„Viel wahrscheinlicher arbeitete er für den privaten Geheimdienst der Familie Rothschild.“

Krainer geht davon aus, dass der Rothschild-Geheimdienst mit dem britischen Geheimdienst MI6, dem Mossad und der CIA kooperiere. Seiner Ansicht nach, habe Epstein aber wahrscheinlich in erster Linie Berichte an das Informationsnetzwerk der Rothschilds geschickt.  

Beleg für die enge Verbindung zwischen Epstein und den Rothschilds

Exkurs: Mit der engen Verbindung zwischen Epstein und den Rothschilds beschäftigt sich auch die Analyse „In den Akten des Justizministeriums verborgen: Epstein war ein Problemlöser für die Rothschild-Bankendynastie“

Als ein Beispiel nennt der Autor das „finanzielle Herzstück ihrer Verbindung“. In den Epstein-Akten des Justizministeriums gebe es einen Vertragsentwurf vom 10. September 2015 – registriert unter der Nummer EFTA00310331. Es handele sich um eine Vereinbarung zwischen Epsteins Southern Trust Company und der Edmond de Rothschild Holding S. A., die Ariane de Rothschild unterzeichnet habe. 

Epstein habe eine dreiste Provision von 25 Millionen US-Dollar vereinbart, wenn er die Probleme der Rothschildbank mit dem US-Justizministerium für weniger als 75 Millionen US-Dollar regeln würde. Sollte die Bank zwischen 75 und 150 Millionen zahlen müssen, würde Epstein für seine „Dienste“ nur magere 10 Millionen US-Dollar erhalten. Epsteins Gewinn hing also davon ab, wie nachsichtig die Bundesbehörden waren.

Mandelson und Epstein: Mandelson lieferte Epstein Insider-Infos über geplante Milliardendeals in der EU

Bill Gates:

Krainer erklärt die Brisanz von Epsteins Verbindung zu dem britischen Politiker Mandelson. Durch die Enthüllungen in den Epstein-Akten habe sich öffentlich herausgestellt, dass Epstein eine enge Beziehung zu Mandelson und damit zur britischen Polit-Elite pflegte – und zwar nach seiner Verurteilung als Sexualstraftäter. 

Offenbar habe Mandelson Epstein mit nicht öffentlichen Insider-Informationen über die Prozesse in der europäischen Union und in Großbritannien versorgt, sodass Epstein im Vorfeld gewusst habe, welche Deals geplant waren. Mandelson „informierte ihn über große Geschäfte in Milliardenhöhe“, so Krainer.

Wenn man sich den Austausch zwischen Epstein und Mandelson anschaue, bekäme man zunächst den Eindruck, es handele sich um eine Art kontroverse Diskussion unter Freunden. Zwei Punkte seien dabei wesentlich: Erstens, dass dieser Austausch fortgesetzt wurde, nachdem Jeffrey Epstein als Kindervergewaltiger verurteilt worden war. Das bedeute, dass Mandelson mit einem verurteilten Sexualverbrecher verkehrt habe. Zweitens lege der eilige Rücktritt Mandelsons nach Bekanntwerden seiner Epstein-Verbindung nahe, dass die während ihres Austausches geflossenen Informationen „absolut toxisch“ gewesen sein müssen. Krainer zufolge würden die Enthüllungen im weiteren Verlauf auch auf die City of London verweisen:

„Da ist nicht nur die britische Regierung involviert, sondern die City of London. Und diese ist eine Einrichtung und die Heimatbasis der Familie Rothschild.“

In Epstein-Dokumenten: Inhumane Agenda der britischen Regierung

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Die Epstein-Enthüllungen könnten nicht mehr rückgängig gemacht werden und würden extremen Schaden anrichten. Wer wisse zum jetzigen Zeitpunkt denn schon, was wir noch alles aus den Dokumenten erfahren würden? Es stehe aber jetzt schon fest, dass die Epstein-Dokumente die ganze Agenda der britischen Regierung enthalten werden, so Krainer.

Dafür nannte der Analyst bereits enthüllte Beispiele: So hätten der angebliche Philanthrop Bill Gates und Jeffrey Epstein sich über das Thema De-Population ausgetauscht. Der eine hätte dabei den anderen gefragt: Wie können wir denn die arme Bevölkerung loswerden? Bei dieser Kommunikation seien sie auf die Lösung mit Impfstoffen gekommen. Schließlich hätten sie diesbezüglich Pläne für eine Finanzstruktur entwickelt, mit der man aus Pandemien bis in alle Ewigkeit Profit schlagen könne, indem man dem ganzen Rest der Welt Impfstoffe verkaufe.

Alex Krainer ist überzeugt, dass die Epstein-Enthüllungen das Potenzial haben, die Grundlagen westlicher Institutionen zu zerstören und viele Personen der führenden Eliten zu Fall zu bringen. Wie sich das langfristig auswirke und was danach käme, könne man nicht vorhersagen. Aber unabhängig davon, was dann werde, sei er der Auffassung:

„Je mehr Wahrheit ans Licht kommt, desto besser.“

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