Es gibt sie doch noch: Die guten Nachrichten. So sehr ich mir vorgenommen habe, sie öfter zu bringen – so schwer fällt die Umsetzung. Mangels Substanz. Umso erfreulicher, dass es heute Positives zu verkünden gibt: Nach tagelanger Rumeierei, in der er sich über Ostern wendete wie ein Osterei, hat Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) jetzt eingestehen müssen, dass es eine Mega-Panne beim neuen Wehrdienstgesetz gegeben hat.

Sein Haus hatte immer wieder beteuert, es stimme gar nicht, dass deutsche Männer zwischen 17 und 45 Jahren künftig eine Ausreisegenehmigung brauchen, wenn sie länger als drei Monate ins Ausland wollen. Also wieder mal – alles böse Fake-News, auch der Bericht auf meiner Seite. Die Genehmigung gelte automatisch als erteilt, die Regel sei ausgesetzt, so die gebetsmühlenhafte Leier aus dem Hause Pistorius, der rätselhafterweise der beliebteste Politiker in Deutschland ist – vielleicht, weil er so solide die Backen aufblasen und ernsthaft in die Kameras kann – keine Selbstverständlichkeit in einer Partei, deren Vorsitzender an dieser im TV-Zeitalter so wichtigen Aufgabe scheitert.