Zwei Wochen nach Ecuador hat auch Costa Rica seine diplomatische Vertretung in Kuba herabgestuft. Ab dem 1. April wird sie sich auf der Konsularebene gestalten. Grund ist, dass Costa Rica die Führung in Havanna nicht mehr anerkennt. Kuba vermutet dahinter Druck aus den USA.

Parallel zur schwersten Energie- und Wirtschaftskrise in seiner Geschichte hat Kuba noch mit diplomatischen Widrigkeiten zu kämpfen. Zwei Wochen nach Ecuador hat auch Costa Rica das bilaterale Verhältnis mit dem Inselstaat von der Botschafts- auf die Konsularebene herabgestuft. Am Mittwoch erklärte Präsident Rodrigo Chaves bei einer Presserunde in Peñas Blancas, dass seine scheidende Regierung die Führung in Havanna nicht mehr als legitim betrachte. Gleichzeitig ordnete er die Schließung der costa-ricanischen Botschaft in Kuba an und forderte ebenfalls die kubanischen Diplomaten auf, die Vertretung des Inselstaates in San José zu verlassen. Dort dürften nur Konsulatsmitarbeiter bleiben. Dem Event in Peñas Blancas wohnte auch die gewählte Präsidentin Laura Fernández bei und begrüßte die Maßnahme, die am 1. April in Kraft treten soll.

Vor zwei Wochen hatte bereits Ecuador seine diplomatischen Beziehungen zu Kuba abgewertet. Sowohl der ecuadorianische Staatschef Daniel Noboa als auch sein costa-ricanischer Amtskollege Chaves traten der von US-Präsident Donald Trump gegründeten Initiative „Shield of the Americas“ („Schild der amerikanischen Staaten“) bei, um gemeinsam mit den anderen elf Mitgliedsstaaten gegen die illegale Migration und das grenzüberschreitende organisierte Verbrechen zu kämpfen.
Wie auch im Fall von Ecuador bedauerte Kuba die Abwertung des bilateralen Verhältnisses mit Costa Rica und verurteilte die Entscheidung der Regierung in San José als „willkürlich“ und „absolut unbegründet“. Offenbar sei dieser Schritt unter dem Druck aus den USA und ohne Berücksichtigung der nationalen Interessen des mittelamerikanischen Brudervolkes erfolgt. Die „unfreundliche“ Handlung habe zum Ziel, Kuba weiterhin zu isolieren, hieß es aus dem Außenministerium in Havanna. Ähnlich äußerte sich auch Präsident Miguel Díaz-Canel.

Kuba erlebt derzeit die wohl schwerste Energie- und Wirtschaftskrise in seiner Geschichte. Die ohnehin schon drakonische US-Blockade gegen den Karibikstaat, die seit Jahrzehnten andauert, wurde durch ein Dekret von US-Präsident Donald Trump vom 29. Januar dieses Jahres noch weiter zugespitzt. Der Republikaner betrachtet den Zehn-Millionen-Staat als Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA und hat Kuba dringend geraten, einem Deal zuzustimmen, bevor es „zu spät“ sei. Unterdessen geht die Trump-Regierung davon aus, dass die kubanische Führung am Ende sei und „kurz vor dem Kollaps“ stehe. Die Regierung in Havanna wiederum wirft den USA wegen ihrer aggressiven Geopolitik Faschismus und Völkermord vor.
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