In einem Gespräch mit unzensuriert kündigte der freiheitliche Fraktionsführer im Pilnacek-Untersuchungsausschuss, Christian Hafenecker, für morgen, Mittwoch, eine intensive Befragung an. Es gehe um des Pudels Kern, nämlich darum, wer die Daten am Pilnacek-Laptop manipuliert haben könnte.
Geladen ist ein IT-Experte aus dem Bundesministerium für Justiz (BMJ). Er bekam von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) den Auftrag, sowohl die Daten am Laptop des mysteriös zu Tode gekommenen, früheren Sektionschefs im Justizministerium, als auch die Aufzeichnungen auf der Smart-Watch auszuwerten.
IT-Experte soll Licht ins Dunkel bringen
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Welch eine Überraschung! Ihm soll es nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Eisenstadt gelungen sein, Daten entgegen den Bemühungen eines – noch unbekannten – Experten im Innenministerium (BMI) zu sichern. Auf einmal kann der Todeszeitpunkt von Christian Pilnacek nachvollzogen werden. In der Befragung des IT-Experten vom Justizministerium will Hafenecker herausfinden, warum es diese Unterschiede zwischen BMI und BMJ gebe und warum ein Anruf von ihm, den er am Abend vor Pilnaceks-Tod in der ungarischen Botschaft zwecks Daten-Austausch gemacht habe, im Protokoll der Smart-Watch nicht zu finden sei.
Riesige Daten-Mengen gelöscht
Bekannt ist auch, dass der BMJ-IT-Experte eine Löschung einer riesigen Daten-Menge festgestellt hat. Sinngemäß soll dieser gegenüber den ermittelnden Behörden gesagt haben: Das wäre ein offenkundiger Versuch gewesen, Spuren zu verwischen. Hafenecker will bei der Befragung vor allem herausfinden, wer im Innenministerium für die Daten-Auswertung der Smart-Watch und des Laptops verantwortlich zeichnet. Bisher hat das BMI diesen Namen noch nicht preisgegeben.