Marcus Klöckner kommentiert in diesem Beitrag Aussagen von US-Präsident Trump auf dem Weltwirtschaftsforum über den Krieg in der Ukraine. Der sagte u.a.: „Es ist ein Blutbad da drüben. Und das will ich beenden.“ Erinnert wird an den Spruch „Waffen nieder!“ von der österreichischen Friedensnobelpreisträgerin Berta von Suttner. Unklarheit herrsche über die genaue Anzahl der Soldaten, die sowohl auf ukrainischer als auch auf russischer Seite seit Beginn des Krieges getötet, verwundet, verstümmelt worden seien. Vermutlich würden die Zahlen in den Millionenbereich gehen: „In Anbetracht dieses Grauens müssten Millionen Bürger ihre Stimme auf der Straße erheben und der Politik den Marsch blasen“. Doch die Gesellschaften Europas seien so ignorant wie die Politik. Wir danken für die interessanten E-Mails dazu. Hier folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, für Sie zusammengestellt von Christian Reimann.

1. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

Ihr Beitrag berührt ein sehr wichtiges Thema.

Schuld, Schuldeinsicht, Gewissen, das Böse.

Im lateinischen: actus non facit reum nisi mens sit rea = frei übersetzt:

Für Schuld muss nicht nur die Tat strafbar sein, der Mensch muss sich auch seiner Schuld bewusst sein.

Da gibt es zwei unterschiedliche Punkte:
Die, die den Abzug drücken und die die im Maßanzug hinter dem Schreibtisch agieren.
Die den Abzug drücken, trösten ihr Gewissen mit: Befehl ist Befehl.
Die hinter dem Schreibtisch mit mein Gewissen ist rein, wir sind die Guten, wir bekämpfen nur das Böse.

Die Zentrale Frage ist und bleibt, wen trifft die größte Schuld.
Dem der 10 Zivilisten eigenhändig tötet oder dem, der mit seiner Unterschrift 1 Million Tote verursacht ?
Wie hat man den Unterschied zu beurteilen zwischen Helfer und Täter?

Als Literatur zum Thema empfehle ich:

  • Ian Buruma, Im Schatten des Bösen.
  • Hannah Arendt, Eichmann in Jerusalem
  • Hannah Arendt, Totalitarianism

Mit freundlichem Gruß
Patrick Janssens

2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,
liebes NDS-Team,

genau das: das direkte Benennen der Opfer eines Krieges, war bereits vor etwa 4 Jahren, als die direkte militärische Konfrontation vonseiten Rußlands initiiert worden war, der einzige gemeinsame Nenner, auf den ich mich mit meinen Bekannten einigen konnte, denn viele waren, teils aus persönlichem Hintergrund, teils auch wegen Politik & Medien, unangefochten auf der moralisch “guten” Seite der Ukraine. Was habe ich da nicht alles gehört? Es gab sogar Menschen, die wollten Putin am liebsten persönlich umbringen. Und das sind keine Dummen, im Gegenteil: man hat verstanden, ihre denkenden Gehirne und ihr moralisch integeres Herz so zu manipulieren, daß sie die eine Seite verteufeln, während sie die andere Seite für “die Guten” halten. Daß die militärischen Konflikte (zuerst war ja der Bürgerkrieg 2014-2022) bereits lange vor 2014 von den USA geplant und auch in die Tat umgesetzt wurde, mit einer stolzen Summe von 5 Milliarden US-Dollar, enthielt man ihnen vor.

In einem Punkt bin ich mir jedoch sicher:
Die Kriege in der Ukraine waren auch Themen bei den jährlichen Weltwirschaftsforum-Treffen. Wie der Name schon sagt, geht es um ökonomische Themen; man könnte auch sagen: das ist ein Kapitalismus-Gipfel. Wenn es um Geld geht, dann werden so gut wie alle anderen Dinge nebensächlich. Deswegen halte ich die Worte Trumps auch für eine Heuchelei: wenn es tatsächlich um den Schutz von Menschenleben ginge, warum beendet er dann nicht die Sanktionen gegen Kuba und Venezuela? Davon sterben auch Tausende. Es entbehrt daher nicht einer gewissen Ironie, wenn der Präsident eines Landes die Toten betrauert für einen Krieg, den sie selbst herbeigerufen haben — denn gewählte Regierungen stürzen sich nicht mal eben von selbst, und die ukrainische Ethnie spielt sich auch nicht von selbst gegen die russische Ethnie aus, geschweige denn bekämpfen sie sich bis aufs Blut.

Man verknüpft Dinge, die man differenziert betrachten muß. Genau so stelle ich mir ein Lehrbuch für Indoktrination vor. Eine vorgeblich gute Absicht wird für eigene politische Zwecke mißbraucht, denn die USA wollen diesen Krieg, den sie selbst angefangen haben, offensichtlich nicht mehr. Da vergießt man mal eben ein paar Krodokilstränen über die Opfer. War es nicht Victoria Nuhland, die es seinerzeit ganz “OK” fand, wenn aufgrund von US-Interventionen tausende Kinder sterben? Es gibt wenig, was ich noch menschenverachtender finde. Von Aufrichtigkeit kann ich in Donald Trumps Worten bisher nicht wirklich etwas finden.

Nichtsdestotrotz bleibt natürlich die Aussage legitim: jeder Tote in einem Krieg ist ein Toter zuviel. Das sind aber, wie ich denke, am Ende nichts weiter als warme Worte. An den Taten sollt ihr sie erkennen! Erster Schritt: das Einstellen sämtlicher Gelder und Kriegsgeräte-Lieferungen. Keine Waffen — kein Krieg!

Mit freundlichen und vor allem friedlichen Grüßen,
Michael Schauberger

3. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner,

vielen Dank für Ihren Artikel und ihre leidenschaftliche Anklage an den Krieg. In der Tat sind es “absurde Verhältnisse”, wenn ein US-Präsident sich als Pazifist propagiert. Und genauso schräg erscheint es, dass unsere Poliker und (Leit-)Medien darauf nicht reagieren bzw. darüber nicht berichten. Ich habe erst durch Ihren Artikel über diese Passage seiner Rede in Davos erfahren. Um es vorsichtig auszudrücken, muss man sich dann wohl fragen, wie groß das Interesse an einem Frieden in der Ukraine in unseren herrschenden Politiker- und Medienkreisen wohl ist.

Aber warum wirbt Trump mit derartig drastischen und hoch emotionalisierenden Worten für eine Frieden in der Ukraine? Über die dahinter stehende Haltung kann ich nur mutmaßen:

  1. Kriege wie in der Ukraine sind völlige Resourcenverschwendung. Kriege wie diese, wie etwa in Vietnam führen die USA nicht mehr, auch nicht mehr “kleinere” Operationen wie z.B. gegen Afganistan oder den Irak. Effiziententer und auch vermutlich effektiver sind Operationen wie gegen Venezuela.
  2. Explizite Kriege sind zu teuer und schlecht fürs Geschäft, selbst Stellvertreterkriege müssen bezahlt werden, selbst wenn die Europäer im Wesentlichen dafür zahlen.
  3. Der Ukraine-Krieg dauert schon zu lange. Das Geschäft mit dem Wiederaubau und vor allem der Ausbeutung der Bodenschätze und anderen Ressourcen des Landes muss endlich beginnen.

Wenn es morgen oder in naher Zukunft – was man sich nur wünschen kann – einen Frieden gibt, werden dann wohl die Ukraine der große Verlierer, die USA der große Gewinner sein. Die Ausplünderung der Ukraine durch die USA ist inzwischen bekannt gewoden.

Und Russland? Auch wenn es wesentliche Kriegsziele erreichen wird, kann man das dann “gewinnen” nennen? Angesichts der vielen toten Soldaten sicher nicht. Denkbar und wünschenswert wäre eine Rückkehr Russlands in die europäische Staatengemeinschaft. Vielleicht kommen wir eines Tages zu einem “Europa von Lissabon bis Wladiswostok”. Wenn ja, hätte Russland dafür allerdings einen hohen Preis bezahlt.

Und worüber wir uns auch Gedanken machen müssen. Was macht der Krieg aus den Menschen? Welche Feindbilder bleiben, was wird aus den vielen traumatisierten Soldaten und Kriegsopfern – in der Ukraine wie in Russland? Die historische Forschung hat über die Zeit nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg umfassend berichtet. Die Traumata, die Verrohungen der Menschen, der Hass und vieles Andere müssen die Menschen in beiden Ländern bewältigen. Die Frage, wie das geschehen soll, gehört zwingend zu einem Friedensschluss dazu. Bei dieser Mammutaufgabe muss man den Menschen in beiden Ländern helfen, mindest genauso wie beim materiellen Wiederaufbau.

Viele Grüße
Ulrich Zumdick

4. Leserbrief

In der Tat fällt es schwer dieses Pathos des amerikanischen Präsidenten zu ertragen, wenn man bedenkt, wie gnadenlos er seine Interessen an anderen Orten durchsetzt, andere Staaten erpresst und die imperialistische Politik der USA, die seit 1945 immer dieselbe geblieben ist, umlügt. Vietnam darf dabei nicht vergessen werden. Der Militärputsch in Chile, den die USA zu verantworten haben, Guatemala, die Kette ist lang.

Ohne diesen Hintergrund geben seine Worte durchaus einen Friedensappell wieder, dem sich kaum ein denkender Mensch widersetzen kann. Doch eine fundamentale Tatsache wird dezent unter den Teppich gekehrt. „In jedem Krieg geht es nur um Macht – nichts anderes, egal was man Ihnen sonst erzählt.“ Dieses Zitat von Egon Bahr (SPD) gegenüber Schülern eines Heidelberger Gymnasiums wird von den staatlich kontrollierten Medien völlig verschwiegen. Kein Wunder, ist doch der Verteidigungsminister dieser ominösen Bundesregierung ein Sozi.

Man muss kein marxistischer Fundamentalist sein, um deutlich auszusprechen, dass die Kriegsgewinnler die Aktionäre von Rheinmetall sind. Diese und andere Anteilseigner von Rüstungsunternehmen sind die wahren Kriegsverbrecher! Sie gehen über Leichen. Dummerweise kann man einen zerschossenen Soldaten nicht mehr befragen, ob er lieber überleben will ohne diese „Freiheit“, die gar nicht die seine ist, sondern die der Dividendenabzockerinnen und -zocker, gleich ob im Europaparlament oder anderen Regierungen.

Der Herr Freuding hat etwas zu viel von Ernst Jünger gelesen. Jenem diente der Krieg als Nachweis zur persönlichen Daseinsberechtigung. Jünger tat alles, um die Weimarer Republik zu stürzen. Ein Kommissbrotliterat, ein Leichenpoet, der auch noch das unverschämte Glück hatte viel zu lange auf dieser Erde Unfrieden zu stiften. Übrigens dieses „wahre Freiheitsgeschwurbel“ mag einem Offizier gut anstehen. Hauptsache das Essen im Casino ist gut, genügend Wein vorhanden, wenn es geht auch noch Weib und Gesang. Der Massenmörder, ein Generalfeldmarschall, bekannt als der „blutige“ Ferdinand Schörner, der den Spruch prägte: „An der Front kann man sterben – hinter der Front muss man sterben“, hat sich feige verpisst, als die Naziherrlichkeit unterging. Bedauerlicherweise schob die sowjetische Regierung ihn nach den Adenauer-Verhandlungen in den Westen ab. Im Zuge der neuen kriegstüchtigen Traditionspflege warte ich nur noch auf den Moment, dass eine „Ferdinand-Schörner Kaserne“ aus der geschichtsrevisionistischen Taufe gehoben wird.

Da hilft kein patriotisches Moralisieren. Der Krieg ist der neue Wirtschaftsturbo – ein Mordsgeschäft. Dafür soll länger und intensiver gearbeitet werden. Wie wäre es denn wenn die Unternehmen, wie in der Nazi-Vorzeige-Stadt Braunschweig, wo es das Unternehmen MIAG gibt, was heute einen anderen Namen trägt, wieder die Auszubildenden morgens geschlossen in Turnkleidung zum Frühsport antreten würden (unbezahlt natürlich)? Das hilft den hohen Krankenstand zu senken. Die Rüstungsindustrie braucht auch ständig neue Arbeitskräfte, weil ja die schönen Produkte an der Front mit ihren Bedienern zerstört werden müssen, damit wiederum neue hergestellt werden können. Dadurch werden immer fleißige Untertanen dieses Staates gesucht. Was der Bevölkerung dann vielleicht noch als feministische Großtat verkauft wird, denn die Männer fallen ja reihenweise an der Front aus. Verschwiegen wird jedoch, dass am Ende von diesem Land auch nichts mehr übrig bleiben wird. Doch diese Vorstellung könnte den Bürger beunruhigen.

Stephan Ebers

5. Leserbrief

Das Gute im Schlechten?

Die USA haben alles richtig gemacht. Aus ihrer imperialen Perspektive. Durch die Brandstiftung in der Ukraine haben sie Deutschland endgültig von Russland entzweit, die politische Dummheit und Grossmannssucht innerhalb der EU geschickt gefördert und genutzt um einen Kontinent zu fragmentieren. Das alles mit offenem Visier: »Fuck the EU!«.

Russland hat heute mit seinem dummen Krieg in der Ukraine genug zu tun, um andernorts nur mit einem Auge beobachten zu können. China wird seit einiger Zeit mit Zöllen und Wirtschaftssanktionen usw. beschäftigt. Auch sonst war es schon unwahrscheinlich, dass China seine Investitionen in Venezuela ernsthaft verteidigen würde. Und wer auf der Welt mag – besser: macht gerne Geschäfte mit – sonst schon Maduro? Die Gelegenheit war günstig und die Umsetzung wahrscheinlich billig.

Auf der einen Seite CIA und viel Geld, auf der anderen Dummheit und Bestechlichkeit.

Dann Iran? Pahlavi steht bereit. In den USA. Die »Befreiung« des Irans ist Formsache. Wer sollte auch etwas dagegen haben? Ein bisschen Öl nimmt man gerne mit, wenn man schon das Gute in der Welt verbreitet. Zudem vermeidet man so das schmutzige Öl der Russen. Die EU jubelt: »Putin am Ende!«. Wann übernimmt Baerbock eigentlich? Und was? »Make Europe totally insignificant?«. Hauptsache MAGA! Es läuft doch bestens. Für die USA. Und läuft etwas schief oder ist das Bild nicht stimmig, dann blöken die Schafe im Chor mit den medialen Vorsängern: »Putin war’s!«. So etwas muss man erst einmal hinkriegen. Das geschieht nicht von selbst.

Es ist Zeit sich einzugestehen, dass man »Trump” – wer immer dahinter steckt – masslos unterschätzt hat. Das erstaunt nicht. War man doch in Europa zu sehr damit beschäftigt, die eigene Genialität und moralische Überlegenheit zu bewundern. Auch Russland und China waren nicht viel aufmerksamer. Oder wollten nicht? Vor fast 100 Jahren hat die Welt einen österreichischen Postkartenmaler und seine Vision vom grossdeutschen Reich ähnlich unterschätzt. Beide Figuren sind Schreihälse und »Leute aus dem Volk«. In beiden Fällen wurde das Volk vorher über viele Jahre verängstigt und verwirrt. Was hat eigentlich Corona mit all dem zu tun? Vielleicht nichts.

Wo sind aber die charismatischen Figuren von früher, auf die man hoffen könnte? Ich sehe keine. Wagenknecht als schwache Hoffnung, steht ziemlich im Abseits. Emma freut sich über das bevorstehende Ende der Mullahs. Das Gendersternchen hat viel Aufmerksamkeit geraubt, scheint aber weitgehend unten durch. Vermeintliche Klimaretter lassen Menschen frieren während die Welt, von ihnen unbemerkt, angezündet wird. Nicht einmal Feinstaubalarm?

Und das Beste scheint noch zu kommen: »Grönland!«. Wenigstens sind der deutsche Kanzler und Frau v.d.L. nicht begeistert. Zu mehr Widerstand reicht es kaum. Wo sollen sie auch Hilfe finden, wenn Trump ernst macht? Russland? China? Taiwan? Israel? Transnistrien oder Liechtenstein? Die NATO? Sag nochmals jemand, Trump sei naiv und Biden senil!

Das WEF und mit ihm die Schweiz warteten auf Trump, um ihn zu hofieren! Schön, dass er das Blutbad in der Ukraine beenden will. Aber »Waffen nieder!?« ist nicht auf Trumps Agenda. Der Krieg in der Ukraine steht der Ausbeutung des Landes durch die USA im Weg. Weg frei für den Friedensrat und Überwindung der Friedensangst!

Natürlich kann es sein, dass Trump es zu weit treibt und, wie der besagte Österreichdeutsche, am Schluss doch scheitert. Und dann? Wer wird dann aufräumen?

Norbert Galster

6. Leserbrief

Hallo Herr Klöckner!

Mit Ihrem Artikel

„Trump: „Es ist ein Blutbad“ – und die „Guten“ wollen, dass weitergekämpft wird“ haben Sie sich aber ordentlich vergaloppiert.

Den Fehler den Sie begehen, formulieren Sie im ersten Satz Ihres Artikels gleich selbst.

Dieser Satz lautet:

„Donald Trump sagte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos etwas zum Ukraine-Krieg, das Beachtung verdient – unabhängig von seinen politischen Entscheidungen und dem Agieren der USA in der Ukraine.“

Sie möchten gerne die Worte von Politikern getrennt (unabhängig) von ihren Taten betrachten?

Sorry, da fehlt mit jedes Verständnis dafür.

Wir alle kennen Sonntagsreden von Politikern, die aus Schönfärberei, Versprechungen, Unwahrheiten und dem Ausmalen einer rosigen Zukunft bestehen. Und wir alle wissen, dass diese Reden mit der Realität und den Taten von Politikern wenig zu tun haben.

Sie werden sicherlich noch in Erinnerung haben, dass Herr Trump über eine gewisse Medienerfahrung („The Apprentice“) verfügt und Sie wissen bestimmt auch, dass man mittels Werbung den größten Erfolg erzielt, wenn Kinder oder Tiere eine Rolle in der Werbung spielen.

Somit erzielt Herr Trump durch die Formulierung „Das sind Seelen, das sind junge Menschen…Sie ziehen in den Krieg. Die Eltern sind stolz….Er wird zurückkommen. Zwei Wochen später ein Anruf: Ihrem Sohn wurde der Kopf weggeschossen.” die Wirkung (Betroffenheit, Mitleid) die er beim Zuhörer erreichen möchte. (Seelen, junge Menschen = Kinder)

Er erhöht die Wirkung seiner Worte indem er Zuhörer der Rede in der ersten Reihe direkt in seine Rede einbezieht „Junge Menschen, wie Sie, wie einige von Ihnen in der ersten Reihe.“ – und damit alle im Raum Anwesende einbezieht.

So funktioniert Propaganda.

Er stellt sich selbst als einfühlsamen Menschen dar, der ob der monatlichen Opferzahlen sehr betrübt oder sogar entsetzt ist. (Blutbad)

Und dass er erneut lügt, da das Durchschnittsalter der Soldaten/Opfer tatsächlich wesentlich höher liegt, nämlich bei ca. 40 Jahren, interessiert ihn nicht – nur die propagandistische Wirkung zählt hier für ihn.

Soweit die Sonntagsrede. Und was ist mit den Taten?

Seit über einem Jahr ist Herr Trump im Amt als US-Präsident. Seit über einem Jahr hätte er den Krieg in der Ukraine sofort beenden können. Passiert sind aber ganz andere Dinge – wenn man die letzten 365 Tage US-Außenpolitik betrachtet.

An Trumps Händen klebt Blut, sehr viel Blut!!!

Herr Klöckner, vergleichen Sie nicht Herrn Trump mit Frau Suttner!

Sonst kommen Sie noch eines Tages auf die Idee Adolf Hitler mit Mahatma Gandhi zu vergleichen.

Schon Heinrich Heine sagte:

„Ich kenne die Weise, ich kenne den Text, Ich kenn auch die Herren Verfasser; Ich weiß, sie tranken heimlich Wein Und predigten öffentlich Wasser.“

Dieser Satz hat nichts an seiner Aktualität verloren. Und schon gar nicht in Bezug auf Herrn Trump.

mfG
Peter Schulz

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