Der Iran hat Israel nach Angaben des israelischen Militärs erneut mit Raketen angegriffen, während Abwehrsysteme eingesetzt wurden, um die Bedrohung abzufangen. Gleichzeitig meldete Saudi-Arabien die Abwehr von 22 Drohnen im Osten des Landes.
Die Entwicklungen im Nahen Osten vom 21. März im Liveticker:
VAE melden neue iranische Angriffe
Die Vereinigten Arabischen Emirate melden erneut Drohnen- und Raketenangriffe auf ihr Territorium. Die Luftabwehr reagierte, Explosionen im nördlichen Emirat Ras al-Chaima waren auf Abfangmanöver zurückzuführen. Der Iran hatte die Emirate zuvor gewarnt, Angriffe von ihrem Territorium aus auf zwei strategisch wichtige Inseln nahe der Straße von Hormus zuzulassen.
Der Iran warnt vor weiteren „schweren Angriffen“ auf Ras al-Chaima, sofern es vom emiratischen Staatsgebiet aus „zu weiteren Aggressionen gegen die iranischen Inseln Abu Musa und Große Tunb im Persischen Golf kommen“.
Die beiden genannten Inseln sind Abu Musa und Große Tunb und liegen im Persischen Golf westlich der Straße von Hormus. Der Iran kontrolliert die beiden Golfinseln seit 1971, sie werden auch von den Vereinigten Arabischen Emiraten beansprucht.
Israel entdeckt neue Angriffswelle des Iran
Israel beobachtet, dass der Iran erneut eine neue Angriffswelle gestartet hat.
Zum anderen wurden mehrere Gebiete Teherans und zwei andere Städte aus der Luft angegriffen.
G7 fordert Einstellung aller iranischen Angriffe
„Wir fordern die sofortige und bedingungslose Einstellung aller Angriffe des iranischen Regimes“, so die Außenminister der G7-Staaten und die EU-Außenbeauftragte in einer gemeinsamen Erklärung.
Sie bekundeten zudem ihre „Unterstützung für unsere Partner in der Region angesichts der ungerechtfertigten Angriffe der Islamischen Republik Iran und ihrer Stellvertreter“.
„Wir unterstützen das Recht der Länder, die zu Unrecht vom Iran oder von Stellvertretern des Iran angegriffen werden, ihr Territorium zu verteidigen und ihre Bürger zu schützen“, heißt es weiter.
Angriffe in Nähe der israelischen Atomanlage Dimona
Bei Raketenangriffen aus dem Iran sind in der Nähe der israelischen Atomanlage Dimona am Samstag mehr als 30 Menschen verletzt worden. Die israelische Armee teilte mit, in der Stadt Dimona im Süden Israels habe es einen „direkten Raketeneinschlag in ein Gebäude“ gegeben. Der israelische Rettungsdienst versorgte nach eigenen Angaben 33 Verletzte.
Der Rettungsdienst veröffentlichte ein Video, das ein brennendes Wohnhaus in der Stadt zeigt. Die Polizei veröffentlichte Bilder von Ermittlern in einem Gebäude, in dessen Wand ein großes Loch klafft.
Aufnahmen israelischer Medien zeigten, wie ein Objekt vom Himmel stürzt und in der Stadt einschlägt. Die israelische Armee erklärte, sie habe nach der Identifizierung des Raketenbeschusses „Abfangversuche“ eingeleitet.
Die Atomanlage Dimona liegt außerhalb der Stadt in der Negev-Wüste. Nach offizieller Darstellung handelt es sich um ein Forschungszentrum. Es wird teilweise angenommen, dass die Anlage auch der Herstellung von Atomwaffen dient. Israel hat den Besitz von Atomwaffen nie offiziell bestätigt, jedoch auch nicht dementiert.
Das iranische Staatsfernsehen meldete, der Angriff auf Dimona sei eine „Reaktion“ auf den Angriff auf auf die iranische Atomanlage Natans.
EU-Kommission senkt Zielmarke für Befüllung von Gasspeichern
Die EU-Kommission senkt die Zielvorgaben für die Befüllung der Gasspeicher in den EU-Ländern. EU-Energiekommissar Dan Jørgensen rief die Mitgliedstaaten in einem Brief dazu auf, eine Senkung ihres Befüllungsziels „auf 80 Prozent so früh wie möglich in Betracht zu ziehen“.
Damit solle den Marktteilnehmern „Sicherheit und Zuversicht“ vermittelt werden. Das übliche Füllziel liegt bei 90 Prozent.
Der Ölpreis hat sich mittlerweile um mehr als 50 Prozent erhöht, die Gaspreise in der EU sind um mehr als 30 Prozent gestiegen. Der Iran nimmt bei seinem Angriffen Öl- und Gasanlagen in den Golfstaaten ins Visier.
Die Gasversorgung in der EU sei „zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch relativ abgesichert“, da die Mitgliedstaaten den Großteil ihres Flüssiggases aus den USA beziehe, erklärte Jørgensen.
Die Gasspeicher in Deutschland sind nach Angaben der Branchenvereinigung Ines derzeit zu knapp 22 Prozent gefüllt.
Raketen des Iran könnten auch Rom, Berlin und Paris erreichen
Der Iran hat nach Angaben des Staatsfernsehens zwei ballistische Raketen auf einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert.
Keines der beiden Geschosse habe letztlich die Militärbasis im Indischen Ozean getroffen, berichteten das „Wall Street Journal“ und der Sender CNN unter Berufung auf ranghohe US-Beamte. Demnach versagte eines während des Fluges und das zweite wurde abgefangen.
Diego Garcia liegt etwa 4.000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste. Dieser Distanz kommt militärstrategisch große Bedeutung zu – bis jetzt lag sie außerhalb der offiziell bestätigten Reichweite des iranischen Raketenarsenals von 2.000 Kilometern.
Es gibt schon lange Befürchtungen, dass der Iran über die technologischen Mittel verfügt, den Radius über die bisherigen 2.000 Kilometer hinaus zu verdoppeln.
Iranische Raketen könnten damit nicht nur Deutschland, sondern auch Süd-, West- und Nordeuropa erreichen.
London nutzt seine Stützpunkte auf Zypern nicht für Angriffe
Das Vereinigte Königreich wird seine Militärstützpunkte in Zypern nicht für offensive Operationen im Zusammenhang mit der Irankrise nutzen, sagte ein Sprecher der zypriotischen Regierung.
Darauf haben sich der britische Premierminister Starmer und der zypriotische Präsident Christodoulides in einem Telefonat geeinigt.
Das Vereinigte Königreich behält die Souveränität über zwei Stützpunkte auf der Insel, darunter die RAF Akrotiri. Diese war zuvor von Drohnen angegriffen wurden.
Ökonomen fürchten Ölpreis-Anstieg auf 180 Dollar
„Ein Ölpreis von 180 Dollar pro Barrel würde den bisherigen Spitzenpreis von rund 150 Dollar aus dem Jahr 2008 deutlich übertreffen. Ausgeschlossen ist ein solches Preishoch nicht“, sagte Manuel Frondel, Energie-Experte des RWI-Leibniz-Institutes, der „Rheinischen Post“.
„Sollte es dazu kommen, würde der Ölpreis die Inflation bei uns stark anheizen. Das erhoffte Wirtschaftswachstum für 2026 wäre dann vermutlich dahin.“
Am Freitag war der Ölpreis für die Sorte Brent auf 111 Dollar gestiegen. Mit Blick auf die Hausbesitzer sagte Frondel: „Haushalte mit Gasheizungen sind durch die Preisbindungen ihrer Verträge derzeit noch vor massiven Preissteigerungen geschützt. Wer allerdings nun Neuverträge abschließen muss, wird die Entwicklung spüren.“
Und: „Wer noch eine Ölheizung im Keller hat, kann froh sein, dass der Winter vorbei ist und auf wieder fallende Preise bis zum Herbst hoffen.“
US-Militär: Angriffe haben Irans Einsatzfähigkeiten in Straße von Hormus „eingeschränkt“
Das US-Militär hat bei seiner mittlerweile dreiwöchigen Offensive gegen den Iran nach eigenen Angaben mehr als 8.000 Ziele angegriffen.
Darunter befänden sich auch 130 iranische Schiffe, sagte der Befehlshaber des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video. „Dies ist die größte Zerschlagung einer Marine innerhalb eines Zeitraums von drei Wochen seit dem Zweiten Weltkrieg“, fügte er hinzu.
Cooper bekräftigte das Ziel, die iranische Bedrohung des freien Warenverkehrs durch die Straße von Hormus zu bekämpfen.
Die iranischen Fähigkeiten für bewaffnete Einsätze in der Straße von Hormus sollen nach Angaben Coopers durch neue Angriffe auf den Iran „eingeschränkt“ worden sein. Angegriffen worden sei eine unterirdische Anlage im Iran, wo Marschflugkörper und andere Waffen gelagert gewesen seien.
Ferner seien auch „Geheimdienststandorte und Raketenradarstationen“ zerstört worden, die zur Überwachung von Schiffsbewegungen genutzt worden seien, sagte Cooper in einem im Video. „Die Fähigkeit des Iran, die Freiheit der Schifffahrt in und um die Straße von Hormus zu gefährden, ist dadurch eingeschränkt.“
Hisbollah meldet „direkte Kämpfe“ mit israelischen Truppen im Südlibanon
Die pro-iranische Hisbollah hat „direkte Kämpfe“ zwischen der Miliz und israelischen Truppen in zwei Grenzorten im Südlibanon gemeldet.
Im Ort Chiam habe es vier Stunden lang „direkte Kämpfe“ zwischen den Kämpfern der Miliz und der israelischen Armee gegeben, teilte die Hisbollah mit. Dabei seien „leichte und mittelschwere Waffen“ sowie Raketengeschosse zum Einsatz gekommen.
Nach Angaben der Hisbollah kam es zudem zu Kämpfen im südlibanesischen Nakura, wo sich das Hauptquartier der UN-Friedensmission im Libanon (Unifil) befindet.
Iran hat „erfolglos“ Stützpunkt im Indischen Ozean angegriffen
Der Iran hat britischen Regierungskreisen zufolge „erfolglos“ den US-britischen Militärstützpunkt Diego Garcia angegriffen. Ein britischer Regierungsvertreter bestätigte der Nachrichtenagentur AFP am Samstag einen Bericht der US-Zeitung „Wall Street Journal“ vom Vortag, wonach der Iran den Stützpunkt im Indischen Ozean attackiert hatte.
Der britische Regierungsvertreter sprach von einem „erfolglosen Angriff“. Weitere Angaben zu dem Angriff wurden zunächst nicht gemacht.
Das „Wall Street Journal“ hatte unter Berufung auf US-Regierungsmitarbeiter berichtet, dass der Iran kürzlich zwei ballistische Raketen auf den Stützpunkt Diego Garcia abgefeuert habe.
Keine der Raketen habe die Basis aber getroffen, die rund 4000 Kilometer vom iranischen Territorium entfernt liegt. Eine der Raketen versagte demnach, während sie in der Luft war, die andere wurde der Zeitung zufolge von einer Abfangrakete angegriffen, die von einem US-Kriegsschiff abgefeuert wurde.
Immer mehr Länder sprechen sich für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus aus
Nachdem US-Präsident Donald Trump die NATO aufgefordert hatte, bei der Sicherung der wichtigen Wasserstraße Straße von Hormus zu helfen, haben sich mehr Länder für eine Wiedereröffnung ausgesprochen.
In einer gemeinsamen Erklärung signalisierten Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Japan, Kanada, Südkorea, Neuseeland, Dänemark, Lettland, Slowenien, Estland, Norwegen, Schweden, Finnland, Tschechien, Rumänien, Bahrain und Litauen ihre Bereitschaft.
Bereits Anfang dieser Woche kündigten Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Kanada und Japan an, sich auf die Gewährleistung der sicheren Schifffahrt durch die Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean verbindet, vorzubereiten. Schätzungsweise 20 Prozent des weltweiten Erdöltransports werden durch diese Meerenge abgewickelt.
Israel kündigt „erhebliche“ Verstärkung US-israelischer Angriffe auf Ziele im Iran an
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat für die kommenden Tage eine „erhebliche“ Verstärkung der US-israelischen Angriffe auf den Iran angekündigt. Ab Sonntag werde die Intensität der Angriffe auf das „iranische Terrorregime“ und seine Infrastruktur „erheblich zunehmen“, sagte Katz laut seinem Ministerium am Samstag bei einer Lagebesprechung.
Die von US-Präsident Donald Trump und dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu geleitete Einsatz werde „fortgesetzt“, sagte Katz demnach. „Wir werden nicht aufhören, bis alle Kriegsziele erreicht sind“, betonte er.
Iranische Medien: US-israelische Angriffe auf iranische Atomanlage Natans
Die USA und Israel haben iranischen Staatsmedien zufolge die wichtige Atomanlage Natans im Zentrum des Landes angegriffen. Die rund 250 Kilometer südlich der Hauptstadt Teheran gelegene Anlage sei Ziel US-israelischer Luftangriffe geworden, erklärte die iranische Atomenergiebehörde laut einem Bericht der Nachrichtenagentur „Tasnim“. In dem Gebiet sei „kein Austritt radioaktiven Materials gemeldet“ worden.
Die schwer gesicherte Atomfabrik Natans ist die bekannteste iranische Atomanlage, ihre Existenz wurde 2002 enthüllt. Sie besteht aus einer oberirdischen und einer unterirdischen Anlage zur Urananreicherung mit insgesamt fast 70 Kaskaden, in denen Zentrifugen hintereinander geschaltet sind. Insgesamt gibt es mehr als 10.000 Einzelzentrifugen.
Irankrieg treibt Strompreise für Neukunden nach oben
Der Irankrieg und seine Folgen wirken sich auf Haushalte in Deutschland aus, die einen neuen Stromvertrag abschließen wollen. Tarife für Neukunden seien seit Beginn des Konflikts um rund 15 Prozent teurer geworden, zeigt eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox, über die der „Spiegel“ berichtet.
Demnach beginnen die günstigsten Angebote im Bundesschnitt bei knapp 28 Cent je Kilowattstunde (kWh); im Februar waren es gut 24 Cent pro kWh. Damit sind die Preise aber noch immer weit von den Rekordständen des Krisenjahrs 2022 entfernt.
Energieversorger kaufen Strom für ihre Kundschaft über Monate im Voraus ein. Auf diesem sogenannten Terminmarkt sind Lieferungen für den April seit Beginn des Irankriegs um etwa 24 Prozent teurer geworden, berichtet Verivox.
Iran feuerte Raketen auf US-britischen Stützpunkt im Indischen Ozean ab
Der Iran hat einem Medienbericht zufolge kürzlich zwei ballistische Raketen auf einen US-britischen Militärstützpunkt im Indischen Ozean abgefeuert. Keine der Raketen habe den Stützpunkt Diego Garcia getroffen, der rund 4000 Kilometer vom iranischen Territorium entfernt liegt, berichtete das „Wall Street Journal“ am Freitag unter Berufung auf US-Regierungsvertreter.
Der Vorfall deute jedoch darauf hin, dass Teheran über Raketen mit größerer Reichweite verfüge als bislang angenommen. Das Pentagon lehnte eine Stellungnahme ab.
Der Militärstützpunkt Diego Garcia im Chagos-Archipel ist einer von zwei Stützpunkten, deren Nutzung Großbritannien den USA für „defensive“ Operationen im Iran gestattet.
Sicherheitskreise: Drohnenangriff auf Wohnviertel in Iraks Hauptstadt Bagdad
Inmitten des Iran-Krieges ist irakischen Sicherheitskreisen zufolge ein Wohnviertel in Iraks Hauptstadt Bagdad Ziel eines Drohnenangriffs geworden. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus irakischen Sicherheitskreisen erfuhr, schlug eine Drohne in einem bei der irakischen Oberschicht und ausländischen Diplomaten beliebten privaten Sportklub ein. Der Angriff einer weiteren Drohne richtete sich demnach gegen „ein „Kommunikationsgebäude“.
In dem Gebäude ist den Angaben zufolge eine irakische Sicherheitsbehörde untergebracht, die im Rahmen der von den USA angeführten internationalen Koalition gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat mit US-Beratern im Irak zusammenarbeitet. Weitere Angaben zu dem Drohnenangriff wurden zunächst nicht gemacht.
Bankenverband senkt Wachstumsprognose auf ein Prozent
Die privaten Banken in Deutschland sagen für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent voraus, 0,4 Prozentpunkte weniger als noch im Herbst.
Die Verbraucherpreise sollen laut der Prognose des Bankenverbands, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet, um 2,6 Prozent steigen. Für das Jahr 2027 erwarten die Banken ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent.
Die Prognose ist angesichts des Iran-Krieges aber mit großer Unsicherheit behaftet. Annahme ist, dass die Energiepreise auf den Weltmärkten ab Mai wieder sinken. In einem „Risikoszenario“ mit monatelang hohen Ölpreisen kommen die Bankvolkswirte nur noch auf ein Wachstum von 0,6 Prozent und auf mehr als 3 Prozent Inflation in Deutschland.
„Die Kernfrage ist: Wann fahren die Öltanker wieder durch die Straße von Hormus?“, sagte Felix Hüfner, Chefvolkswirt für Deutschland bei der UBS Investmentbank und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschafts- und Währungspolitik des Verbandes.
Israelisches Militär: Angriffe gegen Hisbollah-Miliz in Beirut
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben Angriffe gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut gestartet. Israel greife „Ziele der Terrororganisation Hisbollah“ an, teilte die israelische Armee am Samstag in einer kurzen Erklärung mit. Ein Armeesprecher hatte zuvor die Bewohner der südlichen Vororte von Beirut – einer Hisbollah-Hochburg – zur Evakuierung aufgerufen.
Libanons staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete ihrerseits Angriffe auf zwei Stadtteile in der Gegend. Weitere Angaben zu Schäden oder Opfern wurden zunächst nicht gemacht.
NNA zufolge wurde zudem im Süden des Libanon mindestens ein Mensch bei einem israelischen Luftangriff getötet. NNA berichtete zudem von weiteren Angriffen in der Nacht und am frühen Morgen auf mehrere Gebiete im Südlibanon sowie von einer „umfangreichen Durchsuchungsaktion“ israelischer Soldaten im Gebiet der Stadt Chiam.
Die vom Iran unterstützte Hisbollah erklärte, ihre Kämpfer hätten israelische Soldaten in sechs südlibanesischen Orten angegriffen. Die Miliz habe zudem Raketen auf Israel abgefeuert, wo nach israelischen Angaben Luftalarm ausgelöst wurde.
Deutsche Sicherheitsbehörden passen Maßnahmen an
Nach der Terror-Drohung gegen Touristen weltweit durch den Iran passen deutsche Sicherheitsbehörden ihre Maßnahmen an.
Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, der CDU-Politiker Christoph Ploß, sagte der „Bild-Zeitung“: „Die deutschen Sicherheitsbehörden sind angesichts der Lage im Iran besonders wachsam, haben auch die beliebten Tourismusregionen im Blick und passen ihre Maßnahmen der aktuellen Lage an. Sie tun alles, um die Menschen in Deutschland zu schützen – egal ob Einheimische oder Touristen.“
Bloß betonte, dass der Iran die Sicherheit der Menschen weltweit gefährde: „Die Mullahs sollen aber wissen, dass wir uns unseren Lebensstil und unsere offene Gesellschaft nicht durch ihre Drohungen kaputtmachen lassen.“
Araghtschi: Iran bereit für Hilfe für japanische Schiffe in Straße von Hormus
Der Iran ist Außenminister Abbas Araghtschi zufolge bereit, japanischen Schiffen bei der Durchfahrt durch die strategisch und wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus zu helfen. Araghtschi bestritt in einem am Samstag veröffentlichten Telefoninterview mit Kyodo News, dass die Straße von Hormus gesperrt sei.
„Sie ist offen“, sagte er. Länder, die den Iran angreifen würden, müssten mit Einschränkungen rechnen. Der Iran sei bereit, Japan eine sichere Durchfahrt zu gewährleisten.
Japan ist auf Ölimporte aus der Region angewiesen, ein Großteil davon passiert die Straße von Hormus.
Nouripour fordert Kampf gegen iranische Strukturen in Deutschland
Der Vizepräsident des Deutschen Bundestags, Omid Nouripour (Grüne), hat die Bundesregierung aufgefordert, Strukturen des iranischen Regimes in Deutschland stärker zu bekämpfen und die iranische Opposition intensiver zu unterstützen.
„Der Druck muss erhöht werden“, sagte Nouripour der „Welt am Sonntag“. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) müsse ein Betätigungsverbot für Gewährsleute der Führung in Teheran erlassen.
„Es ist unerträglich, dass am Al-Quds-Tag, zu dem vergangene Woche auch in Deutschland abermals mobilisiert wurde, die Vernichtung Israels auf offener Straße propagiert und Antisemitismus verbreitet wird“, so Nouripour, der selbst in Teheran geboren wurde.
Zudem müssten auch Finanzstrukturen des Regimes in Deutschland angegangen werden, etwa der angebliche Betrieb mehrerer Hotels in Frankfurt. „Das sind Gelddruckmaschinen für ein System“, sagte Nouripour. Berlin müsse sich deutlicher und sichtbar hinter die Kritiker des Regimes stellen.
„Narges Mohammadi, die Friedensnobelpreisträgerin, wurde vor wenigen Wochen im Gefängnis brutal zusammengeschlagen“, erklärte Nouripour. „Es gab darauf keine Reaktionen von der Bundesregierung.“ Die Dissidenten stellten die einzige Chance auf einen Wandel des Systems dar.
Israelisches Militär: Angriffe gegen Hisbollah-Miliz in Beirut
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben Angriffe gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut gestartet. Israel greife „Ziele der Terrororganisation Hisbollah“ an, teilte das israelische Militär am Samstag in einer kurzen Erklärung mit. Ein Militärsprecher hatte die Bewohner der südlichen Vororte von Beirut – einer Hisbollah-Hochburg – zur Evakuierung aufgerufen.
Im Süden des Libanon wurde derweil libanesischen Staatsmedien zufolge ein Mensch bei einem israelischen Luftangriff getötet.
Die Hisbollah erklärte, ihre Kämpfer hätten israelische Soldaten in sechs südlibanesischen Orten ins Visier genommen. Sie habe zudem Raketen über die Grenze abgefeuert, wo nach israelischen Angaben Luftalarm ausgelöst wurde.
Israelisches Militär: Neue Raketenangriffe aus dem Iran – Saudi-Arabien fängt 22 Drohnen ab
Der Iran hat nach israelischen Angaben Israel erneut mit Raketen angegriffen. Die Abwehrsysteme seien im Einsatz, „um die Bedrohung abzufangen“, erklärte das israelische Militär am Samstag im Onlinedienst Telegram.
Das saudiarabische Verteidigungsministerium erklärte derweil im Onlinedienst X, dass 22 Drohnen im Osten des Landes abgefangen worden seien.
USA lockern Sanktionen auf iranisches Öl auf Schiffen
Die USA haben im Iran-Krieg vorübergehend Sanktionen auf iranisches Öl gelockert, das sich derzeit auf Schiffen befindet. Das US-Finanzministerium teilte mit, Verkauf und Lieferung seien bis zum 19. April erlaubt. Mit der Aufhebung von Sanktionen auf Erdöl versuchen die USA, die steigenden Preise für den Rohstoff unter Kontrolle zu bekommen.
US-Finanzminister Scott Bessent hatte die Lockerung bereits am Donnerstag in Aussicht gestellt. Er geht früheren Angaben zufolge von etwa 140 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter) aus. Dabei betonte er, dass iranisches Öl weiterhin vom Persischen Golf nach Indien und China exportiert werde. China und Indien sind die wichtigsten Abnehmer des Rohstoffs aus dem Iran.
Jüngst hatten die USA bereits mitgeteilt, dass russisches Öl, das sich bereits auf Schiffen befinde, vorerst wieder straflos verkauft werden dürfe. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.
Mit Material der Nachrichtenagenturen