Im burgenländische Grenzort Deutschkreutz, Bezirk Oberpullendorf, irrten am Donnerstag, 5. Jänner, sechs illegal Eingereiste herum, berichtete die Kronen Zeitung. „Kein Grund zur Sorge, der aktuelle Aufgriff sei ein Einzelfall“, versuchten „offizielle Stellen“ gegenüber der Krone zu beruhigen. Doch ein Faktencheck von unzensuriert zeigt ein anderes, beunruhigendes Bild.

In wenigen Wochen 281 illegal Eingereiste

Seit Anfang September 2025 gibt es keine Woche, in der illegal Einreisende nicht auf Schleichwegen aus Ungarn über die Grenze ins Burgenland gelangten und in einem holprigen Englisch nach der nächsten Polizeistation fragten. Die Zahlen sind offiziell und stammen von der Polizei. Die Burgenländische Volkszeitung (BVZ) veröffentlicht jede Woche, wie viele illegal Eingereiste im Bezirk Oberpullendorf, zu dem Deutschkreutz gehört, aufgegriffen werden. Von Woche 36 im Vorjahr bis Woche 6 in diesem Jahr waren es exakt 281 Personen. 

Fast ausschließlich nur Männer

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Laut BVZ-Statistik handelt es sich fast ausschließlich um Männer, lediglich in der Woche 37/2025 wurden auch zwei Frauen und zwei Kinder aufgegriffen. Zum Großteil stammen die Migranten aus Palästina, Ägypten, Afghanistan, Jemen, Jordanien oder Somalia. Die Zeitung widerlegt auch eine Behauptung von ÖVP-Innenminister Gerhard Karner, wonach es im Burgenland seit einem Monat keinen einzige Asylantrag gebe. Die BVZ berichtete, dass es seit September 26 Anträge auf Asyl gegeben habe. Jetzt stellt sich freilich die Frage, was mit jenen Personen passiert, die nach Österreich kommen und keinen Asyl-Antrag stellen. 

Menschen sind verunsichert und irritiert

Betroffen von der illegalen Migration sind vor allem die Ortschaften Lutzmannsburg, Klostermarienberg, Nitkitsch und Frankenau im Bezirk Oberpullendorf. Hier sind auch die Fotos entstanden, die der FPÖ-Bezirksparteiobmann und Landtagsabgeordnete Sandro Waldmann von den Männergruppen machte, die über die Grenze gekommen waren. Gegenüber unzensuriert sagte Waldmann: 

Mir wurde in den vergangenen Wochen mehrfach berichtet, dass immer wieder Flüchtlinge zu Fuß unterwegs sind, jedoch häufig bereits im Grenzbereich aufgegriffen und weitertransportiert werden. Gleichzeitig nehme ich wahr, dass viele Menschen in der Region weiterhin verunsichert und irritiert sind. 

Ilegale Migration, so Waldmann, müsse an der Grenze konsequent gestoppt werden. Die Bevölkerung erwarte sich klare Regeln, nachvollziehbare Maßnahmen und vor allem Sicherheit statt weiterer Verunsicherung. 



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