Der Iftar, das traditionelle Fastenbrechen im Islam wird von den zahlreichen Moslems in Wien groß gefeiert – auch dank SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig und Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

Bekannte Gesichter bei Iftar-Zeremonie

Am 24. Februar hatte die umstrittene Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) ihren interreligiösen Iftar im Schloss Cobenzl unter dem Motto „Zeit für Zuversicht“ organisiert. Gäste waren unter anderem Bundespräsident Alexander Van der Bellen, die ehemalige grüne Justizministerin Alma Zadić sowie Vertreter diverser Religionsgemeinschaften und Botschafter. Nach dem Gebetsruf brach man gemeinsam das Fasten mit der traditionellen Dattelzeremonie.

Unzensuriert Radio-Empfehlung:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Van der Bellen stand erst kürzlich massiv in der Kritik, als er am vergangenen Aschermittwoch den Moslems im Land einen frohen Ramadan wünschte, auf die Grüße zum Beginn der christlichen Fastenzeit aber vergaß. Dass man ihn beim moslemischen Fastenbrechen antreffen konnte, ist daher wohl wenig überraschend.

Auch SPÖ-Ludwig lud zum Fastenbrechen

Nur einen Tag später fand im Wiener Rathauskeller der Iftar der Stadt Wien statt. Natürlich mit von der Partie: SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig und IGGÖ-Präsident Ümit Vural. Sie sprachen über die Rolle des Ramadan als „Zeit der Besinnung, Solidarität und Begegnung“ sowie über den „respektvollen Umgang in einer pluralen Gesellschaft“.

Initiative von “Bruder und Genosse” Al-Rawi

Die Veranstaltung ist seit rund 24 Jahren eine jährliche Tradition (mit Unterbrechung während der Corona-Pandemie). Sie geht auf eine Initiative des SPÖ-Gemeinderats Omar Al-Rawi zurück. Der Obmann der „Initiative Muslimischer ÖsterreicherInnen“ (IMÖ), Tarafa Baghajati, zeigte sich erfreut über die Initiative seines „Bruders und Genossen“ sowie IMÖ-Mitbegründers Al-Rawi.

Dieser hatte unlängst auf sich aufmerksam gemacht: Wie berichtet, dankte er „Landeshauptmann und Wiener Bürgermeister Dr. Michael Ludwig“, dass dessen Wiener SPÖ bereits zum zweiten Mal in Folge ein „Ramadan-Lesezeichen“ drucke.

Moslems als Teil Österreichs

„Möge Gott diese Zusammenkünfte mit Erfolg, Harmonie und gesellschaftlichem Zusammenhalt segnen“, meinte IMÖ-Obmann Baghajati. Bei dem Treffen gehe es nicht nur um das gemeinsame Iftar-Essen, sondern vielmehr um „die soziale, politische und kulturelle Bedeutung“, die anerkenne, dass Moslems keine Gäste, sondern Bürger und ein integraler Bestandteil“ Österreichs seien

IMÖ-Obmann nahm islamistischen Gelehrten in Schutz

Baghajati ist jedenfalls kein Unbekannter: 2010 hatte er in einem Gastkommentar der Tageszeitung Welt behauptet, dass die Meldung, der international kritisierte, moslemische Gelehrte Yusuf al-Qaradawi wolle das Weihnachtsfest verbieten, auf einer fehlerhaften Übersetzung beruhe. Von einer „Hasspredigt“ des ehemaligen religiösen Führers der Muslimbruderschaft könne keine Rede sein, verteidigte er al-Qaradawi damals.



Source link