Ein 17-Jähriger steht im Verdacht, einen islamistisch motivierten Anschlag vorbereitet zu haben. Wie das Innenministerium mitteilte, sitzt der junge Mann seit Anfang Dezember in Untersuchungshaft. Die Festnahme erfolgte nach Ermittlungen der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) zusammen mit dem Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Linz.
IS-Anhänger liebäugelte mit Ausreise in IS-Gebiet
Der Jugendliche soll in sozialen Netzwerken mehrfach Inhalte geteilt haben, die dem „Islamischen Staat“ (IS) zugeordnet werden. Dadurch wurden die Sicherheitsbehörden auf ihn aufmerksam. Im Zuge der Ermittlungen verdichteten sich Hinweise auf Anschlagspläne gegen Polizeikräfte in Österreich. „Auch eine Ausreise in ein vom IS kontrolliertes Gebiet wurde von ihm in Erwägung gezogen“, hieß es aus dem Innenministerium.
Propagandamaterial sichergestellt
Eine gerichtlich angeordnete Durchsuchung seiner Wohnung führte zur Sicherstellung umfangreicher Beweise, darunter elektronische Geräte und Datenträger. Auf dem Mobiltelefon fanden sich Propagandavideos und selbstgedrehte Videos, in einem davon soll der Verdächtige dem IS die Treue schwören. Vergleiche zu früheren Fällen zeigen laut DSN Parallelen zu anderen verhinderten Anschlägen, etwa im Sommer 2024 rund um die Taylor-Swift-Konzerte in Wien. Der Beschuldigte zeige eine „stark islamistisch-ideologische Radikalisierung“. Die Auswertung des Beweismaterials ist weiterhin im Gang.