Jung, weiblich und Sozialleistungsempfänger. So sind die Ukrainer in Österreich.
Einwanderung in Sozialsysteme
Wie der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) im Februar herausgearbeitet hat, wächst zwar der Anteil derer, die einer Erwerbsarbeit nachgehen, derzeit findet jedoch eher eine Einwanderung „in unsere Sozialsysteme“ statt, wie die FPÖ kritisiert.
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Sechsmal so viele Ukrainer wie vor Kriegsbeginn
Mit 1. Jänner lebten 94.108 ukrainische Staatsangehörige in Österreich – rund sechsmal so viele wie vor dem russisch-ukrainischen Krieg.
Davon sind 60,9 Prozent Frauen, zumal Männern die Ausreise aus der Ukraine verboten ist, es sei denn sie sind Väter von mindestens drei Kindern. Die Gruppe ist deutlich jünger als die Gesamtbevölkerung: 29,5 Prozent sind unter 20 Jahre alt, 58,4 Prozent zwischen 20 und 59, nur 12,1 Prozent sind über 60.
Kein „vorübergehender Schutz“
Seit März 2022 stehen Ukrainer in der EU unter vorübergehendem Schutz gemäß der Massenzustrom-Richtlinie.
Parallel dazu öffnete Österreich im Oktober 2024 einen Weg in längerfristige Aufenthaltstitel: den Umstieg in die Rot-Weiß-Rot-Karte plus. Voraussetzungen sind unter anderem mindestens zwölf Monate vollversicherte Beschäftigung in Österreich, Deutschkenntnisse auf Niveau A1 und der Verzicht auf Grundversorgung und Sozialhilfe.
Wenig Erwerbsbeteiligung
Die FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch verweist auf eine Arbeitslosenquote von 18,7 Prozent bei ukrainischen Staatsangehörigen gegenüber 7,4 Prozent insgesamt. Und das, obwohl fast alle im erwerbsfähigen Alter sind. Sie warnt daher vor einer dauerhaften Belastung des Sozialsystems.
Grundversorgung: Rückgang um fast die Hälfte
Fast 30.000 Ukrainer waren Ende 2025 weiterhin in der Grundversorgung mit „enormen Kosten“ für den Sozialstaat.
Wenig Deutschkenntnisse
Problematisch ist auch die mangelnde sprachliche Integrationsbereitschaft: Nur rund elf Prozent sprechen zuhause überwiegend Deutsch, der Rest hauptsächlich Ukrainisch oder Russisch. Nur 29,7 Prozent verfügen über fortgeschrittene Deutschkenntnisse, 38 Prozent nur über einfache Kenntnisse.
Belakowitsch warnt daher vor „Parallelstrukturen“, sollte die Mehrheit nicht bereit sein, Deutsch zu lernen.
Nur noch eine Minderheit will bald zurück
Einen der politisch sensibelsten Punkte stellt die Frage der Rückkehr dar. Denn nur rund zwei Prozent der Befragten planten eine baldige Rückkehr, über 60 Prozent wollten langfristig nicht zurückkehren – aus dem temporären Schutz wird flux eine dauerhafte Einwanderung in unseren Sozialstaat.
Heimweh kennen die Ukrainer nicht. Während 2022 noch 30 Prozent eine baldige Rückkehr planten, waren es zwei Jahre später nur noch 2,7 Prozent.
Sozialamt für die halbe Welt
Für FPÖ-Abgeordnete Dagmar Belakowitsch ist klar:
Der österreichische Sozialstaat ist für jene gedacht, die ihn aufgebaut haben und hier arbeiten.
Dauerhafte Zuwanderung in die Sozialsysteme gefährde dieses Modell. Sie fordert eine stärkere Ausrichtung der Sozialpolitik auf die „eigene Bevölkerung“, eine rasche Arbeitsmarktintegration und eine „realistische Rückkehrperspektive“, sobald sich die Lage in der Ukraine stabilisiert.