Eine deutliche Mehrheit der Österreicher spricht sich für eine Verschärfung der Asylpolitik aus. Das geht aus dem aktuellen „Themenmonitor“ hervor, der im Auftrag des Innenministeriums durchgeführt wurde.

Kampf gegen Schlepper und konsequente Abschiebungen

Die Ergebnisse sind eindeutig: Viele Bürger wünschen sich striktere Regeln für Asylwerber. 69 Prozent befürworten demnach, dass Migranten, die mithilfe von Schleppern nach Österreich kommen, kein Asylverfahren beantragen dürfen. Ebenso viele wünschen sich eine konsequente Rückführung solcher Personen und eine verpflichtende Teilnahme an gemeinnütziger Arbeit.

Große Mehrheit sieht zu viele Asylanten

Auch bei sozialen Leistungen ist die Haltung der Mehrheit restriktiv: 61 Prozent sprechen sich für Kürzungen aus. Eine knappe Mehrheit befürwortet außerdem, dass medizinische Versorgung auf eine Grundversorgung beschränkt wird. Nur 36 Prozent halten die gegenwärtige Zahl an Fremden für bewältigbar.

Einwanderung meist negativ bewertet

Über verschiedene Lebensbereiche hinweg bleibt die Wahrnehmung von Zuwanderung überwiegend negativ. Nur wenige sehen positive Auswirkungen: Im Bereich Gesundheit und Pflege sind es 22 Prozent, in der Bildung bloß 9 Prozent und beim Wohnen lediglich 8 Prozent.

FPÖ trifft Nerv der Bevölkerung

Insgesamt zeichnet die Umfrage das Bild eines Landes, das klar auf Strenge und Begrenzung in der Asylpolitik setzt – ein Signal, das wohl auch in der politischen Debatte an Gewicht gewinnen dürfte. Auch in der FPÖ sieht man das so: Generalsekretär Michael Schnedlitz kritisierte ÖVP-Innenminister Gerhard Karner immer wieder scharf und forderte “konsequente Rückführungen”, “kompletten Asylstopp” sowie “Nulleinwanderung” – ähnlich den 69% für Rückführungen im Themenmonitor. Auch wollen die Freiheitlichen die medizinische Versorgung für Asylwerber auf “Elementarversorgung” reduzieren.



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