Es ist einer dieser Beiträge, die gemischte Gefühle zur Folge haben:
Ich weiß nicht, wie es ihnen geht, aber mir wird immer mulmig, wenn ich einen Beitrag von fünf Chinesen lese, dessen Finanzierung staatliche Stellen übernommen haben, in dem von biologischen Gefahren die Rede ist, die bislang unterschätzt werden, die von Amöben ausgehen und mit Bakterien wie Legionella pneumophila, Clamydia oder enterischen Viren wie Noro- oder Adenoviren verbunden sind.
Kerala, Indien, September 2025.
Behörden verzeichnen eine kleine Epidemie von PAM: PRIMARY AMOEBIC MENINGOENCEPHALITIS, eine Entzündung des Gehirns, hervorgerunfen von einer Amöbe, von Naegleria Fowleri, ein wüstes Etwas, das sich über die Nasenschleimhäute Zugang zum zentralen Nervensystem verschafft, eine Entzündung des Gehirns und in den meisten Fällen den nachfolgenden Tod verursacht. Naegleria Fowleri ist auch als gehirnfressende Amöbe bekannt, wenig rühmlich und ein Ausreißer seiner Zunft. Naegaleria Amöben gibt es in 47 Spezien, nur eine davon „frisst“ menschliche Gehirne (Najwa & Sundareshan, 2025) der Rest ist harmlos:
In Kerala sind im September 2025 Berichten zufolge 61 Personen an PAM erkrankt, 19 davon sind bislang verstorben. Die Sterberate bei PAM wird gemeinhin mit jenseits von 90% angegeben (WHO 2025). Doch zurück zu den vier Chinesen aus Guangdong, die vor Amöben warnen. Warum? Weil die Amöben, die eigentlich weltweit verbreitet sind und es darüber hinaus warm mögen, noch weltweiter verbreitet werden, wegen, Sie ahnen es schon: Klimawandel.
„The threat posed by amoebae is compounded by environmental changes, particularly climate warming, which is anticipated to expand the geographical distribution of thermophilic species like N. fowleri, potentially increasing incidence in previously unaffected regions. „
Amöben sind in der Tat interessante Lebensformen, einzellige Protisten, die in der Lage sind, ihre Form zu verändern und sich mit Hilfe von Pseudopodien fortbewegen können. Entsprechend sind sie auf Land wie auf Hoher See heimisch, finden sich in Boden, Flüssen, Bächen, Seen, Stauseen, der Wasserversorgung, Schwimmbecken und – nicht zu vergessen – in Abwasser jeder Art.
Was eine richtige Amöbe ist, die liebt alles über 25 Grad Celsius, indes, geringere Temperaturen machen Amöben nichts aus, sie ändern dann einfach ihre „Form“, gehen von einem Stadium ins nächste über, entwickeln sich vom für Menschen vielleicht gefährlichen reproduktiven und invasiven Trophozoiten, zum Flagellaten und wenn überhaupt nichts hilft, dann reduzieren sie ihr Dasein auf das einer Zyste, eine sehr widerstandsfähige Daseinsform, die niedrige Temperaturen und Winter problemlos zu überleben im Stande ist.
Was Amöben unter anderem für Leute wie Zhen, Hu, Shi et al. (2025) interessant macht, das ist ihre Fähigkeit, nicht nur als menschliches Dasein gefährdende Form daherzukommen, sondern als Wirt für Viren und Bakterien aller Art zu dienen, diesen Viren und Bakterien das Überleben zu sichern und sie zudem resistent gegen menschliche Hygiene und Desinfektionsversuche zu machen. Amöben futtern Bakterien, verschmähen auch das gelegentliche Virus und einen gelegentlichen Fungus nicht, was zuweilen zu einer interessanten Form der Symbiose führt, denn Bakterien wie Legionella Pneumophilae, Clamydien oder Mycobacterium Tuberculosis, Viren wie Noro- oder Adenoviren nisten sich vor allem in der Zystenform von Amöben ein und überleben auf diese Weise nicht nur länger, sondern entgehen menschlichen Ausrottungsversuchen in Form von Chlorination oder Disinfektion. Amoeben, ein Reservoir für Pathogene, Bioschadstoffe mit dem Potential, zum Trojanischen Pferd für den Transport von Biokampfstoffen zu werden. Einer der Gründe, warum mich Texte aus China, die solche Möglichkeiten beschreiben, beunruhigen, vor allem wenn man bedenkt, wie gering das Problem ist, das hier beschworen wird, unter Hervorhebunug der übelsten der vielen Amöben, Amöben, die uns täglich umgeben, mit denen wir uns ständig konfrontiert sehen und die dennoch wenig Krankheit nach sich ziehen, indes, so schreiben Zheng, Hu, Shi et al. (2025):
„Das genaue Ausmaß der Exposition des Menschen gegenüber Amöben wird vermutlich erheblich unterschätzt. Vor der weit verbreiteten Einführung molekularer Techniken waren traditionelle Mikroskopie- und Kulturmethoden zur Bestätigung solcher Fälle unzureichend, was zu einer erheblichen Unterdiagnose führte […]. Amöbeninfektionen werden klinisch häufig mit anderen Krankheiten verwechselt, da Amöben in der traditionellen Mikroskopie leicht mit Hefen, Makrophagen oder anderen Artefakten verwechselt werden können, wodurch der Anreiz für molekulare Tests entfällt und die Fehldiagnoserate erheblich steigt[…].
Angesichts der Allgegenwart von Amöben in verschiedenen Umgebungen […] ist das tatsächliche Expositionsniveau vermutlich weitaus höher als derzeit angenommen. Zusammen mit den historischen diagnostischen Einschränkungen deuten diese Faktoren auf eine erhebliche Belastung durch nicht diagnostizierte und nicht gemeldete Infektionen hin, was eine erhebliche Unterschätzung dieser Gefahr für die öffentliche Gesundheit deutlich macht.
[Unsere Übersetzung]
Einer dieser Texte, die Intention ausstrahlen. Daraus, dass Amöben „in verschiedenen Umgebungen“ ALLGEGENWÄRTIG sind, vereint um die Erkenntnis, dass es nur sehr wenige Fälle von Krankheiten zu geben scheint, die mit Amöben assoziiert sind, könnte man auch schließen, dass es Menschen gelungen ist, mit den meisten der Amöben eine Form der Ko-Existenz zu erreichen, die den gegenseitigen Schaden minimiert. Indes, Zheng, Shi, He (2025) wollen aus dem, was es in Daten nicht zu belegen gibt, unbedingt auf das Dunkelfeld einer großen Zahl bislang nicht erkannter Erkrankungen über oder an Amöben schließen, das zudem durch den allgegenwärtigen Klimawandel noch viel größer wird, Unbekanntes (Verbreitung von Erkrankungen durch oder von Amöben), das durch Behauptetes (menschengemachter Klimawandel) weiter unbekannt, aber häufiger unbekannt wird.
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Zumal der Main Act aus dem Hause „Amöbe“, Naegleria Fowleri nun wirklich eine Amöbe ist, die gemessen an ihrem Aufkommen eher karge Infektiosnerfolge zu verzeichnen hat, die sich vornehmlich dann einstellen, wenn ein Mensch die Nase zu voll nimmt, den Swimming Pool inhaliert oder sich mit dreckiger Brühe die Nase spült, denn andere Wege als den direkten Zugang über die Nasenschleimhaut ins Zentrale Nervensystem kennt Naegleria Foweleri in Richtung Infektionserfolg nicht. Nicht einmal 100 Fälle von PAM sind weltweit gezählt worden.
Weltweit gibt es zwischen rund 17.000 und 340.000 Arten amöboider Protisten (niemand hat sie je gezählt). Rund 300 davon sind bekannt dafür, dass sie ein parasitäres Dasein, zuweilen in Därmen von Mensch und Tier führen. Weniger als 20 Arten sind pathogen oder von medizinischem Interesse.
Amöben: Ein Grund, sich Sorgen zu machen?
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