In Kürze:
- US-Beschränkungen für Tijuana und Monterrey aufgehoben
- Ausgangssperren in Teilen von Jalisco bleiben bestehen
- CJNG-Chef „El Mencho“ bei Militäroperation getötet
- Reisewarnungen für mehrere Bundesstaaten verschärft
Der Betrieb auf den Flughäfen in Guadalajara und Puerto Vallarta kehre wieder zur Normalität zurück, für Dienstag, 24.2., seien sogar zusätzliche Flüge eingeplant gewesen. Auf einigen Straßen von Jalisco gebe es immer noch Sperren oder Behinderungen – offenbar durch Kontrollen. Dies gelte vor allem für Verbindungen zwischen Guadalajara und Puerto Vallarta.
Führungswechsel unter Mexikos Drogenkartellen nach „El Chapo“-Verhaftung
Vor allem in Jalisco war es in den vergangenen Tagen vielerorts zu Gewalt und Vandalismus gekommen. Anlass dafür war die koordinierte Operation der mexikanischen Armee und US-amerikanischer Geheimdienste am Sonntag in Tapalpa. Bei dieser wurde der mächtige Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes, genannt „El Mencho“, getötet.
Der frühere Polizist hatte die Seiten gewechselt und war zum Führer des Drogenkartells Cartel de Jalisco Nueva Generación (CJNG) aufgestiegen. Nach der Gefangennahme des Chefs des Sinaloa-Kartells, Joaquín „El Chapo“ Guzmán gelang es „El Mencho“, sein regionales Kartell innerhalb von 15 Jahren zu einer globalen Größe auszubauen.
Straßensperren und brennende Supermärkte in den Tagen nach dem Tod von Cervantes
Nach der Eliminierung „El Menchos“ kam es in mehreren Bundesstaaten zu Krawallen. Anhänger des Drogenbosses bauten Straßensperren auf, setzten Busse und Supermärkte in Brand und zündeten Tankstellen an.
Influencer wollten Bild von Volksaufstand in Mexiko vermitteln
Mithilfe eigener Influencer betrieben sie zudem Propaganda. Die Nachrichtenagentur „Reuters“ berichtet von einer Welle an „Fake-News“, die vom Kartell lanciert worden seien und die Runde gemacht hätten. Mithilfe häufig KI-generierter Videos versuchten die Urheber, den Eindruck eines „Volksaufstandes“ zu erwecken, der sich in Reaktion auf die Tötung „El Menchos“ entwickelt hätte.
US-Senator Mullin: „Lage bleibt sehr volatil“
Zum jetzigen Zeitpunkt rät die AA dringend von Reisen in den gesamten Bundesstaat Michoacán sowie in weitere Bereiche des Bundesstaats Tamaulipas ab. Auch Reisen in die Bundesstaaten Jalisco und Guanajuato sollen demnach unterbleiben. Bereits zuvor galten dringliche Reisewarnungen für Teile der Bundesstaaten Colima, Guerrero, Sinaloa, Zacatecas und die Grenzregion zu den USA über das erforderliche Minimum für Ein- und Ausreise hinaus.
„Niemand sollte jetzt dorthin gehen, es ist sehr volatil und die Vereinigten Staaten blicken mit wachem Auge auf das dortige Geschehen.“
Mullin äußerte, die nach dem Tod „El Menchos“ absehbare Zersplitterung von Drogenkartellen sei „eine große Chance für uns und Mexiko, sie alle zu zerschlagen“. Dies würde zwar nicht bedeuten, dass dadurch der weltweite Drogenhandel ein Ende finden würde. „Aber können wir die Lage wieder in den Griff bekommen? Absolut.“