Der Volkswagen-Konzern hat am 10. März 2026 seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt. Die Zahlen sind alarmierend: Der Gewinn der Traditionsmarke ist um knapp die Hälfte eingebrochen. Als Konsequenz sollen deutschlandweit bis 2030 50.000 Stellen gestrichen werden.

Der Wolfsburger Autoriese Volkswagen verzeichnete im vergangenen Jahr den massivsten Gewinneinbruch seit dem Diesel-Skandal 2015/2016. Der Nettogewinn nach Steuern brach um rund 44 Prozent ein: von 12,4 Milliarden Euro im Vorjahr auf nur noch 6,9 Milliarden Euro. Der Umsatz stagnierte bei knapp 322 Milliarden Euro (minus 0,8 Prozent). Weltweit lieferte der Konzern 8,98 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken aus – 0,5 Prozent weniger als 2024. Während der Absatz in Europa sogar zunahm, konnte diese positive Entwicklung die Rückgänge in China und Nordamerika nicht kompensieren.

Als Ursachen für den Gewinneinbruch nannte der Konzern vor allem die US-Zölle sowie die Probleme der Volkswagen-Tochter Porsche. Porsche verdiente operativ (ohne Finanzdienstleistungen) nur noch 90 Millionen Euro – inklusive Finanzdienstleistungen wurden 413 Millionen Euro erzielt, 2024 hatte der Gewinn noch bei 5,6 Milliarden Euro gelegen. Milliardenbelastungen entstanden zudem durch den Strategie-Schwenk zur Verbrenner-Verlängerung – nachdem der Strategiewechsel zur Elektromobilität missglückt war.

VW bestätigte offiziell: Im gesamten Konzern in Deutschland sollen bis 2030 rund 50.000 Stellen abgebaut werden. Diese Zahl ist die Summe bereits vereinbarter Maßnahmen. Bei der Kernmarke Volkswagen sind es etwa 35.000 Stellen (bereits Ende 2024 mit der IG Metall tariflich fixiert), bei Audi bis zu 7.500 Stellen und bei Porsche etwa 3.900 Stellen (inklusive Leiharbeit). Auch bei der Software-Tochter Cariad sollen Stellen wegfallen. Nach Angaben des Konzerns arbeiteten Ende 2023 knapp 300.000 Menschen bei VW Deutschland.

Der Abbau soll sozialverträglich erfolgen: vor allem über Altersteilzeit, Abfindungsprogramme und Vorruhestandsregelungen. Betriebsbedingte Kündigungen sind gemäß Tarifvertrag bis Ende 2030 ausgeschlossen, und es gibt keine Werksschließungen, so betont man.

Finanzchef Arno Antlitz erklärte, VW werde nun “weiter konsequent Kosten senken”. Für 2026 rechnet der Autobauer mit einer leichten Erholung: Die operative Marge vor Zinsen und Steuern soll auf 4 bis 5,5 Prozent klettern, nachdem sie im vergangenen Jahr um 3,1 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent abgerutscht war.

Volkswagen sowie die gesamte deutsche Autoindustrie zahlen einen hohen Preis für eine Politik, die zum Erreichen dubioser Klimaziele eine Energiewende mit der Brechstange durchsetzen wollte – es wurde eine Ideologie vorangetrieben, ohne ausreichende Berücksichtigung der Marktrealitäten. Die verfehlte Klima- und Energiepolitik ist eine der Hauptursachen für den drohenden wirtschaftlichen Niedergang und die Deindustrialisierung des Landes. Ob der Sparkurs und der Strategiewechsel greifen, wird sich zeigen. Fakt ist, dass Zehntausende Beschäftigte um ihre Jobs fürchten müssen.



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