Der Wintereinbruch in Deutschland dürfte heute viele Urlaubsrückkehrer treffen. Schneeschauer sind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor allem vom Nordwesten bis zum Erzgebirge zu erwarten.

Die Höchstwerte liegen zwischen 3 und minus 3 Grad. Mit Straßenglätte muss gerechnet werden. In mehreren Bundesländern beginnt nach den Weihnachtsferien am Montag wieder Schulunterricht.

Lastwagen blockieren Autobahnen

Schon am Samstag waren in Norddeutschland auf glatten Autobahnen Fahrer ins Schleudern geraten, Unfälle häuften sich etwa auf der A1. Zahlreiche Unfälle wurden auch aus Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg gemeldet.

In Bayern kippte auf der schneebedeckten Autobahn 93 bei Wernberg-Köblitz der Anhänger eines Lastwagens und platzte auf – auf der Fahrbahn in der Oberpfalz verteilte sich eine Ladung Lachs.

In Rheinland-Pfalz erfasste ein 20 -Jähriger mit seinem Wagen einen Polizisten, der gerade einen Unfall absicherte. Der Beamte wurde den Angaben zufolge leicht verletzt. Zudem prallte der Mann mit seinem Wagen gegen den Streifenwagen. Der Autofahrer hatte zuvor das Stauende übersehen und noch versucht, auf der glatten Straße ausweichen.

Störungen im Zug- und Flugverkehr

Im Raum Bremen kam es zu starken Beeinträchtigungen im Regionalverkehr der Deutschen Bahn, es gab Verspätungen von einer Stunde und Ausfälle von Verbindungen.

Am Flughafen Düsseldorf konnten am Samstagnachmittag für 40 Minuten keine Flugzeuge starten oder landen. Die Piste wurde nach Angaben eines Sprechers komplett vom Schnee befreit.

Menschen gehen am 3. Januar 2026 auf einem verschneiten Bahnsteig am Bahnhof Pichelsberg in Berlin entlang. Die deutsche Hauptstadt war am 3. Januar von einer Schneedecke bedeckt, als eine Wetterfront Niederschläge brachte.

Foto: Odd Andersen/AFP via Getty Images

Auch am Amsterdamer Flughafen Schiphol behindern Schnee und Eis weiter den Flugverkehr. Für Sonntag seien knapp 300 Flüge gestrichen worden, teilte die Fluggesellschaft KLM am Samstag mit. Meteorologen erwarten im Norden und in der Mitte der Niederlande Schneeschauer, die die Bildung von Glatteis begünstigen.

Die winterlichen Bedingungen hatten KLM bereits am Freitag gezwungen, 114 Flüge zu annullieren, am Samstag wurden 73 Flüge gestrichen. „Wir gehen davon aus, dass diese Wetterbedingungen anhalten werden und weitere Stornierungen folgen“, erklärte die Fluggesellschaft.

Starker Frost im Anmarsch

Das Winterwetter hält erst einmal an. In der Nacht zum Montag erwartet der Deutsche Wetterdienst an manchen Orten zweistellige Minusgrade. Im Süden sind demnach Tiefstwerte zwischen minus 10 und minus 15 Grad möglich, im Rest des Landes zwischen minus 3 und minus 9 Grad. Dabei seien vor allem im Norden Schneeschauer möglich.

Am Montag komme es insbesondere in Küstennähe zu schauerartigen Schneefällen, vereinzelt seien auch Graupelgewitter möglich. Im Süden soll es hingegen weitgehend trocken bleiben. Abseits von größeren Nebelfeldern zeige sich zudem vermehrt die Sonne.

Am Dienstag erwartet der DWD eisige Temperaturen und Dauerfrost fast im gesamten Land. Lediglich auf den Nordseeinseln und am Niederrhein seien leichte Plusgrade möglich. Ansonsten lägen die Höchsttemperaturen bei weitgehend trockenem Wetter zwischen minus 6 und minus 1 Grad. (dpa/afp/red)



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