Ein Gastbeitrag von Iris Zukowski
Philosophische Konzepte und Wissenschaft prägen seit Jahrhunderten unser Bild der Welt und des Menschseins. Ob diese Ideen und Erkenntnisse ein wahres Abbild der Realität liefern, wird viel zu selten hinterfragt. Dass es mehr geben könnte, als eine rein materielle Form unseres Lebens, wird hingegen stets und gern infrage gestellt.
Der Materialismus der Globalisten reduziert den Menschen auf seine physische Natur – ohne Anbindung an eine höhere Ebene des Seins und deren Wahrheiten. Jene, die danach streben, eine kontrollierte Welt und eine technologische Kreatur aus dem Menschen zu erschaffen, beanspruchen für sich, die Schöpfergötter auf Erden zu sein – legitimiert durch ein rein materielles Verständnis des Lebens und unseres Menschseins. Auf dieser erkenntnistheoretischen Basis kann der Mensch zu einem Mangelwesen erklärt werden, das angeblich nur durch die Verbindung mit KI-Technologie überlebensfähig wäre.
Harari offenbart in Davos den Geist dieser transhumanistischen Ideen, die in der Öffentlichkeit als Fortschritt und Evolution vermarktet werden. Im Zentrum stehen die Lüge und die Reduktion des Menschen auf Fleisch und Gedanken. Harari betont, dass auch KI lügen und manipulieren könne und preist die Lüge als das älteste „menschliche Überlebensprinzip“. Tatsächlich trifft das aber nur auf Menschen mit einer antisozialen Persönlichkeitsstörung zu, wie Narzissten, Soziopathen und Psychopathen. Psychisch gesunde Menschen haben ein angeborenes Verständnis von Gut und Böse und eine naturgegebene Moral, die Lügen als verwerflich, schwach und falsch empfindet. Das Gute im Menschen strebt nach Wahrheit, – das Böse nach Macht und Kontrolle. Wer der Vater der Lüge ist, thematisiert Harari nicht, dafür schmückt er seine Rede und die Berechtigung der globalen KI-Agenda mit Descartes Ausspruch „Ich denke, also bin ich“. Descartes Philosophie zielt darauf ab, den Menschen auf eine materialistische Seinsform zu reduzieren, was später von Darwin und Marx weitergeführt wurde. Sein berühmter Ausspruch „Ich denke, also bin ich“, entbehrt tiefer Erkenntnis und streift lediglich die Oberfläche des menschlichen Bewusstseins. Edmund Husserl erläutert in den „Cartesianischen Meditationen“ (1929), dass Descartes die wahre Struktur des menschlichen Bewusstseins verfehlt. Das Ich, das denkt, setzt ein Bewusstsein voraus. Nach Descartes ist das Ich ein fertiges Subjekt, – was auch aus Sicht der Neurophilosophie eine klare Fehlinterpretation ist. Ein denkendes Ich setzt etwas Transzendentes voraus, das sich selbst erkennen und reflektieren kann. Das denkende Ich als Wesenskern unserer Existenz ist eine „Benutzerillusion“ – eine Konstruktion der Ratio.
Die Vereinnahmung und Kontrolle des Lebens durch ein materielles globales Weltkonzept, das die Lüge als menschliche Überlebensstrategie glorifiziert, steht dem Menschenbild des Christentums konträr gegenüber. Zeitlose christliche Wahrheiten sind im Globalismus unerwünscht, ebenso wie der von Gott geschaffene Mensch, der ewiges Leben hat – ganz ohne Technologieanbindung. Dieser antichristliche Geist ist in die westlichen Kirchen vorgedrungen. Man spricht von Modernisierung oder Gefallsucht – doch biblisch betrachtet sind es falsche Propheten, die von Gott trennen wollen. Die katholische Christmette, die von der ARD ausgestrahlt wurde, ist beispielhaft für diese Vorgänge. Die Kirchenvertreter auf der Bühne beten nicht das Christus-Kind in der Krippe an, sondern preisen ein sich hilflos windendes Menschenwesen, gefangen in einer schleimigen Membran – wie wir es aus „The Matrix“ kennen.
Descartes, Darwin und Marx sind Vertreter einer Geistesschule, die die Entmystifizierung der Welt und des Menschseins durch Rationalisierung und Verwissenschaftlichung seit Jahrhunderten fördert. Die Trennung von Geist und Materie lässt die Welt zu einem mechanischen System werden, das sich rational erklären lässt – ohne göttliche oder höhere Ordnung, sondern als eine historische und steuerbare Entwicklung. Darwins Forschungen formten die wissenschaftliche Erzählung, dass der Mensch nicht die Krone der Schöpfung sei, sondern das Ergebnis zufälliger Evolutionsprozesse. Marx überträgt dieses Denkmodell auf die Gesellschaft, die ebenso veränderbar und materialistisch sei. Der Mensch wird von frühen Materialisten und heutigen Globalisten nicht als ein autonomes Individuum mit einem schöpferischen Bewusstsein gesehen, sondern als ein höher entwickeltes Tier – geprägt durch Triebe, Gedanken und ökonomische und historische Strukturen – die (durch KI) formbar und steuerbar sind. Das schöpferische Bewusstsein des Menschen mit KI auszulöschen, scheint nun in greifbarer Nähe – und damit auch die Entfremdung von der menschlichen Natur, die über das Physische hinausgeht. KI-Algorithmen sollen künftig auch religiöse Bedürfnisse bedienen. Für rein rational konditionierte Menschen könnte dies tatsächlich zu einer Option werden, weil man die (natürlichen) spirituellen Sinne bereits verloren hat.
Der moderne Mensch wurde in den letzten Jahrhunderten darauf konditioniert, sich auf sein Ego, sein Denkvermögen und weltliche Autoritäten zu verlassen, die ihm Sicherheit und fragwürdigen Fortschritt versprechen. Mit der schleichenden Abtrennung von der spirituellen Erkenntnisfähigkeit können auch biblische Wahrheiten neu interpretiert und „modernisiert“ werden. Wenn Christ-Sein im Westen lediglich ein „friedliebender Lifestyle“ ist, ohne das christliche Mysterium in seiner Tiefe zu erfassen, kann es keine Berge versetzen. Anderes ist dies in den frühen Kirchen, die auch heute noch die Theosis lehren und bewahren.
Im Westen dominiert die Erzählung, dass die Kirche von alten weißen Männern begründet wurde, was Kirchengemeinden im woken Zeitgeist schwächt. Dass die ersten Kirchen im Orient entstanden sind, gehört hierzulande nicht zur Allgemeinbildung. Das älteste christliche Land ist Armenien, das die erste Nation war, die 301 das Christentum zur Staatsreligion erklärte. Orientale orthodoxe Christen, die im 2. und 3. Jhd. auch in Ägypten und Äthiopien Kirchen gründeten, halten sich strikt an das, was die Apostel festgelegt haben und die Heilige Schrift überliefert. Die orientale orthodoxe Kirche hat über die Jahrhunderte alle Reformen abgelehnt, weshalb sie lange Zeit ausgegrenzt wurde. Durch muslimische Feldzüge ab dem 7. Jhd. sind Christen in Ägypten zu einer Minderheit geworden. Sie gelten als Menschen zweiter Klasse, die in Kairo als Müllsammler arbeiten dürfen. Ein Atheist, der zu einer Pilgerreise durch koptische Monarchien eingeladen wurde, berichtet auf YouTube von seinen ungewöhnlichen Erfahrungen. Die Liebe zu Jesus und die Demut im Glauben scheinen, nirgendwo stärker ausgeprägt zu sein, als in den orientalen Urkirchen. Auch ohne Anpassung an die moderne Welt finden heute junge Menschen in diesen unverfälschten Kirchen Heilung und Halt. Evangelische und katholische Kirchen, die einem woken Zeitgeist dienen, können traumatisierten Regenbogenaktivisten keine Heilung geben – verfälschter Glaube hält gefangen in egozentrischer Rationalisierung, Schuldzuweisungen oder Hass – ohne Aussicht auf Erlösung von seelischen Schmerzen.
Ein „heiler Mensch“ oder ein gläubiger Christ kann Lügen erkennen und sich ihnen verweigern – ein verletzter, ängstlicher oder schwacher Mensch wird falschen Erlösungsversprechungen durch Technologie und Umformung des Menschseins eher Glauben schenken. Für den Globalismus ist das Christentum ein Störfaktor, weshalb Jesus Christi öffentlich gelästert und diffamiert wird, wie kein anderes religiöses Vorbild. Wäre Jesus ohne Relevanz für das Weltgeschehen und nur eine Fiktion von gläubigen Christen, würde dieser Aufwand global nicht betrieben werden.
Doch je mehr der christliche Glaube diskreditiert wird, desto stärker verbreitet er sich weltweit, wie aktuell im Iran. Vor allem junge Menschen und spirituell empfängliche oder gebildete Muslime sind offen für zeitlose geistige Wahrheiten, die Heilung und Frieden schenken können. Bei der diesjährigen Grammy Verleihung hat Jelly Roll überaus emotional Jesus Christus gepriesen, was großes Aufstehen erregte und auf solchen Events ungern gesehen wird.
Zigtausende frieren – und unsere Medien spülen alles weich. Weil’s linker Terror war, nicht rechter.
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Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Und ich bin der Ansicht, dass gerade Beiträge von streitbaren Autoren für die Diskussion und die Demokratie besonders wertvoll sind. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.
Iris Zukowski – Diplom-Psychologin, Hypnotherapeutin und Sachbuchautorin: „Jugendgewalt und Medien-Effekt“, Ruhland Verlag 2023, „Was uns heute unterhält, kann uns morgen töten.“ Ruhland Verlag 2017. Sie war einige Jahre Dozentin für Neuromarketing und ist seit 2018 SOS-Initiatorin zur Aufklärung über die weitreichenden Effekte von frei verfügbarer Pornografie.
Bild: Shutterstock AI Generator/Shutterstock.com
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