Bundesfinanzminister Lars Klingbeil setzt sich vor Gesprächen in Washington für mehr internationale Kooperation bei kritischen Rohstoffen ein. Deutschland und die EU setzten auf einen fairen, regelbasierten und verlässlichen Handel, sagte der SPD-Chef vor seiner Abreise in Berlin.

Die USA haben Finanzminister mehrerer großer Industriestaaten eingeladen, um über den Zugang zu kritischen Rohstoffen zu beraten. Klingbeil hat angekündigt, dass es am Rande der Gespräche auch um die US-Ambitionen in Grönland gehen werde.

Kritische Rohstoffe, China und Grönland

„Der Zugang zu kritischen Rohstoffen und verlässliche Lieferketten sind für Wirtschaft und Arbeitsplätze von größter Bedeutung“, sagte Klingbeil. Das sind Stoffe wie Lithium, Kobalt und Seltene Erden, die für Schlüsseltechnologien wichtig sind, deren Versorgung aber von wenigen Ländern wie unter anderem China abhängt.

„Deutschland hat ein großes Interesse, hier die internationale Kooperation auszubauen, um die Versorgungssicherheit zu stärken, Abhängigkeiten zu verringern und verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen sicherzustellen.“ Wo immer möglich müsse gemeinsam gehandelt werden.

Vor den Gesprächen in Washington mahnt Vizekanzler Lars Klingbeil die USA, die territoriale Souveränität Grönlands zu achten. „Es ist allein Sache Dänemarks und Grönlands, über die Zukunft Grönlands zu entscheiden“, sagte der SPD-Chef vor der Abreise in Berlin.

Völkerrechtliche Prinzipien wie die Achtung der territorialen Souveränität und Integrität gälten für alle – „auch für die Vereinigten Staaten“, sagte er. „Die Sicherheit in der Arktis erhöhen wir miteinander als NATO‑Verbündete, nicht in einem Gegeneinander.“ (dpa/ks)



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