Laut Medienberichten will London das Höchstalter von Reservisten auf 65 Jahre heraufsetzen. Zudem soll die Schwelle für die Reaktivierung pensionierter Soldaten gesenkt werden. Begründet werden die Maßnahmen mit der Befürchtung, es könne zu einem direkten Konflikt mit Russland kommen.

Die britische Regierung plant laut einem Bericht des Telegraph vom Donnerstag, die Altersgrenze für die Einberufung von Reservisten anzuheben, um die Armee auf einen möglichen Krieg mit Russland vorzubereiten.

Dem Bericht zufolge soll das Höchstalter für die Reaktivierung pensionierter Soldaten von 55 auf 65 Jahre angehoben werden. Veteranen sollen demnach Teil einer strategischen Reserve werden, die zur Unterstützung der regulären Streitkräfte mobilisiert werden könnte.

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Die geplante Reform würde auch die Bedingungen für die Reaktivierung pensionierter Soldaten ändern. Derzeit sind Einberufungen nur bei „nationaler Gefahr, einem großen Notstand oder einem Angriff“ zulässig. Der neue Rahmen würde die Schwelle jedoch auf „kriegsähnliche Vorbereitungen“ senken.

Die Maßnahmen sind Berichten zufolge Teil eines neuen Gesetzesentwurfs zu den Streitkräften, der dem Parlament vorgelegt werden soll. Es wird erwartet, dass die Maßnahmen den Pool an Reservisten um Zehntausende vergrößern.

Die britische Armee ist derzeit so klein wie seit über zwei Jahrhunderten nicht mehr und verfügt über weniger als 70.000 voll ausgebildete Vollzeitsoldaten, die für einen Fronteinsatz bereitstehen. London hatte zuvor zugesagt, die Truppenstärke bis 2029 auf 76.000 Mann zu erhöhen, konnte die Zahl im vergangenen Jahr aber nur um 240 Soldaten erhöhen.

Die Initiative wird Berichten zufolge von der Sorge getrieben, Großbritannien könne in eine direkte Konfrontation mit Russland hineingezogen werden. Großbritannien gehört zu den wichtigsten Unterstützern der Ukraine im Konflikt mit Russland und leistet finanzielle und militärische Hilfe. Britische Regierungsvertreter haben dieses Engagement unter anderem damit begründet, Moskau könne Europa angreifen, sobald die Kämpfe in der Ukraine beendet seien. Anfang des Monats kündigte London an, britische Truppen neben Frankreich in die Ukraine zu entsenden, sollte ein Waffenstillstandsabkommen zwischen Moskau und Kiew erzielt werden.

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Russland hat Behauptungen, es stelle eine militärische Bedrohung für Großbritannien oder Europa dar, als „Unsinn“ zurückgewiesen. Eine solche Rhetorik diene dazu, aufgeblähte Verteidigungsausgaben zu rechtfertigen, die öffentliche Aufmerksamkeit von innenpolitischen Problemen abzulenken und Friedensbemühungen zu behindern.

Moskau hat zudem wiederholt jegliche Stationierung ausländischer Truppen in der Nähe seiner Grenzen abgelehnt. Die Sprecherin des Außenministeriums Maria Sacharowa warnte vergangene Woche, jede westliche Militärpräsenz in der Ukraine werde als „Intervention“ betrachtet.

Russische Offizielle werfen London seit Langem vor, eine Schlüsselrolle im Ukraine-Konflikt zu spielen, und behaupten, die britische Regierung versuche bewusst, die Feindseligkeiten zu verlängern, um Russland zu schwächen.

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