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- Ukraine: Schon die dritte Klatsche für “Außenkanzler” Merz
- Der übersehene Bündnisfall: Wie ein EU-Beitritt der Ukraine die europäische Sicherheitsarchitektur verändern könnte
- Das Empire wankt. Wie der Krieg gegen den Iran die Vorherrschaft der USA am Golf beenden könnte
- Iran als “Monster” – Warum tötet Israel gemäßigte Kräfte in der iranischen Führung?
- Da der Iran-Konflikt aus dem Ruder läuft, drängt sich die Frage auf: „Wo stehen wir?“
- Pentagon will 200 Milliarden Dollar für Iran-Krieg
- Militärbudget auf 153 Milliarden: Was kostet uns die Aufrüstung wirklich?
- Der Mann, der Nein sagte
- Naher Osten: Preise hochgebombt
- Rückkehr nach Kaiserslautern: Wie Christian Baron den Aufstieg der AfD im Westen erklärt
- Skandal um Menschenjagd: Gegen Geld durften reiche Europäer in Sarajevo auf wehrlose Zivilisten schießen
- Hohe Luftverschmutzung in den nächsten Tagen in Europa erwartet
- Hat er sich selbst ins Off moderiert? Über Georg Restles Abgang als „Monitor“-Gesicht
- Hassnetzwerk auf Instagram aufgedeckt
- Nach Gerichtsverhandlung: Wiesendanger hält an Vorwürfen gegenüber Drosten fest
Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich für die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.
- Ukraine: Schon die dritte Klatsche für “Außenkanzler” Merz
Kanzler Merz ist stinksauer, denn der ungarische Regierungschef Orban blockiert weiter den EU-Kredit an die Ukraine. Das sei ein “grober Verstoß gegen die Loyalität der Mitgliedstaaten”, so Merz. Vor allem ist es schon die dritte Klatsche für den “Außenkanzler”.
Die erste Klatsche kam vom belgischen Premier De Wever – er hat Merz’ Vorhaben gestoppt, auf das in Belgien festgesetzte russische Vermögen zuzugreifen. Frankreich und Italien waren auch dagegen.
Kurz danach ging das “Berlin-Format” baden, mit dem der Kanzler die “Führung” in der Ukraine-Politik übernehmen wollte. Es gab zwar einen Ukraine-Gipfel in Berlin, doch er blieb ohne Folgen.
Nun also auch noch das “Nein” von Orban. Es war ein Scheitern mit Ansage, denn der Ungar hatte sich schon vor dem EU-Gipfel klar positioniert. Merz hat es versäumt, auf ihn zuzugehen.
Quelle: Lost in Europe - Der übersehene Bündnisfall: Wie ein EU-Beitritt der Ukraine die europäische Sicherheitsarchitektur verändern könnte
Während ein NATO-Beitritt der Ukraine als rote Linie gilt, wird die EU-Aufnahme als humanitärer Akt dargestellt. Dabei schafft sie einen juristischen Mechanismus, der Europa in einen direkten militärischen Konflikt mit Russland ziehen könnte – mit weitreichenden ökonomischen und sicherheitspolitischen Folgen.
Quelle: Globalbridge - Das Empire wankt. Wie der Krieg gegen den Iran die Vorherrschaft der USA am Golf beenden könnte
Mehr als zwei Wochen nach Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs gegen den Iran, haben die USA und Israel ihr Kriegsziel eines Regime Change noch immer nicht erreicht und es ist unwahrscheinlich, dass sie es auf diese Weise erreichen werden. Die Geschichte zeigt: Durch Luftschläge allein werden in der Regel keine Siege errungen und erst Recht nicht Regierungen gestürzt. Im Gegenteil: Angegriffene versammeln sich oft hinter den Machthabern, insbesondere wenn der Aggressor, wie in diesem Fall, auch Schulen und Krankenhäuser bombardiert. „Rally behind the flag“ heißt das im Englischen.
Doch der Krieg könnte für die USA weit mehr als nur eine teure gescheiterte Mission werden. Der iranische Beschuss von US-Stützpunkten und anderen Zielen in den Golfstaaten bringt die gesamte Machtarchitektur der Region ins Wanken. Zum einen zeigen die Raketeneinschläge, dass die USA nicht in der Lage sind, die Golfstaaten zu verteidigen. Erinnern wir uns: Der historische Deal in den 1970er Jahren zwischen den USA einerseits und Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten andererseits ruhte auf zwei Säulen: Die Monarchien verkaufen ihr Öl exklusiv gegen Dollar und investieren überschüssige Petrodollars in den USA. Dadurch war ein permanenter Finanzstrom Richtung USA und Wall Street gesichert. Im Gegenzug boten die USA den Golfländern technologische Modernisierung und vor allem: Sicherheit.
Quelle: Fabian Scheidler - Iran als “Monster” – Warum tötet Israel gemäßigte Kräfte in der iranischen Führung?
Der promovierte Philosoph und Kant-Experte Ali Laridschani war einer der Architekten des Atomdeals 2015, das für Entspannung im Verhältnis zum Westen geführt hat. Nun ist er tot, und ein konservativer Hardliner tritt sein Amt als Chef des Sicherheitsrates an.
Israel lässt seinen brachialen Drohungen gegen Schlüsselfiguren in der iranischen Führung Taten folgen und tötet eine Führungspersönlichkeit in Iran nach der anderen. […] Offiziell wird verkündet: “Wir enthaupten die iranische Führung, bis diese Hydra keine Köpfe mehr hat.” […] Aber es gibt auch einen anderen Grund, warum ausgerechnet Ali Chamenei und Laridschani ermordet wurden. […] Die physische Beseitigung Chamenei seniors und Laridschanis überträgt die Hebel der Macht automatisch in die Hände eines weitaus radikaleren Flügels in der iranischen Führung. […] Indem Israel die Reformer tötet, tötet es die Möglichkeit einer plötzlichen Annäherung zwischen Iran und den USA.
Quelle: RT DEAnmerkung unserer Leserin B.W.: Diese differenzierte Analyse der gezielten Morde an gemäßigten Kräften in der iranischen Führung bietet meines Erachtens auch eine schlüssige Erklärung dafür, warum der völkerrechtswidrige US/Israelische Angriffskrieg gegen den Iran mitten in positiv laufenden Verhandlungen mit dem Iran initiiert worden ist.
dazu auch: Mord nennen sie „Tötung“ – die neue Lachnummer der Tagesschau
Quelle: NachDenkSeiten - Da der Iran-Konflikt aus dem Ruder läuft, drängt sich die Frage auf: „Wo stehen wir?“
Die westliche Propagandamaschinerie – die mächtigste strategische Waffe des Westens – hat wiederholt behauptet, dass die US-Streitkräfte einen schnellen und umfassenden Sieg über den Iran errungen hätten. Gleichzeitig informieren israelische Geheimdienstmitarbeiter westliche Medien darüber, dass sie zunehmende Anzeichen von Zerrüttung und „Chaos“ innerhalb des Regimes in Teheran sehen, und fügen hinzu, dass die iranische Befehlskette durch schwerwiegende Zusammenbrüche beeinträchtigt sei.
Und warum sollte man solche Behauptungen über einen vernichtenden Sieg nicht aufstellen? Trump ging vermutlich mit überragendem Vertrauen in die militärische Stärke Amerikas in den Krieg, um die iranische Staatsstruktur, ihr Kommandonetzwerk und ihre militärischen Kapazitäten auszulöschen. Seine Generäle schienen die allgemeine These vom Zerstörungspotenzial zu unterstützen – fügten jedoch mehrere „Aber“ hinzu, die Trumps Denkweise wahrscheinlich nicht durchdrangen.
Quelle: Seniora.org - Pentagon will 200 Milliarden Dollar für Iran-Krieg
Krieg ist teuer: Eine Milliarde Dollar kostet der Iran-Krieg pro Tag – alleine die USA. Nun will das Pentagon zusätzliche 200 Milliarden Dollar vom Kongress. Ein “kleiner Preis”, sagt US-Präsident Trump.
Als die US-Armee vor knapp drei Wochen den Feldzug gegen Iran begann, war zu Hause in Washington allen klar: Bald wird das Pentagon den Kongress um mehr Geld bitten. Doch niemand rechnete wohl damit, dass das Verteidigungsministerium jetzt nicht weniger als 200 Milliarden Dollar will, umgerechnet etwa 173 Milliarden Euro.
Quelle: tagesschau - Militärbudget auf 153 Milliarden: Was kostet uns die Aufrüstung wirklich?
Deutschland hat einen Weg der Militarisierung eingeschlagen, der in seiner Geschwindigkeit und seinem Umfang seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs beispiellos ist. Die in allen NATO-Staaten außer Spanien angestrebten Ausgaben für das Militär von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts würden in Deutschland etwa 50 Prozent des Bundeshaushaltes entsprechen. Wenn Deutschland diese Verpflichtungen tatsächlich umsetzt, müsste es die Ausgaben für Sozialleistungen, Bildung, Kultur und Gesundheitsversorgung drastisch kürzen, und gleichzeitig seine Staatsdefizite erhöhen. Die Financial Times fasste die Agenda in einer Schlagzeile vom März 2025 zusammen: „Europa muss seinen Sozialstaat abbauen, um einen Kriegsstaat aufzubauen“.
Quelle: Fabian Scheidler auf FR Online - Der Mann, der Nein sagte
Joe Kents Rücktritt erschüttert Washington und reicht weit über Amerika hinaus. Sabiene Jahn erklärt, warum dieser Rücktritt so viel Gewicht hat.
Ein hochrangiger Sicherheitsbeamter tritt zurück – nicht still, nicht im Hintergrund, stattdessen mit einem offenen Angriff auf die offizielle Begründung eines laufenden Krieges. Joe Kent, bis vor kurzem einer der zentralen Architekten amerikanischer Terrorismusbekämpfung, stellt öffentlich eine weitreichende und entscheidende Frage: Was, wenn die Bedrohung, auf die sich dieser Krieg stützt, nie bestand? Sein Rücktritt ist mehr als ein persönlicher Schritt – er ist ein Riss im Fundament der politischen Erzählung der Vereinigten Staaten.
Quelle: Globalbridgedazu: Wachsender Widerstand gegen Trumps Kriegskurs in den USA
Quelle: NachDenkSeiten - Naher Osten: Preise hochgebombt
Iran reagiert auf israelisches Bombardement von größtem Gasfeld mit Angriffen auf Energieinfrastruktur US-Verbündeter. Preise schnellen hoch
Teherans Antwort auf Israels Attacke gegen das weltweit größte Gasfeld South Pars vor der iranischen Küste hat die Preise auf den Energiemärkten am Donnerstag in die Höhe schnellen lassen. Iranische Raketen auf die Energieinfrastruktur US-Verbündeter in der Region trafen am Donnerstag unter anderem die weltweit größte Gasanlage in Katar sowie eine Raffinerie in Saudi-Arabien. Die Gaspreise in Europa stiegen in der Folge um bis zu 35 Prozent und der Ölpreis um bis zu zehn Prozent, bevor sie am Nachmittag wieder sanken.
Quelle: junge Weltdazu auch: IEA empfiehlt Sparmaßnahmen gegen Ölkrise – Pentagon will Kriegskasse vergrößern
Die Internationale Energieagentur rät zu Homeoffice und Tempolimits, um die Folgen der Ölkrise abzufedern. Indes stockt Washington die Kriegskasse auf.
In Folge des Irankriegs steht die Welt am Anfang einer weltweiten Energiekrise. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat jetzt ihren Mitgliedsländern – darunter auch Deutschland und die meisten EU-Staaten – zehn konkrete Sofortmaßnahmen empfohlen, um den Ölverbrauch zu senken und Haushalte sowie Unternehmen vor den Auswirkungen der eskalierenden Energiekrise zu schützen.
Quelle: Telepolis - Rückkehr nach Kaiserslautern: Wie Christian Baron den Aufstieg der AfD im Westen erklärt
In zwei westdeutschen Städten hat die AfD schon 2025 die meisten Zweitstimmen erhalten. Die eine ist die alte und neue Heimat unseres Autors: In Kaiserslautern sucht er vor der Wahl in Rheinland-Pfalz nach Gründen für den Erfolg der Rechten […]
Gerade hat die spanische Regierung den USA jeden Angriff auf den Iran von ihren Stützpunkten aus untersagt. Ein Teil der Flugzeuge, die Kampfjets in der Luft betanken können, sollen daher aus Andalusien in die Westpfalz verlegt worden sein. Denn die deutschen Regierungen in Bund und Land denken nicht daran, das Treiben der USA zu unterbinden – ganz im Gegenteil. Kanzler Friedrich Merz (CDU) lässt aktuell keine Gelegenheit ungenutzt, um die USA von der Bindung an jenes Völkerrecht freizusprechen, das er gegenüber Russland umso engagierter einfordert.
Warum spielt das Thema vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz im öffentlichen Wettbewerb der Parteien keine Rolle? Und das, obwohl mit Linkspartei und BSW gleich zwei Akteure die Airbase komplett schließen und die dort gelagerten Atomwaffen vernichten lassen wollen? Resigniertes Schulterzucken bei den Spaziergängern vom Humbergturm.
Nachdem die Nazis 1945 entmachtet waren, hieß es, von deutschem Boden dürfe nie wieder Krieg ausgehen. In der Westpfalz weiß man, dass dieser Satz nicht erst seit den NATO-Bombardements im Kosovo-Krieg in den Neunzigern oder später gegen Afghanistan obsolet wurde. Die Invasionen der USA nach dem Zweiten Weltkrieg gingen auch von Ramstein aus. Doch sind die Soldaten ein Wirtschaftsfaktor, als Arbeitgeber und Konsumenten. Diese großen Linien muss immer mitdenken, wer hier Politik macht.
Die AfD hat das verstanden.
Quelle: Christian Baron in der Freitag - Skandal um Menschenjagd: Gegen Geld durften reiche Europäer in Sarajevo auf wehrlose Zivilisten schießen
Während der Belagerung von Sarajevo sollen reiche Westeuropäer hohe Summen bezahlt haben, um auf die Stadtbewohner schießen zu können. Ein neues Buch geht dem Verbrechen nach. Was man erfährt, ist ungeheuerlich.
Die Männer, die während des Jugoslawienkriegs von Italien aus nach Sarajevo fuhren, um dort am Wochenende auf Frauen, Männer und Kinder zu schießen, nahmen Trophäen nach Hause mit. Es waren die Patronenhülsen, zumeist vom Kaliber 7,62 mal 51 Millimeter, auf denen eine Farbe angab, welches Ziel getroffen worden war. Blau stand für einen Jungen, Rosa für ein Mädchen. Rot für einen Mann, Rot und Grün, wenn es sich um einen Soldaten handelte.
Gelb für eine Frau, Schwarz und Blau für den Mord an einem betagten Mann, Schwarz und Rosa für eine ältere Frau. Die begehrteste Ziele dieser „Jäger“ waren Kinder. So jedenfalls erzählte es ein Mann, genannt „Franzose“, dem Mailänder Autor Ezio Gavazzeni, und so steht es in seinem Buch „I cecchini del weekend“ („Die Wochenend-Scharfschützen“), das jetzt in Italien bei PaperFirst, dem Buchverlag der Zeitung „Il Fatto Quotidiano“ erschienen ist. Es stellt die These auf, es habe in den Neunzigerjahren organisierte Tötungstouren nach Sarajevo gegeben.
Quelle: FAZ (Bezahlschranke) - Hohe Luftverschmutzung in den nächsten Tagen in Europa erwartet
In Deutschland und anderen Teilen Europas wird in den nächsten Tagen eine erhöhte Luftverschmutzung erwartet. Das teilte das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus am Donnerstag mit. Diese Verschlechterung der Luftqualität habe ihre Ursache in einem erhöhten Aufkommen von Feinstaubpartikeln in Westeuropa und betreffe mehrere Länder, darunter Deutschland, Belgien, die Niederlande, Frankreich, Irland und Großbritannien.
Auch wenn dies im Frühjahr häufiger vorkomme, handele es sich dabei um einen bemerkenswerten Vorgang. Die Feinstaubpartikel kämen aus verschiedenen Quellen, insbesondere aus der Landwirtschaft, erklärte Copernicus weiter. Die Landwirtschaft ist in Zeiten der Düngerausbringung eine Quelle für Ammoniakemissionen, ein stark reizendes Gas und Vorläufer von Feinstaubpartikeln. Hinzu kommt der Straßenverkehr. Stabile Wetterbedingungen verhindern eine Verteilung dieser Schadstoffe. Die Luftqualität wird darüber hinaus durch Birken- und Erlenpollen beeinträchtigt.
Quelle: junge WeltAnmerkung Christian Reimann: Ein Sammelsurium an Begründungen – für jeden das passende Argument.
- Hat er sich selbst ins Off moderiert? Über Georg Restles Abgang als „Monitor“-Gesicht
Der Chefideologe der ARD wird sich neuen Aufgaben in Afrika widmen. Wie kommt’s? Soll die Moderation des Politmagazins etwa ausgewogener werden? Ein Kommentar.
Angesichts der Weltlage wäre es ein Leichtes, diese Personalie als erfreuliche News zu verbuchen, allein: Der Abgang von Georg Restle nach Afrika, wo er die Leitung des crossmedialen ARD-Studios in Nairobi übernehmen soll, kann nur ein Anfang sein, die offensichtliche und durch Umfragen belegte politische Schlagseite des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu nivellieren – wenn diese Versetzung denn überhaupt so gedacht war. Ein leichtes Aufatmen darf man sich dennoch erlauben: Wenigstens ein politischer ÖRR-Aktivist weit nach Afrika und zu Aufgaben weggelobt, die den Zuschauer noch weniger interessieren als der Dogmatismus von Haltungsjournalisten.
Quelle: Berliner Zeitung - Hassnetzwerk auf Instagram aufgedeckt
In den Kommentarspalten der Zeit im Bild auf Instagram schreiben nicht nur Menschen. Dort findet man auch ganze Armeen an ferngesteuerten Accounts, Bots genannt. Eine große Analyse von mehr als sechs Millionen Kommentaren durch das Verifikationsteam ORF defacto zeigt, wie koordiniert diese Bots vorgehen und welche Strategien sie verfolgen. Dabei kam auch eine antisemitische Kampagne ans Tageslicht.
Quelle: ORF - Nach Gerichtsverhandlung: Wiesendanger hält an Vorwürfen gegenüber Drosten fest
Der Physikprofessor Roland Wiesendanger hält an seinem Vorwurf fest, der Virologe Christian Drosten habe die Öffentlichkeit in Hinblick auf den Ursprung des Coronavirus „gezielt getäuscht“. Der Vorwurf ist Gegenstand einer äußerungsrechtlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden Wissenschaftlern, die Ende Februar im Hauptsacheverfahren vor dem Landgericht Hamburg mündlich verhandelt wurde. Nach der Verhandlung bekräftigt Wiesendanger: „Herr Drosten wusste zumindest von der Möglichkeit, dass das Virus aus dem Labor stammt und hat gegenüber der deutschen Öffentlichkeit etwas anderes kommuniziert“.
Quelle: multipolar