Warnung vor unmittelbar bevorstehender US-Militäraktion

In einem hochbrisanten Interview am 18. Februar 2026 warnt der ehemalige UN-Waffeninspekteur und Marine-Offizier Scott Ritter eindringlich vor einer unmittelbar bevorstehenden US-Militäraktion gegen den Iran.

Die laufenden Verhandlungen in Genf dienen seiner Analyse zufolge nur als Tarnung für einen massiven Truppenaufmarsch, dessen Ziel der Regime-Change in Teheran ist. Ritter sieht die Region am Rande eines Krieges, der Hormuz blockieren, die US-Marine im Golf wehrlos machen und globale Konsequenzen bis hin zum nuklearen Schlagabtausch haben könnte.

Massive Aufrüstung trotz „positiver“ Verhandlungen

Scott Ritter zeichnet ein düsteres Bild der aktuellen Lage. Während in den letzten zwölf Stunden enorme Waffenlieferungen in den Nahen Osten rollen und die zweite Verhandlungsrunde zwischen USA und Iran unter omanischer Vermittlung scheinbar „positiv“ verlief, baut Washington gleichzeitig seine militärische Präsenz massiv aus.

JD Vance habe zwar von Fortschritten gesprochen, aber gleichzeitig klargemacht, dass Präsident Trump „rote Linien“ gesetzt habe, die Iran nicht akzeptiere – und dass die Diplomatie jederzeit beendet werden könne.

Ritter sieht darin kein echtes Verhandlungsangebot, sondern eine klassische Täuschungsoperation: „Die USA haben kein Interesse an einer diplomatischen Lösung. Das Ziel war und ist seit jeher der Regime-Change.“

Truppenaufmarsch und strategische Vorbereitung

Bereits im Januar habe Trump den iranischen Demonstranten „Hilfe ist unterwegs“ versprochen – ein Versprechen, das nur scheiterte, weil die USA damals nicht genügend Kräfte in der Region hatten, um sowohl iranische Infrastruktur zu treffen als auch sich selbst vor Vergeltung zu schützen.

Diese Verwundbarkeit bestehe weiterhin. Dennoch verlege Washington nun riesige Mengen an Flugzeugen (F-35, F-15, F-22, F-16), THAAD- und Patriot-Systemen sowie Strike-Paketen in Basen, die Iran nach Artikel 51 der UN-Charta (Caroline-Doktrin) als unmittelbare Bedrohung betrachten und präventiv angreifen dürfe.

Die Strategie der USA sei klar: Zuerst die Raketenabwehr vervollständigen, dann die Angriffskapazität aufbauen. Sobald beide „grün“ seien, werde der Präsident den Befehl geben.

Der Plan sehe eine „Gorilla-Package“-Luftkampagne vor – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche –, bei der alle bekannten iranischen ballistischen Raketenstellungen sofort ausgeschaltet werden sollen.

Gleichzeitig habe die CIA über 100.000 Starlink-Terminals (davon 70–80.000 noch aktiv und mit israelischer Anti-Erkennungs-Software ausgestattet) ins Land geschmuggelt, um Unruhen anzufachen, Zellen zu bilden und eine „alternative Kommunikationsrealität“ zu schaffen.

Das Ziel: massive gewaltsame Proteste auslösen, das Regime stürzen, den Obersten Führer und die Führungsspitze eliminieren.

Fehlkalkulation Washingtons?

Ritter warnt jedoch eindringlich vor der Fehleinschätzung Washingtons. Die iranische Bevölkerung werde sich nicht spalten, sondern im Gegenteil wie nie zuvor vereinen – stärker noch als während des 12-Tage-Krieges.

Die Islamische Republik sei kein Personenkult, sondern ein stabiles System mit Nachfolgeregelungen: Die Expertenversammlung habe bereits den nächsten Obersten Führer bestimmt, die Verfassung regle die Präsidentschaftsnachfolge.

Eine „Enthauptung“ werde das System nicht zum Einsturz bringen. Ritter: „Wir respektieren weder die Resilienz der Islamischen Republik noch die des iranischen Volkes.“

Militärische und wirtschaftliche Folgen

Die militärischen Folgen seien dennoch katastrophal. Iran verfüge über genug ballistische und Marschflugkörper, um die Ölproduktion Saudi-Arabiens und der Golfstaaten sofort lahmzulegen und Israel schwere Schäden zuzufügen.

Die Straße von Hormuz könne innerhalb Stunden blockiert werden – mit verheerenden Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.

Ritter gibt den USA nur eine 50:50-Chance, die iranische Raketenkapazität frühzeitig zu unterdrücken. Selbst wenn es gelinge, würden einzelne Raketen durchkommen und genug Schaden anrichten, um die Region zu verwüsten.

Die USA selbst würden empfindliche Verluste erleiden, besonders bei Flugzeugträgern.

Nukleare Eskalationsgefahr

Hier wird es besonders brisant: Sollte der Iran einen amerikanischen Flugzeugträger versenken, sei die automatische Antwort nach US-Planung nuklear.

Ritter verweist auf das Buch des ehemaligen NATO-Oberbefehlshabers und US-Admirals James Stavridis, der in einem Roman genau dieses Szenario beschreibt – mit nuklearem Gegenschlag der USA.

Ritter selbst sagt: „Wir können es uns nicht erlauben, einen Flugzeugträger zu verlieren. Die Konsequenz wäre nuklear.“

Die USA seien derzeit von „Wahnsinnigen“ regiert, die nicht mehr an Rüstungskontrolle oder die Ungewinnbarkeit eines Atomkriegs glauben.

Rolle Jordaniens und globale Dimension

Besonders kritisch sieht Ritter die Rolle Jordaniens als neuer Hauptbasis. Von dort aus sollen Luftangriffe und Tomahawk-Salven (mehrere Hundert bis Tausend allein in der ersten Welle, plus U-Boote und Nachschub auf See) gestartet werden.

Die USA könnten ihre Munition mehrmals auffüllen – sie planen globale Kriege, nicht nur einzelne Einsätze. Dennoch: „Kein Plan überlebt den ersten Feindkontakt.“

Die Iraner wüssten genau, wo die Flugzeuge stationiert seien, und würden diese Basen von Beginn an bekämpfen.

Appell an Teheran

Ritter appelliert direkt an die iranische Führung: Statt zwei Wochen über ein nicht existentes Verhandlungsframework zu diskutieren, müsse Teheran sofort Klartext sprechen. Jede weitere US-Verlegung sei ein feindlicher Akt.

Iran solle Jordanien, Saudi-Arabien und die Golfstaaten unmissverständlich warnen: „Regime-Change schneidet in beide Richtungen. Eure Ölproduktion existiert am ersten Tag nicht mehr.“

Nur eine solche klare, sofortige Abschreckung könne den Krieg noch verhindern.

Ein vermeidbarer Krieg?

Abschließend macht Ritter klar: Dieser Krieg sei vermeidbar, werde aber von einer US-Regierung vorangetrieben, die sich in einer Phase des „verrücktesten amerikanischen Größenwahns“ befinde.

Die millennial-Generation schweige, die europäische Stimme fehle, die IAEA sei ohnmächtig.

Am Ende werde niemand gewinnen: Iran verwüstet, die Region in Flammen, die Weltwirtschaft am Boden, das Atomwaffensperrvertrag tot – und die USA blamiert, selbst wenn sie militärisch „gewinnen“.

Scott Ritter schließt mit den Worten eines Mannes, der selbst Kriege geplant hat: „Ich will keine toten Amerikaner, keine toten Iraner, keine toten Menschen. Aber wenn Amerika diesen Weg weitergeht, wird es einen Krieg geben, den niemand gewinnen kann – und den die Welt teuer bezahlen wird.“

Die Uhr tickt. Hormuz kann jederzeit blockiert werden. Die US-Marine im Golf ist längst nicht mehr unbesiegbar.



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