Das Video mit dem Titel „Iran STRIKES CIA, Destroys THAAD: Has Trump LOST the War? | Mohammad Marandi & Pepe Escobar“ ist eine aktuelle Diskussionsrunde des Journalisten Danny Haiphong. Darin analysieren der iranische Professor Seyed Mohammad Marandi (aus Teheran zugeschaltet) und der geopolitische Analyst Pepe Escobar die jüngsten Entwicklungen im eskalierenden Konflikt zwischen Iran, den USA und Israel. Das Gespräch findet vor dem Hintergrund massiver US-israelischer Angriffe auf Iran statt – einschließlich der Tötung hochrangiger iranischer Führungsfiguren – und der darauf folgenden iranischen Vergeltungsschläge auf US-Stützpunkte und verbündete Ziele im Persischen Golf. Marandi und Escobar betonen die strategische Überlegenheit Irans, die nationale Einheit im Land und die Schwächen der westlichen Allianz.
Irans militärische und gesellschaftliche Stärke inmitten der Bombardements
Professor Marandi beschreibt die Situation in Teheran und im ganzen Land als paradox: Trotz intensiver Bombardements – darunter gezielte Angriffe auf Schulen, Krankenhäuser, Wohnhäuser, Polizeistationen, das staatliche Fernsehen und sogar ein privates IVF-Zentrum und das Gandhi-Krankenhaus – sei die iranische Gesellschaft geeinter denn je.
Nächtliche Massenversammlungen in verschiedenen Stadtteilen Teherans, bei denen Zehntausende trotz laufender Luftangriffe und aktiver Flugabwehr ausharren, zeugen von Trotz und Bereitschaft zum Martyrium. Menschen fliehen nicht, sondern skandieren Parolen gegen die USA und Israel.
Marandi berichtet von persönlichen Anekdoten: Frühere Regimekritiker unter seinen Studenten, die an Protesten beteiligt waren, hätten sich nun gemeldet und wollten „wiedergutmachen“. Die jüngere Generation, die weder die Islamische Revolution noch den Irak-Krieg miterlebt hat, lerne nun durch die brutalen Angriffe – inklusive mutmaßlich gezielter Bombardements von Schulen mit Kindern – die wahre Natur des „US-Imperiums“ kennen. Dies habe eine beispiellose nationale Einheit geschaffen, stärker als in früheren Konflikten.
Die iranische Führung unter Präsident Raisi (im Gespräch als „Märtyrer“ bezeichnet) wird als integer, volksnah und palästina-solidarisch gelobt. Seine Politik – Unterstützung für Unterdrückte weltweit (Palästina, Südafrika unter Apartheid, Nicaragua, Kuba, Venezuela) – habe tiefe Wurzeln. Die militärische Infrastruktur (unterirdische Raketen- und Drohnenbasen, Drohnen- und Raketenproduktion) sei so robust, dass US- und israelische Angriffe sie kaum berührten.
Iran nutze bewusst ältere Systeme, um Luftabwehrsysteme (vor allem in Israel und im Golf) zu erschöpfen, während modernere Waffen unangetastet blieben.
Irans Vergeltung: Präzise Schläge gegen US-Interessen im Golf
Marandi und Escobar heben die iranische „dezentrale Mosaik-Strategie“ hervor: Innerhalb von Minuten nach den initialen US-israelischen Angriffen begann die iranische Antwort – simultan gegen Ziele in Israel und US-Verbündeten im Persischen Golf.
Iran habe CIA-Stationen (u. a. in Saudi-Arabien und möglicherweise Dubai), THAAD-Luftabwehrsysteme (einschließlich Radarkomponenten in den UAE), Radaranlagen in Qatar und weitere US-Basen (Bahrain, Kuwait, Irak, UAE) getroffen. Berichte sprechen von zerstörten Satellitenkommunikationsanlagen, frühen Warnradaren und teils versenkten Tankern.
Iran kontrolliere de facto die Straße von Hormus: Kein Öl verlasse den Golf ohne iranische Zustimmung. Schiffe, die sich widersetzten, seien beschädigt oder versenkt worden.
Marandi warnt: Sollten die Angriffe auf Zivilisten andauern, könne Iran Entsalzungsanlagen, Ölfelder und Gasanlagen der Golfstaaten zerstören – was die dort stationierten US-Truppen zum sofortigen Abzug zwingen würde. Trump prahle damit, die Straße öffnen zu wollen – Marandi: „Lassen Sie es ihn versuchen.“
Pepe Escobars geopolitische Einordnung
Pepe Escobar sieht den Konflikt als existenziellen Kampf: Iran verteidige nicht nur sich selbst, sondern die gesamte Globale Südhalbkugel und die BRICS-Allianz (Iran, Russland, China). Der Krieg sei ein Angriff auf 85–90 % der Weltbevölkerung.
Iran profitiere von Echtzeit-Informationen aus Russland und China sowie technologischem Austausch (z. B. Drohnen-Upgrades). Die nächsten Tage seien entscheidend: Erschöpfung der US-israelischen Abfangraketen („Interceptor Crisis“) würde Iran ermöglichen, mit modernsten Hyperschallwaffen zuzuschlagen.
Escobar kritisiert die „Mafiisierung“ der US-Politik unter Trump: Ein von McCarthy-Schülern geprägter Präsident folge einem „genozidalen Kriegsverbrecher“ (Netanjahu). Der Westen bombardiere Zivilisten aus Frustration und Impotenz – ähnlich wie in Gaza.
Der Konflikt markiere das Ende westlicher Hegemonie, des Völkerrechts und der UN. Escobar endet mit der Hoffnung, dass Irans Widerstand die Lektion erteile, die die „Pervertierten“ brauchten.
Ausblick und Warnung
Beide Gäste betonen: Iran wolle keinen Weltkrieg, aber es werde nicht kapitulieren. Die USA könnten prahlen – doch die Realität spreche eine andere Sprache.
Der Westen ignoriere die Leiden (wie in Gaza, Libanon, Jemen), während Iran für Palästina und die Unterdrückten stehe.
Marandi appelliert an die Zuschauer: Boykottiert westliche Waren, unterstützt die Betroffenen in Palästina, Libanon, Kuba und Venezuela.
Das Gespräch ist ein eindringliches Plädoyer für Irans Resilienz und eine scharfe Abrechnung mit dem „Empire of Chaos“. Es zeigt, wie der Konflikt die globale Ordnung neu ordnet – mit Iran als Frontstaat eines multipolaren Widerstands.