Der Irankrieg zieht immer weitere Kreise. Eine ballistische Rakete fliegt Richtung NATO-Land Türkei, Israel greift weiter Hisbollah-Stellungen im Libanon an, in den Golfstaaten gibt es Drohnenattacken auf zivile Ziele, die USA versenken vor Sri Lanka ein Kriegsschiff und durch die Straße von Hormus kommt kaum mehr Öl und Gas.

In der Nacht flogen die USA und Israel weiter Angriffe im Iran, Teheran griff erneut kurdische Gruppen im benachbarten Irak an und das israelische Militär bombardierte weiter Ziele im Libanon. Was gestern geschah: 4. März.

Alle Entwicklungen vom 5. März hier im Liveticker:

Nato verstärkt Raketenabwehr

Die Nato hat nach dem Abschuss einer in Richtung Türkei fliegenden iranischen Rakete ihre Abwehrbereitschaft erhöht. Die Allianz habe ihre Raketenabwehr im gesamten Bündnisgebiet verstärkt, erklärte der Sprecher des obersten Nato-Kommandos in Europa, Martin O’Donnell, am Donnerstag, 5.März, in Online-Netzwerken.

Sie solle auf diesem „erhöhten Niveau“ bleiben, bis die Bedrohung durch die „wahllosen Angriffe des Iran in der gesamten Region“ nachlasse. Einzelheiten zu den vorgenommenen Änderungen könne er aus operativen Gründen nicht nennen.

Außenminister: Iran strebt weder Waffenruhe noch Verhandlungen mit den USA an

Der Iran strebt nach Angaben von Außenminister Abbas Araghtschi derzeit weder eine Waffenruhe noch Verhandlungen mit den USA an. „Wir fordern keine Waffenruhe“, sagte Araghtschi am Donnerstag dem US-Sender NBC News. „Wir sehen keinen Grund, warum wir mit den USA verhandeln sollten.“

„Wir haben zweimal mit ihnen verhandelt, und jedes Mal haben sie uns mitten in den Verhandlungen angegriffen“, sagte Araghtschi weiter. Die USA hatten im Juni an der Seite Israels in den Zwölf-Tage-Krieg zwischen beiden Staaten eingegriffen und iranische Atomanlagen bombardiert.

Mit Blick auf eine mögliche Bodenoffensive gegen den Iran sagte Araghtschi, ein solcher Schritt würde für die Feinde Teherans mit einer „Katastrophe“ enden. „Wir warten auf sie“, betonte der iranische Außenminister. „Wir sind zuversichtlich, dass wir ihnen die Stirn bieten können.“ Mehrere US-Medien hatten zuvor berichtet, dass die USA kurdische Milizen mit Waffen unterstützen wollen, um einen Aufstand im Iran zu provozieren. Dies wurde vom Weißen Haus dementiert.

Zu der für den Welthandel wichtige Straße von Hormus sagte Araghtschi, der Iran habe „derzeit nicht die Absicht“, die Meerenge abzusperren. „Aber wenn der Krieg weitergeht, werden wir jedes Szenario in Betracht ziehen.“

Irans Streitkräfte melden Angriff auf US-Flugzeugträger

Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen US-Flugzeugträger attackiert. Der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ sei von Kampfdrohnen der Marine der Revolutionsgarden getroffen worden, berichtete der staatliche iranische Rundfunk.

Nachdem sich das Schiff nur wenige Hundert Kilometer der iranischen Küste genähert habe, sei es attackiert worden, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier „Chatam Al-Anbija“, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Das Pentagon erklärte jedoch umgehend, dass die „abgefeuerten Raketen nicht einmal in die Nähe“ des Schiffes gekommen seien.

Bahrains wichtigste Ölraffinerie durch iranische Rakete in Brand gesetzt

In Bahrain hat ein Angriff mit einer iranischen Rakete einen Brand in der wichtigsten staatlichen Ölraffinerie des Landes ausgelöst. „In einer Anlage der Raffinerie Bapco Energies ist nach einem iranischen Raketenangriff ein Feuer ausgebrochen“, erklärte das Nationale Kommunikationszentrum am Donnerstag, 5. März. Das Feuer sei „vollständig gelöscht“ worden.

Bei dem Angriff in der Raffinerie in Sitra an der Ostküste südlich der Hauptstadt Manama habe es keine Verletzten gegeben, hieß es in der Erklärung der Behörde weiter. Das Ausmaß der Schäden werde derzeit bewertet.

Zuvor hatte das Innenministerium erklärt, eine Anlage „in der Region Maameer“ sei „angegriffen“ worden – ohne mitzuteilen, dass es sich um die wichtigste Raffinerie des Landes handelte.

In der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, Abu Dhabi, waren am Donnerstag mehrere Explosionen zu hören, wie Augenzeugen vor Ort mitteilten. Die nationale Krisenbehörde erklärte auf X, die Luftabwehr habe auf eine „Bedrohung durch Raketen“ reagiert.

Trump will bei Chamenei-Nachfolge mitreden

US-Präsident Donald Trump besteht darauf, an der Auswahl des nächsten iranischen Staatsoberhaupts beteiligt zu werden. „Ich muss an der Ernennung beteiligt sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela“, sagte Trump dem Portal Axios.

Laut Trump müsse dies jemand sein, „der großartig für das Land, großartig für das Volk“ des Irans sei, so der US-Präsident gegenüber „Reuters“. Der Prozess für die Nachfolge des getöteten geistlichen und politischen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei sei jedoch noch in einem frühen Stadium.

Im Gespräch für die Nachfolge ist unter anderem Chameneis Sohn Modschtaba. Diesen bezeichnete der US-Präsident als inakzeptable Wahl. „Wir wollen jemanden, der dem Iran Harmonie und Frieden bringt.“ Der 56-jährige Modschtaba Chamenei gilt als Hardliner mit engen Verbindungen zu den Revolutionsgarden.

Bei dem Treffen mit Merz wurde Trump auch nach dem Schah-Sohn Reza Pahlavi gefragt, der in den USA im Exil lebt und hofft, im Fall eines Sturzes der Islamischen Republik selbst das Ruder zu übernehmen. Trump sagte, dieser wirke zwar „wie eine sehr nette Person“. Jemand aus dem Inneren des Iran wäre nach seiner Ansicht aber geeigneter.

Steinmeier verschiebt aus Sicherheitsgründen Asienreise

Angesichts der unsicheren Lage im Nahen Osten wegen des Iran-Kriegs verschiebt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seine geplante Asienreise. Es gebe derzeit keine ausreichend sicheren und praktikablen Flugmöglichkeiten, erklärte seine Sprecherin am Donnerstag zur Begründung.

Eigentlich wollte Steinmeier am Sonntag nach Indonesien und auf die Philippinen reisen. Die Reise sollte bis zum 13. März dauern. Wann sie gegebenenfalls nachgeholt wird, blieb zunächst unklar.

Wegen der am Wochenende gestarteten Angriffe Israels und der USA auf den Iran sind mehrere Lufträume in der Region geschlossen. In den vergangenen Tagen saßen unter anderem auf der indonesischen Insel Bali tausende Reisende wegen Störungen im Flugverkehr fest.

Schifffahrt erklärt Golf-Gewässer zu Kriegsgebiet

Der internationale Schifffahrtsektor hat den Persischen Golf, den Golf von Oman und die Straße von Hormus offiziell zum Kriegsgebiet erklärt. Dies werde „den Störungen und Risiken, denen die zivilen Besatzungen in der Region ausgesetzt sind, gerecht“, erklärten die Gewerkschaften des Sektors und die weltweiten Arbeitgeber am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung. Nach Angaben der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO) der Vereinten Nationen sitzen rund 20.000 Seeleute infolge des Iran-Krieges im Persischen Golf fest.

Die Gewerkschaften und Unternehmen gehen von hunderten blockierten Schiffen im Persischen Golf aus. Die Einstufung als Kriegsgebiet erweitert die Rechte der betroffenen Seeleute. Unter anderem können sie eine Rückführung auf Kosten des Reeders beantragen. Die Möglichkeiten für Rückführungen sind wegen der Luftraumsperrungen allerdings derzeit ohnehin begrenzt.

WHO setzt Betrieb von Logistikzentrum in Dubai aus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Betrieb eines wichtigen Logistikzentrums in Dubai aufgrund des Kriegs im Nahen Osten ausgesetzt. Seit Ausbruch des Kriegs arbeite die WHO eng mit ihren Büros in den betroffenen Ländern zusammen, um die Auswirkungen zu beobachten und bei Bedarf Unterstützung zu leisten, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Genf.

Die Folgen des Krieges gingen über „über die unmittelbar betroffenen Länder hinaus“. Der Betrieb in dem WHO-Logistikzentrum für Gesundheitsnotfälle in Dubai sei aufgrund der unsicheren Lage „derzeit ausgesetzt“.

Grund dafür seien die „Unsicherheit, Luftraumsperrungen und Beschränkungen, die den Zugang zur Straße von Hormus beeinflussen“, sagte die Regionaldirektorin für den östlichen Mittelmeerraum, Hanan Balkhy. Die Lieferketten für die humanitäre Gesundheitsversorgung seien derzeit gefährdet. Im vergangenen Jahr seien in dem Logistikzentrum mehr als 500 Notfallbestellungen für 75 Länder weltweit abgewickelt worden.

Die Störung verhindere den Transport von humanitären Gesundheitshilfsgütern im Wert von 18 Millionen Dollar (etwa 15,5 Millionen Euro). Weitere Lieferungen in Höhe von acht Millionen Dollar könnten das Logistikzentrum derzeit nicht erreichen, fügte Balkhy hinzu. Davon sind nach WHO-Angaben mehr als 50 Anfragen für Notfalllieferungen aus 25 Ländern betroffenen, sowie Medikamente im Wert von etwa sechs Millionen Dollar, die für den Gazastreifen bestimmt sind.

Großbritannien verlegt weitere Kampfjets nach Katar

Der britische Premierminister Keir Starmer gab auf einer Pressekonferenz bekannt, dass Großbritannien vier zusätzliche Typhoon-Kampfflugzeuge in Katar stationiert.

Er sagte, dieser Schritt sei Teil der Reaktion der Regierung auf Bitten von Verbündeten am Golf um „zusätzliche Unterstützung“.

Er merkte an, dass dieser Einsatz dazu diene, „unsere Verteidigungsoperationen in Katar und in der gesamten Region zu stärken“. Im vergangenen Januar entsandte Großbritannien auf Bitte der katarischen Regierung ein Typhoon-Geschwader nach Katar.

Der britische Premierminister Keir Starmer gibt am 5. März 2026 in der Downing Street im Zentrum Londons eine Erklärung zum Krieg der USA und Israels gegen den Iran ab.

Foto: Jaimi Joy / POOL / AFP via Getty Images

Neue Evakuierungsaufrufe der israelischen Armee für Beirut

Vor neuen Angriffen auf Hisbollah-Hochburgen rief die israelische Armee die Einwohner der dicht bevölkerten südlichen Vororte Beiruts in einer neuen Warnung zur Evakuierung auf. Die libanesische Regierung erhöhte derweil den Druck auf die Schiitenmiliz und verbot „jegliche Aktivitäten“ von Mitgliedern der iranischen Revolutionsgarden vom Libanon aus.

In einer Nachricht an die Bewohner der südlichen Vororte Beiruts, bekannt als Dahijeh, erklärte ein israelischer Armeesprecher: „Retten Sie Ihr Leben und verlassen Sie sofort Ihre Häuser.“ Daraufhin setzte am Donnerstagnachmittag eine Massenflucht der dortigen Bewohner ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Kurz nach der israelischen Warnung wurden Schüsse in die Luft abgefeuert, um die Einheimischen zur Flucht zu drängen. An den Ausläufern der südlichen Vororte, in denen die Hisbollah ihre Hochburgen hat, bildeten sich massive Staus.

Zuvor hatte Israel mitgeteilt, dass seine Streitkräfte „mehrere Kommandozentralen der Hisbollah-Terrororganisation“ im Süden Beiruts angegriffen hätten.

Israel hatte bereits zuvor seinen Aufruf für Zivilisten im Südlibanon erneuert, sich wegen militärischer Aktionen in Sicherheit zu bringen. Die Warnung betraf die Ortschaften südlich des Flusses Litani und die Städte Tyros und Bint Dschbeil. Dem Aufruf waren neue Raketenangriffe der Hisbollah auf auf die israelische Region Galiläa vorausgegangen.

Weniger Flugstreichungen in Golfregion

Der Flugverkehr in der Golf-Region läuft Schritt für Schritt wieder an. Der auf den Luftfahrtsektor spezialisierte Datendienstleister Cirium zählte am Donnerstag rund hundert kommerzielle Flüge allein an Flughäfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Demnach wurden in der gesamten Region aber weiterhin gut 43 Prozent aller Flüge gestrichen.

Cirium zufolge starteten 87 Flüge vom internationalen Flughafen von Dubai, zudem gab es 15 Starts in Abu Dhabi. Im Nachbarland Oman starteten 60 Flieger aus der Hauptstadt Maskat. Keine Starts wurden hingegen an den Flughäfen in der katarischen Hauptstadt Doha, in Manama (Bahrain) sowie in Kuwait verzeichnet.

Zwischen Sonntag und Dienstag waren den Angaben zufolge zwei Drittel aller Flüge von den Flughäfen der Region ausgefallen. Am Mittwoch lag die Ausfallquote dann bei 61 Prozent, am Donnerstag waren es noch 43,4 Prozent.

UNO: 20.000 Seeleute und 15.000 Passagiere sitzen im Persischen Golf fest

In den Gewässern des Persischen Golfs sitzen infolge der Iran-Krieges 20.000 Seeleute und 15.000 Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen fest. Das teilte die Internationale Schifffahrtsorganisation (IMO) der Vereinten Nationen am Donnerstag mit. Generalsekretär Arsenio Dominguez erklärte, die IMO sei bereit, „mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um zur Sicherheit und zum Wohlergehen der Seeleute beizutragen“.

Seit Kriegsbeginn am Samstag hat die UN-Organisation demnach sieben Vorfälle gezählt, in die Schiffe in der Straße von Hormus verwickelt gewesen seien. Dabei seien zwei Menschen gestorben und sechs verletzt worden. „Abgesehen von den wirtschaftlichen Auswirkungen dieser alarmierenden Angriffe handelt es sich hierbei um eine humanitäre Frage“, erklärte Dominguez. „Kein Angriff auf unschuldige Seeleute ist jemals gerechtfertigt.“

„Ich wiederhole meinen Appell an alle Reedereien, bei ihren Aktivitäten in der betroffenen Region größte Vorsicht walten zu lassen“, betonte der IMO-Chef. Er forderte „alle Parteien auf, ihre Bemühungen zu verstärken, um die Situation so schnell wie möglich zu entschärfen“.

Evakuierungsflüge für Deutsche aus Golfregion angelaufen

Die von der Bundesregierung organisierte Evakuierungsaktion für in der Golf-Region wegen des Iran-Krieges festsitzende Reisende ist angelaufen. Eine erste Maschine aus Maskat in Oman landete am Donnerstagmorgen in Frankfurt am Main. Noch im Laufe des Donnerstags sowie am Freitag waren nach Aussagen von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) weitere Flüge geplant.

An Bord des Airbus A340 der Lufthansa waren laut Wadephul mehr als 250 Menschen. Die Maschine mit der Flugnummer LH345 erreichte den Rhein-Main-Flughafen am Donnerstagmorgen. „Heute und morgen wird es zwei weitere Flüge mit ähnlicher Größe geben“, sagte Wadephul am Vormittag in Berlin. „Dafür organisieren wir gerade auch Transporte aus den Emiraten nach Maskat.“ Zu Details hinsichtlich der geplanten Flüge wollte sich das Auswärtige Amt auf Anfrage zunächst nicht äußern.

„Es ist mir wichtig, dass wir dabei denjenigen helfen, die unsere direkte Hilfe unbedingt benötigen.“ Wadephul hatte im Vorfeld darauf verwiesen, dass vor allem „Alte, Kranke, Schwache, Schwangere, Kinder“ nach Deutschland ausgeflogen werden sollten.

„Wir werden jetzt fortlaufend prüfen, wie wir noch weitere Unterstützungsangebote machen können“, sagte der deutsche Außenminister bei einer Pressekonferenz mit seinem moldauischen Amtskollegen Mihai Popsoi. „Gleichzeitig sehen wir glücklicherweise auch eine gewisse Entspannung im kommerziellen Flugverkehr. Die Kapazitäten für die Ausreise werden von Tag zu Tag größer.“

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) .(Archivbild).

Foto: Matthias Kehrein/Epoch Times

Kritik von Betroffenen hatte es teilweise daran gegeben, dass die von der Bundesregierung organisierten Evakuierungsflüge nicht kostenlos sind. Ausgeflogene müssten nach Konsulargesetz jeweils 500 Euro als Beteiligung zahlen. Um Informationen über die Flüge zu erhalten, müssten Betroffene sich in die Krisenvorsorgeliste „Elefand“ des Auswärtigen Amts eintragen.

Wadephul zufolge sollten am Donnerstag aus den Arabischen Emiraten, wo sich der Großteil der deutschen Urlauber aktuell aufhalte, nun wieder „etwa 250 kommerzielle Flüge in alle Welt gehen“. Davon gingen „über 60 nach Europa, einige davon auch nach Deutschland“.

Deutsche Reiseunternehmen schafften kontinuierlich für ihre Kunden neue Ausreisemöglichkeiten, betonte Wadephul. Am Donnerstag sollen demnach „auch über 500 Passagiere“ von zwei Kreuzfahrtschiffen in der Region ausreisen.

EU und Golfstaaten fordern Iran zum „sofortigen“ Einstellen seiner Angriffe auf

Die Außenminister der Europäischen Union (EU) und des Golf-Kooperationsrats (GCC) haben nach einer virtuellen Krisensitzung den Iran aufgerufen, „seine Angriffe sofort einzustellen“. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten die Minister am Donnerstag „nachdrücklich“ die „ungerechtfertigten iranischen Angriffe gegen die GCC-Staaten, welche die regionale und globale Sicherheit gefährden“. Die EU bekräftigte ihre Solidarität mit den Golfstaaten.

Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Der Iran reagiert seither mit Gegenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Auch ein britischer Luftwaffenstützpunkt in dem EU-Mitgliedsland Zypern war am Montag von einer Drohne iranischer Bauart angegriffen worden.

Das Außenministertreffen war von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas einberufen worden. Kallas warnte vor dem Gespräch, der Iran exportiere den Krieg und versuche, „ihn auf so viele Länder wie möglich auszuweiten, um Chaos zu säen“.

Die Hohe Vertreterin der EU und Vizepräsidentin für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, spricht am 5. März 2026 vor einer informellen Videokonferenz der Außenminister im Europäischen Rat in Brüssel mit Journalisten.

Foto: Nicolas TUCAT / AFP via Getty Images

Reza Pahlavi fordert sofortige Machtübergabe im Iran

Reza Pahlavi, der Sohn des abgesetzten iranischen Schahs, hat die Verantwortlichen der Islamischen Republik nach der Ermordung des iranischen Obersten Führers aufgefordert, „unverzüglich die Macht abzugeben“.

In einer Stellungnahme auf X sagte er, jeder Versuch, einen Nachfolger für Ali Khamenei zu ernennen, würde scheitern, da jeder, der ihn ersetzt, keine Legitimität besitze.

Iranische Armee meldet Drohnenangriffe auf US-Stützpunkt im Irak

Die iranischen Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge eine US-Militäreinrichtung im Irak mit Drohnen angegriffen. „Das Hauptquartier der amerikanischen Aggressoren“ in der Stadt Erbil im Nordirak sei „von Kampfdrohnen attackiert“ worden, erklärte die iranische Armee am Donnerstag im Staatsfernsehen.

Seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran und der iranischen Gegenangriffe ist auch die autonome Kurdenregion im Irak, in der Erbil liegt, immer wieder mit Drohnen attackiert worden. In Erbil befinden sich nicht nur US-Truppen, sondern auch ein US-Konsulat.

Neue Angriffe auf Golfstaaten

Aus den Golfstaaten wurden erneut zahlreiche iranische Angriffe gemeldet: In Dubai und in der katarischen Hauptstadt Doha waren Explosionen zu hören. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP vor Ort in Doha bezeichneten die Detonationen als einige der heftigsten seit dem Beginn der iranischen Angriffe auf die Golfstaaten am Samstag.

Die jüngsten Angriffe erfolgten nur wenige Stunden, nachdem Emir Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi in einem Telefonat scharf kritisiert hatte.

In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi wurden sechs Menschen durch herabfallende Trümmerteile einer abgefangenen Drohne in einem Industriegebiet verletzt, wie das emiratische Pressebüro mitteilte.

Auch in Bahrains Hauptstadt Manama waren am Donnerstag Explosionen zu hören. In Saudi-Arabien wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums drei Marschflugkörper und mehrere Drohnen abgefangen.

Die iranische Armee meldete zudem einen weiteren Drohnenangriff auf einen US-Militärstützpunkt in Kuwait. Der wichtige Stützpunkt Camp Buehring im Nordwesten Kuwaits sei mit Kampfdrohnen attackiert worden, erklärte die Armee im iranischen Staatsfernsehen.

Die Golfstaaten wurden in den vergangenen Tagen wiederholt Ziel iranischer Drohnen- und Raketenangriffe. Mindestens 13 Menschen wurden in der Golfregion seit Samstag getötet, darunter sieben Zivilisten.

Deutschland plant keine Entsendung von Fregatte

Das Bundesverteidigungsministerium hat keine Pläne, vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs ein zusätzliches Schiff ins Mittelmeer zu beordern. „Wir planen keine Entsendung einer Luftverteidigungsfregatte“, teilte ein Sprecher des Ministeriums auf AFP-Anfrage am Donnerstag mit.

Generell plane Deutschland „derzeit keine zusätzlichen deutschen militärischen Fähigkeiten, die über die Beiträge zu den laufenden Einsätzen“ hinausgingen.

Die Bundesregierung tausche sich „eng mit unseren Verbündeten und Partnern, auch mit Zypern, zur aktuellen Sicherheitslage im Nahen und Mittleren Osten aus“, erklärte der Sprecher weiter. Der deutsche Fokus liege aber weiterhin „auf signifikanten Beiträgen“ zur Verteidigung der NATO-Ost- und Nordflanke. Mit Blick auf den Iran-Krieg verwies der Sprecher auf Äußerungen von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) vom Mittwoch, wonach sich die Bundeswehr nicht an dem Konflikt beteiligen werde.

Libanesische Regierung verbietet „jegliche Aktivitäten“ der iranischen Revolutionsgarden

Am sechsten Tag des Iran-Krieges hat die Regierung im Libanon den Druck auf die proiranische Hisbollah weiter erhöht. Der Ministerrat in Beirut habe am Donnerstag beschlossen, „jegliche Aktivitäten“ von Mitgliedern der iranischen Revolutionsgarden vom Libanon aus zu verbieten, erklärte Informationsminister Paul Morcos.

Demnach sollen Revolutionsgarden-Mitglieder „von den zuständigen Justizbehörden“ festgenommen werden, „um sie auszuweisen“. Zudem brauchen Iraner demnach künftig ein Visum für die Einreise in den Libanon.

Bislang waren Iraner von der Visumpflicht befreit. Dasselbe galt umgekehrt für die Einreise von Libanesen in den Iran.

Die Regierung in Beirut hatte am Montag bereits ein „sofortiges Verbot“ aller militärischen Aktivitäten der Hisbollah erlassen und die Miliz aufgefordert, ihre Waffen abzugeben. Die libanesische Regierung hatte zugesagt, die Hisbollah zu entwaffnen, womit im August vergangenen Jahres begonnen worden war.

Iran dementiert Angriff auf Aserbaidshan

Der iranische Generalstab weist Berichte über Drohnenangriffe auf Aserbaidschan zurück. In einer Erklärung hieß es, der Iran respektiere die Souveränität der islamischen und benachbarten Länder. Zugleich beschuldigte der Generalstab Israel, hinter den Drohnengriffen zu stecken, und die Beziehungen zwischen islamischen Ländern stören zu wollen.

Zuvor hatte Aserbaidschan den Iran für Drohnenangriffe in der autonomen Exklave Nachitschewan verantwortlich gemacht und mit Vergeltung gedroht. Das Verteidigungsministerium bereite notwendige Vergeltungsmaßnahmen vor.

Spanien schickt Fregatte nach Zypern

Nach einem Drohneneinschlag auf einer britischen Militärbasis auf Zypern hat Spanien die Entsendung eines Kriegsschiffs in das Gebiet angekündigt. Spanien werde die Fregatte „Cristóbal Colón“ entsenden, um „Schutz und Luftverteidigung“ für Zypern zur Verfügung zu stellen.

Sie soll „jegliche Evakuierung von Zivilisten“ zu unterstützen, erklärte das Verteidigungsministerium in Madrid. Demnach befindet sich das Schiff derzeit in der Ostsee und soll am 10. März die griechische Insel Kreta erreichen.

Moskau: Bisher keine Anfragen aus dem Iran

Der Iran hat nach Angaben aus Moskau bislang keine militärische Unterstützung Russlands im Krieg gegen Israel und die USA angefordert.

Auf die Frage, ob Russland plane, Waffen an den Iran zu liefern, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, dass es keine solche Anfrage seitens Teherans gegeben habe.

Moskau und Teheran sind enge Verbündete. Der Westen wirft dem Iran vor, Russland in seiner Offensive gegen die Ukraine mit Drohnen und Raketen zu unterstützen, was Teheran bestreitet.

Paris erlaubt USA die Nutzung von Militärstützpunkt in Südfrankreich

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs erlaubt Frankreich den USA die Nutzung eines Militärstützpunktes im südfranzösischen Istres.

Dabei gehe es nicht um US-Kampfjets, sondern um unterstützende US-Flugzeuge, „die in keiner Weise an den von den USA im Iran ausgeführten Einsätzen teilnehmen“, erklärte der französische Generalstab. Es gehe lediglich um die „Unterstützung der Verteidigung unserer Partner in der Region“, hieß es weiter. Dies hätten die USA ausdrücklich zugesagt.

Systematische Angriffe auf Ölinfrastruktur nördlich des Iran

Der Iran greift die Infrastruktur für Öl nördlich seines Staatsgebietes an – die Pipeline Baku-Tiflis-Ceyhan wurde von Drohnen angegriffen. Sie verläuft durch georgisches Gebiet und transportiert aserbaidschanisches Rohöl über den Kaukasus an die türkische Mittelmeerküste. Das berichtet IslanderWORLD auf X.

Strategie von Teheran sei, systematisch die Energieversorgung anzugreifen – „ausgehend vom Golf, über die gesamte Region bis hin zum Kaukasus und zum Mittelmeer“. Es sei eine sorgfältige Eskalation.

Zu erwarten seien Angriffe auf die saudische Ost-West-Pipeline sowie die Raffinerie von Abqaiq, die den Großteil des saudischen Rohöls verarbeitet. „Wenn man diese nacheinander angreift, kann keine strategische Erdölreserve der Welt die Lücke schließen.“

Mit Klick auf den folgenden Button stimmen Sie zu, dass der Inhalt von twitter geladen wird.

Flughafen in Aserbaidschan angegriffen

Ein Flughafen in Aserbaidschan wurde von iranischen Drohnen angegriffen und getroffen. Augenzeugen-Videos auf der Plattform X zeigen eine große Rauchwolke über dem Nakhchivan-Flughafen.

Eine zweite Drohne sei in der Nähe einer Schule im Ort Schekerabad niedergegangen, erklärte das Ministerium weiter. Nachitschewan ist eine Exklave von Aserbaidschan, grenzt an den Iran und wird durch Armenien vom Rest Aserbaidschans getrennt.

Der Iran bestreitet die Angriffe.

„Wir verurteilen diese Drohnenangriffe, die vom Territorium der Islamischen Republik Iran aus durchgeführt wurden und zu Schäden am Flughafengebäude sowie zu Verletzungen von zwei Zivilisten geführt haben, aufs Schärfste“, erklärte das Außenministerium in einer Stellungnahme.

Mit Klick auf den folgenden Button stimmen Sie zu, dass der Inhalt von twitter geladen wird.

Das aserbaidschanische Außenministerium teilt mit, der „Angriff“ auf sein Hoheitsgebiet verstoße gegen das Völkerrecht. Es forderte den Iran auf, die Situation umgehend zu klären und Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen.

„Die aserbaidschanische Seite behält sich das Recht vor, angemessene Gegenmaßnahmen zu ergreifen“, erklärte das Ministerium und fügte hinzu, dass es den iranischen Botschafter in das Land einbestellt habe, um „einen starken Protest“ einzulegen.

Italien sagt Golfstaaten Hilfe zu

Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni hat den Golfstaaten Luftabwehrhilfe zugesagt. „Italien beabsichtigt, ebenso wie Großbritannien, Frankreich und Deutschland, den Golfstaaten Hilfe zu leisten“, sagte Meloni dem Radiosender „RTL 102.5“. „Wir sprechen hier eindeutig von Verteidigung, von Luftabwehr“, fügte Meloni hinzu.

Ziel der Hilfen sei es, „zehntausende Italiener und etwa 2000 italienische Soldaten“ in der Region zu schützen. Der Golf sei zudem für die Energieversorgung Italiens und Europas von entscheidender Bedeutung.

Israels Verteidigungsminister: USA versichern Beistand „bis zum Ende“

Die USA haben Israel im Krieg gegen den Iran nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz volle Unterstützung „bis zum Ende“ zugesichert.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth habe ihm in einem nächtlichen Telefonat gesagt: „Macht weiter bis zum Ende – wir sind bei euch“.

Rutte: Wir werden „jeden Zentimeter des NATO-Gebiets verteidigen“

NATO-Generalsekretär Mark Rutte sagte dem US-Medium „Newsmax“ am 4. März, die NATO sei nicht am Kriegsgeschehen im Nahen Osten beteiligt. NATO-Truppen seien jedoch weiterhin bereit, das Bündnisgebiet zu verteidigen.

„Was wir derzeit als NATO tun, ist sicherzustellen, dass wir jeden Zentimeter des NATO-Territoriums rundum verteidigen“, sagte Rutte.

Zu einem möglichen NATO-Bündnisfall sagt er, dass die Allianz zuvor „aus guten Gründen sehr mehrdeutig bleiben“ würde, um mögliche Gegner zu irritieren. Falls der Artikel 5 jedoch ausgelöst würde, würde das Bündnis dies sofort klarstellen.

„Hier in Europa wissen wir um den Einfluss des Iran und die negativen Auswirkungen, die er haben kann“, sagte er. „Man denke nur an die Attentatsversuche in vielen NATO-Ländern hier in Europa, an die iranische Diaspora. Mein eigenes Land [die Niederlande] ist einer ständigen Bedrohung durch das Regime in Teheran ausgesetzt.“

Benzinpreis bei Super E10 über 2 Euro pro Liter

Einen Tag nach Dieselkraftstoff hat auch die günstigste gängige Benzinsorte Super E10 die Marke von zwei Euro pro Liter im bundesweiten Durchschnittspreis überschritten. In der Preisspitze am Morgen kostete sie 2,003 Euro, wie der ADAC mitteilte.

Auch Diesel verteuert sich weiter: Am Morgen erreichte der Kraftstoff im bundesweiten Durchschnitt 2,086. Am Mittwoch waren es noch 2,054 Euro.

Iran droht USA – wegen Versenkung des Kriegsschiffs vor Sri Lanka

Irans Außenminister Abbas Araghtschi droht den USA mit Konsequenzen: Die iranische Fregatte „Iris Dena“ sei „ohne Vorwarnung in internationalen Gewässern angegriffen“ worden, schrieb der Politiker im Onlinedienst X. „Die USA werden diesen Präzedenzfall bitter bereuen.“

Das iranische Schiff sank gestern vor der Küste Sri Lankas. Polizeiangaben zufolge wurden bislang über 80 Leichen von Besatzungsmitgliedern geborgen, rund 60 Menschen wurden noch vermisst.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gab am 4. März bekannt, das Schiff sei „von einem Torpedo“ versenkt worden.

Iran bestreitet Raketenangriff auf die Türkei

Der iranische Generalstab erklärt: Meldungen über einen Raketenabschuss in Richtung türkisches Territorium seien falsch und würden entschieden zurückgewiesen. Die iranischen Streitkräfte respektierten die Souveränität des Nachbar- und befreundeten Landes Türkei.

Am Mittwoch hatte ein NATO-Abwehrsystem in der türkischen Grenzregion eine ballistische Rakete abgefangen. Ein Teil der Abwehrrakete fiel in der Grenzprovinz Hatay auf eine freie Fläche. Es gab keine Verletzten.

Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf US-Militärkreise, das Geschoss hätte den wichtigen NATO-Luftwaffenstützpunkt Incirlik in der südtürkischen Provinz Adana treffen sollen. Nach US-Angaben sind dort rund 1.500 Militärangehörige stationiert. Der Stützpunkt gilt als wichtiges Militär-Drehkreuz in der Region.

Oman: „Lasst uns diesen Krieg jetzt stoppen“

Omans Außenminister Badr al-Busaidi veröffentlichte einen weiteren Appell zur Beendigung des Krieges. Sein Land werde seinen Teil dazu beitragen, alle Menschen, die derzeit in seinem Hoheitsgebiet gestrandet sind, zu unterstützen. Auf der Plattform X schreibt er:

„Die Regierung Omans arbeitet mit Ihren Regierungen und internationalen Fluggesellschaften zusammen, um Flüge zu organisieren, die Sie nach Hause bringen. Wir meinen damit alle, unabhängig davon, welchen Pass Sie besitzen. Die Bürger aller Länder haben ein Menschenrecht auf Sicherheit und Schutz. Menschen sind wichtig. Lasst uns diesen Krieg jetzt stoppen.“

Australien entsendet zwei Militärflugzeuge in den Nahen Osten

Im Rahmen der Notfallplanung zur Evakuierung australischer Staatsbürger entsandte Australien ein Schwertransportflugzeug und eine Treibstofftransportmaschine. Regierungsbeamte sagen, Australier sollten sich jedoch vorrangig um kommerzielle Flüge für eine Heimreise bemühen.

Der australische Premierminister Anthony Albanese bestätigte im Parlament, dass „militärische Mittel“ in die Region entsandt worden seien. „Ich danke den Australiern, die sich in eine gefährliche Situation begeben, um ihren Landsleuten zu helfen“, fügte Albanese hinzu.

Offiziellen Angaben zufolge befinden sich 115.000 australische Staatsbürger in der Region.

Hoher Hamas-Vertreter getötet

Libanesischen Staatsmedien zufolge ist ein hochrangiger Vertreter der islamistischen Hamas getötet worden.

Wassim Atallah al-Ali und seine Frau seien bei einem israelischen Drohnenangriff in einem palästinensischen Flüchtlingslager nahe Tripoli im Norden des Libanons getötet worden.

Israel lockert Regeln für den Lebensalltag

Israel lockert etwas die Einschränkungen für das öffentliche Leben. An den Arbeitsplätzen kehren die Menschen trotz Angriffen und Gegenangriffen meist wieder zur Normalität zurück. Veranstaltungen und Versammlungen sind wieder erlaubt. Schulen und Bildungseinrichtungen bleiben geschlossen. Das berichtet „Al Jazeera“.

Demnach fange die Armee effektiv noch mehr iranische Raketen ab, ebenso wie Drohnen und Raketen aus dem Libanon von der Hisbollah. Der Iran verwende höhenwertige Raketen, die größer seien und deren Trümmer mehr Schaden verursachen würden, nachdem sie abgeschossen wurden.

Die Kosten für die Schäden würden in der ersten Woche auf 2 Milliarden US-Dollar geschätzt – zusätzlich zu den eigentlichen Kriegskosten.

Erster Evakuierungsflug gelandet

In Frankfurt am Main ist der erste Evakuierungsflug aus der Golfregion mit Deutschen an Bord gelandet. Die Maschine mit der Flugnummer LH345 aus Maskat im Oman erreichte den Flughafen der hessischen Stadt am Morgen, wie aus Daten des Portals Flightradar24 hervorging.

An Bord des von der Lufthansa ausgeführten Fluges waren nach Angaben des Auswärtigen Amts mehr als 250 Menschen. Weitere Flüge sind dem Außenamt in Berlin zufolge geplant.

Kritik von Betroffenen hatte es teilweise daran gegeben, dass die von der Bundesregierung organisierten Evakuierungsflüge nicht kostenlos sind. Ausgeflogene müssten nach Konsulargesetz jeweils 500 Euro als Beteiligung zahlen.

US-Senat gibt grünes Licht für Trumps weiteres Vorgehen gegen den Iran

Mit einer Resolution sollte US-Präsident Trump untersagt werden, den Militäreinsatz gegen den Iran ohne Beschluss des US-Kongresses fortzusetzen. Das Vorhaben scheiterte im Senat.

Die sogenannte Kriegsbefugnisresolution (War Powers Resolution) wurde am 4. März in der Kongresskammer mit der Mehrheit von Trumps Republikanern abgelehnt. 53 Senatoren stimmten gegen die Resolution, 47 Senatoren dafür.

Israel startet neue Angriffsserie auf Teheran

Die israelische Armee „hat gerade eine groß angelegte Angriffswelle auf die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in ganz Teheran begonnen“, erklärte das israelische Militär.

Es wurde auch ein Luftangriff auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut geflogen. Der Konflikt mit der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon spitzt sich zu.

Die Hisbollah meldete „direkte Gefechte“ mit der israelischen Armee. UN-Kreisen zufolge drang die israelische Armee in mehrere Dörfer im Südlibanon vor. Hisbollah-Chef Naim Kassem erklärte, die Miliz werde nicht „kapitulieren“.

Seit dem 2. März werden Ortschaften und Städte im israelischen Grenzgebiet von der Hisbollah mit Raketen und Drohnen angegriffen.

Iran greift Kurden-Hauptquartier im Irak an

Der Iran hat nach eigenen Angaben ein Hauptquartier kurdischer Einheiten im Irak angegriffen. Das Hauptquartier sei mit drei Raketen attackiert worden, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur „Irna“ unter Berufung auf eine Mitteilung des Militärs.

Der regierungstreue Sender „Press TV“ veröffentlichte Videos, auf denen Einschläge in den Stellungen „anti-iranischer Separatisten“ zu sehen sein sollen.

Auch die autonome Kurdenregion im Irak ist immer wieder mit Drohnen attackiert worden. In der Region sind US-Soldaten stationiert. US-Medien berichteten, Präsident Donald Trump erwäge, kurdische Gruppen für einen Aufstand gegen Irans Regierung zu bewaffnen. Das Weiße Haus wies diese Darstellung zurück.

Erster Evakuierungsflug aus dem Oman erwartet

In Omans Hauptstadt Maskat startete in der Nacht der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung. Laut dem Flugdienstleister Flightradar24 wird ein Lufthansa-Airbus A340-300 gegen 7:22 Uhr am Frankfurter Flughafen erwartet.

Die genaue Zahl der heimgeholten Passagiere war zunächst unklar. Die Maschine hat in der Konfiguration der Lufthansa 279 Passagiersitze, es müssen auch die Crew des Hinflugs sowie weiteres Personal mitgenommen werden.

Es handelt sich nicht um die erste Maschine, die seit Kriegsbeginn Deutschland erreicht, es gab bereits einzelne Flüge – vor allem von Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Außenminister der EU und der Golfstaaten beraten über Krieg

Die EU-Außenminister beraten heute um 11 Uhr MEZ per Videoschaltung mit Kollegen aus den Golfstaaten über den Krieg. Dabei soll es um die jüngsten Entwicklungen im Iran, aber auch im Nahen Osten allgemein gehen. Einberufen wurde das virtuelle Treffen von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas.

An dem Treffen nimmt auch der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats (GCC) teil. Bislang geht es für die europäischen Staaten vor allem darum, ihre in der Region festsitzenden Staatsbürger zu evakuieren. Daneben beobachten sie die Auswirkungen der steigenden Energiepreise. In Brüssel wird zudem verfolgt, ob die Zahl der Flüchtlinge aus dem Nahen Osten steigt.

Iran setzt seine Angriffe fort

Die israelischen Streitkräfte alarmierten in der Nacht wegen iranischer Raketenangriffe in weniger als zwei Stunden dreimal die Bevölkerung. In Jerusalem waren Explosionen zu hören, die Rettungsdienste erklärten, es lägen keine Berichte über Verletzte vor.

In der iranischen Hauptstadt Teheran waren derweil Explosionen zu hören, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Der Iran habe seine Abwehrsysteme aktiviert.

Der Golfstaat Katar erklärt, das Gebiet rund um die US-Botschaft in der Hauptstadt Doha zu evakuieren. Dies sei eine „vorübergehende Vorsichtsmaßnahme“, erklärte das katarische Innenministerium.

„Teheran will Kriegskosten für Washington erhöhen“

„Iran versucht, den Konflikt zu regionalisieren“, sagt der Leiter des Iran-Programms der International Crisis Group, Ali Vaez. „Die Angriffe auf die Golfstaaten und US-Stützpunkte zeigen, dass Teheran davon ausgeht, dass die beste Option ist, die Kosten für Washington und seine Verbündeten so schnell wie möglich zu erhöhen.“

Das Abfeuern einer ballistischen Rakete auf die Türkei am Mittwoch stellte eine neue Eskalationsstufe dar. Das iranische Geschoss hätte den NATO-Luftwaffenstützpunkt Incirlik treffen sollen, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf US-Militärkreise. Die Rakete wurde abgefangen.

Die Chefin der UN-Organisation für Migration warnte Europa vor einer Migrationskrise, die sich binnen Tagen entwickeln könnte. „Schauen Sie sich das Beispiel der Ukraine an, wo innerhalb weniger Tage Millionen Menschen die Grenze überquert haben“, sagte IOM-Chefin Amy Pope dpa in Brüssel.

Macron warnt Netanjahu vor Bodenoffensive im Libanon

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rief den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu dazu auf, von einer Bodenoffensive im Nachbarland Libanon abzusehen.

Es sei wichtig, dass die territoriale Integrität des Libanon gewahrt werde und die proiranische Hisbollah-Miliz ihre Angriffe auf Israel einstelle, teilte Macron nach Gesprächen mit Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun auf der Plattform X mit. Die Parteien sollten zum Waffenruheabkommen zurückkehren.

Trump: 15 von 10 Punkte für den bisherigen Kriegsverlauf

Die israelische Regierung sieht „historische Erfolge“ im Krieg gegen den Iran: „Israel und die USA haben gemeinsam historische Erfolge erzielt, um unsere Bürger und die zivilisierte Welt zu schützen“, sagte Regierungssprecherin Schosch Bedrosian in der Nacht in einem Internetvideo.

Die US-israelischen Luftangriffe seien notwendig gewesen, weil der Iran sein Atomprogramm in „neuen unterirdischen Bunkern“ wieder aufgebaut habe. Außerdem habe es Anzeichen dafür gegeben, dass der Iran „Israel und amerikanische Truppen im Nahen Osten“ habe angreifen wollen.

Auch US-Präsident Donald Trump zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Krieges – und gab dem Militäreinsatz in einem eigenwilligen Zahlenspiel 15 von zehn Punkten.

„Es läuft gut an der Kriegsfront, um es zurückhaltend auszudrücken“, sagte Trump bei einem Treffen mit Technologieunternehmern im Weißen Haus. „Jemand hat gesagt: ‚Auf einer Skala bis 10, wieviele Punkte würden Sie geben?‘ Ich habe gesagt: ‚Etwa 15‘.“

Kanada schließt Beteiligung am Krieg nicht aus

Der kanadische Premierminister Mark Carney hat eine Beteiligung seines Landes am Irankrieg nicht ausgeschlossen. „Man kann eine Beteiligung nie kategorisch ausschließen“, sagte Carney. Die Frage sei aber „hypothetisch“.

„Wir werden an der Seite unserer Verbündeten stehen“, sagte Carney bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem australischen Premier Anthony Albanese. Zudem werde Kanada „immer Kanadier verteidigen“.

Kriegsschiff aus London nach Zypern verzögert sich

Die geplante Entsendung eines Kriegsschiffs aus Großbritannien nach Zypern verzögert sich bis kommende Woche.

Die „HMS Dragon“ werde derzeit aufgerüstet und werde nächste Woche auslaufen, sagten Regierungsvertreter in London. „Wir mussten die Waffensysteme austauschen, Schweißarbeiten abschließen, das Schiff einsatzbereit machen und es so schnell wie möglich seebereit machen“, sagte Verteidigungsminister Al Carns dem Sender „Sky News“.

Premierminister Keir Starmer erklärte, die „HMS Dragon“ und mehrere Hubschrauber würden für „Defensiveinsätze“ zur Insel geschickt. Er habe mit dem zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulides gesprochen und ihn über die Entsendung informiert.

Explosion an Tanker im Persischen Golf gemeldet

Vor der Küste von Kuwait im Persischen Golf kam es zu einer Explosion an einem Tanker. Der Kapitän des rund 55 Kilometer südöstlich von Mubarak al-Kabir vor Anker liegenden Schiffs habe eine große Explosion an der Backbordseite bemerkt, bevor ein kleines Boot davongefahren sei, berichtete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt. Öl aus dem Ladetank laufe ins Meer aus. Ein Brand sei zunächst nicht gemeldet worden, der Besatzung gehe es gut.

Mit Material der Nachrichtenagenturen





Source link