In Kürze:

  • Iran droht mit kompletter Sperre der Straße von Hormus für Öltanker.
  • Ölpreise stiegen massiv an, fielen später wieder etwas.
  • Die USA haben laut US-Präsident Trump mittlerweile 28 iranische Minenleger angegriffen

 

Am Morgen des 11. März 2026 Geschosse drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus getroffen, während das iranische Militär seine Angriffe in der Region verstärkte. Dies teilte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO mit. Bei einem der Treffer brach ein Feuer aus, das den Großteil der Besatzung zur Evakuierung eines des Schiffs zwang.

In diesem Zusammenhang warnte das US-Militärkommando für den Nahen Osten (Centcom) Zivilisten, alle Hafenanlagen in der Meerenge zu meiden, in denen iranische Seestreitkräfte operieren.

Laut Centcom nutzt der Iran „zivile Häfen für militärische Operationen, die den internationalen Schiffsverkehr bedrohen“. Die iranischen Streitkräfte erklärten, dass im Falle von Angriffen auf ihre Häfen „alle Häfen in der Region zu legitimen Zielen würden“.

Geschoss schlug im Maschinenraum ein

UKMTO, die die Sicherheit der Schifffahrt in der Region überwacht, gab mehrere Warnungen heraus. Sie riet Schiffen, die Straße mit Vorsicht zu passieren, solange die Untersuchungen andauerten.

Bei einem der Vorfälle am frühen Morgen des 11. März meldete der Kapitän eines Frachters, dass sein Schiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden war. Das Schiff befand sich etwa 50 Seemeilen nordwestlich von Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Laut UKMTO sei die Besatzung wohlauf. Auch lägen keine Berichte über Umweltauswirkungen vor. Die Behörde untersuche den Vorfall nun.

Bei einem weiteren Angriff, der sich später am selben Morgen ereignete, traf ein Projektil ein Frachtschiff, das sich in der Straße von Hormus, etwa 11 Seemeilen nördlich von Oman, befand. Daraufhin brach an Bord ein Feuer aus. Die Besatzung forderte Hilfe an und evakuierte den Frachter, hieß es seitens der UKMTO.

Das thailändische Verkehrsministerium gab am 11. März bekannt, dass die omanische Marine 20 Besatzungsmitglieder eines getroffenen thailändischen Schiffs rettete. Drei Personen werden allerdings vermisst. Die Behörde erklärte, eine Explosion am Heck habe einen Brand im Maschinenraum verursacht. Dort arbeiteten die Vermissten.

Zunehmende Bedrohungen für Schifffahrt und Energiemärkte

Ein weiteres in der Region verkehrendes Containerschiff meldete laut einer weiteren Mitteilung der UKMTO ebenfalls Schäden durch ein mutmaßliches Geschoss. Die Besatzung untersuche das Ausmaß der Schäden, Verletzte habe es nicht gegeben.

Die Vorfälle sind Teil einer umfassenderen Eskalation der maritimen Sicherheitsbedrohungen, seit der Iran als Reaktion auf die gemeinsame US-israelische Militäroperation vom 28. Februar begonnen hat, regionale Einrichtungen der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten ins Visier zu nehmen.

In einer Zusammenfassung für den Zeitraum vom 28. Februar bis zum 11. März gab die UKMTO an, 17 Meldungen über Vorfälle erhalten zu haben. Betroffen seien Schiffe im Arabischen Golf, in der Straße von Hormus und im Golf von Oman. Demnach gab es 13 Angriffe und vier Meldungen über verdächtige Aktivitäten.

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Meerengen der Welt. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dient als Schlüsselroute für weltweite Energielieferungen. Rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Lieferungen wird üblicherweise über diese schmale Meerenge transportiert.

Ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) erklärte am 9. März, Teheran werde die Öllieferungen aus dem Nahen Osten an die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten blockieren, solange die Angriffe gegen den Iran andauern.

Trump bezeichnet Krieg als nahezu beendet

General Ali Mohammad Naeini wurde von der IRGC-nahen Nachrichtenagentur Tasnim mit den Worten zitiert, die iranischen Streitkräfte würden „aufgrund der anhaltenden Aggressionen“ der Vereinigten Staaten und Israels „bis auf Weiteres keinen einzigen Liter Öl aus der Region exportieren lassen“.

Die Blockade treibe die Rohölpreise in die Höhe, so Naeini weiter. Alle Versuche der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten, diese zu senken, würden sich als „vorübergehend und fruchtlos“ erweisen.

Die Rohölpreise stiegen Anfang der Woche auf 120 Dollar pro Barrel an, fielen dann aber wieder auf 90 Dollar, nachdem US-Präsident Donald Trump den Krieg gegen den Iran als „so gut wie beendet“ bezeichnet hatte. Den Aktienmärkten verhalf das zu einer Erholung, verbunden mit der Erwartung, dass die Straße von Hormus bald wieder passierbar sei.

Derzeit prüfen die Vereinigten Staaten und andere Länder allerdings angesichts des andauernden Konflikts Optionen zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Region. Anhaltende Störungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus könnten erhebliche Folgen für die globalen Energie- und Rohstoffmärkte haben.

Trump: USA haben 28 iranische Minenleger angegriffen

Die USA haben nach den Worten von Präsident Donald Trump mehr als zwei Dutzend iranische Minenleger angegriffen. „Wir haben bis jetzt 28 Minenschiffe getroffen“, sagte Trump am Mittwoch zu Reportern bei einer Reise in den US-Bundesstaat Ohio. Zuvor hatte das US-Militär die Zahl der zerstörten Minenleger mit 16 angegeben.

Trump hatte die Führung in Teheran am Dienstag davor gewarnt, die für die weltweite Schifffahrt bedeutsame Straße von Hormus zu verminen. „Sollten aus irgendeinem Grund Minen gelegt worden sein und diese nicht umgehend entfernt werden, werden die militärischen Konsequenzen für den Iran ein Ausmaß erreichen, wie es noch nie zuvor zu sehen war“, sagte er in seinem Onlinedienst Truth Social.

(mit Material der Agenturen)



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