Israel weitet seine Angriffe auf Teheran aus, der Iran feuert Raketen auf Tel Aviv und Ziele in den Golfstaaten.
Die NATO erhöht ihre Abwehrbereitschaft, und die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts – von steigenden Frachtkosten bis zu Engpässen in der Energieversorgung – werden zunehmend spürbar.
US-Präsident Trump sagte, Irans Marine, Luftwaffe, Flugabwehr und Kommunikation seien vollständig vernichtet, und forderte die Revolutionsgarden auf, die Waffen niederzulegen.
Alle Entwicklungen vom 6. März hier im Liveticker:
USA starten 20-Milliarden-Dollar-Programm für Öltanker
Die US-Regierung hat ein 20-Milliarden-Dollar-Programm für kommerzielle Öl- und Gastanker gestartet, um den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wiederherzustellen. Hintergrund sind steigende Ölpreise: Am Ende der Woche überschritt der Preis wegen des Iran-Konflikts 90 Dollar pro Barrel. Präsident Donald Trump kündigte bereits an, politische Risiko-Versicherungen zu garantieren und bei Bedarf Marineeskorten einzusetzen, um den weltweiten Öllieferungen zu sichern.
Israel: Iran hat geheimes Nuklearprogramm fortgeführt
Nach der Zerstörung von drei iranischen Nuklearanlagen durch die USA und Israel im Juni 2025 soll Iran seine geheimen Nuklearaktivitäten fortgeführt haben. Am 3. März teilte die IDF mit, sie habe das geheime Nuklearhauptquartier in Minzadehei bei Teheran zerstört. Dort arbeiteten offenbar ein Team von Atomwissenschaftlern. Laut Militär-Angaben hatte Iran während der Juni-Angriffe Teile seines Programms in geheime Bunker verlagert und wiederaufgebaut.
Trump offen für neuen religiösen Führer in Iran
US-Präsident Donald Trump sagte am 6. März, er könne sich vorstellen, dass Iran künftig von einem anderen religiösen Führer regiert wird. Er wolle, dass der Machtwechsel ähnlich ablaufe wie im Januar in Venezuela, wo nach der Gefangennahme von Nicolás Maduro dessen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als amtierende Präsidentin eingesetzt wurde. Trump betonte, dass es nicht unbedingt eine demokratische Regierung sein müsse, sondern ein fairer und gerechter Führer, der gute Beziehungen zu den USA und Israel pflegt.
US-Kommandeur: Iran feuert Drohnen auf zivile Ziele in Bahrain
Der Iran hat am Donnerstagabend sieben Drohnenangriffe auf zivile und Wohngebiete in Bahrain durchgeführt, sagte CENTCOM-Kommandeur Admiral Bradley Cooper.
„Das ist inakzeptabel und wird nicht unbeantwortet bleiben“, sagte er in einer Erklärung.
Öl-Preis steigt auf höchsten Stand seit fast zwei Jahren
Der Öl-Preis ist vor dem Hintergrund der militärischen Eskalation im Nahen Osten weiter in die Höhe geschnellt. Am Freitagnachmittag kostete ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zeitweise 91,89 Dollar – ein Anstieg um mehr als sieben Prozent seit Handelsbeginn und der höchste Stand seit April 2024. Die US-Sorte WTI legte um mehr als zehn Prozent auf 89,15 Dollar zu.
Pentagon dementiert iranischen Bericht
Der in der Golfregion eingesetzte US-Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ ist nach US-Angaben nicht von einer iranischen Drohne getroffen worden. „Die Berichte stimmen nicht“, erklärte ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums am Freitag mit Blick auf entsprechende Meldungen des iranischen Staatsfernsehens vom Vortag.
Trump fordert „bedingungslose Kapitulation“ des Iran
US-Präsident Donald Trump hat eine „bedingungslose Kapitulation“ des Iran gefordert. „Es wird keine Einigung mit dem Iran geben, außer bedingungsloser Kapitulation!“, schrieb Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social. Nach der Ernennung eines „großartigen und akzeptablen Führers“ oder mehrerer Führungsfiguren könne gemeinsam mit Verbündeten daran gearbeitet werden, den Iran wirtschaftlich wieder aufzubauen, erklärte Trump.
Zudem sprach er sich für die Auswahl einer „großartigen und akzeptablen“ neuen Führung für das Land aus.
UN-Flüchtlingshilfswerk ruft „schwere humanitäre Notlage“ im Nahen Osten aus
Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat angesichts der Krise im Nahen Osten eine „schwere humanitäre Notlage“ ausgerufen. Es sei eine sofortige Reaktion in der gesamten Region erforderlich, sagte der Leiter der Notfallabteilung, Ayaki Ito, am Freitag auf einer Pressekonferenz in Genf.
Die jüngste Eskalation der Kämpfe und Angriffe im Nahen Osten und der Golfregion habe bereits zu erheblichen Bevölkerungsbewegungen geführt. Auch die Zusammenstöße an der Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan hätten Tausende Familien zur Flucht gezwungen.
Die betroffenen Regionen beherbergten bereits fast 25 Millionen Menschen, darunter Flüchtlinge, Binnenvertriebene oder Flüchtlinge, die kürzlich aus dem Ausland zurückgekehrt seien, sagte Ito. Das UNHCR versuche, Hilfe in die betroffenen Länder zu bringen.
Israel greift Bunker des getöteten Staatsoberhaupts Chameneis an
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge den unterirdischen Militärbunker des getöteten Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei angegriffen. Der unterirdische Komplex befinde sich unter iranischen Regierungsgebäuden im Zentrum der Hauptstadt Teheran, teilte das israelische Militär mit.
Irans Staatsoberhaupt wurde vor fast einer Woche bei den israelischen und US-Luftangriffen im Iran getötet. Sein nun von rund 50 israelischen Kampfjets angegriffener Bunker sei von hochrangigen Vertretern der iranischen Führung genutzt worden. Er habe der Regierung „als Basis für militärische Aktivitäten“ gedient, teilte Israels Armee weiter mit.
Der Bunker soll sich den Angaben zufolge unterhalb mehrerer Straßen erstreckt und zahlreiche Eingänge gehabt haben. Der Angriff auf den Komplex schwäche „die Führungs- und Kontrollfähigkeiten des Regimes“ weiter, so das israelische Militär.
Lufthansa bricht Flug nach Riad wegen Flughafen-Schließung ab
Ein Linienflug der Lufthansa in die saudi-arabische Hauptstadt Riad am Freitag abgebrochen und nach Kairo umgeleitet worden. Grund war nach Angaben eines Lufthansa-Sprechers eine zeitweise Schließung des Flughafens in Riad. Die wenigen Passagiere der nur gering ausgelasteten Maschine seien auf andere Flugzeuge umgebucht worden.
Stärker war der Andrang hingegen für den Rückflug der Maschine von Riad nach München. Dieser solle aber nach Wiederöffnung des Flughafens in Riad voraussichtlich am Abend dennoch stattfinden, hieß es. Um einen speziellen Evakuierungsflug handelt es sich dabei nicht, sondern ebenfalls um einen Linienflug.
WHO nimmt Betrieb von Logistikzentrum in Dubai wieder auf
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Wiederaufnahme des Betriebs eines Logistikzentrums in Dubai angekündigt, nachdem die Arbeit dort wegen des Iran-Kriegs ausgesetzt worden war.
Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten in Abstimmung mit dem Welternährungsprogramm (WFP) der UNO bestätigt, dass sie bereitstünden, um dringende humanitäre Lieferungen zu ermöglichen.
„Mehr als 50 Anfragen für Notfalllieferung aus 25 Ländern“ seien von den derzeitigen Störungen betroffen, sagte die WHO-Regionaldirektorin für den östlichen Mittelmeerraum, Hanan Balkhy.
Die ausstehenden Anfragen, von denen mehr als 1,5 Millionen Menschen profitieren würden, umfassen demnach WHO-Lieferungen für den Libanon, den Gazastreifen, den Jemen und Somalia sowie Mittel für den Kampf gegen Polio in einer Reihe von Ländern.
US-Ölproduktion im Irak nach Angriff gestoppt
Die Produktion auf einem von der US-Firma HKN Energy betriebenen Ölfeld im Irak ist nach Angaben irakisch-kurdischer Behörden nach einem Angriff eingestellt worden.
Am Donnerstag habe eine „im Irak verbotene Gruppe einen terroristischen Angriff“ auf das Feld des Unternehmens in der Provinz Dohuk ausgeführt, so das Rohstoffministerium der Autonomen Region Kurdistan im Norden des Iraks. Dabei sei das Feld beschädigt und die „Produktion eingestellt“ worden.
Griechenland will Patriot-System zum Schutz Bulgariens verlegen
Griechenland plant die Verlegung eines Luftabwehrsystems vom Typ Patriot in den Norden des Landes, um Nachbar Bulgarien bei der Verteidigung gegen mögliche Angriffe aus dem Iran zu unterstützen.
Das Patriot-System werde „in den nächsten Stunden“ verlegt, „um einen Großteil des bulgarischen Territoriums vor Raketenangriffen zu schützen“, sagte der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias im griechischen Fernsehen. Griechenland werde „jede mögliche Unterstützung für Bulgariens ballistische Raketenabwehr gegen den Iran“ bereitstellten.
Neben dem Patriot-System werden auch zwei Kampfjets vom Typ F-16 an einen Luftwaffenstützpunkt im Norden Griechenlands verlegt, um Bulgarien beim Schutz seines Luftraums zu unterstützen.
Aserbaidschan evakuiert Diplomaten aus Iran
Nach dem Einschlag mehrerer im Iran gestarteter Drohnen in Aserbaidschan hat die Regierung in Baku den Abzug ihres diplomatischen Personals aus dem benachbarten Iran angekündigt.
Dies betreffe sowohl die Botschaft in Teheran als auch das Konsulat in Täbris, sagte Außenminister Dschejhun Bajramow. Die Vorbereitungen dazu liefen derzeit.
Iran droht mit Angriffen auf Nordirak
Für den Fall eines Eindringens kurdischer Kämpfer aus dem Nordirak in den Iran hat die Führung in Teheran mit Angriffen auf „alle Einrichtungen“ im Nachbarland gedroht.
„Bisher wurden nur Stützpunkte der USA und Israels sowie von separatistischen Gruppen der Region ins Visier genommen“, hieß es nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur „Mehr“ in einem Schreiben des iranischen Verteidigungsrates.
Wenn aber kurdische Kämpfer womöglich in den Iran eindringen würden, dann wären „alle Einrichtungen der Region des kurdischen Irak das Ziel“ von Angriffen.
US-Kriegsminister: Keine Ausweitung der Militärziele im Iran

US-Kriegsminister Pete Hegseth.
Foto: Octavio Jones/afp/Getty Images
Kriegsminister Pete Hegseth sagte, es gebe „keine Ausweitung unserer Ziele“ bei der Militäroperation im Iran.
„Wir wissen genau, was wir erreichen wollen“, sagte Hegseth bei einer Pressekonferenz im Hauptquartier des Zentralkommandos Centcom in Tampa, Florida.
Die Äußerung war eine Reaktion auf die Frage, ob Präsident Trumps Anspruch, bei der Bestimmung des nächsten iranischen Staatsoberhaupts mitreden zu wollen, eine Ausweitung der Ziele der Operation „Epic Fury“ darstelle.
Iran bestreitet Schließung der Straße von Hormus
Der Iran hat bestritten, die Straße von Hormus geschlossen zu haben.
Die Ständige Vertretung der Islamischen Republik Iran bei den Vereinten Nationen erklärte auf X, Berichte über eine Sperrung der Meerenge seien „haltlos und absurd“.
„Der Iran bekennt sich weiterhin zum Völkerrecht und zur freien Schifffahrt“, hieß es.
52 französische Schiffe im Persischen Golf festgesetzt
Mehr als 50 französische Schiffe sitzen im Persischen Golf fest, so der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot.
„Es befinden sich rund 50 Schiffe, genau genommen 52, im Persischen Golf und acht im Roten Meer. Wir stehen in ständigem Kontakt mit den Besatzungen, da sich auf einer Reihe dieser Schiffe französische Seeleute befinden“, sagte Tabarot dem Sender CNews/Europe 1.
Frankreich bemüht sich derzeit um eine Koalition von Staaten, um den Schiffsverkehr in der Region angesichts der laufenden US-israelischen Militäroperation im Iran abzusichern.
Sri Lanka übernimmt iranisches Marineschiff
Ein iranisches Kriegsschiff hat in Sri Lanka Zuflucht gesucht, zwei Tage nachdem ein anderes Schiff im Indischen Ozean von einem Torpedo eines US-U-Boots versenkt worden war.
Am 6. März erklärte der Sprecher der sri-lankischen Marine, Commander Buddhika Sampath, dass mehr als 200 Seeleute von der IRIS Bushehr in der Hauptstadt Colombo von Bord geholt worden seien. Das Schiff werde anschließend nach Trincomalee verlegt, einem Hafen an der Ostküste der Insel.
Präsident Anura Kumara Dissanayake sagte, man habe die Kontrolle über die IRIS Bushehr übernommen, nachdem einer ihrer Motoren ausgefallen sei.
Katar fängt Drohnenangriff auf US-Luftwaffenstützpunkt ab
Das katarische Verteidigungsministerium teilte auf X mit, einen Drohnenangriff auf die Al-Udeid Air Base – den größten US-Luftwaffenstützpunkt im Nahen Osten – erfolgreich abgefangen zu haben.
Von dem Stützpunkt aus operieren Flugzeuge der katarischen, der US-amerikanischen, der britischen sowie weiterer verbündeter Luftstreitkräfte. Zudem befindet sich dort ein vorgeschobenes Hauptquartier des US-Zentralkommandos Centcom.
Israelische Armee leitet „nächste Phase“ des Iran-Feldzugs ein
Israel geht nach Abschluss der Überraschungsangriffe zur „nächsten Phase“ des Iran-Feldzugs über, so der Generalstabschef der israelischen Streitkräfte (IDF) in einer Stellungnahme vom 5. März.
Generalleutnant Eyal Zamir sagte, seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar hätten israelische Kampfpiloten 2500 Angriffe geflogen, rund 80 Prozent der iranischen Flugabwehrsysteme zerstört und mehr als 60 Prozent der Abschussrampen für ballistische Raketen neutralisiert oder vernichtet.
„Nach Abschluss der Überraschungsangriffsphase, in der wir die Lufthoheit errungen und das Arsenal ballistischer Raketen weitgehend ausgeschaltet haben, gehen wir nun zur nächsten Phase der Operation über“, sagte Zamir. „In dieser Phase werden wir das Regime und seine militärischen Fähigkeiten weiter zerschlagen. Wir haben weitere Überraschungen in der Hinterhand, die ich nicht preisgeben werde.“
Trauerfeierliche Überführung von sechs getöteten US-Soldaten
Der republikanische Abgeordnete Zach Nunn aus Iowa teilte mit, dass die feierliche Überführung der sechs US-Soldaten, die am vergangenen Wochenende bei einem iranischen Drohnenangriff in Kuwait getötet wurden, am 7. März auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover stattfinden wird.
Das Zeremoniell dient der Ehrung von US-Soldaten, die in einem Einsatzgebiet ums Leben kommen.„Ich werde am Samstag an der feierlichen Überführung auf der Dover Air Force Base teilnehmen, um die tapferen Amerikaner zu ehren, die im Einsatz gefallen sind, und um in diesem ernsten Moment an der Seite ihrer Familien zu stehen“, schrieb Nunn auf X.
IEA-Chef: Es gibt „reichlich Öl“ auf dem Markt
Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat versucht, Sorgen vor einer weltweiten Öl-Krise im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg zu entkräften.
„Es gibt heute reichlich Öl auf dem Markt“, sagte Birol am Freitag in Brüssel. Eine durch den Krieg verursachte „logistische Störung“ führe zwar zu „Herausforderungen für viele Länder“, räumte er ein, doch: „Es gibt keinen Öl-Mangel“.
Zweiter Evakuierungsflug mit Deutschen in Frankfurt gelandet
Der zweite von der Bundesregierung organisierte Evakuierungsflug für in der Golf-Region wegen des Iran-Krieges festsitzende Deutsche ist eingetroffen.
Laut Informationen des Flughafens Frankfurt am Main landete die Maschine der Fluggesellschaft Condor dort am Freitag kurz vor 11.00 Uhr. Das Flugzeug kam aus Maskat in Oman und war in der Nacht im ägyptischen Hurghada zwischengelandet.
Eigentlich war dieser Flug bereits am Donnerstagabend in Deutschland erwartet worden. Der Abflug hatte sich jedoch erheblich verzögert. Zahlreiche Flughäfen der Golf-Region sind wegen iranischen Beschusses geschlossen oder im Betrieb stark eingeschränkt, Maskat jedoch nicht. Reisende aus anderen Golf-Staaten wurden vielfach auf dem Landweg dorthin gebracht.
EU-Kommissar: USA haben nicht genug Luftabwehrraketen
Die USA haben nach Einschätzung von EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius nicht ausreichend Luftabwehrraketen, um die Golfstaaten und die Ukraine bei deren Verteidigung zu unterstützen.
„Die Amerikaner werden wirklich nicht in der Lage sein, genügend dieser Raketen bereitzustellen“, sagte Kubilius am Freitag bei einem Besuch in Warschau. Dies gelte sowohl für die Golfstaaten als auch für die US-Armee selbst und „den Bedarf der Ukraine“, erläuterte er.
Es sei „ganz klar“, dass es nach dem Iran-Krieg „für uns in Europa noch dringlicher geworden ist, die Produktion von Luftabwehr- und Raketenabwehrsystemen hochzufahren“, sagte Kubilius. Europa stehe einer „riesigen Herausforderung“ gegenüber, wenn es um Entwicklung von Luftabwehr gehe, fügte er hinzu.
USA gewähren Indien 30-Tage-Ausnahme für russische Ölkäufe im Zuge des Iran-Konflikts

US-Präsident Donald Trump und der indische Premierminister Narendra Modi bei einem Treffen im Oval Office des Weißen Hauses am 13. Februar 2025.
Foto: Andrew Harnik/Getty Images
Die USA haben Indien eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung erteilt, um weiterhin russisches Rohöl beziehen zu können. Das geht aus einer Mitteilung des US-Finanzministeriums hervor.
Die kurzfristige Maßnahme bringe Moskau keinen „nennenswerten finanziellen Vorteil“, da die Genehmigung lediglich „Transaktionen mit bereits auf See befindlichem Öl“ erlaube.
„Indien ist ein unverzichtbarer Partner der Vereinigten Staaten, und wir gehen fest davon aus, dass Neu-Delhi seine Käufe von US-Öl deutlich ausweiten wird. Diese Übergangsregelung soll den Druck abmildern, der durch den Versuch des Iran entsteht, die globale Energieversorgung als Druckmittel zu missbrauchen“, sagte US-Finanzminister Scott Bessent.
Israel startet neue Angriffswelle auf Teheran
Die israelischen Streitkräfte (IDF) teilten am 5. März in einem Telegram-Beitrag mit, eine neue „großangelegte Angriffswelle“ auf die iranische Hauptstadt Teheran eingeleitet zu haben.
Die Angriffe hätten sich gegen Infrastruktur des iranischen Regimes gerichtet, hieß es. Nähere Einzelheiten nannte die Armee nicht.
Bereits zuvor hatte die IDF nach eigenen Angaben das Hauptquartier einer Spezialeinheit des iranischen Regimes in der Provinz Alborz angegriffen, die für die Koordination der iranischen Sicherheitskräfte im Inland zuständig war.
Darüber hinaus beschoss das israelische Militär Einrichtungen der Islamischen Revolutionsgarden, eine zentrale Kommandozentrale der iranischen Sicherheitskräfte sowie „Dutzende Kommandozentralen und Waffenstellungen“.
See- und Luftfracht wird „drastisch teurer“
Die Kosten für den See- und Lufttransport sind infolge der militärischen Eskalation im Nahen Osten massiv angestiegen.
„Durch die Blockade der Seeschifffahrt in der Hormus-Meerenge und die großflächige Sperrung des Luftraums über den Golfstaaten sind mehrere Verkehrskorridore lahmgelegt“, sagte der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) am Freitag. „Dies hat innerhalb weniger Tage zu einem teils dramatischen Anstieg der See- und Luftfrachtraten geführt.“
Für den Containertransport im Persischen Golf würden die Reedereien derzeit „Notfall-Konfliktzuschläge“ von bis zu 4000 Dollar in Rechnung stellen, sagte der Verband. Der Suezkanal als Verbindung zum Mittelmeer werde gemieden, stattdessen nehmen viele Schiffe den langen Umweg um das Kap der Guten Hoffnung in Kauf. Der DSLV befürchtet zudem Anstiege der Frachtraten auch auf Routen, die die Golfregion nicht berühren.
„Die Situation im Luftverkehr ist ähnlich: Mit Dubai, Abu Dhabi und Doha sind drei der wichtigsten Luftfrachtdrehkreuze in der Region in ihrem Betrieb massiv eingeschränkt“, führte der Verband aus. „Infolgedessen steigen auch hier Frachtraten und Risikozuschläge.“ Der starke Preisanstieg bei Diesel belaste zudem auch den Landverkehr.

Eine mit Trümmern übersäte Straße in den südlichen Vororten Beiruts nach israelischen Luftangriffen in der Nacht zum 6. März 2026.
Foto: afptv/afp/ Getty Images
US-Militäroperationen gegen den Iran kommen schneller voran als geplant
Präsident Donald Trump sagte, die US-Militäroperationen gegen den Iran kämen schneller voran als geplant, und kündigte an, sich in Kürze auch mit Kuba befassen zu wollen – es sei „nur eine Frage der Zeit“. Seine Äußerungen fielen am Donnerstag bei einem Empfang im Weißen Haus zu Ehren der Major-League-Soccer-Meister 2025.
„Das US-Militär setzt gemeinsam mit unseren hervorragenden israelischen Partnern die vollständige Zerschlagung des Feindes fort – deutlich schneller als vorgesehen und in einem Ausmaß, das es so noch nie gegeben hat“, sagte Trump.
„Wir zerstören mit jeder Stunde weitere iranische Raketen- und Drohnenkapazitäten und schalten sie in einem Tempo aus, das niemand für möglich gehalten hätte.“
Marine, Luftwaffe und Flugabwehr zerstört
Der Präsident ging auf die rasche Vernichtung iranischer Militärressourcen ein, darunter die Marine, die Luftwaffe, Flugabwehrsysteme, Kommunikationsinfrastruktur und Raketenstellungen.
„Ihre Marine existiert nicht mehr“, sagte er. „Vierundzwanzig Schiffe in drei Tagen. Das sind eine Menge Schiffe. Ihre Flugabwehr ist ausgeschaltet, sie haben also weder eine Luftwaffe noch eine Luftverteidigung. Sämtliche Flugzeuge sind zerstört. Ihre Kommunikation ist lahmgelegt. Die Raketen sind weg. Abgesehen davon geht es ihnen ganz gut.“
Trump rief die iranischen Streitkräfte dazu auf, sich vom Regime loszusagen.
„Ich fordere erneut alle Angehörigen der Iranischen Revolutionsgarden, des Militärs und der Polizei auf, die Waffen niederzulegen“, sagte Trump.
„Sie werden sonst nur getötet. Jetzt ist der Moment, für das iranische Volk einzustehen und euer Land zurückzuerobern. Nach all diesen Jahren habt ihr die Chance, euer Land zurückzubekommen.“
Drei Drohnen östlich von Riad abgefangen
Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben drei Drohnen östlich der Hauptstadt Riad abgefangen. Sie seien zerstört worden, erklärte das saudiarabische Verteidigungsministerium am Freitag im Onlinedienst X.
Zuvor am Freitag hatte das Ministerium bereits mitgeteilt, drei ballistische Raketen abgefangen und zerstört zu haben. Sie seien in Richtung des Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkts abgefeuert worden.
Eurowings schickt Flugzeug zur Evakuierung nach Riad
Die Lufthansa-Tochter Eurowings schickt ein erstes eigenes Flugzeug ins Krisengebiet Naher Osten, um rund 150 Touristen nach Deutschland zurückzuholen. Geplant ist ein Sonderflug aus dem saudischen Riad nach Köln in der Nacht von Freitag auf Samstag, wie das Unternehmen mitteilt.
Die Landung des Airbus A320 mit der Flugnummer EW6131 wird in Köln für Samstag um 00.30 Uhr erwartet. Die Airline war bislang als Dienstleister der Bundesregierung tätig.
Iran feuert Rakete in Richtung Tel Aviv
Die iranischen Revolutionsgarden erklärten am Freitagmorgen nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, Raketen in Richtung Tel Aviv abgefeuert zu haben.
Es handle sich um einen Angriff mit Raketen und Drohnen, Ziel seien Orte „im Herzen von Tel Aviv“. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten Explosionen in der israelischen Stadt.

Rauch steigt auf nach einem israelischen Luftangriff in Dahieh, einem südlichen Vorort von Beirut.
Foto: Hassan Ammar/AP/dpa
US-Kongress erlaubt Trump freie Hand im Iran-Krieg
Nach dem US-Senat hat auch das Repräsentantenhaus in Washington gegen einen Versuch gestimmt, die Befugnisse von Präsident Donald Trump im Iran-Krieg zu beschneiden.
Die entsprechende Resolution wurde am Donnerstag mit einer Mehrheit von 219 zu 212 Stimmen in der Kongresskammer blockiert.
Dabei stimmten auch einige Abgeordnete der oppositionellen Demokraten mit Trumps Republikanern.
Bundesregierung plant weitere Evakuierungsaktion
Die Bundesregierung will bei ihrer Evakuierungsaktion für Deutsche aus der Golf-Region neben den Sonderflügen aus dem Oman auch einen Flug aus Saudi-Arabien anbieten.
„Wir sind derzeit auch in den Planungen für einen vierten Sonderflug, dann aus Riad in Saudi-Arabien“, sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) am Donnerstagabend in einem Onlinevideo. Geprüft werde auch, ob weitere Sonderflüge „notwendig sind und möglich sind“.
Israel greift erneut Ziele in Teheran an
Israel hat am Freitagmorgen erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen.
Die iranischen Streitkräfte sprachen von „Angriffen gegen die iranische Terrorregime-Infrastruktur in Teheran“. Das iranische Staatsfernsehen sprach von Explosionen in mehreren Gebieten der Stadt.
Hotel und Wohngebäude in Bahrain beschädigt
Bei iranischen Angriffen auf Bahrains Hauptstadt Manama sind nach Angaben des dortigen Innenministeriums ein Hotel und zwei Wohngebäude getroffen worden.
Dabei sei „materieller Schaden“ entstanden, es sei aber niemand ums Leben gekommen, sagte das Innenministerium in der Nacht auf Freitag auf X.
In einem der Wohngebäude sei ein Feuer ausgebrochen, das aber gelöscht werden konnte.
US-Admiral: 30 iranische Schiffe versenkt
Die US-Streitkräfte haben seit Beginn des Iran-Kriegs nach eigenen Angaben mehr als 30 Schiffe der iranischen Marine versenkt, sagte der Leiter des für den Nahen Osten zuständigen Militärkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.
Erst vor wenigen Stunden sei ein iranischer Drohnen-Träger von der Größe eines Flugzeugträgers aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs getroffen worden, sagte Cooper. „Während wir sprechen, steht er in Flammen.“
Zugleich sei der Zahl iranischer Angriffe mit ballistischen Raketen seit dem ersten Kriegstag um 90 Prozent zurückgegangen, sagte der Admiral. „Drohnenangriffe sind seit Tag eins um 83 Prozent zurückgegangen.“ Ziel sei es außerdem die Raketenproduktion für die Zukunft zerstören.“
Israel: Tötung von Chamenei „im Einklang mit dem Völkerrecht“
Israel hat die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei als vereinbar mit dem Völkerrecht bezeichnet.
Gemäß dem Völkerrecht könnten Kommandeure, „die während eines Krieges die Streitkräfte befehligen, legitime militärische Ziele darstellen“, sagte der für die internationale Presse zuständige israelische Armeesprecher Nadav Shoshani am Donnerstag im Onlinedienst X.
Chamenei sei als Oberbefehlshaber der iranischen Streitkräfte die „höchste militärische Autorität“ im Iran gewesen.
Er habe „den Einsatz von Gewalt gegen Israel“ angeordnet sowie die Finanzierung und Bewaffnung der mit dem Iran verbündeten Milizen in der Region, unter ihnen die Hisbollah im Libanon und die Huthis im Jemen, überwacht.
Israel fliegt Angriffe auf südliche Vororte von Beirut
Die israelische Armee hat am Donnerstagabend nach einem Evakuierungsaufruf Angriffe auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut geflogen.
Die israelischen Streitkräfte hätten „mit Angriffen auf Infrastrukturen der Hisbollah“ in dem Vorort Dahijeh begonnen, hieß es in einer Erklärung der Armee.
Libanesische Staatsmedien berichteten ebenfalls von Angriffen auf südliche Vororte Beiruts. Aufnahmen von AFPTV zeigten eine Rauchwolke, die über der Stadt aufstieg.
NATO erhöht Abwehrbereitschaft
Die NATO hat nach dem Abschuss einer in Richtung Türkei fliegenden iranischen Rakete ihre Abwehrbereitschaft erhöht. Die Allianz habe die Einsatzbereitschaft der Raketenabwehr im gesamten Bündnisgebiet verstärkt, sagte der Sprecher des obersten NATO-Kommandos in Europa, Martin O’Donnell, am Donnerstag in Online-Netzwerken.
Sie solle auf diesem „erhöhten Niveau“ bleiben, bis die Bedrohung durch die „wahllosen Angriffe des Iran in der gesamten Region“ nachlasse.
Die Anpassung ermögliche es dem Oberbefehlshaber der NATO-Truppen in Europa, „das Bündnis angesichts der aktuellen Bedrohung zu verteidigen“, fügte O’Donnell hinzu. Einzelheiten zu den vorgenommenen Änderungen könne er aus operativen Gründen nicht nennen.
Mit Material der Nachrichtenagenturen