Während US-Präsident Donald Trump erneut ein baldiges Ende des Irankrieges in Aussicht stellt, nehmen die iranischen Streitkräfte immer stärker die Energiewirtschaft in der Golfregion ins Visier. Mit den Attacken will die Regierung in Teheran die Kosten für eine Fortsetzung des Krieges in die Höhe treiben.

Der Krieg mit dem Iran könnte nach den Worten von US-Präsident Trump schon „bald“ enden. Es gebe „praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte“. Die US-Armee könne ihre Angriffe auf „Teile von Teheran und andere Orte“ ausweiten, sagte Trump. Dadurch würde ein Wiederaufbau des Iran „fast unmöglich“. Er fügte hinzu: „Das wollen wir nicht.“  Was gestern passierte: 11. März.

 

Alle Entwicklungen im Nahen Osten vom 12. März im Liveticker:

Israelische Armee: Kontrollposten der Basidsch-Miliz in Teheran angegriffen

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben Angriffe gegen Kontrollposten der Basidsch-Miliz in Teheran geflogen. „In den vergangenen 24 Stunden (…) hat die israelische Luftwaffe Straßensperren und Basidsch-Mitglieder ins Visier genommen“, teilten die israelischen Streitkräfte am Donnerstag mit. Diese hatten laut eigenen Angaben beobachtet, dass die Miliz kürzlich Straßensperren in verschiedenen Teilen der iranischen Hauptstadt errichtet hatte.

Die israelische Armee warf der Basidsch-Miliz vor, für die „größten Akte der Repression“ gegen die regierungskritischen Proteste im Iran verantwortlich zu sein. Bei der Basidsch-Miliz handelt es sich um eine Organisation von mehreren Millionen Freiwilligen, die überwiegend jüngeren Alters sind. Die Miliz ist organisatorisch mit den iranischen Revolutionsgarden verknüpft.

Israel weitet Angriffe im Libanon aus – Mehrere Tote

Nach einer von Israel angekündigten Ausweitung des Militäreinsatzes im Libanon sind bei neuen Angriffen mehrere Menschen ums Leben gekommen. Bei einem Drohnenangriff auf die Libanesische Universität am Standort im Süden Beiruts wurden am Donnerstag zwei Beschäftigte getötet, wie die libanesische Nachrichtenagentur ANI meldete.

Der Campus liegt am Rand der südlichen Vororte Beiruts. Das Gebiet gilt als Hochburg der pro-iranischen Hisbollah. Am Nachmittag griff die israelische Armee auch mitten im Zentrum von Beirut an.

Durch mehrere Angriffe wurde ein Gebäude im Zentrum der libanesischen Haupstadt getroffen, wie AFP-Journalisten beobachteten. Auf Bildern von AFPTV war zu sehen, wie dunkler Rauch über dem Zentrum Beiruts aufstieg.

Die israelische Armee bestätigte, dass sie „terroristische Infrastruktur“ der pro-iranischen Hisbolla-Miliz angegriffen habe. Auch ein Büro einer mit der Hisbollah verbundenen Finanzgesellschaft wurde laut AFP-Reportern getroffen. Zuvor hatte die israelische Armee die Bevölkerung dazu aufgerufen, das Zentrum von Beirut zu verlassen. Es war der erste Angriff auf die Innenstadt von Beirut mitten am Tage seit Beginn des Iran-Krieges.

Bei Angriffen auf das Wohngebiet Aramun südlich von Beirut wurden laut dem Gesundheitsministerium zudem fünf Menschen getötet und fünf weitere verletzt, darunter ein Kind. ANI meldete zudem mehrere weitere israelische Angriffe auf Gebiete im Süden des Landes. Die israelische Armee hatte den Evakuierungsaufruf für den Südlibanon ausgedehnt.

Laridschani: Iran verteidigt sich bis USA den Krieg bereuen

Der Iran will sich nach den Worten seines Sicherheitschefs Ali Laridschani so lange gegen Angriffe verteidigen, bis die USA ihre „schwere Fehlkalkulation“ bereuten, einen Krieg gegen die Islamische Republik begonnen zu haben.

„Einen Krieg zu beginnen ist zwar leicht, aber er lässt sich nicht mit ein paar Tweets gewinnen“, erklärte Laridschani im Onlinedienst X mit Blick auf US-Präsident Donald Trump. Der Iran werde „nicht nachlassen“, bis die USA ihr Vorgehen bereuten.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen gegen den Iran begonnen. Am ersten Kriegstag töteten sie den damaligen obersten Führer des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, und weitere Mitglieder der iranischen Führung. Der Iran greift seitdem mit Raketen und Drohnen Israel sowie mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region an.

Israels Armeechef: Libanon-Einsatz „wird nicht kurz sein“

Israels Militär bereitet sich nach den Worten von Generalstabschef Ejal Zamir auf eine längere militärische Auseinandersetzung mit der libanesischen Hisbollah-Miliz vor. „Dieser Einsatz wird nicht kurz sein“, sagte Zamir nach einer Lageeinschätzung im Norden Israels. Er kündigte zudem an, zusätzliche Truppen an die israelisch-libanesische Grenze zu verlegen.

Die proiranische Schiitenmiliz hatte Anfang der Woche als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei damit begonnen, Raketen auf Ziele in Israel zu feuern. Israel reagiert seitdem mit umfangreichen Luftangriffen in mehreren Teilen des Landes. Zuletzt hat das israelische Militär auch wieder im Zentrum der Hauptstadt Beirut gezielt angegriffen.

Zamir betonte, die Hisbollah habe mit ihren Angriffen auf israelische Ziele einen schweren Fehler begangen und werde „weiterhin einen hohen Preis dafür zahlen“. Die libanesische Regierung setze ihre Autorität innerhalb ihres Territoriums nicht durch – „deshalb werden wir es tun“, erklärte Zamir weiter.

Irans neuer oberster Führer schwört Rache und fordert Schließung der US-Stützpunkte in der Region

Der neue oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, hat in seiner ersten Botschaft seit seiner Ernennung die Länder der Nahost-Region aufgefordert, die US-Militärstützpunkte zu schließen.

In einer am Donnerstag von einer Journalistin des iranischen Staatsfernsehens verlesenen Ansprache rief Chamenei zudem dazu auf, die für den Öltransport wichtige Straße von Hormus weiter geschlossen zu halten. Angesichts der vor zwei Wochen begonnenen US-israelischen Angriffe schwor er Rache für die Opfer des Krieges in seinem Land.

Seit seiner Ernennung zum obersten Führer im Iran am Sonntag hat sich Modschtaba Chamenei nicht öffentlich gezeigt. Ohnehin mied der Sohn des am 28. Februar getöteten Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei seit Jahren die Öffentlichkeit. Er überlebte die Bombardierungen im Herzen der Millionenmetropole beim Kriegsbeginn, verlor dabei jedoch auch seine Ehefrau, Mutter und einen Schwager. Das iranische Staatsfernsehen bezeichnete ihn als „Kriegsversehrten“, nannte aber keine weiteren Details.

Wadephul in Ankara: Vom Iran darf keine Gefahr mehr für die Nachbarn ausgehen

Die Türkei ist nach eigenen Angaben mit den USA und dem Iran im Gespräch, um ein Ende des Irankriegs zu erreichen. „Wir leben in einer Zeit, in der Verhandlungen und Dialog wichtiger sind denn je“, sagte Außenminister Hakan Fidan am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) in Ankara. „Wir sprechen mit der iranischen und mit der amerikanischen Seite“, fügte er hinzu. „Dieser Krieg muss so schnell wie möglich enden.“

Wadephul besuchte am Donnerstag die Türkei, nachdem er zuvor in Zypern, Israel und Saudi-Arabien Station gemacht hatte. Es müssten nun Wege gefunden werden, „eine gemeinsame Perspektive zu einer Beendigung der Kampfhandlung zu finden und zu ihrer Umsetzung beizutragen“, sagte der Bundesaußenminister nach dem Treffen mit seinem türkischen Kollegen. „Wir sind hier gefragt, und ich glaube, auch die Türkei kann dabei eine wichtige Rolle einnehmen.“

Für die Zukunft müsse gewährleistet sein, „dass vom Iran keine Gefahr mehr für die Nachbarn ausgeht, aber auch für Europa nicht ausgeht“, sagte Wadephul. Der Iran müsse seine Rolle in der Region „endlich positiv definieren“. Sein Nuklearprogramm ebenso wie sein Programm der ballistischen Raketen müssten eingestellt werden, „weil es eine Bedrohung darstellt“.

Sein türkischer Kollege Fidan rief Israel ferner auf, die Angriffe auf den Libanon zu beenden. Israel müsse seine Attacken einstellen, „bevor der Libanon kollabiert“, sagte der türkische Außenminister. Die Regierung von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu stehe im Zentrum „aller Krisen der Region“.

Hapag-Lloyd-Schiff getroffen, Brand gelöscht

Im Persischen Golf ist ein Schiff der deutschen Reederei Hapag-Lloyd von Splittern getroffen worden. „Das Schiff ist in Brand geraten und der Brand wurde gelöscht“, die Crew sei unversehrt, sagte eine Sprecherin des Unternehmens.„Wir wissen nicht genau, welchen Ursprungs“ die Splitter waren, „ob Rakete, Drohne oder welches Geschoss“, fuhr sie fort.

Das Containerschiff „Source Blessing“ fuhr unter liberischer Flagge und war an die dänische Reederei Maersk untervermietet. Maersk bestätigte der AFP, dass die „‚Source Blessing‘ in einen Vorfall im Persischen Golf verwickelt“ war.

Zu dem Standort des weitervermieteten Schiffs machte die Reederei keine Angabe und verwies auf Sicherheitsgründe. Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine teilte mit, ein Schiff nördlich von Dubai sei von einem Projektil getroffen worden.

Das Containerschiff „Source Blessing“ ist nach Daten des Trackingdienstes VesselFinder 2003 gebaut worden. Es ist mehr als 240 Meter lang und fährt unter der Flagge Liberias. Nach Medienberichten kann es rund 3.200 Standardcontainer aufnehmen.

Iran wirft EU Mittäterschaft bei Angriffen vor

Die Führung in Teheran hat der Europäischen Union „Mittäterschaft“ bei den US-israelischen Angriffen vorgeworfen.

„Die Gleichgültigkeit und Duldung der Europäischen Union angesichts der Aggressionen, Brutalitäten und Gräueltaten der USA und Israels kommen nichts weniger als einer Mittäterschaft gleich“, erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums im Onlinedienst X.

Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf drohte auf X, Teheran werde „jegliche Zurückhaltung aufgeben“, sollten die USA und Israel eine der iranischen Inseln im Golf angreifen. Dann werde der Persische Golf „mit dem Blut der Angreifer“ getränkt, erklärte Ghalibaf.

Es war zunächst unklar, auf welche Inseln er Bezug nahm. Nach Informationen der Plattform „Axios“, die sich auf US-Regierungsvertreter beruft, zählt eine Einnahme der iranischen Insel Charg zu den diskutierten Optionen.

Iranische Atomanlage angegriffen

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben im Iran eine Entwicklungsstätte für die Produktion von Atomwaffen getroffen.

Die Luftwaffe habe „auf Grundlage präziser Informationen des israelischen Militärgeheimdienstes einen weiteren Standort des iranischen Atomprogramms angegriffen“, erklärten die Streitkräfte. Die Anlage in Taleghan sei „vom Regime genutzt worden, um unerlässliche Fähigkeiten für die Entwicklung von Atomwaffen weiterzuentwickeln“.

Die israelischen Streitkräften beziehen sich vermutlich auf eine Anlage in Partschin südöstlich von Teheran. Dort führt der Iran laut der auf das iranische Atomprogramm spezialisierten US-Denkfabrik Institute for Science and International Security verdeckte militärische Aktivitäten aus.

Ein Satellitenbild zeigt Schäden an der iranischen Atomanlage Taleghan-2 nach israelischen Luftangriffen:

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Israel will seinen Einsatz gegen die Hisbollah ausweiten

Israel bereitet nach den Worten von Verteidigungsminister Israel Katz darauf vor, seinen Militäreinsatz im Libanon auszuweiten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und er hätten die Armee dazu angewiesen. Die Streitkräfte sollten zudem dafür sorgen, dass in Nordisrael wieder „Ruhe und Sicherheit“ einkehre.

Katz habe den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun gewarnt, dass Israel Gebiete im Südlibanon einnehmen und dort selbst für Sicherheit sorgen werde, falls die libanesische Regierung nicht in der Lage sein sollte, den Südlibanon zu kontrollieren und die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz davon abzuhalten, den Norden Israels zu bedrohen und anzugreifen.

Der israelischen Armee zufolge griffen die Hisbollah und der Iran in der Nacht erneut an. Die libanesische Miliz habe mit rund 200 Raketen und 20 Drohnen angegriffen, sagte Armeesprecher Nadav Shoshani. Aus dem Iran seien zugleich mehrere ballistische Rakete abgefeuert worden.

Der Raketenangriff der Hisbollah sei der größte seit Beginn des Iran-Krieges, sagte Shoshani weiter. Dank der „guten Luftabwehr und schnellen Reaktion“ des isralischen Miltärs habe es lediglich „zwei oder drei direkte Angriffe“ gegeben. Einige wenige Zivilisten seien leicht verletzt worden.

Binnenvertriebene im Iran

Im Iran sind seit Beginn der Luftangriffe der USA und Israels nach UN-Angaben mehr als drei Millionen Menschen vertrieben worden. Zwischen 600.000 und einer Million Haushalte seien betroffen, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit. Dies entspreche bis zu 3,2 Millionen Binnenvertriebenen.

Die Zahl werde angesichts der anhaltenden Angriffe vermutlich weiter ansteigen, erklärte der Leiter der UNHCR-Notfallabteilung, Ayaki Ito. Er sprach von einer „besorgniserregenden Eskalation“ der humanitären Lage im Iran.

Iran greift Ölanlagen an – Israel den Iran

Der Iran fliegt eine neue Angriffswelle gegen die Ölinfrastruktur in den Golfstaaten. Die Angriffe richteten sich gegen Ziele in Bahrain, Saudi-Arabien und im Oman. Bei Attacken auf zwei Öltanker vor der Küste des Irak war nach Angaben der irakischen Hafenbehörde zuvor ein Besatzungsmitglied getötet worden.

Auch die US-Botschaft in Saudi-Arabien wurde angegriffen, wird auf X berichtet:

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Schäden am Flughafen in Dubai

Der internationale Flughafen in Kuwait ist nach Behördenangaben erneut mit Drohnen angegriffen worden. Es seien Schäden gemeldet worden, teilten die Behörden des Golfstaates mit.

Kuwait wurde bereits mehrfach zum Ziel von Raketen- und Drohnenangriffen, am 8. März waren nach Armeeangaben Treibstofflager am Flughafen in Kuwait-Stadt von Drohnen getroffen worden.

Fachleute begutachten den Schaden, nachdem ein Gebäude am 12. März 2026 im Creek Harbour von Dubai von einem Drohnenangriff getroffen wurde.

Der Iran hat nach eigenen Angaben neue Raketenangriffe auf Israel ausgeführt. Dabei seien Militärstützpunkte und das Hauptquartier des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet ins Visier genommen worden.

In Jerusalem wurde Luftalarm ausgelöst, es waren Explosionen zu hören. Die israelische Armee erklärte, es seien mehrere Raketen aus dem Iran in Richtung Israel abgefeuert worden. „Die Verteidigungssysteme sind im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren“, schrieb die Armee im Onlinedienst Telegram.

Italienischer Militärstützpunkt angegriffen

Im Norden des Irak ist nach Angaben aus Rom ein italienischer Militärstützpunkt angegriffen worden. Er verurteile die Attacke in Erbil auf das Schärfste, schrieb der italienische Außenminister Antonio Tajani im Onlinedienst X. Bei dem Angriff sei niemand verletzt worden.

Nach Angaben aus kurdischen Sicherheitskreisen hatte die US-geführte Koalition, deren Soldaten auf dem Flughafen in Erbil stationiert sind, gestern Drohnen über der Stadt abgefangen. AFP-Journalisten hörten in der Nähe des Flughafens laute Explosionen.

Erbil liegt in der autonome Kurdenregion im Irak. Die Drohnen- und Raketenangriffe werden pro-iranischen Gruppen zugeschrieben.

Treibstofftanks in Bahrain und Oman in Flammen

In Bahrain griff der Iran laut örtlicher Behörden Treibstofflager nahe dem internationalen Flughafen an. Unklar war zunächst, ob es sich bei den betroffenen Treibstofflagern um die Kerosindepots des Flughafens am Rande der Hauptstadt Manama oder eine andere Einrichtung handelte.

Die Bewohner des Inselstaats im Persischen Golf wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu begeben. Die Menschen in den Vierteln in der Nähe des Flughafens sollten zu Hause bleiben und die Fenster geschlossen halten, teilte das Innenministerium mit.

Im Oman wurden Treibstofftanks im Hafen von Salala mutmaßlich von iranischen Drohnen getroffen. Auf einem vom arabischen Fernsehsender Al Jazeera veröffentlichten Video war zu sehen, wie ein großer Feuerball über einem der Tanks aufsteigt. Der Golf-Kooperationsrat verurteilte den Angriff.

Schweiz schließt Botschaft im Iran, die auch US-Interessen vertritt

Die Schweiz schließt ihre Botschaft in Teheran vorübergehend wegen eines „steigenden Sicherheitsrisikos“. Die Schweiz vertritt im Iran seit Jahrzehnten auch die Interessen Washingtons.

Die US-Regierung respektiere die Entscheidung und sei der Botschaft und den Mitarbeitern zu tiefem Dank verpflichtet, erklärte die US-Vertretung in Bern.

Die Schweiz agiert als sogenannte Schutzmacht der USA im Iran. Sie vertritt dort seit dem Abbruch der amerikanisch-iranischen Beziehungen die Interessen der USA. Sie übermittelt Botschaften zwischen beiden Ländern und betreut bei Bedarf amerikanische Staatsbürger.

Irak meldet einen Toten bei Angriff auf Öltanker

Bei einem Angriff auf zwei Öltanker im Persischen Golf kam nach Angaben der irakischen Regierung mindestens ein Mensch ums Leben. Die Attacke in irakischen Hoheitsgewässern stelle eine Verletzung der Souveränität des Landes dar, zitierte staatliche Nachrichtenagentur INA einen Militärsprecher.

Sechs Schiffe wurden demnach entsandt, um der Besatzung der beiden Tanker zu helfen. 38 Crew-Mitglieder seien geborgen worden, darunter ein Toter, sagte der Militärsprecher weiter. Die Hafenverwaltung stellte daraufhin den Betrieb der Ölterminals des Landes bis auf weiteres ein.

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Brand nach Beschuss von thailändischem Frachter

Der Frachter „Mayuree Naree“, der von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Indien unterwegs war, sei von zwei iranischen Geschossen oberhalb der Wasserlinie getroffen worden, wodurch am Heck und im Maschinenraum ein Brand ausgelöst wurde, teilte die thailändische Marine mit. Das Schiff fährt unter thailändischer Flagge.

Von den 23 thailändischen Besatzungsmitgliedern konnten 20 von der Marine Omans in Sicherheit gebracht werden, während drei Seeleute nach Angaben der Reederei Precious Shipping wahrscheinlich zunächst im Maschinenraum eingeschlossen blieben.

Unterdessen meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt, dass vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ein Containerschiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden sei. Der Treffer habe ein kleines Feuer an Bord ausgelöst, verletzt wurde demnach niemand.

Auf einem thailändischen Schiff ist nach Beschuss ein Feuer ausgebrochen.

Auf einem thailändischen Schiff ist nach Beschuss ein Feuer ausgebrochen.

Foto: Uncredited/Royal Thai Navy via AP/dpa

Neue Angriffe auch in den Emiraten und in Saudi-Arabien

Die Vereinigten Arabischen Emirate erklärten am frühen Morgen, die Luftabwehr bekämpfe eine Bedrohung durch Raketen.

In Dubai (VAE)  wurde ein Gebäude mit einer Drohne angegriffen. Die emiratischen Behörden erklärten, der Brand sei „vollständig unter Kontrolle“ gebracht worden. Es sei niemand verletzt worden. Zuvor hatten die Behörden den Absturz einer Drohne auf ein Gebäude in der Nähe des Wohnviertels Dubai Creek Harbour gemeldet.

Saudi-Arabien meldete in der Nacht, dass im Osten des Landes 18 Drohnen abgefangen und zerstört worden seien. Die Armee habe auch eine Drohne nahe des Botschaftsviertels der Hauptstadt Riad abgefangen und eine weitere, die auf dem Weg zu dem Ölfeld Schaybah im Südosten des Landes gewesen sei.

Das kuwaitische Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr des Golfstaats habe eine Reihe feindlicher Drohnen abgefangen, die in den Luftraum im Norden des Landes eingedrungen seien.

Israel greift Kommandozentralen der Hisbollah im Libanon an

Derweil zerstörten die israelischen Streitkräfte bei einer heftigen Angriffswelle auf den Libanon nach eigenen Angaben Dutzende Stellungen der proiranischen Hisbollah.

Innerhalb von 30 Minuten habe die Luftwaffe in den als Dahija bekannten Vororten der Hauptstadt Beirut zehn Ziele angegriffen, darunter ein Hauptquartier des Hisbollah-Geheimdienstes, die Zentrale der Eliteeinheit Radwan und weitere Kommandozentralen, teilte das israelische Militär mit.

Demnach griffen die Streitkräfte auch zahlreiche Raketenabschussrampen und Dutzende Hisbollah-Kämpfer an, die den Angaben zufolge Attacken auf Israel vorbereiteten.

Nach Hinweisen von israelischen Bodentruppen nahm die Luftwaffe darüber hinaus über 20 Ziele in verschiedenen Teilen des Libanons unter Beschuss, wie es in der Mitteilung weiter hieß. Zuvor hatte die Hisbollah den Norden von Israel mit Raketen angegriffen.

„Die

Die israelische Luftwaffe hat Hisbollah-Stellungen im Libanon angegriffen.

Foto: Bilal Hussein/AP/dpa

UN-Sicherheitsrat fordert Ende der iranischen Angriffe

Der UN-Sicherheitsrat fordert das sofortige Ende der iranischen Angriffe auf die umliegenden Golfstaaten. In seiner am Mittwoch mit 13 von 15 Stimmen verabschiedeten Resolution verlangte das wichtigste UN-Gremium die „unverzügliche Einstellung aller Angriffe der Islamischen Republik Iran gegen Bahrain, Kuwait, den Oman, Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien“.

Russland und China enthielten sich bei der Abstimmung. Der Iran kritisierte die Verabschiedung der Resolution.

Der Text war gemeinsam von den Mitgliedern des Golf-Kooperationsrats sowie Jordanien eingebracht worden. Der Golf-Kooperationsrat umfasst die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Kuwait, den Oman, Katar und Bahrain. Die Resolution wird von insgesamt 135 UN-Mitgliedstaaten unterstützt.

Teherans Angriffe auf diese Staaten seien völkerrechtswidrig, hieß es in der Resolution weiter. Sie stellten eine „ernste Bedrohung für den weltweiten Frieden und die Sicherheit“ dar.

Die Resolution verurteilte zudem „jegliche Handlungen oder Drohungen“ Teherans, die darauf abzielten, „die internationale Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu blockieren, zu behindern oder anderweitig zu stören“.

Der UN-Sicherheitsrat stimmte während einer Sitzung zur Lage im Nahen Osten am 11. März 2026 im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York City über einen Resolutionsentwurf ab.

Foto: Michael M. Santiago/Getty Images

Mit Material der Nachrichtenagenturen





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