Tag 4 der Eskalation im Nahen Osten: Die Kämpfe gehen weiter. Mehrere Golfstaaten haben die Welle von Vergeltungsangriffen des Iran im Nahen Osten als völkerrechtswidrig verurteilt. Israels Regierungschef Netanjahu sagt, der Iran-Krieg werde kein „endloser Krieg“ werden.
Alle Entwicklungen vom 3. März hier im Liveticker:
Israelische Armee: Unterirdische iranische Atomanlage angegriffen
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine unterirdische Atomanlage im Iran angegriffen. Der israelische Militärgeheimdienst habe die Aktivitäten der Wissenschaftler weiter verfolgt und ihren neuen Standort lokalisiert, „sodass ein präziser Angriff auf die geheime unterirdische Anlage möglich war“, erklärte die israelische Armee am Dienstag. Sie veröffentlichte eine Karte, auf der die Anlage am östlichen Stadtrand von Teheran zu sehen ist.
An dem Standort habe „eine Gruppe von Atomwissenschaftlern heimlich an der Entwicklung einer Schlüsselkomponente für Atomwaffen“ gearbeitet, hieß es weiter. Die Wissenschaftler hätten an dem unterirdischen Standort gearbeitet, nachdem Israel im Juni vergangenen Jahres im Zwölftagekrieg mehrere iranische Atomanlagen angegriffen hatte.
Damals hatten Israel mit den USA drei wichtige iranische Atomanlagen bombardiert. US-Präsident Donald Trump zufolge wurden die Anlagen Fordo, Natans und Isfahan in dem zwölf Tage dauernden Krieg vollständig zerstört, der wirkliche Umfang der Schäden ist aber nicht klar. Die Angriffe im Juni erfolgten mit dem erklärten Ziel, Teheran vom Bau einer Atombombe abzuhalten.
Trump stellt Öltankern Geleitschutz in Aussicht
Im Iran-Krieg will US-Präsident Donald festsitzenden Öltankern notfalls Geleitschutz geben. „Falls nötig, wird die US-Marine so schnell wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren“, schrieb Trump am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Die Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman ist derzeit effektiv gesperrt.
Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Samstag nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Sie gilt als Nadelöhr für den globalen Container- und Tankerverkehr. Am Montag drohte ein General der Revolutionsgarden mit Angriffen auf Schiffe, die die Meerenge passieren wollten. Dort waren bereits mehrere Schiffe von Geschossen getroffen worden.
Trump stellte Reedereien zudem vergünstigte Risikoversicherungen und Garantien der USA in Aussicht. Damit wollten die Vereinigten Staaten für „die finanzielle Sicherheit des gesamten Seeverkehrs“ sorgen, erklärte der Präsident.
Im Jahr 2024 passierten im Schnitt täglich etwa 20 Millionen Barrel Rohöl die Straße von Hormus – fast 20 Prozent des weltweiten Verbrauchs. Auch etwa ein Fünftel des weltweiten Handels mit verflüssigtem Erdgas (LNG) verläuft durch die Meerenge. Wegen der Verknappung hatten sich die Öl- und Gaspreise erhöht.
Israel weitet Angriffe gegen Hisbollah aus und richtet Pufferzone im Libanon ein
Israel hat seine Militäroffensive im Libanon gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz ausgeweitet. Nach AFP-Informationen rückten israelische Soldaten am Dienstag in Grenzregionen im Südlibanon vor, Verteidigungsminister Israel Katz kündigte die Einrichtung einer Pufferzone zum Schutz von Gemeinden im israelischen Grenzgebiet an.
Die israelische Luftwaffe flog unterdessen weitere Angriffe auf Hisbollah-Hochburgen, die Miliz griff Israel weiter an. Der israelische Generalstabschef erklärte, die Angriffe würden bis zur Entwaffnung der Hisbollah fortgesetzt.
Seit Montag werden Ortschaften und Städte im israelischen Grenzgebiet von der Hisbollah unter Beschuss genommen. Israel erklärt weiterhin, keine groß angelegte Bodeninvasion im Libanon zu planen.
Trump lobt deutsche Haltung zum Iran-Krieg
US-Präsident Donald Trump hat die deutsche Haltung zum Iran-Krieg gelobt und auf Forderungen nach einer Beteiligung an der Militäraktion verzichtet. Deutschland habe sich, im Gegensatz zu anderen NATO-Partnern wie Großbritannien und Spanien, „großartig“ verhalten, sagte Trump während des Treffens mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Oval Office des Weißen Hauses in Washington heute Mittag. Er versicherte: „Wir fordern sie nicht auf, Bodentruppen zu entsenden oder irgendetwas in der Art zu tun.“
Die NATO-Partner Spanien und Großbritannien kritisierte Trump dagegen scharf. „Einige europäische Länder wie Spanien haben sich schrecklich verhalten.“ Er verwies darauf, dass Spanien den USA untersagt hat, Luftwaffenstützpunkte auf seinem Territorium zu nutzen.
Merz stimmte in die Kritik an Spanien ein – aber nur Blick auf die Weigerung des Landes, sich auf das gemeinsam vereinbarte Ziel zu den NATO-Verteidigungsausgaben zu halten. „Spanien ist das einzige Land, das dazu bisher nicht bereit ist.“
Großbritannien hatte den USA britischen Medien zufolge erst verweigert, Angriffe auf den Iran von britischen Stützpunkten durchzuführen. Erst am Sonntagabend lenkte Starmer ein und erlaubte die Nutzung in begrenztem Umfang.
Deutschland hat anders als Spanien kein Problem damit, dass die USA den Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Ramstein für die Angriffe nutzen. Eine Beteiligung an der Militäraktion schließt die Bundesregierung allerdings aus – anders als Frankreich und Großbritannien, die Kriegsschiffe zur Abwehr von Raketen und Drohnen in die Region schicken.
Im Oval Office sagte Merz: „Wir sind uns einig, dass dieses schreckliche Regime in Teheran beseitigt werden muss“.
Schah-Witwe: Tod Chameneis „nicht automatisch“ Ende des Systems im Iran
Irans frühere Kaiserin Farah Pahlavi hat nach dem Tod von Ayatollah Ali Chamenei vor voreiligen Schlüssen hinsichtlich eines Machtwechsels in ihrem Heimatland gewarnt.
Der Tod des obersten iranischen Führers sei „historisch bedeutsam“, sagte Faraha Pahlavi am Dienstag im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Dies bedeute aber „nicht automatisch das Ende eines Systems“. „Entscheidend ist die Fähigkeit des iranischen Volkes, sich für einen friedlichen, geordneten und souveränen Übergang zu einem Rechtsstaat zu vereinen.“
Farah Pahlavi ist die Witwe des letzten Schahs. Seit ihrer Flucht aus dem Iran im Zuge der sogenannten Islamischen Revolution 1979 lebt die mittlerweile 87-Jährige im Pariser Exil. Ihr im US-Exil lebender Sohn Reza Pahlavi bereite diesen Übergang „gerade vor“, sagte die Schah-Witwe AFP.
Die internationale Gemeinschaft forderte Farah Pahlavi auf, das Recht der Menschen im Iran zu respektieren, ihren eigenen Weg zu wählen. „Ich möchte, dass die internationale Gemeinschaft die Grundrechte der Iraner klar unterstützt: das Recht, ihre Anführer zu wählen, sich frei zu äußern, in Würde und Wohlstand zu leben“, sagte sie. Die Unterstützung müsse „dem Volk gelten, nicht geopolitischem Kalkül“. An die iranischen Behörden appellierte Pahlavi, „Zurückhaltung zu üben und jegliches Blutvergießen zu vermeiden“.
Trump: „Wir sind sehr erfolgreich“ im Iran
US-Präsident Donald Trump hat den Militäreinsatz seiner Regierung gegen den Iran als „sehr erfolgreich“ bezeichnet. Bei einem Auftritt im Weißen Haus neben Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte er, die USA hätten Teile der iranischen Armee, Marine sowie Luftverteidigungssysteme ausgeschaltet.
Zwar feuere der Iran weiterhin Raketen auf Staaten am Golf ab, räumte Trump ein. Die USA griffen jedoch gezielt iranische Abschussanlagen an, um weitere Attacken zu verhindern.
Nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) wurden seit Beginn der Operation am Samstag mehr als 1.700 Ziele im Iran attackiert. Getroffen worden seien unter anderem Schiffe der iranischen Marine, U-Boote, Stellungen für Anti-Schiff-Raketen sowie Kommando- und Kontrollzentren.
Israel meldet Angriffe auf Produktionsstätten für ballistische Raketen im Iran
Die israelische Luftwaffe hat am Dienstag im Iran nach Armeeangaben mehrere Produktionsstätten für ballistische Raketen angegriffen. Die Angriffe hätten sich „gezielt“ gegen Industrieanlagen gerichtet, die Waffen und insbesondere ballistische Raketen herstellten, erklärte die Armee.
Insbesondere im zentraliranischen Isfahan seien „dutzende Ziele“ ins Visier genommen worden, darunter Abschussrampen und Lagerstätten.
Israel greift Wahlversammlung für Chameneis Nachfolge an
Wie ein hochrangiger israelischer Beamter gegenüber Fox News erklärte, griff das israelische Militär am Dienstag eine Sitzung des iranischen Expertenrates an, bei der über die Wahl eines neuen Obersten Führers beraten wurde.
Auch die „Times of Israel“ berichtete unter Berufung auf eine Quelle im Verteidigungsministerium, dass die israelische Luftwaffe ein Gebäude in Qom bombardiert habe. Dort seien hochrangige Religionsvertreter zusammengekommen, um über die Nachfolge Chameneis zu entscheiden.
Nach Angaben des Beamten gehören dem Gremium 88 Mitglieder an. Wie viele sich zum Zeitpunkt des Angriffs im Gebäude befanden, ist unklar. Aufnahmen lokaler Medien zeigen ein schwer beschädigtes Gebäude.
Hormus-Engpass bringt Iraks Ölexporte in Gefahr
Wie zwei von Reuters zitierte irakische Ölbeamte erklärten, könnte der Irak seine Produktion innerhalb weniger Tage um mehr als drei Millionen Barrel pro Tag drosseln müssen, sollten Öltanker die Straße von Hormus nicht ungehindert passieren können.
Bereits seit Dienstag sei die Förderung im Ölfeld Rumaila um 700.000 Barrel pro Tag und im Feld West Qurna 2 um 460.000 Barrel pro Tag reduziert worden. Die verlangsamte Schifffahrt durch die Meerenge habe die Exportabläufe erheblich beeinträchtigt.
Israelische Armee: „Groß angelegte“ Angriffswelle auf Teheran gestartet
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine großangelegte Angriffsserie in der iranischen Hauptstadt Teheran begonnen. Ziel der Luftangriffe sei Infrastruktur der iranischen Führung, hieß es in einer Mitteilung der Armee. Einwohner der Stadt berichteten von heftigen Explosionen.
Irak: Raketenangriff auf Flughafen Bagdad vereitelt
Im Irak haben Sicherheitskräfte mehrere Raketen beschlagnahmt und damit offenbar einen Angriff auf den internationalen Flughafen von Bagdad vereitelt. Eine Abschussvorrichtung mit neun abschussbereiten Raketen sei am Dienstag in der Gegend von Abu Ghraib nahe der Hauptstadt beschlagnahmt worden, teilte die Regierung mit.
Am internationalen Flughafen von Bagdad befindet sich ein militärischer Bereich, der von US-Beratern genutzt wird. Früher waren dort Truppen der US-geführten Militärkoalition stationiert.
Eine Gruppe namens Saraja Aulijaa al-Dam (zu deutsch: Wächter des Bluts) hatte sich am Montag zu Drohnenangriffen auf den Flughafen bekannt. Die Gruppe ist nach eigenen Angaben Teil des Islamischen Widerstands im Irak.
Trump: „Zu spät“ für Gespräche mit dem Iran
US-Präsident Donald Trump hat Gespräche mit der iranischen Führung vorerst ausgeschlossen. „Ihre Luftabwehr, Luftwaffe, Marine und Führung sind weg“, schrieb Trump am Dienstag auf seiner Onlineplattform Truth Social. „Sie wollen reden. Ich habe gesagt: ‚Zu spät!’“
Noch am Sonntag – einen Tag nach Beginn der massiven US-israelischen Luftangriffe im Iran – hatte Trump grundsätzliche Gesprächsbereitschaft signalisiert. „Sie wollen reden und ich habe zugestimmt, zu reden, also werde ich mit ihnen reden“, sagte der Präsident in einem Telefoninterview mit dem US-Magazin „The Atlantic“. „Sie hätten das früher tun sollen.“
Irans einflussreicher Sicherheitsratschef Ali Laridschani lehnte am Montag allerdings jegliche Verhandlungen mit der US-Regierung ab. „Wir werden nicht mit den USA verhandeln“, erklärte Laridschani im Onlinedienst X. Er wies Medienberichte zurück, wonach iranische Vertreter versucht hätten, Gespräche mit Washington aufzunehmen.
Israel fordert Länder zum Abbruch von Beziehungen zum Iran auf
Israel hat dutzende Länder zum Abbruch ihrer Beziehungen zum Iran aufgefordert.
Außenminister Gideon Saar sagte nach Angaben seines Büros am Dienstag in einer Videokonferenz mit den diplomatischen Vertretern von rund 60 Ländern, „dass nach den Angriffen des iranischen Regimes auf alle seine Nachbarn und dem Massaker an der eigenen Bevölkerung Länder auf der ganzen Welt ihre Beziehungen zum Iran abbrechen müssen“.
Saars Büro ließ in der Erklärung offen, ob alle 60 Länder diplomatische Beziehungen zum Iran unterhalten.
Iran stoppt Lebensmittelexporte
Der Iran hat sämtliche Lebensmittelexporte gestoppt. Die Ausfuhr „aller Lebensmittel und Agrarprodukte“ werde „bis auf Weiteres verboten“, meldete die Nachrichtenagentur „Tasnim“ unter Berufung auf eine Regierungserklärung.
Die Regierung habe die Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern zur Priorität erklärt. Nach den ersten Angriffen aktivierte die Regierung einen staatlichen Notfallplan.
Erste Raketen- und Drohnenbilanz von Bahrein von VAE
Bahrain meldet, dass seine Luftverteidigungssysteme seit Beginn der Angriffe 73 Raketen und 91 Drohnen zerstört haben, die vom Iran abgefeuert wurden.
Das Verteidigungsministerium der VAE meldet, dass 186 Raketen und 812 Drohnen aus dem Iran gegen die Vereinigten Arabischen Emirate gestartet wurden. Davon wurden 172 Raketen vernichtet, 13 davon im Meer. Von den Drohnen seien 755 abgefangen worden.
Iran droht massive Vergeltung an
Die iranischen Revolutionsgarden kündigen massive Vergeltungsschläge an. „Der Feind muss mit anhaltenden Vergeltungsschlägen rechnen; das Tor zur Hölle wird sich für die USA und Israel weiter und weiter öffnen“, sagte Gardensprecher Ali Mohammad Naini im staatlichen Fernsehen.
Die iranischen Streitkräfte gaben neue Drohnenangriffe auf Israel und einen US-Militärstützpunkt in Katar bekannt. Die Armee habe „Militärgebiete des zionistischen Regimes“ sowie die „Stützpunkte der US-Streitkräfte in Al-Udeid“ mit Kampfdrohnen angegriffen, berichtete die Tageszeitung „Schargh“ unter Berufung auf die Armee.
In Katar befindet sich mit Al-Udeid der größte US-Militärstützpunkt in der Region.
Angriffe auf Flughafen Katar vereitelt
In Katar sind in Doha mehrere Angriffe abgewehrt worden. Ein Sprecher des katarischen Außenministeriums sprach von „mehreren Angriffsversuchen“ auf den Flughafen Hamad International. Alle seien vereitelt worden. Das gesamte Territorium von Katar sei zum Ziel des Iran geworden.
Der Sprecher fügte an, dass Katar seit Beginn der Angriffe auf sein Land nicht mehr im Kontakt mit dem Iran stehe. Das Golfemirat hatte sich am Wochenende einer Erklärung mehrerer Golfstaaten angeschlossen, in denen sie die Angriffe des Iran als „verräterisch“ bezeichnet und sich eine Antwort auf die „Aggression“ vorbehalten hatten.
Auswärtiges Amt bestellt iranischen Botschafter ein
Das deutsche Auswärtige Amt hat den iranischen Botschafter einbestellt. Dabei habe man das iranische Regime „unmissverständlich dazu aufgefordert, seine rücksichtslosen Angriffe auf Staaten der Region unverzüglich einzustellen“, teilte das Außenministerium mit.
„Wir verurteilen die willkürlichen und unverhältnismäßigen Raketen- und Drohnenangriffe des iranischen Regimes, auch auf zivile Ziele“, hieß es weiter. „Die Angriffe bedrohen unsere Verbündeten, unser Militärpersonal und unsere Staatsangehörigen in der Region.“
Israelische Armee: Präsidialamt in Teheran getroffen
Die israelische Armee hat bei Luftangriffen das iranische Präsidialamt sowie das Gebäude des Nationalen Sicherheitsrats in Teheran getroffen.
In der Nacht zum Dienstag habe die israelische Luftwaffe „Einrichtungen des Führungskomplexes des iranischen Terrorregimes angegriffen“ und dabei das „Präsidialamt sowie das Gebäude des Nationalen Sicherheitsrats“ bombardiert, erklärte die Armee.
Zudem flog die israelische Armee erneut Luftangriffe auf als Hisbollah-Hochburgen geltende Vororte im Süden von Beirut.
Gleichzeitig waren in Jerusalem eine regelrechte Serie von Explosionen zu hören. Offenbar handelte es sich um einen iranischen Raketenangriff, der von Israels Luftabwehr abgefangen wurde.
Die israelische Armee erklärte, es seien „Raketen vom Iran aus Richtung des Territoriums des Staates Israel abgefeuert“ worden. „Unsere Verteidigungssysteme sind dabei, die Bedrohung zu bekämpfen.“
Wieder erste Flüge ab Dubai
Der Betrieb an Flughäfen in den Golfstaaten ist zum Teil wieder angelaufen und erste Flugzeuge nach Europa und Deutschland sind gestartet.
Am Vormittag hob ein erster Flieger der Airline Emirates vom Dubai International Airport nach Frankfurt am Main ab, wie aus Daten des Portals Flightradar24 hervorgeht. In Deutschland sollte die Maschine gegen 13:00 Uhr landen.
Drohnentreffer im Oman und Irak
Im Oman und im Irak sind mehrere Drohnenangriffe gemeldet worden. „Etliche Drohnen wurden auf die Treibstofftanks im Handelshafen von Dukm abgefeuert, von denen eine einen Treibstofftank traf“, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur „Oman News Agency“ unter Berufung auf Sicherheitskreise.
Im Norden des Iraks wurde derweil örtlichen Angaben zufolge ein Lager von kurdischen Kämpfern von mutmaßlich iranischen Drohnen getroffen.

Am 3. März 2026 an einer Anlage von ADNOC Gas, einer Tochtergesellschaft der Abu Dhabi National Oil Company, in Abu Dhabi. QatarEnergy hat die Produktion einiger nachgelagerter Produkte in Katar, darunter Harnstoff, Polymeren, Methanol, Aluminium und anderen Produkten, nach Angriffen gestoppt.
Foto: Ryan Lim/AFP via Getty Images
Libanesische Armee zieht Soldaten ab
Die libanesische Armee hat Soldaten von mehreren Stellungen im Süden des Libanon nahe der Grenze zu Israel abgezogen.
Nachdem es zu einer „Eskalation“ seitens der israelischen Armee gekommen sei, habe die Armee ihre Truppen an mehreren Stellungen verlegt, erfuhr AFP aus Kreisen der libanesischen Armee. Die Entscheidung sei getroffen worden, um die Sicherheit der Soldaten zu gewährleisten.
Amazon-Rechenzentren von Drohnen getroffen
Zwei Rechenzentren von Amazon in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind „direkt von Drohnen getroffen“ worden, teilte das Unternehmen mit. In Bahrain sei eine weitere Einrichtung des Konzerns durch einen „Drohnenangriff in unmittelbarer Nähe“ beschädigt worden. Über Verletzte wurde nichts gesagt.
Die Angriffe hätten „strukturelle Schäden verursacht, die Stromversorgung unserer Infrastruktur unterbrochen und in einigen Fällen Brandbekämpfungsmaßnahmen erforderlich gemacht, die zu zusätzlichen Wasserschäden geführt haben“.
Amazon rief Nutzer auf, wichtige Daten zu sichern und auf Amazon-Server (AWS) in anderen Teilen der Welt auszuweichen. Bereits vor zwei Tagen wurde ein AWS-Rechenzentrum in der VAE getroffen.
Rubio: Die „härtesten Schläge“ gegen den Iran stehen noch bevor
US-Außenminister Marco Rubio sagte am Abend des 2. März, dass weitere Angriffe auf den Iran bevorstehen.
„Ich werde keine Details zu unseren taktischen Maßnahmen preisgeben, aber die härtesten Schläge des US-Militärs stehen noch bevor“, erklärte Rubio gegenüber Reportern, bevor er hochrangige Kongressabgeordnete über den Konflikt informierte.
„Die nächste Phase wird für den Iran noch härter werden als die derzeitige.“
US-Bürger sollen abreisen
US-Amerikaner in Bahrain, Ägypten, Iran, Irak, Israel, der Westbank, dem Gazastreifen, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Jemen sollten jetzt durch alle verfügbaren kommerziellen Transporte abreisen.
Der Großteil des US-Botschaftspersonals aus sechs Staaten wurde abgezogen. Betroffen seien „nicht für Notfälle zuständige Mitarbeiter der US-Regierung“ in Bahrain, dem Irak, Jordanien, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Ausreise der Betroffenen sei per Änderung der Sicherheitshinweise beschlossen worden.
Die Aufforderung für den Irak begründete das Außenministerium mit „Sicherheitsbedenken“, zu den anderen fünf Staaten hieß es, es bestehe eine „anhaltende Bedrohung durch Drohnen- und Raketenangriffe aus dem Iran“.
Israel geht mit Bodentruppen im Süd-Libanon vor
Israels Premierminister Netanjahu und Verteidigungsminister Katz haben ihre Streitkräfte ermächtigt, „weitere Gebiete im Libanon zu besetzen, um von dort aus die Siedlungen an der Grenze zu schützen“.
Die israelische Armee (IDF) rückte ab 8 Uhr MEZ mit Bodentruppen im Süd-Libanon vor. Mit Angriffen auf die Infrastruktur der Hisbollah soll eine zusätzliche Sicherheitszone für die Bewohner Nord-Israels geschaffen werden.
„Ich möchte betonen, dass es sich hierbei nicht um ein Manöver, eine Bodenoffensive oder Ähnliches handelt. Es ist eine taktische Maßnahme, um Angriffe der Hisbollah zu verhindern“, sagte Militärsprecher Nadav Schoschani. „Es besteht die reale Möglichkeit, dass sie ihre Einsätze gegen uns ausweiten.“
Schoschani sagte, es handele sich um Aussichtspunkte, von denen aus israelische Ortschaften überblickt werden könnten.
Die Hisbollah könnte von dort aus Wohngebiete direkt beschießen oder gar in diese eindringen, warnte der Militärsprecher. „Und deshalb stationieren wir unsere Truppen dort, um sicherzustellen, dass sie dazu keine Möglichkeit haben.“

Israelische Soldaten waren bislang auf fünf Posten im Südlibanon stationiert. (Archivbild)
Foto: Ilia Yefimovich/dpa
Kanada schließt seine Botschaft in Riad
Kanada schließt seine Botschaft in Riad „aufgrund der aktuellen Sicherheitslage“. Alle persönlichen Termine bis Freitag, den 6. März, sind abgesagt.
Zeitgleich Angriffe auf Beirut und Teheran
Zeitgleiche Luftangriffe auf Ziele in Beirut und Teheran: Die israelische Luftwaffe habe „gezielte Angriffe auf militärische Ziele des iranischen Terrorregimes und der Terrororganisation Hisbollah begonnen“, erklärten die israelischen Streitkräfte unter Bezug auf die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon.
Videoaufnahmen der Nachrichtenagentur AFP zeigten eine große Rauchwolke, die über der libanesischen Hauptstadt Beirut aufstieg.
Daraufhin hat die pro-iranische Hisbollah-Miliz eigenen Angaben zufolge drei Militärstützpunkte in Israel angegriffen. Ramat David und Meron im Norden Israels seien mit Drohnen angegriffen worden, erklärte die Hisbollah. Zudem sei die Militärbasis Nafah auf den von Israel besetzten Golan-Höhen mit Raketen beschossen worden.
Trump: US-Waffenlager ermöglichen endlose Kriegsführung
US-Präsident Donald Trump schreibt auf Truth Social: Die Munitionsvorräte der Vereinigten Staaten seien in der mittleren und oberen mittleren Qualitätsstufe noch nie so hoch und so gut wie heute gewesen.
Man verfüge über einen „praktisch unbegrenzten Vorrat“ an diesen Waffen. Mit diesen Vorräten könnten Kriege „unbegrenzte Zeit“ und sehr erfolgreich geführt werden.
Im „obersten Qualitätsbereich“ verfüge man ebenfalls über einen guten Vorrat, sei aber noch nicht ganz dort, wo man hinwolle, so Trump weiter. Grund sei, dass sein Vorgänger Joe Biden zu viele Waffen an die Ukraine abgegeben habe, ohne sie zu ersetzen.
Vance: Es geht nicht unbedingt um einen Machtwechsel im Iran
Vertreter der US-Regierung sagen, dass es im Iran nicht in erster Linie um einen Machtwechsel gehe. In einer „perfekten Welt“ würden die USA es begrüßen, wenn jemand im Iran an die Macht käme, der bereit sei, mit den USA zusammenzuarbeiten, sagte US-Vizepräsident JD Vance dem Sender „Fox News.“ Trumps vorrangiges Ziel sei, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange.
US-Außenminister Marco Rubio sagte, dass es Unterschiede zwischen nachrangigen Wünschen der US-Regierung und konkreten Zielen ihres Einsatzes gebe. Zwar wünsche man sich eine neue Führung im Iran. Entscheidend sei aber, dass, wer auch immer in einem Jahr regiere, nicht über Drohnen und ballistische Raketen verfügen werde.
Noch deutlicher formulierte es der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson: „Das Ziel war nicht ein Regimewechsel.“ Vielmehr stünden die Zerstörung des iranischen Raketenprogramms sowie der iranischen Marine im Fokus.
Israels Botschafter zu Regimewechsel im Iran
Israels Botschafter Ron Prosor sieht keinen fertigen Plan für die Zeit nach einem möglichen Sturz des iranischen Regimes. Auf die Frage, wer ein neues Iran führen könne, sagte er im Berlin Playbook Podcast von „POLITICO“: „Wir müssen erst darüber nachdenken, dass wir keine richtige Antwort dafür haben.“
Entscheidend sei: „Das Wichtigste ist, dass dieses Regime nicht mehr existiert.“ Das Ziel Israels sei es, die Fähigkeiten des Regimes zurückzudrängen. „Der Versuch ist wirklich, die zu schwächen“, sagte Prosor mit Blick auf die Revolutionsgarden. Ein Wandel könne „nur von innen da sein“. Die Bevölkerung habe „wirklich genug und will Freiheit haben“.
Dass Deutschland „die Revolutionäre Garde als Terrorstaat“ eingestuft habe, sei „unheimlich wichtig“, sagte er.
US-Botschaften attackiert
In mehreren Golfstaaten kam es zu Explosionen, in Saudi-Arabien und Kuwait wurden die US-Botschaften mit Drohnen angegriffen.
Dabei seien ein Feuer ausgebrochen und geringer Sachschaden verursacht worden. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium erklärte später, acht Drohnen nahe Riad und al-Chardsch abgefangen und zerstört zu haben.
US-Präsident Donald Trump kündigte an, die US-Armee werde „bald“ Vergeltungsmaßnahmen ergreifen. Die US-Botschaft rief US-Bürger in Riad, Dschidda und Dharan auf, in geschlossenen Räumen zu verbleiben.

Die US-Botschaft in Riad wurde nach saudischen Angaben von Drohnen angegriffen. (Archivbild)
Auch in Kuwait wurde die US-Botschaft mit Drohnen attackiert. Das Gebäude sei direkt getroffen worden. Die Angriffe erfolgten zeitgleich mit einer Welle von Raketen und Drohnen, die auf mehrere Golfstaaten abgefeuert wurden.
Das Verteidigungsministerium der Emirate teilte mit, das Land sei mit ballistischen Raketen aus dem Iran angegriffen worden. Das katarische Verteidigungsministerium erklärte, die Armee habe zwei ballistische Raketen abgefangen.
Die iranischen Revolutionsgarden erklären, einen US-Luftwaffenstützpunkt in Bahrain mit Drohnen und Raketen angegriffen zu haben. Dabei sei das „zentrale Kommandohauptquartier der Basis“ des Stützpunkts im Gebiet Scheich Isa zerstört worden.
US-Bürger sollen Region „sofort verlassen“
Die US-Armee erklärte, Kommandoposten und zentrale Waffensysteme der Iranischen Revolutionsgarden zerstört zu haben. „Iranische Luftverteidigungskapazitäten, Raketen- und Drohnenabschussanlagen sowie Militärflugplätze“ seien getroffen worden. Zuvor hatte die US-Armee erklärt, in den ersten 48 Stunden des Krieges mehr als 1.250 Ziele im Iran angegriffen zu haben.
Das US-Außenministerium rief US-Bürger in fast allen Ländern des Nahen Ostens auf, die Region „sofort“ auf kommerziellem Wege zu verlassen.
Der Aufruf betraf vierzehn Länder der Region: den Iran, Jordanien, Kuwait, den Libanon, den Oman, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, den Jemen, Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien, den Irak, Syrien sowie Israel und die Palästinensergebiete.
Israel zerstörte Sitz des iranischen Staatsrundfunks
Die israelische Armee verübte mehrere Angriffe auf Ziele im Iran und im Libanon. Bei Angriffen in Teheran sei der Sitz des iranischen Staatsrundfunks „Irib“ „angegriffen und zerstört“ worden, erklärte die Armee. Sie bezeichnete den Sender als „das Kommunikationszentrum des iranischen Terrorregimes“.
„Irib“ berichtete seinerseits von zwei Explosionen nahe seiner Zentrale, erklärte jedoch, seinen Sendebetrieb fortzusetzen.
Zudem setzte Israel seine Angriffe gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon fort. Sie erklärte, „Kommandozentralen und Waffenlager der Hisbollah in Beirut“ anzugreifen und sprach im Laufe des Dienstagmorgens Evakuierungsbefehle für etwa 50 Standorte größtenteils im Süden des Libanon aus, darunter die Viertel Ghobeiri, Hadath und Haret Hreik im Süden Beiruts.
Auswärtiges Amt bereitet Rückholung von Kranken, Kindern und Schwangeren vor
Manche der im Nahen Osten gestrandeten deutschen Urlauber können auf eine baldige Rückkehr in die Heimat hoffen. „Ich bin guter Dinge, dass das nach und nach gelingt“, sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul im ZDF-„heute journal“. Man sei in engem Kontakt mit den Reiseveranstaltern.
Das Auswärtige Amt bereitet derzeit die Rückholung von Kranken, Kindern und Schwangeren aus der Konfliktregion vor. Sie will dazu gecharterte Maschinen in die Hauptstädte Riad (Saudi-Arabien) und Maskat (Oman) schicken.

Viele Menschen warten dringend auf die Heimreise – doch dieses Flugzeug flog ohne Passagiere: Es fehlte die Kabinencrew.
Foto: Malin Wunderlich/dpa
Am Montagabend ist eine Lufthansa-Maschine aus Abu Dhabi in München gelandet – allerdings ohne Passagiere. Es fehlte das Kabinenpersonal. Auch die Erreichbarkeit des Flughafens in Abu Dhabi für viele Fluggäste, der Check-In, die Sicherheitskontrolle und das Boarding seien dort nicht gewährleistet gewesen.
Die Polizei warnt unterdessen vor Fake-Hotlines für angebliche Flugumbuchungen, nachdem eine Frau aus Niederbayern dabei um 2.500 Euro betrogen wurde.
Verbraucher sollten Hotlines ausschließlich über die offizielle Website des Buchungsportals oder der Fluggesellschaft recherchieren – und nicht über teils gekaufte Anzeigen bei Suchmaschinen, empfiehlt das bayerische Landeskriminalamt.
Mit Material der Nachrichtenagenturen