Israels Armee hat nach eigenen Angaben vier mutmaßliche militante Palästinenser nach einem Angriff auf ihre Soldaten getötet.

Die bewaffneten Männer seien aus einem Tunnel im südlichen Gazastreifen herausgekommen und hätten die Soldaten attackiert, teilte die israelische Armee mit. Dies sei eine „eklatante Verletzung des Waffenruhe-Abkommens“ zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas.

„Vor kurzem sind vier bewaffnete Terroristen aus einem Tunnel herausgekommen und haben im Gebiet Rafah im südlichen Gazastreifen das Feuer auf unsere Soldaten eröffnet“, erklärte die Armee.

Nach der Identifizierung hätten „die Soldaten die Terroristen eliminiert“. Bei dem Angriff sei kein Soldat verletzt worden. Die israelischen Soldaten seien in dem Gebiet weiter im Einsatz, „um alle Terroristen innerhalb des Tunnelsystems zu lokalisieren und zu eliminieren“.

Fragile Waffenruhe seit Oktober

Am 2. Februar hatte Israel den Grenzübergang Rafah zwischen dem südlichen Gazastreifen und Ägypten teilweise wieder geöffnet. Israel lässt bislang nur Kranke und begleitende Angehörige passieren.

Seit dem 10. Oktober gilt im Gazastreifen eine fragile Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas. Beide Seiten werfen sich immer wieder Verstöße vor.

Israel pocht auf eine Entwaffnung der Hamas und die Zerstörung des von den Islamisten genutzten Tunnelsystems in dem Palästinensergebiet.

Die zweite Phase des Abkommens sieht eine Entmilitarisierung des Gazastreifens einschließlich der Entwaffnung der Hamas vor sowie einen schrittweisen Rückzug der israelischen Armee.

Die Hamas hat ihre Entwaffnung wiederholt als rote Linie bezeichnet. Es wurde angedeutet, dass sie ihre Waffen an eine künftige palästinensische Regierungsbehörde übergeben könnte.

Israelischen Angaben zufolge verfügt die Hamas noch über rund 20.000 Kämpfer und rund 60.000 Kalaschnikows im Gazastreifen. (afp/ks)



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