Die USA und Israel haben im Iran bereits Tausende Ziele aus der Luft angegriffen. Der Krieg geht weiter – genauso wie Teherans Gegenangriffe. Im Libanon beginnt der Staat, verstärkt gegen den „Staat im Staate“, die Hisbollah, vorzugehen. Ab sofort gilt dort eine neue Richtlinie für alle offiziellen Medien: die Hisbollah wird beim Namen genannt und darf nicht mehr als (islamischer) Widerstand bezeichnet werden.

Israels Präsident Isaac Herzog bezeichnet den Irankrieg als „historischen Wendepunkt“ für den gesamten Nahen Osten. Was gestern passierte: 16. März.

Die Entwicklungen im Nahen Osten vom 17. März im Liveticker:

Wadephul glaubt nicht mehr an Regimewechsel im Iran

Die Bundesregierung hält einen Regimewechsel im Iran knapp drei Wochen nach Beginn des Krieges mit Israel und den USA für „nicht realistisch“. Das sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) am Dienstagabend auf der Konferenz „Europe 2026“.

Wadephul verwies auf seine jüngsten Gespräche mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio, dem zufolge Ziel der Angriffe die Zerstörung der iranischen Atom- und Raketenprogramme sei, um die davon ausgehende Gefahr für Israel zu beseitigen – eine neue Führung in Teheran demnach nicht.

„Es wird im Iran keine militärische Lösung geben“, sagte der CDU-Politiker weiter: „Und einen kontrollierten Regimewechsel hinzubekommen, ist aus meiner Sicht eine hypothetische Idee.“

US-Antiterror-Chef tritt aus Protest zurück

Aus Protest gegen den US-Einsatz trat am Dienstag der Leiter des Nationalen Terrorabwehr-Zentrums (NCTC), Joe Kent, zurück. Der Iran sei „keine unmittelbare Bedrohung“ für die USA gewesen, schrieb Trumps bisheriger Gefolgsmann in seinem Rücktrittsbrief. Er könne den Krieg deshalb nicht mit seinem Gewissen vereinbaren.

Kent ist der erste ranghohe Mitarbeiter der Trump-Regierung, der wegen der Militäroperation gegen den Iran sein Amt niederlegt. „Es ist klar, dass wir diesen Krieg wegen Drucks aus Israel und seiner mächtigen amerikanischen Lobby begonnen haben“, schrieb Kent in seinem auf X veröffentlichten Brief an den Präsidenten.

Selenskyj: Mehr als 200 ukrainische Anti-Drohnen-Experten in Golfregion entsandt

Die Ukraine hat nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj 201 Anti-Drohnen-Experten in die Golfregion entsandt, die bei der Abwehr iranischer Drohnen helfen sollen. 34 weitere seien bereit zum Einsatz, sagte Selenskyj am Dienstag bei einer Rede vor dem britischen Parlament. Die ukrainischen Teams seien bereits in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Saudi-Arabien, zudem seien sie auf dem Weg nach Kuwait.

Israels Armee: Werden Modschtaba Chamenei „aufspüren, finden und neutralisieren“

Die israelische Armee hat dem neuen iranischen obersten Führer Modschtaba Chamenei erneut gedroht. „Wir wissen nichts über Modschtaba Chamenei, wir hören nichts von ihm, wir sehen ihn nicht, aber eines kann ich Ihnen sagen: Wir werden ihn aufspüren, ihn finden und ihn neutralisieren“, sagte der israelische Militärsprecher Effie Defrin am Dienstag zu Reportern.

Irans Revolutionsgarden bestätigen Tötung von Anführer der Basidsch-Miliz

Die iranischen Revolutionsgarden haben am Dienstagabend die Tötung des Anführers der für die innere Sicherheit zuständigen Basidsch-Miliz durch einen israelischen Angriff bestätigt. Gholamresa Soleimani sei „einer terroristischen Attacke des amerikanisch-zionistischen Feindes“ zum Opfer gefallen, hieß es auf der offiziellen Website der Revolutionsgarden.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Morgen bekannt gegeben, dass die Streitkräfte seines Landes Soleimani und den iranischen Sicherheitschef Ali Laridschani getötet hätten. Der Tod Laridschanis wurde von iranischer Seite zunächst weiterhin nicht bestätigt.

Unbeirrt von Iran-Drohung: Trump schließt einen Einsatz von Bodentruppen nicht aus

US-Präsident Donald Trump schließt einen Einsatz von Bodentruppen im Iran auch nach einer Warnung aus Teheran vor einem zweiten Vietnam nicht aus. „Nein, ich habe keine Angst davor. Ich habe vor gar nichts Angst“, sagte er während eines Treffens mit dem irischen Regierungschef Micheál Martin im Weißen Haus. Ein Reporter hatte den Republikaner damit konfrontiert, dass der Iran gedroht habe, die USA sollten nachlesen, was in Vietnam passiert sei, sollten sie Truppen entsenden.

Erneut Raketen- und Drohnenangriff auf US-Botschaft in Bagdad

In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Dienstagabend nach Angaben von AFP-Korrespondenten erneut mehrere laute Explosionen zu hören gewesen. Es habe einen Raketen- und Drohnenangriff auf die US-Botschaft gegeben, hieß es aus Sicherheitskreisen. Ein Augenzeuge berichtete, dass er von seinem Balkon aus ein Feuer auf dem Gelände der Botschaft gesehen habe.

Ein anderer Augenzeuge sagte, dass die Flugabwehr der Botschaft mehrere Geschosse zerstört habe. Nach den Angaben aus Sicherheitskreisen wurde das Feuer auf dem Botschaftsgelände durch eine Drohne ausgelöst.

Trump: USA brauchen keine Hilfe mehr in Straße von Hormus

Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump die NATO-Partner gedrängt, die USA bei der Öffnung der Meerenge für Öltanker zu unterstützen. Ausbleibende Hilfe wäre „sehr schlecht“ für die Zukunft des Verteidigungsbündnisses, drohte der Präsident. Sowohl Deutschland als auch andere NATO-Länder reagierten jedoch ablehnend auf Trumps Forderung.

„Wir brauchen die Hilfe von niemandem“, schrieb Trump in Großbuchstaben am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social. „Wir haben sie nie gebraucht!“, fügte er in Großbuchstaben hinzu. Er spreche „als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, mit Abstand des mächtigsten Landes der ganzen Welt“.

Röwekamp offen für erweiterte EU-Mission in Straße von Hormus

„Die Straße von Hormus ist jetzt schon vom EU-Mandat `Aspides` umfasst, auch wenn der Schwerpunkt der Ausübung des Mandats bisher im südlichen Roten Meer lag“, sagte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag  Thomas Röwekamp (CDU) der „Rheinischen Post“. „Die Angriffe des Iran auf zivile Handelsschiffe und die Drohung der Sperrung des Seewegs sind see- und völkerrechtswidrig.“

„Vielmehr dient das Mandat dem Schutz der Schifffahrt und ist damit rein defensiv ausgerichtet. Es dient der Durchsetzung internationalen Rechts und liegt im deutschen und europäischen Interesse“, so Röwekamp.

„Wir sollten mit unseren Partnern in Europa darüber reden, mit welchen zusätzlichen Fähigkeiten die regionale Erweiterung des bisherigen mandatierten Einsatzes auf die Straße von Hormus im Rahmen von Aspides ausgedehnt werden kann“, sagte der Ausschuss-Vorsitzende.

Kurz nachdem die israelische Regierung seinen Tod bei einem Angriff im Iran verkündet hat, ist auf den Online-Accounts des mächtigen iranischen Sicherheitschefs Ali Laridschani eine handschriftliche Mitteilung von ihm veröffentlicht worden.

In dem auf X und Telegram veröffentlichten und undatierten Beitrag reagiert Laridschani auf den Tod von 84 Marinesoldaten, die Anfang des Monats beim Angriff eines US-U-Boots im Indischen Ozean getötet worden waren.

Auf die Angaben des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz, wonach Laridschani in der Nacht zum Dienstag bei einem israelischen Angriff getötet wurde, nahm der Beitrag keinen Bezug.

Die iranische Regierung bestätigte die Berichte über den Tod des Sicherheitschefs zunächst nicht.

Explosionen bei Jerusalem

Nach einem Raketenalarm hat es unweit von Jerusalem am Dienstag mehrere Detonationen gegeben. Die Explosionen waren zu hören, nachdem im Norden Israels die Sirenen wegen eines iranischen Angriffs geheult hatten, berichteten AFP-Reporter.

Die israelische Armee meldete, vom Iran aus seien Raketen Richtung Israel abgefeuert worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Geschosse abzufangen.

Israel meldet Tötung von Irans Sicherheitschef

Die israelische Armee hat nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz den einflussreichen iranischen Sicherheitschef Ali Laridschani getötet.

Laridschani, der Leiter des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, sei in der vergangenen Nacht ebenso wie der Chef der Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, getötet worden, sagte Katz in einer Videobotschaft. Die Tötung Soleimanis durch einen „Präzisionsangriff in Teheran“ hatte die Armee bereits kurz zuvor bestätigt.

Katz fügte hinzu, er und der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hätten „angeordnet, die Anführer des Terror- und Unterdrückungsregimes im Iran unerbittlich zu verfolgen“. Die Islamische Revolution werde „gerade zerschlagen und ihre Führer sowie ihre Kapazitäten werden gerade neutralisiert“.

Basidsch-Chef Soleimani tötete die israelische Luftwaffe nach Armeeangaben bei einem „Präzisionsangriff“ auf Grundlage geheimdienstlicher Erkenntnisse.

Die israelische Armee unterstrich in ihrer Erklärung zu Soleimanis Tötung, die unter der Verantwortung der Revolutionsgarden stehenden Basidsch hätten „die wichtigsten Unterdrückungsmaßnahmen“ bei den rund um den Jahreswechsel niedergeschlagenen Massenprotesten gegen die iranische Führung zu verantworten. Dabei wurden tausende Menschen im Iran getötet und zehntausende festgenommen.

Der Iran hat sich noch nicht dazu geäußert.

EU-Migrationskommissar: Derzeit keine größere Fluchtbewegung von Iran nach Europa

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner sagt: „Derzeit sehen wir keine Fluchtbewegungen aus dem Iran heraus, innerhalb des Irans natürlich schon“. Im ZDF-„Morgenmagazin“ sagte er weiter, Europa müsse dennoch „immer vorbereitet“ sein und die Lage „gut im Auge haben“.

Die EU stehe dazu in „sehr engem Austausch“ mit ihren Partnern in der Region, etwa der Türkei oder auch Pakistan. Insgesamt sei die EU heute jedoch „besser vorbereitet als noch vor zehn Jahren“ während der Flüchtlingskrise 2015, sagte Brunner weiter.

Grund seien unter anderem Reformen im Asylsystem. Bei der geplanten Umsetzung des neuen Gemeinsamen Europäischen Asylsystems etwa sei man „auf gutem Weg“, sagte Brunner.

Bedeutender Kurswechsel im Libanon: Regierung nennt Hisbollah beim Namen

Paul Morcos, Informationsminister des Libanon, hat offiziell angewiesen, das Wort „(islamischer) Widerstand“ aus den ausgestrahlten Inhalten zu streichen und durch den Begriff „Hisbollah“ zu ersetzen. Das gilt für Inhalte, die von der nationalen Nachrichtenagentur, dem offiziellen libanesischen Fernsehen und dem libanesischen Rundfunk veröffentlicht werden.

Das berichtet die libanesische Nachrichtenwebsite „Al-Moudon“. Demnach sei die Anweisung Teil der Umsetzung von Regierungsbeschlüssen – allen voran der Grundsatz, dass der Staat allein befugt ist, über Krieg und Frieden zu entscheiden.

Am 2. März beschloss die Regierung, zwischen dem politischen und dem militärischen Arm der Terrororganisation zu unterscheiden und deren Aktivitäten zu verbieten.

Der Schritt sei politisch weitreichender als die sprachliche Änderung vermuten lasse. Nach „Al-Moudon“ bedeute die Streichung des Begriffs „Widerstand“ aus dem offiziellen Diskurs, dass der Libanon der Hisbollah nicht länger den sprachlichen und politischen Schutz gewährt, den sie jahrelang genossen hat.

Mit anderen Worten: Wer gegen Israel kämpft, wird im offiziellen Diskurs nicht mehr als „Widerstandskraft“ dargestellt, sondern als Hisbollah – eine bewaffnete Organisation, die außerhalb des staatlichen Rahmens agiert.

Die Anweisung ist für alle Mitarbeiter der offiziellen Medien verbindlich.

Iran nimmt „ausländische Spione“ fest

Die iranischen Revolutionsgarden haben die Festnahme von zehn „ausländischen Spionen“ bekanntgegeben. Die Festnahmen erfolgten in der nordostiranischen Provinz Razavi-Chorasan, die an Turkmenistan und Afghanistan grenzt.

Die Revolutionsgarden erklärten weiter, vier der Festgenommenen hätten an „sicherheitsrelevanten Standorten und wirtschaftlichen Einrichtungen“ Informationen gesammelt, die anderen sechs hätten Verbindungen zu einer „monarchistischen Terrorgruppe“. Zur Nationalität der Festgenommenen gibt es keine Angaben.

Der Iran erklärt, dass mindestens 10.000 Wohneinheiten in Teheran beschädigt seien. Das sagt der Gouverneur der Stadt, Mohammad Sadegh Motamadian. Zudem seien mindestens 56 Museen, Denkmäler und Kulturstätten durch die Angriffe beschädigt, meldet das Kulturministerium.

Straße von Hormus: Deutsche Reeder erhöhen Druck auf deutsche Regierung

Aus der Sicht deutscher Reeder geht es „nicht um eine deutsche Kriegsbeteiligung, sondern darum, internationale Anstrengungen zum Schutz der Handelsschifffahrt zumindest politisch und diplomatisch zu unterstützen.“

Deutschland habe als große Handelsnation ein grundlegendes Interesse an sicheren Seewegen. „Rund zwei Drittel unserer Importe und Exporte werden über den Seeweg transportiert – ohne sichere maritime Routen gibt es keinen freien und stabilen Handel“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Reeder, Martin Kröger, der „Rheinischen Post“.

Er fügte an: „Wer eine verlässliche Versorgung für Wirtschaft und Bevölkerung will, darf diejenigen nicht alleinlassen, die unter teils hohem Risiko Handel über See erst ermöglichen.“

Dem Verband ist klar: „Die Bundesregierung wägt in der aktuellen Lage verständlicherweise sehr sorgfältig ab“. Unabhängig von der aktuellen Lage stellt sich grundsätzlich die Frage, welchen Stellenwert der Schutz freier und sicherer Seehandelswege sowie der Schifffahrt und ihrer Besatzungen für Deutschland habe.

Schah-Sohn gründet Komitee für Wahrheits- und Justizkommission

Der in den USA lebende Sohn des letzten iranischen Schahs hat ein Komitee zur Einrichtung einer Wahrheits- und Justizkommission im Iran gegründet. Das Komitee sei „mit der Ausarbeitung der regulatorischen Grundlagen für eine Übergangsjustiz beauftragt“, erklärte der 65-jährige Reza Pahlavi am 16. März im Onlinedienst X.

Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi habe „zugestimmt, dieses Komitee zu leiten“, fügte er hinzu. Neben der 78-jährigen Ebadi sollen Pahlavi zufolge der Schriftsteller Iradsch Mesdaghi sowie Leyla Bahmany und Afschin Ellian Teil des Komitees werden. Sie verträten „vier Generationen iranischer Experten“, sagte Pahlavi.

Pahlavi hat sich für eine säkulare Demokratie im Iran ausgesprochen. Die iranische Opposition ist gespalten, Teile davon kritisieren Pahlavi wegen seiner Unterstützung für Israel.

Erneut Angriff auf Hafenstadt Fudschaira

In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden erneut die Erdölindustrieanlagen in der emiratischen Hafenstadt Fudschaira vom Iran attackiert.

Der Angriff habe einen Brand ausgelöst, der Zivilschutz sei im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu bringen, hieß es auf X.

Fudschaira befindet sich östlich und außerhalb der Gewässer des Persischen Golfes und gilt als eine der Alternativen zur weiteren Ölversorgung – der Hafen ist erreichbar, ohne die Straße von Hormus passieren zu müssen.

Der Iran hatte im dortigen Hafen zuvor bereits Öltanks und ein Warenterminal angegriffen. Im Hafen befindet sich auch ein wichtiges Ölterminal.

Bereits am Montag waren die Anlagen in Fudschaira von Drohnen angegriffen worden. Die emiratische Ölgesellschaft Adnoc unterbrach daraufhin das Verladen von Rohöl.

Ein pakistanischen Staatsbürger kam in der VAE ums Leben, als Splitter einer abgefangenen ballistischen Rakete im Bezirk Bani Jas herabgefallen sind.

Katar und Dubai wehren Raketenangriffe ab

Die katarischen Streitkräfte haben in Doha einen Raketenangriff auf das Land abgewehrt. Der Raketenangriff auf Katar sei „abgefangen“ worden, erklärte das Verteidigungsministerium im Onlinedienst X. Ein AFP-Korrespondent in Doha berichtete von mehreren Explosionen in der katarischen Hauptstadt.

In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten kam es ebenfalls zu mehreren Explosionen. Nach einer an Mobiltelefone gesendeten Raketenwarnung und einem Aufruf, „sofort einen sicheren Ort aufzusuchen“, waren demnach drei Explosionen zu hören.

Israel fliegt Angriffswellen auf Iran

Die israelische Luftwaffe hat mit neuen Angriffswellen auf den Iran und die Hisbollah im Libanon begonnen. In der iranischen Hauptstadt Teheran würde Infrastruktur des „Terrorregimes“ attackiert, meldet die Armee.

Israels Militär geht auch massiv gegen die Hisbollah im Libanon vor. Der Einsatz begann infolge von Raketenangriffen aus dem Libanon und beschränkte sich zunächst auf Luftangriffe, inzwischen gibt es aber auch Einsätze am Boden.

Ein Militärsprecher kündigte am Abend des 16. März an, den Einsatz von Bodentruppen im Südlibanon auszuweiten. Die Armee mobilisiere weitere Reservisten, derzeit seien über 100.000 Reservesoldaten an allen Fronten im Einsatz.

Die israelische Armee nimmt Hisbollah-Hochburgen ins Visier. Dazu zählen der Süden des Landes, die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut und die ostlibanesische Bekaa-Ebene.

Bundesregierung warnt Israel vor Bodenoffensive im Libanon

Mehrere Staaten, darunter Deutschland, warnten Israel vor einer großen Bodenoffensive im Libanon. „Eine signifikante israelische Bodenoffensive hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt führen“.

Das teilten die Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und des Vereinigten Königreichs in einer Erklärung mit. „Dies gilt es abzuwenden. Die humanitäre Lage im Libanon einschließlich der anhaltenden Massenvertreibung ist bereits äußerst alarmierend.“

Die Staats- und Regierungschefs verurteilten in ihrer Erklärung die Entscheidung der Hisbollah, sich Irans Angriffen auf Israel anzuschließen. „Die Angriffe der Hisbollah auf Israel und ihre gezielten Angriffe auf die Zivilbevölkerung müssen aufhören, die Hisbollah muss ihre Waffen niederlegen.“

Die Hisbollah ist ein „Staat im Staate“ Libanon und herrscht praktisch in vielen Regionen über alles. Laut der UN-Resolution 1701 soll sich die Hisbollah schon seit Jahren im Südlibanon zwischen der israelischen Grenze und dem Litani-Fluss zurückziehen und die Waffen abgeben. In dieser Region geht Israel gegen die Hisbollah vor.

Neue iranische Angriffe auf Ziele in Golfstaaten

Der Iran griff in der Nacht erneut Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Saudi-Arabien an. Die Emirate schlossen wegen laufender Angriffe kurzzeitig ihren Luftraum.

Die Behörden in Dubai erklärten, dass es sich bei dem Lärm, der in verschiedenen Stadtgebieten zu hören sei, um Abfangeinsätze der Luftabwehr handle. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien teilte mit, im Osten des Landes seien mehrere Drohnen abgefangen worden.

US-Botschaft im Irak mit Drohnen und Raketen angegriffen

Im Irak gab es neue Angriffe auf die US-Botschaft in Bagdad und einen US-Stützpunkt in der Nähe des Flughafens.

Die US-Botschaft in Bagdad wurde Sicherheitskreisen zufolge mit „drei Drohnen und vier Raketen angegriffen“. Die Luftabwehr fing ein weiteres Geschoss ab. Zuvor war Sicherheitskreisen zufolge bereits ein Angriff auf die Botschaft mit vier Raketen abgewehrt worden.

Bei einem weiteren Angriff auf ein Haus in Bagdad wurden mehrere Menschen getötet. Ersten Berichten zufolge handelt es sich bei mindestens zwei Toten um „iranische Berater“ von Gruppen, die von Teheran unterstützt werden.

Zuvor war außerdem ein Hotel, das wie die Botschaft in der streng gesicherten „Grünen Zone“ liegt, nach Angaben des irakischen Innenministeriums von einer Drohne getroffen worden. Augenzeugen berichteten von einem Feuer auf dem Dach des Luxushotels, in dem regelmäßig internationale Treffen stattfinden.

Die irakische Miliz Katajeb Hisbollah meldete die Tötung ihres ranghohen Sicherheitskommandeurs Abu Ali al-Askari, er war gleichzeitig der Sprecher der pro-iranischen Miliz.

Das irakische Ölministerium meldete außerdem Angriffe auf ein großes irakisches Ölfeld im Süden des Landes. Das Ölfeld Madschnoon sei mit zwei Drohnen angegriffen worden, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Eine Drohne habe einen Fernmeldeturm getroffen.

Angriff auf Tanker im Golf von Oman

Die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt meldet, ein Tanker sei vor der Küste der Region Fudschaira im Golf von Oman von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Es sei niemand verletzt worden. Das Schiff habe gut 40 Kilometer vor der Küste vor Anker gelegen, hieß es.

Das kleine Emirat Fudschaira, das zu den Vereinigten Arabischen Emiraten gehört, liegt südlich der Straße von Hormus – einer strategisch bedeutsamen Meerenge, die den Zugang zum Persischen Golf bildet.

Israels Präsident: Krieg ist historischer Wendepunkt für den Nahen Osten

Der israelische Präsident Isaac Herzog hat den Irankrieg als „historischen Wendepunkt“ für den gesamten Nahen Osten bezeichnet. „Die gesamte Richtung der Region wird sich ändern“, sagte Herzog am 16. März in einem AFP-Interview.

„Es kommt ein Moment, in dem nach endlosen Kriegen, Blutvergießen und Terror während deutlich mehr als einer Generation die aus Teheran kommende Grundursache blockiert und beseitigt wird.“

In dem Interview appellierte Herzog auch an die Europäer, Israel in seinem Kampf gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon zur Seite zu stehen. „Europa sollte jegliche Anstrengung (…) unterstützen, die Hisbollah jetzt auszumerzen“, sagte er.

Mit Material der Nachrichtenagenturen



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