Col. Jacques Baud: Ist der Westen endlich aufgewacht?
Colonel Jacques Baud, ein ehemaliger Schweizer Offizier und renommierter Militärexperte, der für seine kritischen Analysen zu geopolitischen Konflikten bekannt ist, steht seit Kurzem im Zentrum eines internationalen Skandals. Die Europäische Union hat ihn auf eine Sanktionsliste gesetzt, was zu massiven Einschränkungen in seinem Alltag führt – von eingefrorenen Bankkonten bis hin zum Verbot, Lebensmittel zu kaufen.
Trotz dieser drakonischen Maßnahmen der EU, die Baud als Verletzung grundlegender Menschenrechte brandmarkt, gibt er nicht auf. In einem kürzlichen Interview am 29. Dezember 2025 mit der Moderatorin Nema auf dem Kanal „Dialogue Works“ demonstriert er seine Unbeugsamkeit: Baud spricht offen über seine Lage und verbindet sie mit breiteren Kritiken an der EU-Politik, dem Ukraine-Krieg und der westlichen Entscheidungsfindung.
Dieses Video ist ein Beweis dafür, dass Baud trotz der Sanktionen seine Stimme nicht verstummen lässt und weiterhin für Freiheit und Wahrheit eintritt.
Die Sanktionen gegen Baud: Ein persönlicher und institutioneller Albtraum
Im Interview beschreibt Baud detailliert seine aktuelle Situation, die durch die EU-Sanktionen entstanden ist. Seit seiner Aufnahme auf die Sanktionsliste sind alle seine Bankkonten in der EU eingefroren. Er kann weder Zahlungssysteme nutzen noch online einkaufen – nicht einmal Lebensmittel. „Ich bin nicht in der Lage, Essen zu kaufen“, erklärt er.
Sogar Versuche von Freunden, aus der Schweiz Essen nach Belgien zu liefern, wo Baud lebt, scheitern, da Zahlungen blockiert werden. Die Sanktionen verbieten jegliche Bereitstellung von „Ressourcen“ an ihn, ein Begriff, der so vage definiert ist, dass selbst Lieferungen an seine Adresse unmöglich werden.
Baud, der in Belgien registriert ist, betont die Absurdität: Die Sanktionen sind eigentlich für Personen außerhalb der EU gedacht, wie das Verbot, in die EU einzureisen, zeigt. Doch da er bereits in der EU lebt, wirken sie sich wie eine innere Repressionsmaßnahme aus.
Er kann nicht frei reisen; eine Rückkehr in die Schweiz, wo seine Konten nicht eingefroren sind, würde eine Ausnahmegenehmigung erfordern. Selbst dann könnte er nicht zurückkehren. Für humanitäre Zwecke, wie den Kauf von Essen, muss er bei der EU eine Ausnahme beantragen – eine bürokratische Hürde, die während der Feiertage unmöglich ist.
Durch die Unterstützung von Freunden und Bekannten, die ihm Essen direkt nach Hause bringen, überlebt Baud derzeit. „Ohne diese Solidarität hätte ich keinen Zugang zu Nahrung“, sagt er.
Diese Hilfe kommt vor allem aus Belgien, aber auch aus ganz Europa und der Schweiz. Baud erhält zunehmend Unterstützung: Petitionen, Briefe an Regierungen und Spendenaktionen (außerhalb der EU) häufen sich. In Deutschland, Italien, Osteuropa (wie Bulgarien, Rumänien, Polen) und sogar in Portugal und Spanien äußern Menschen Besorgnis.
In der Schweiz ist die Empörung besonders groß, da Baud als loyaler Diener seines Landes gilt.
Menschenrechte und die Verschmelzung von Außen- und Innenpolitik
Baud sieht in seiner Sanktionierung nicht nur einen persönlichen Angriff, sondern einen systemischen Fehler der EU. Die Maßnahmen verletzen grundlegende Rechte: Freiheit der Meinungsäußerung, Bewegungsfreiheit, Eigentumsrecht und sogar das Recht auf Nahrung.
„Ich bin ohne Gerichtsverfahren bestraft worden“, kritisiert er. Die Sanktionen basieren auf einer politischen Entscheidung des EU-Rats der Außenminister, nicht auf einem Urteil. Baud hatte keine Möglichkeit, sich zu verteidigen oder einen Anwalt zu konsultieren – eine Umkehrung des Rechtsstaatsprinzips.
Er vergleicht die EU-Situation mit dem Kalten Krieg: Damals trennte man streng zwischen äußeren und inneren Bedrohungen. Heute verschwimmen diese Grenzen. Die Sanktionen, als außenpolitisches Instrument konzipiert, werden nun innenpolitisch angewandt.
Ähnlich wie der US-Patriot Act nach 9/11 ermöglichen EU-Sanktionen die Behandlung eigener Bürger als „Feinde“. Baud ist kein Terrorist oder Krimineller; er hat keine Gesetze gebrochen. Dennoch wird er als solcher behandelt.
Die Anklage lautet auf „Propaganda“ und Interviews in „pro-russischen“ Medien. Baud weist das zurück: „Propaganda ist in keinem EU-Land strafbar, und ich bin kein Propagandist.“ Die Vorwürfe seien fantasievoll und nicht faktenbasiert.
Im deutschen Bundestag wurde speziell Bauds Fall thematisiert – nicht die anderen 60 Sanktionierten. Das zeigt, wie sein Fall als Indikator für einen Wandel dient: Die EU behandelt eigene Bürger wie externe Feinde.
Auswirkungen auf die Schweiz und die EU-Beziehungen
Als Schweizer Staatsbürger wirft Bauds Fall ein Schlaglicht auf die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU. Die Schweiz wurde vorab informiert, reagierte aber nicht. Nun realisiert Bern die Schwere der Situation.
Baud, ein ehemaliger Regierungsdiener ohne Vorstrafen, wird sanktioniert, ohne dass die Schweiz eingreift. Das schockiert die Schweizer Öffentlichkeit. Petitionen und Komitees sammeln Spenden – in der Schweiz erlaubt, da sie kein EU-Mitglied ist.
Die Schweizer Regierung strebt engere EU-Kooperation an, doch Bauds Fall verstärkt den Widerstand. In der Schweiz entscheidet das Volk viermal jährlich per Referendum. Eine engere EU-Bindung würde EU-Recht über schweizerische Entscheidungen stellen und diese direkte Demokratie untergraben.
Bauds Sanktionen werden zur „Kirsche auf dem Kuchen“: Viele sagen, „Wenn das die EU ist, wollen wir nicht näher ran.“ Das Nichthandeln der Regierung gibt den EU-Gegnern Auftrieb.
Baud vermutet, dass seine Listung ein Fehler war. Frankreich habe seinen Namen vorgeschlagen, obwohl bekannt war, dass er in der EU lebt. Belgien und die Schweiz wussten Bescheid. Dies zeige schlampige Entscheidungsprozesse in EU und Schweiz.
Der Ukraine-Krieg: Irrationale Entscheidungen und westliche Illusionen
Baud weitet seine Kritik auf den Ukraine-Krieg aus. Westliche Entscheidungen beruhten auf Wunschdenken, nicht auf Fakten. Europa habe geglaubt, Russland werde kollabieren – doch Russlands BIP-Wachstum übertrifft Europas.
Behauptungen über russische Schwächen hätten sich als falsch erwiesen. Er zitiert Tulsi Gabbard: Russland habe weder Absicht noch Mittel, Europa anzugreifen. Finnlands Präsident und Estlands Geheimdienstchef ruderten zurück.
Dennoch drohten französische und britische Offizielle mit russischen Angriffen, um Rüstungsausgaben zu rechtfertigen. „Das ist Lügen und Propaganda“, sagt Baud.
Europa ignoriere Russlands erklärte Ziele: Demilitarisierung und Neutralität der Ukraine, nicht Eroberung. Im April 2022 habe der Westen Verhandlungen verhindert; nun erfolge die Demilitarisierung gewaltsam.
Die Ukraine opfere unnötig Leben und wirtschaftliches Potenzial. Die USA hätten 2022 erkannt, dass die Ukraine nicht gewinnen könne, und zu Verhandlungen geraten – Europa habe sich widersetzt.
Baud kritisiert auch Inkonsistenzen: Die EU kaufe weiterhin russisches LNG, während sie andere zum Boykott auffordere. Energieabhängigkeit von Russland bestehe seit den 1980er Jahren. Selbst im Kalten Krieg seien Verträge eingehalten worden. Die Sanktionen seien emotional, nicht faktenbasiert.
NATO, Trump und die Zukunft
Zum Abschluss spricht Baud über Donald Trumps NATO-Politik. Trump sehe die Ukraine als Profitquelle: Europäer finanzieren Waffenfonds, NATO-Agenturen kaufen US-Waffen. Amerika mache Gewinn, statt zu zahlen.
Trump wolle „America great again“ – Konflikte nutzen, nicht finanzieren. Ein vergessener Punkt sei der Plan zur US-Nutzung ukrainischer Rohstoffe.
Europa ignoriere diese Realität. Diskussionen über Waffenlieferungen und Kredite von bis zu 90 Milliarden Euro verschärften die Spaltungen. Die EU verschulde sich weiter, während Russland voranschreite. Ohne US-Atomgarantie beginne die NATO zu bröckeln.
Schluss: Ein Weckruf für Demokratie und Vernunft
Bauds Fall und seine Analysen sind ein Weckruf. Der Westen leidet unter schwacher Führung, die Emotionen über Fakten stellt. Seine Situation zeigt, wie Demokratien autoritäre Züge annehmen können.
Dennoch bleibt Baud optimistisch: „Es kann nur besser werden.“ Er dankt Tausenden Unterstützern weltweit – von Alaska bis Südafrika. Petitionen und Spendeninitiativen, insbesondere in der Schweiz, wachsen weiter.
Baud fordert faktenbasiertes Handeln statt Fantasien. Ist der Westen endlich aufgewacht? Seine unbeugsame Stimme deutet darauf hin, dass der Druck wächst.