Undeclared Wars: Die Wirtschaft als Waffe – Ein Interview mit Professor Jeffrey Sachs

Professor Jeffrey Sachs, renommierter Ökonom und Direktor des Center for Sustainable Development an der Columbia University, ist bekannt für seine scharfen Analysen zu globaler Wirtschaftspolitik und internationalen Konflikten. In einem Interview mit Judge Andrew Napolitano am 27. Januar 2026 diskutiert er die Verwendung der Wirtschaft als Waffe durch die US-Regierung unter Präsident Donald Trump, insbesondere im Kontext von Iran und Venezuela. Sachs kritisiert undeclared wars – nicht erklärte Kriege – als Form der Aggression und warnt vor den verheerenden Folgen wirtschaftlicher Kriegsführung. Dieser Artikel fasst das Gespräch detailliert zusammen und beleuchtet die zentralen Themen, die von Lügen der Regierung über Sanktionen bis hin zu globalen Machtverschiebungen reichen.

Die Normalisierung undeclared Wars und innerer Konflikte

Sachs beginnt mit einer grundlegenden Kritik an der US-Politik: Undeclared wars, also nicht erklärte Kriege, seien alltäglich geworden. Die US-Regierung führe präventive Kriege – eine Form der Aggression – ohne Widerspruch der amerikanischen Bevölkerung. Die Gesellschaft habe sich an den illegitimen Einsatz von Gewalt gewöhnt. Um eine wirklich freie Gesellschaft zu schaffen, müsse der Einsatz von Gewalt verstanden und abgelehnt werden. Sachs zitiert Jefferson und stellt provokative Fragen: Was, wenn man das eigene Land lieben müsse, indem man die Regierung verändert oder abschafft? Was, wenn die beste Regierung die ist, die am wenigsten regiert? Und was, wenn die größte Gefahr für die Freiheit jetzt sei?

Das Interview wechselt zu aktuellen Ereignissen: Die Trump-Administration habe in Minneapolis in eine Form des Nihilismus abgestiegen, indem sie die Erschießung eines jungen Mannes rechtfertige, der ICE-Agenten gefilmt habe. Sachs sieht Trump im Krieg mit der Welt und sogar mit US-Bürgern, indem er die Gesellschaft militarisiere. Die Regierung lüge ständig – über internationale Angelegenheiten und innere Unruhen. Morde in Minneapolis würden als Reaktion auf „domestische Terroristen“ dargestellt, obwohl Videos das Gegenteil zeigten. Dies sei echter Krieg, kombiniert mit Informationskrieg, der chilling und depressing sei.

Sachs zieht eine Linie von Morden an Fischern in der Karibik zu denen in US-Straßen: Das Weiße Haus befehle Morde und stelle Unschuldige als Drogenhändler oder Terroristen dar. Steven Miller, stellvertretender Stabschef, habe erklärt, es gebe keine Gesetze, nur Macht – eine Haltung, die an dunkle Epochen der Weltgeschichte erinnere. Miller sei Architekt sowohl internationaler Kriege als auch innerer Kriege gegen US-Bürger. Moralen zählten nicht; dies führe zu einem Krieg aller gegen alle, in dem Unschuldige sterben.

Das Versagen der anderen Gewalten: Kongress und Supreme Court

Sachs kritisiert den Kongress scharf: Er habe im vergangenen Jahr keine seiner verfassungsmäßigen Funktionen erfüllt. Der Kongress habe die Macht über Zölle, Kriege und Budgets – alles sei aufgegeben. Es gebe keine Aufsicht, keine Untersuchungen; nur parteiliche Abstimmungen. Die Abgeordneten arbeiteten nicht für das Volk, sondern für den Präsidenten oder die Republikaner. Sie schwören auf die Verfassung, ignorierten sie aber.

Der Supreme Court, angeführt von Chief Justice John Roberts, halte das Schicksal der Republik in Händen. Würde er die Gesetzlosigkeit und extrakonstitutionellen Dekrete des Präsidenten dulden? Trump handle gefährlich, launisch, täuschend und außerhalb der Verfassung – er deklariere Notstände, verhänge Zölle, befehle Morde und schicke ICE in Städte, ohne Rücksicht auf Gesetze. Der Kongress sei „tot“, und der Supreme Court müsse die Verfassung durchsetzen.

Wirtschaftliche Kriegsführung: Der Fall Iran

Ein zentraler Punkt ist die wirtschaftliche Kriegsführung, die Sachs als „economic statecraft“ bezeichnet – eine euphemistische Umschreibung für Krieg. Er bezieht sich auf ein Video von Treasury Secretary Scott Bessant (wahrscheinlich gemeint: Scott Bessant, aber im Transkript als Bessant geschrieben), der bei Davos prahlt, Sanktionen hätten Irans Wirtschaft kollabieren lassen. Bessant habe im März eine Rede gehalten, in der er den Kollaps der iranischen Währung vorhersagte, um Panik auszulösen. Das Treasury Department und das Office of Foreign Assets Control (OFAC) hätten maximalen Druck ausgeübt: Sanktionen gegen Institutionen weltweit, um normalen, legalen Handel mit Iran zu stoppen. Iran könne nicht exportieren oder importieren – dies sei Krieg ohne Schüsse.

Das Ergebnis: Im Dezember kollabierte die Wirtschaft, Banken gingen unter, die Zentralbank druckte Geld, es gab Dollar-Mangel und Importprobleme. Die Menschen gingen auf die Straßen – nicht wegen Missmanagement, wie die US-Propaganda behaupte, sondern wegen US-Wirtschaftskrieg. Sachs appelliert an Medien wie New York Times, Washington Post und Wall Street Journal: Sie berichteten falsch oder unehrlich, ignorierten Bessants Geständnis und wiederholten Regierungspropaganda. Reporter seien ignorant oder von CIA, Treasury und White House gesteuert.

Dies sei illegal: Wirtschaftskrieg verursache Massenleid, Armut, Arbeitslosigkeit, Tode – wie in Venezuela. Bessant nenne es „positiv“, mit einem Grinsen; das Ziel sei Regime Change. Medien spielten mit, ohne den Krieg zu erwähnen. Sachs habe Reporter kontaktiert – ohne Antwort.

Bessants Hintergrund: Er sei kein Finanzexperte, sondern Hedge-Fund-Operator, der 1992 mit George Soros den britischen Pfund stürzte. Er verstehe Finanzdrücke, nicht Makroökonomie. Keynes’ Warnung aus 1919 passe: Das „Debauch“ einer Währung zerstöre die Gesellschaft, richte Kräfte auf Zerstörung und sei für die meisten unverständlich. In Iran geschehe genau das: Deliberater Kollaps für Regime Change.

Globale Auswirkungen: Abkehr vom US-Dollar und internationale Allianzen

Solche Sanktionen und willkürliche Zölle (bis 500 %) beschleunigten den Wechsel weg vom US-Dollar. Die USA missbrauchten ihr „exorbitant privilege“ – die Dollar-Nutzung ermögliche leichte Kredite, werde aber für Kriege genutzt. Die Welt erkenne die USA als thuggish, unzuverlässig und gefährlich. Mit Basen in 80 Ländern übe die USA Druck aus, mache Länder zu Vasallen – wie im Nahen Osten.

Doch Widerstand wachse: BRICS-Länder und andere suchten Alternativen. Kanada schließe Partnerschaften mit China; UK-Premier Keir Starmer ignoriere US-Druck. Südkorea, trotz US-Basen, wolle normale Beziehungen zu China. Handel unter sanktionierten Ländern steige; Chinas Exporte wuchsen. Die Welt wolle Normalität, nicht „Emperor Donald“. Trump drohe Zölle gegen Verbündete – es funktioniere nicht. Sachs warnt: US-Flugzeugträger im Persischen Golf könnten zu echtem Krieg führen.

Zensur und Free Speech: Der Fall TikTok

Zum Schluss thematisiert Sachs Free Speech: TikTok zeige Israels Handlungen in Gaza – Genozid, Zerstörung. Die Zionist-Lobby übernahm TikTok via Larry Ellison, um Inhalte zu zensurieren. Der neue CEO Adam Presser erkläre „Zionist“ als Hassrede, wenn negativ verwendet. Accounts für Hass verdreifachten sich; jüdische Organisationen lieferten Infos. Dies sei der Zweck der Übernahme: Wahrheit über Israels Kriegsverbrechen zu unterdrücken. Zionismus sei politische Ideologie, nicht Judentum; viele Juden seien anti-zionistisch. Die Lobby spiele das „Antisemitismus“-Spiel, um Kritik zu ersticken.

Schluss: Aufruf zur Verantwortung

Sachs mahnt: Die USA führten illegale Kriege – verfassungswidrig und gegen UN-Charta. Miller und Trump wollten Ein-Mann-Herrschaft; das Volk wolle eine konstitutionelle Republik. Kongress und Medien müssten aufwachen. Wirtschaftskrieg zerstöre Leben; die Welt wende sich ab. Dieses Interview unterstreicht die Dringlichkeit: Freiheit stehe auf dem Spiel, und Wahrheit müsse siegen.



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