Am 17. April 2011 ist der erste Beitrag auf ScienceFiles erschienen.
„Die Subprime-Mortgage Krise und die nachfolgende Finanzkrise haben in vielen Industriestaaten die Gewichte zwischen Politik und Ökonomie verschoben; zu Gunsten der Politik. Die deutsche Bundesregierung ist Aktionär bei der Commerzbank (25% + eine Aktie), Eigentümer der HypoReal Estate, hat die Kontroll-Schraube, die schon durch das Basel-II-Abkommen angezogen wurde, um eine weitere Umdrehung gedreht und u.a. durch das Verbot von Leerverkäufen am deutschen Aktienmarkt erhebliche Eingriffe in den (Finanz-)Markt vorgenommen.“
So beginnt der mittlerweile historische Beitrag.
Wer hätte 2011 im April gedacht, dass 15 Jahre später ScienceFiles eine feste Adresse in der Blogosphäre sein wird, ein Blog, das täglich mehrere Beiträge zu Themen veröffentlicht, die man rund um das Thema „Wissenschaft“ ansiedeln kann.
Wir nicht. But here we are.
15 Jahre später … schreibend, recherchierend, publizierend, aufklärend und hoffenlicht mit Gewinn zu lesen: ScienceFiles.
In den 15 Jahren ist einiges geschehen, manches davon werden wir im Verlauf des Jahres thematisieren. Fest steht indes, dass es die 15 Jahre ohne die Unterstützung zahlreicher Leser NIE gegeben hätte. Sie haben ScienceFiles materiell und immateriell ermöglicht. Letzteres soll man nicht zu gering schätzen, denn die Tatsache, dass wir täglich mehrere Tausend Leser auf ScienceFiles begrüßen können, dass Leser auf unsere Beiträge warten, für den Fortbestand von ScienceFiles auch bereit sind, zu spenden, trägt erheblich zu unserer Motivation und dazu bei, auch in Zeiten, in denen es aus den unterschiedlichsten Gründen eng wird [obschon wir noch nicht im Morgenmantel erscheinen mussten, mit Kontenkündigungen, den üblichen Derogationen usw. hat es bei uns sein Bewenden gehabt …] nicht aufzustecken und ScienceFiles zu beenden.
Einer der Wegbegleiter, die uns das Leben schwer machen, sind finanzielle Schwierigkeiten, die sich in dem Maße eingestellt haben, in dem wir mehr Zeit für ScienceFiles abgezweigt haben: Das Finanzierungsmodell von ScienceFiles ist recht einfach: Es beginnt damit, dass wir auch von etwas leben müssen. Als wissenschaftliche Berater haben wir ein Auskommen, das sich in dem Maße verringert, in dem wir weniger Zeit in wissenschaftliche Beratung und mehr Zeit in ScienceFiles investieren. ScienceFiles hat sich mittlerweile zu einem 40+ Wochenstunden Unterfangen entwickelt, wissenschaftliche Beratung ist quasi sekundär geworden.
Wir beklagen uns nicht. Wir wollen es so. Die Möglichkeit, mehr in ScienceFiles und weniger in unseren Job zu investieren, die schaffen Sie, all die Leser, die uns finanziell unterstützen und ScienceFiles auf diese Weise ermöglichen.
Allen, die uns regelmäßig spenden, allen, die uns ab und an oder einmalig spenden, gilt unser herzlicher Dank.
Zweimal im Jahr, einmal im Früjahr und einmal im Spätjahr häufen wir ein finanzielles Defizit an, ist die Lücke, die zwischen Einkommen aus wissenschaftlicher Beratung und Spenden für ScienceFiles entsteht, so groß, dass wir die Wahl dazwischen haben, ScienceFiles zurückzufahren oder unsere Leser zu bitten dabei zu helfen, diese Lücke zu schließen.
In den letzten Jahren hat das sehr gut geklappt. Wir sind stolz zu den wenigen Blogs zu gehören, die ausschließlich von Spenden leben, ihre Leser nicht mit Werbung bombadieren.
Indes, steigende Kosten machen die Lücke immer größer und schwieriger zu schließen und führen zudem dazu, dass wir gute Ideen, deren Umsetzung Zeit und Geld kosten würde, auf die lange Bank schieben müssen, bis wir mit ScienceFiles finanziell gesichert sind.
Und das ist die Situation, in der wir uns wieder einmal befinden. Eine Situation, die wir nicht gerne mögen, weil sie damit verbunden ist, die Bitte zu (zusätzlicher) Unterstützung einmal mehr prominent zu äußern und unsere Leser zu bitten, (einmal mehr) die finanziellen Voraussetzungen für den Weiterbetrieb von ScienceFiles zu schaffen.
Wenn Sie
ScienceFiles mit Gewinn lesen,
ScienceFiles auch weiterhin mit Gewinn lesen wollen,
nicht auf Aufklärung verzichten wollen,
Widerstand gegen die sich wie eine Krake um korrekte Information legenden „Institutionen“ als wichtig ansehen,
weiterhin eine virtuelle Zuflucht in einem Blog finden wollen, in dem der gesunde Menschenverstand noch zuhause ist,
und zudem ein Bollwerk gegen die Wokifizierung und Verramschung von Wissenschaft unterstützen wollen,
dann bitten wir Sie, ScienceFiles mit einer kleinen, mittleren, großen Spende zu unterstützen und uns wieder einmal über den Abgrund hinweg zu helfen, der sich zwischen dem, was notwendig wäre, um ScienceFiles zu betreiben und dem, was vorhanden ist, aufgetan hat.
Eine besondere Bitte haben wir obendrauf:
Viele Leser unterstützen uns bereits regelmäßig: Wer es noch nicht tut und seine Unterstützung regelmäßig machen kann, tut uns damit einen großen Gefallen, erhöht Planbarkeit und sorgt für einen festeren finanziellen Boden unter unseren Füßen.
Wir bedanken uns bei allen, die diesem Aufruf folgen und sich von Geld im Tausch gegen all das, was ScienceFiles besonders macht, trennen.
Herzlichen Dank!
Wenn Sie uns unterstützen wollen, dann gibt es dazu vier Möglichkeiten:
Sie finden alles weitere im Anschluss an diesen Post oder hier.
Falls Sie unsere Arbeit unterstützen, und dafür sorgen wollen, dass bei ScienceFiles auch weiterhin das Rad rund läuft, dann kaufen Sie uns doch einen Kaffee:
Oder unterstützen Sie uns auf einem der folgenden Wege
Unser herzlicher Dank ist Ihnen sicher!
DENN: ScienceFiles lebt von Spenden. Helfen Sie uns, ScienceFiles auf eine solide finanzielle Basis zu stellen, damit Sie uns auch morgen noch lesen können!