Ein mögliches Social Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren wird aktuell heiß diskutiert. Der steirische FPÖ-Bildungslandesrat Stefan Hermann sprach sich im heutigen „Samstagsgespräch“ mit ORF Steiermark-Chefredakteur Wolfgang Schaller gegen die Linie der Verlierer-Ampel und gegen „radikale Verbote“ aus.

Moderner Jugendschutz beginnt bei Aufklärung

Zwar erkenne er den Einfluss sozialer Medien auf die Entwicklung von Kindern klar an, bekannte sich jedoch zum Grundrecht auf Informationsfreiheit. „Man sollte im Sinne eines modernen Jugendschutzes bei der Aufklärung ansetzen“, forderte Hermann und verwies auf die Verantwortung der Eltern, den Umgang ihrer Kinder mit digitalen Plattformen zu begleiten.

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Steirisches Handyverbot zeigt Wirkung

Positiv bewertete Hermann wiederum das seit einem Jahr bestehende Handyverbot an steirischen Schulen, das mittlerweile bundesweit ausgeweitet wurde. „Es war wichtig, gleich zu Beginn ein Zeichen zu setzen“, so Hermann. Kinder und Jugendliche bräuchten Räume ohne ständige Ablenkung, um sich besser konzentrieren zu können.

Bekenntnis zum Latein-Unterricht

Mit Blick auf die Pläne von Neos-Bildungsminister Christoph Wiederkehr, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unterricht auszuweiten, warnt Hermann vor einer Verdrängung traditioneller Fächer. Gerade Latein sei „eine Säule unseres Bildungssystems, gerade für sprach- und kunstinteressierte Kinder“. KI solle fächerübergreifend eingesetzt werden, allerdings stelle sich die Frage, ob ausreichend qualifiziertes Lehrpersonal zur Verfügung stehe.

Längere Volksschule nicht überall geeignet

Skepsis äußert Hermann auch gegenüber der im rot-pink regierten Wien diskutierten Verlängerung der Volksschule auf sechs Jahre. Für die Steiermark sei das Modell aufgrund der Fläche, der Infrastruktur und des Personalbedarfs ungeeignet. Er mahnte: „Also nur, weil etwas gut klingt auf den ersten Blick, muss man es auch zu Ende denken.“

Lehrer wollen Vorschule zurück

Viele Lehrer wünschten indes die Wiedereinführung der Vorschule. Zahlreiche Kinder seien bei Schuleintritt zwar formal schulpflichtig, verfügten aber noch nicht über die nötige Schulreife. „Bitte, bitte, bitte bringt die Vorschule zurück“, habe er häufig von Lehrkräften gehört. Eine Vorschule sei „sicher ein zweckmäßiges Instrument“.



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